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Omega III Fettsäuren
Ausdauertraining und Fettverbrennung - In welchem Belastungsbereich trainieren sie am besten?! 
Fette    Fettsäuren    Fette+Sport

Was sind, wie wirken Omega-3-Fettsäuren?
von Peter Singer Erscheinungsdatum: 2000
Preis: EUR 22,50
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  Omega-3- Fettsäuren. Gesundheit aus dem Meer.
von Frank Liebke Preis: EUR 7,45
Taschenbuch
- 120 Seiten
Erscheinungsdatum: 2001
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Omega III Fettsäuren senken das Infarktrisiko und schützen vor Arteriosklerose


Reichliche Ernährung mit fettem Fisch könnte Prostatakarzinom-Risiko reduzieren
Der regelmäßige Verzehr von fettreichem Fisch könnte das Risiko, an einem Prostatakarzinom zu erkranken, reduzieren.
Diesbezügliche Resultate einer Langzeitstudie von Wissenschaftern vom Stockholmer Karolinska-Institut (Terry et al) sind im Lancet publiziert. In einem Beobachtungszeitraum von 30 Jahren wurde bei 6.272 schwedischen Männern die Assoziation zwischen Fischkonsumation und Prostatakarzinom-Risiko untersucht.
Bekannt war bereits, dass essentielle Fettsäuren - speziell Omega-3-Fettsäuren, die in großen Mengen in fettreichen Fischen vorhanden sind - nachweislich das Wachstum von Prostata-Krebszellen hemmen können.
"Wir haben unsere Studie in Schweden vorgenommen, wo viel fetthaltiger Fisch aus kalten nordischen Gewässern gegessen wird, der viel Omega-3-Fettsäuren enthält", kommentiert Terry. "Unsere Ergebnisse könnten auf ein wichtiges Mittel deuten, mit dem dieser Krankheit vorgebeugt werden kann."Quelle: Lancet; 2001, 357: 1764   Link.  www.medaustria.at   29.1.02


Die Einnahme von Omega-3-Fisch-Öl-Kapseln senkt nach einem Herzinfarkt die Sterblichkeit. Fischölkapseln sekundärpräventiv nach Herzinfarkt   Deutsches Ärzteblatt 9.04.2002
CHIETI/ITALIEN.
Dies zeigen die Ergebnisse einer Präventionsstudie der „Gruppo Italiano per lo Studio della Sopravvivenza nell’Infarto Miocardico“, besser bekannt unter dem Akronym GISSI in Circulation (2002, 01.CIR.0000014682.14181.F2).
An der Studie nahmen 11323 Italiener teil, die nach einem überstandenen Herzinfarkt auf vier Gruppen randomisiert wurden. Neben der Standardbehandlung erhielten sie entweder ein Gramm vielfach ungesättige Fettsäuren (n-3 PUFA), 300 mg Vitamin E, beide Medikamente oder ein Placebo.
Nur die Behandlung mit n-3 PUFA verbesserte die Prognose.
In den ersten drei Monate starben 0,5 Prozent der Patienten, die n-3 PUFA eingenommen hatten, an einem plötzlichen Herztod, gegenüber 0,7 Prozent in den anderen Gruppen. Am Ende der Nachbeobachtungszeit von 42 Monaten waren es zwei Prozent statt 2,7 Prozent. Die Gesamtsterblichkeit sank von 9,8 Prozent auf 8,4 Prozent.
Die Angabe der absoluten Ereignisse wirkt weniger überzeugend als die Berechnung von relativen Risiken, deren Angaben die Autoren im Abstract bevorzugen. Danach war das Risiko an einem plötzlichen Herztod zu sterben nach vier Monaten um 53 Prozent niedriger als in den Vergleichsgruppen. Bereits nach drei Monaten war eine signifikante Senkung der Gesamtsterblichkeit um 41 Prozent nachweisbar.
In der Pressemitteilung wird versprochen, dass Fischölsupplemente das Risiko, an einem plötzlichen Herzstillstand zu erkranken, halbieren. Wie diese Wirkung zustande kommt, ist weiter unklar. Eine Senkung des Cholesterinwertes ist als Ursache auszuschließen. Roberto Marchioli, leitender Epidemiologe am Consorzio Mario Negri Sud in Cheiti glaubt jedoch, dass Fischölsupplemente die Zahl der tödlichen Herzrhythmusstörungen senkt, an denen in den ersten Monaten noch viele Patienten sterben.
Diese Ansicht vertritt auch der Editorialist Alexander Leaf von der Harvard Medical School. Seine Studien hätten gezeigt, dass Fettsäuren eine wichtige Rolle in der Regulierung der elektrischen Aktivität der Herzmuskelzellen spielen.
American Heart Association   http://www.americanheart.org/presenter.jhtml?identifier=1200000
Pressemitteilung der American Heart Association  http://www.eurekalert.org/pub_releases/2002-04/aha-faf040302.php /rme (09.04.02)
Mehr zu Omega-3-Fettsäuren


         


Fischmahlzeiten mindern Hirninfarkt-Rate

Fisch ist nicht nur gesund für Herz und Schilddrüse, sondern offenbar auch für das Gehirn.
Das bestätigt die Auswertung von Daten einer Studie mit nahezu 80 000 Frauen zwischen 34 und 59 Jahren.

Nach den Ergebnissen der US-amerikanischen Studie ist bei Frauen, die häufiger als einmal im Monat Fisch essen, die Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden, um sieben Prozent geringer als bei Frauen, die seltener Fisch essen. Dies ist unabhängig von Alter und Herz- und Gefäßrisikofaktoren. Den stärksten Einfluss hat der Fischkonsum auf die Rate thrombotischer Hirninfarkte. Sie ist bei Frauen, die mindestens zweimal pro Woche Fisch essen, um etwa 50 Prozent geringer als bei Frauen, die weniger oder gar keinen Fisch essen. Quelle: Ärzte Zeitung, 19.01.2001


Kardiale Primärprävention durch Fisch – Weniger plötzliche Todesfälle
BOSTON. Zweimal wöchentlich Fisch auf dem Tisch, fordert die American Heart Association. Zwei Analysen der Physicians’ Health Study im New England Journal (2002; 346: 1113–8) und der Nurses’ Health Study im amerikanischen Ärzteblatt (2002; 287: 1815–21) geben den US-Kardiologen Recht: Fischöl senkt auch bei Gesunden das kardiovaskuläre Risiko, vermutlich weil es tödlichen Herzrhythmusstörungen vorbeugt. Erst in der letzten Woche war in der Publikation der GISSI-Studie zu lesen, dass Omega-3-Fischöl-Kapseln nach einem Herzinfarkt das Risiko von plötzlichen Todesfällen senken.
Der Grund wird in einer schützenden Wirkung der langkettigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren auf die elektrische Stabilität von Herzmuskelzellen gesehen. Sie sollen bei einer ischämischen Attacke “widerstandsfähiger” gegen Herzrhythmusstörungen sein. Dies vermutet auch Irwin Rosenberg von der Tuft Universität in Boston, der die Ergebnisse seiner Kollegen an der Harvard Medical School kommentiert (2002; 346: 1102–3).
Christine Albert und Mitarbeiter zeigen dort in einer Fall-Kontroll-Studie, dass hohe Plasmaspiegel vor einem plötzlichen Herztod schützen. Einige Teilnehmer der Physicians’ Health Study mit den höchsten Plasmaspiegeln (Anteil 6,87 Prozent des Gesamtfettspiegels) erkrankten nach einem Modell zu 81 Prozent seltener, nach einem anderen Modell sogar zu 90 Prozent seltener an einem plötzlichen Herztod als Teilnehmer im Quartal mit den niedrigsten Plasmaspiegeln (Anteil 3,58 Prozent).
Da sich 50 Prozent aller plötzlichen kardialen Todesfälle bei Patienten ohne erkannter kardialer Vorerkrankung ereignen, sind diese Zahlen sicher von Bedeutung, auch wenn von den 22 071 Teilnehmern der Physicians’ Health Study während der 17-jährigen Beobachtungszeit nur 201 an einem plötzlichen Herztod starben, von denen 94 Patienten für die Studie ausgewählt wurden.
Christine Albert gehört wie Frank Hu zur Gruppe der Harvard-Epidemiologen um Meir Stampfer, welche neben der Physicians’ Health Study auch regelmäßig das Pendant für die Frauen, die Nurses’ Health Study, auswertet. In der Studie wurden Ernährungsfragenbögen verteilt, in dem die Krankenschwestern auch angaben, wie häufig sie in der Woche Fisch essen. Frauen, die sich entsprechend der Empfehlungen der American Heart Association ernährten (zwei bis vier Fischmahlzeiten pro Woche) erkrankten zu 31 Prozent seltener an einer Koronaren Herzkrankheit (KHK).
Die Zahl der tödlichen KHK-Ereignissen nahm deutlicher ab, als nicht-tödliche KHK, was wiederum darauf hindeutet, dass die n-3-Fettsäuren ein spezieller Schutzschild gegen Herzrhythmusstörungen sind. Ähnlich waren die Ergebnisse bei der Betrachtung der Plasmaspiegel an n-3-Fettsäuren (die allerdings nicht im Labor bestimmt wurden, sondern aufgrund der Speisepläne errechnet wurden). Krankenschwestern mit Plasmaspiegel an n-3-Fettsäuren im oberen Fünftel erkrankten zu 45 Prozent seltener an einer KHK. 11.04.02) Deutsches Ärzteblatt
 


Zufuhr langkettiger ungesättigter Fettsäuren kann vor KHK schützen!
 Wie sollte das Fett, das wir mit der Nahrung aufnehmen, idealerweise zusammengesetzt sein? - viel einfach ungesättigte Fettsäuren wie Ölsäure, die etwa reichlich in Olivenöl enthalten ist, oder besser mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie Linolensäure, enthalten in Soja- oder Rapsöl?
In welchem Verhältnis sollten ungesättigte n-3- zu n-6-Fettsäuren stehen?
Nach Ansicht von Dr. Lawrence Rudel aus Winston-Salem im US-Bundesstaat North Carolina schützen mehrfach ungesättigte Fettsäuren besser vor KHK als einfach ungesättigte. Wie er beim AHA-Kongreß berichtet hat, konnte er dies in Studien an 15 männlichen Affen belegen. Die Tiere wurden in drei Gruppen eingeteilt und über fünf Jahre mit einer Atherosklerose-fördernden Diät gefüttert. Eine Gruppe der Tiere erhielt nur gesättigte Fettsäuren wie Palmitinsäure, die andere einfach ungesättigte Fettsäuren und die dritte Gruppe mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Nur die Tiere, die mehrfach ungesättigte Fettsäuren bekamen, entwickelten keine KHK, berichtete Rudel. Es könne daher derzeit keine Empfehlung gegeben werden, bei der Ernährung mehrfach ungesättigte Fettsäuren durch einfach ungesättigte zu ersetzen. Der hohe Stellenwert der reichlichen Zufuhr von alpha-Linolensäure, einer n-3 dreifach ungesättigten Fettsäure, ist bereits in der Lyon Diet Heart Study belegt worden, auf die sich in New Orleans Dr. Alexander Leaf von der Harvard Medical School in Boston berief. In der Studie wurden mehr als 600 Infarkt-Patienten in zwei Gruppen eingeteilt. Die einen ernährten sich über fünf Jahre mit einer mit alpha-Linolensäure angereicherten mediteranen Diät, die übrigen ernährten sich normal weiter. Im Vergleich zu dieser Kontrollgruppe war bei den Studienteilnehmern, die die spezielle Diät machten, die Sterberate um 70 Prozent geringer, Reinfarkte waren um 73 Prozent seltener.
Verhältnis 4 : 1 von n-6- zu n-3-Fettsäuren ist günstig 
Unter anderem aufgrund dieser Studie hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in den kürzlich neu herausgegebenen Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr, die die DGE gemeinsam mit der Österreichischen und der Schweizer Gesellschaft für Ernährung erarbeitet hat, neue Empfehlungen für das Verhältnis von n-6- (Linolsäure) zu n-3-Fettsäuren (alpha-Linolensäure)gegeben. Das Verhältnis sollte von bisher üblicherweise 8 : 1 auf mindestens 5 : 1 gesenkt werden, so die DGE. In der Lyon Diet Heart Study lag das Verhältnis bei 4 : 1.  n-6- und n-3-Fettsäuren sind essentielle Fettsäuren, die mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Sie dienen der Bildung von wichtigen Strukturlipiden in den Geweben und von regulatorisch wirksamen Eicosanoiden. Alpha-Linolensäure etwa ist die Vorläufersubstanz der kardioprotektiv wirksamen Eicosapentaensäure, die reichlich in Fischöl vorhanden ist. Das richtige Verhältnis von n-6- zu n-3-Fettsäuren ist wichtig, da diese Fettsäuren bei der Biosynthese langkettiger und hochungesättigter Fettsäuren um das gleiche Enzymsystem konkurrieren. Aus der n-3-Fettsäure alpha-Linolensäure wird zum Beispiel weniger Eicosapentaensäure gebildet, wenn hohe Mengen der n-6-Fettsäure Linolsäure zugeführt werden. (rf)

Lexikon Nahrungsergänzungsmittel im Trend.
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Fünfmal die Woche Fisch ist gut für die Herzen von Frauen

BOSTON (Rö). Frauen, die viel Fisch essen, haben ein verringertes Risiko für die koronare Herzkrankheit. Dies haben Daten von mehr als 84 000 Teilnehmerinnen der "Nurses Health Study" nun bestätigt.

Während 16 Jahren wurden bei ihnen neu aufgetretene koronare Herzkrankheiten registriert. Zudem wurde mit Fragebögen der Fischkonsum ermittelt (JAMA 287, 2002, 1815). Ergebnis der Studie von Dr. Frank Hu von der Harvard-Universität in Boston, Massachusetts: Die KHK-Rate war bei den Frauen insgesamt zwar absolut gesehen gering, aber: Je höher der Fischkonsum desto weniger KHK. Am häufigsten KHK hatten Frauen, die keinen Fisch aßen. Im Vergleich dazu war die Rate bei einem Fischkonsum ein- bis dreimal pro Monat bereits um 21 Prozent vermindert, und bei einmal die Woche um 29 Prozent. Um 34 Prozent verringert und damit am geringsten war die Rate bei den Frauen, die mindestens fünfmal die Woche - und damit fast täglich - Fisch aßen. Die Studie bestätigt damit Erfahrungen, daß Menschen, die viel Fisch essen, seltener Herzinfarkt haben, etwa Ureinwohner Alaskas.  Ärzte Zeitung, 06.05.2002


Infarkt vorbeugen: Pflanzliche Fette schützen Herz

Hamburg (dpa) - Das Herzinfarktrisiko lässt sich durch die richtige Fettauswahl bei der Ernährung deutlich senken. Wer tierische durch pflanzliche Fette ersetze, könne die vorzeitige Verkalkung der Blutgefäße verhindern, teilt die Initiative gesund leben und ernähren (Ige) in Hamburg mit. Auch der Cholesterinspiegel könne durch die Ernährung entscheidend gesenkt werden. Linolsäure und Omega-3-Fettsäuren ließen außerdem das Blut besser fließen, wirkten günstig auf den Blutdruck und beugten Blutgerinnseln und Herzrhythmusstörungen vor. Dieser Zusammenhang schlage sich auch in der Statistik nieder, heißt es weiter. In Ländern wie Japan und Griechenland, in den traditionell wenig tierische Fette verzehrt werde, sei die Herzinfarktrate weit geringer als zum Beispiel in den USA. 2. Juli 2002


Fischreiche Ernährung könnte kardioprotektiv wirken
DALLAS. Die Angehörigen eines afrikanischen Stammes, deren Ernährung auf Fisch aufbaut, haben einen niedrigeren Leptinlevel als die Angehörigen eines Stammes derselben Volksgruppe, deren Ernährung vorwiegend vegetarisch ist. Das berichten Virend Somers und seine Mitarbeiter von der Mayo Klinik in Rochester in der Zeitschrift Circulation. Der Artikel wurde am 1. Juli online veröffentlicht und soll zu einem späteren Zeitpunkt im Heft erscheinen.
Leptin werde vom Fettgewebe sekretiert. Es sei ein Sättigungsfaktor, der dem Normalgewichtigen signalisiere, wenn er ausreichend gegessen habe, erläutert Somers. „Wenn jemand stark an Gewicht zunimmt, beginnt er die Leptinsignale zu ignorieren. Die Leptinspiegel steigen beim Übergewichtigen an. Deshalb könnte ein hoher Leptinspiegel ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen signalisieren“, so der Wissenschaftler. Somers und seine Mitarbeiter untersuchten 279 Angehörige eines Stammes, die an einem See leben und täglich 300 bis 600 Gramm Fisch essen. Sie verglichen die Kalorienaufnahme sowie den Leptin-, Zucker- und Insulinspiegel mit denjenigen von 329 Afrikanern derselben Volksgruppe, die sich vorwiegend vegetarisch ernähren. Die Angehörigen beider Gruppen nahmen eine vergleichbare Menge von Kalorien pro Tag auf. Die Vegetarier hatten jedoch einen zwei- bis viermal höheren Leptinspiegel als die Fischesser.
„Unsere Untersuchungen erhärten die Hinweise darauf, dass eine fischreiche Ernährung das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringert“, bewertet Somers seine Ergebnisse. Er schränkt jedoch ein: „Sicher können wir nicht sein. Bislang gibt es keine klaren Belege, dass niedrigere Leptinspiegel wirklich mit einem niedrigeren Risiko korreliert sind, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu entwickeln.(03.07.02) Ärztezeitung


Schwangerschaft

Die große Bedeutung der Omega 3-Fettsäuren und Omega 6-Fettsäuren für die Entwicklung ungeborener Kinder ist Grundlage einer Studie von Michel Odent und Kollegen, die 1996 an einer Londoner Klinik durchgeführt wurde (1). Anlaß der Untersuchung war die Entdeckung, daß die Fette, die wir essen, die Produktion der körpereigenen Fette beeinflussen. Die körpereigenen Fette wiederum sind an der Regulierung des Blutstroms zur Plazenta und während der Geburt beteiligt. Omega 3- und 6-Fettsäuren sind im Körper nicht austauschbar mit Transfettsäuren, die in der Nahrung der industrialisierten Länder häufig vorkommen. Diese Transfettsäuren gelangen über die Plazenta zum Kind und können Wachstumsstörungen (Gestosen) hervorrufen. Die Beobachtungen der Studie legen nahe, daß der Konsum von fettem Seefisch die Schwangerschaft bei drohender Frühgeburt verlängern, das Geburtsgewicht des Kindes steigern und Schwangerschaftserkrankungen (Gestosen) vorbeugen kann.
Literatur:
(1) "Prenatal Care and Seafish" in European Journal of Obstetrics & Gynäcology, No 68, Vol.1996,, p. 49-51)


London - Der Genuss von Fisch in der Schwangerschaft soll das Risiko einer Frühgeburt vermindern.
Eine dänische Forschergruppe untersuchte dafür 8729 schwangere Frauen und deren Fischess-Gewohnheiten.

Docosahexaen-Säure unterbindet Bildung kontraktionsfördernder Prostaglandine Nur 1,9 Prozent der Frauen, die zumindest einmal in der Woche Fisch konsumiert, erlitten eine Frühgeburt, schreiben die Forscher um Niels Jürgen Secher vom Skejby University Hospital im British Medical Journal (BMJ 2002;324:447) . Bei jenen Frauen, die keinen Fisch aßen, lag die Frühgeburtsrate bei 7,9 Prozent. Meiden Schwangere Fisch, so die Wissenschaftler, sollte zumindest supplemiert werden. Weltweit kommen jährlich rund 13 Mio. Babys zu früh auf die Welt, ein Großteil davon in Entwicklungsländern.
Die Ergebnisse zeigten, dass das durchschnittliche Geburtsgewicht und die Schwangerschaftsdauer in direkter Korrelation mit der Menge des konsumierten Fisches stand. Den größten Zusammenhang sahen die Forscher bei einer täglichen Fischaufnahme von 15 Gramm. Bereits frühere Untersuchungen haben ergeben, dass Fischöle, bekannt als Omega-3-Fettsäuren, einen positiven Effekt auf den Schwangerschaftsverlauf besitzen. Lucilla Poston, Leiterin der Maternal and Foetal Health Research Unit des St. Thomas´ Hospitals in London, erklärte gegenüber der BBC: "Bei der Substanz handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um die Fettsäure Docosahexaen-Säure (DHA)." Es ist bereits bekannt, dass Abbauprodukte der DHA Entzündungsreaktionen mildern, die Verklumpung der Blutplättchen hemmen, sich günstig auf die Verteilung der Blutfette auswirken bzw. sogar gefährlichen Herzrhythmusstörungen imRahmen eines Herzinfarktes entgegenwirken können.
"DHA unterdrückt die Bildung von Prostaglandinen, die dazu führen, dass sich der Uterus zusammenzieht", so Poston. Theoretisch hieße dies, dass mehr Fisch in der Ernährung DHA bei werdenden Müttern erhöht und zu frühe Kontraktionen verhindern könnte. Poston gibt aber klar zu verstehen, dass neben der Ernährung auch andere Faktoren zu einer Frühgeburt beitragen.


Omega 3 Fettsäuren sind in Leinöl, Walnussöl, Rapsöl und Fischöl aus Kaltwasserfischen enthalten.
Sie sind physiologisch sehr wertvoll und notwendig für den Körper:

- Sie halten Membranen der Körperzellen flexibel (Nervengewebe, Auge, Gefäßsystem, Gehirn)
- wirken über die Bildung von Gewebshormonen einer Arterienverkalkung entgegen und halten das Herz-Kreislauf-System
  jung (Fischesser haben weniger Herzinfarkte)
- haben einen positiven Einfluß auf entzündliche und allergische Prozesse
- sind wichtige Baustoffe für Gehirn und Nerven und Voraussetzung für die Entwicklung des Gehirns und die Erhaltung der geistigen Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter: Bei einer ausreichenden Versorgung damit steigt die Lernfähigkeit, die Depressionsneigung wird verringert, aggressives Verhalten wird weniger, rationale und emotionale Intelligenz steigt.
Man kann also verkürzt sagen: Fast Food-Esser essen sich dumm (und fett), Omega-3 Fett-Esser sind schlauer, weniger aggressiv und haben weniger Herzinfarkte!
Selbst die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) sagt: Die Versorgung mit Omega 3 Fettsäuren ist mangelhaft - eine
Supplementierung macht Sinn.

Vorteile Omega3 + Vit.E
- hochwertiges unbelastetes Fischöl von wildlebenden Fischen  (andere Produkte oft aus Fischfarmen, Fische aufgezogen mit Tiermehl, wenig Omega 3 enthalten)
- hochwertiges Fischöl mit höheren Anteil DHA (eine bestimmte Omega 3 Fettsäure)
- Micelliertes Produkt (voll wasserlöslich, 3-5 mal höhere Aufnahme) enthält hochwertiges natürliches Vitamin E - schützt Omega 3 FS vor Oxidation
- schmeckt nicht nach Fisch, sondern nach Orangen-Konzentrat  (kein Aufstossen, kein Fisch-Nachgeschmack)
- erstes micelliertes Omega 3 Produkt weltweit
- Schadstoffkontrolliert: Produktion nach GMP (=Pharmastandard)

Wer braucht Omega 3 ?
- Jeder, der nicht 2-3 mal/Woche fetten Kaltwasserfisch isst (Hering, Makrele, Bückling, Thunfisch....)
- Jeder, der oft Fast Food oder Fertigprodukte isst
- Ältere Menschen (Umwandlungsrate zu DHA nimmt im Alter ab)
- zur Herz-Kreislauf-Prophylaxe
- Schwangere, Stillende, Menschen im Stress, Diabetiker, Vegetarier, Raucher (Nerven, Gehirnentwicklung des Embryos, Kindes, Gehirntätigkeit)
- Kinder: Optimale Gehirnentwicklung, Nervensystem, weniger nervl. Probleme (ADS...)


 Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten verringert Alzheimer-Risiko - Französische Studie bestätigt vorherige Hinweise

Paris, 25. Oktober (AFP) - Der regelmäßige Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten verringert nach einer französischen Studie das Alzheimer-Risiko. Das "British Medical Journal" veröffentlicht in seiner
jüngsten Ausgabe Ergebnisse der Studie eines Forscherteams von der Universität Bordeaux, für die 1674 Menschen ab 68 Jahren berücksichtigt wurden. Demnach sind die Fette in Fischen und Meeresfrüchten geeignet, beim Konsumenten das Risiko von Alzheimer und anderen Formen des geistigen Verfalls zu verringern.Wer mindestens einmal in der Woche Fisch oder Meeresfrüchte esse, verringere das Alzheimer-Risiko um ein Drittel, sagte die Forscherin Pascale Barberger-Gateau. Eine in diese Richtung weisende Studie war schon 1999  erschienen. Allerdings waren damals weit weniger Personen einbezogen worden. In der von den Forschern in Bordeaux über sieben Jahre beobachteten Untersuchungsgruppe entwickelte sich bei 135 Patienten die Alzheimer-Krankheit, bei insgesamt 170 trat geistiger Verfall ein. Die in Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren schützen nach den Erkenntnissen der Mediziner generell die Gefäße, verringern das Risiko von Entzündungen im Gehirn und könnten sogar beim Wiederaufbau von Nervenzellen eine Rolle spielen. Ähnliche Fettsäuren kommen auch in Nüssen und in Rapsöl vor.  


Fischreiche Ernährung zur Reduktion des Demenz-Risikos
Laut einer Studie im „British Medical Journal“ führt regelmäßiger Fischkonsum zu einer verminderten Demenz-Rate.
Dr. Pascale Barberger-Gateau und seine Kollegen von der Universite Victor Sagalen in Bordeaux veröffentlichten dies auf der
Grundlage der Daten von 1.674 Menschen über 68 Jahren, die zu Beginn einer epidemiologischen Studie keine Demenz hatten. Nach sieben Jahren konnte dies bei 1.416 nochmals überprüft werden. Alle Teilnehmer, die sich beim Mini-Mental-Status-Test um mindestens drei Punkte verschlechtert hatten, wurden neurologisch zur Bestätigung der Demenz-Diagnose untersucht.
Insgesamt waren 170 Demenz-Erkrankungen aufgetreten, darunter 135 vom Alzheimer-Typ.
Bei Menschen, die mindestens einmal pro Woche Fisch aßen, war die Demenz-Rate signifikant (30prozent) niedriger als bei Nicht-Fischessern. Quelle: BMJ; 2002, 325: 932-933  www.medaustria.at


Fischöl-Präparat für Patienten nach Herzinfarkt

STUTTGART (slp). Omacor®, das erste Präparat in Deutschland mit Omega-3-Fettsäuren  zur Sekundärprävention nach Herzinfarkt zusätzlich zur Standardtherapie, ist nun erhältlich. Es wirkt Arrhythmien und dem plötzlichen Herztod entgegen.

Eine Kapsel des rezeptpflichtigen Präparates enthält zu 90 Prozent Omega-3-Fettsäuren aus Lachsöl, insgesamt ein Gramm, plus vier Milligramm Alpha-Tocopherol. "Die Standardtherapie aus ACE- und Thrombozytenaggregations-Hemmern, Statinen und Betablockern richtet sich nicht direkt gegen den plötzlichen Herztod", so Professor Heinz Rupp von der Universität Marburg in Stuttgart. Täglich nur ein Gramm Omega-3-Fettsäuren wie die Eicosapentaen- und Docosahexaen-Säure, die in dem neuen Präparat vor allem enthalten ist, kann Studienergebnissen zufolge die elektrische Instabilität des Myokards nach Infarkt vermindern. Die Gefahr für ein Kammerflimmern und damit für einen plötzlichen Herztod sinke, so Rupp. Belegt wurde dies in der GISSI-Präventionsstudie, an deren Ergebnisse Dr. Roberto Marchioli aus Santa Maria Imbaro in Italien bei einer Veranstaltung von Solvay erinnert hat (Lancet 354, 1999, 447). Die Studie mit mehr als 11 000 Patienten nach Herzinfarkt lief über 3,5 Jahre. Darin konnte mit einem Gramm Omega-3-Fettsäuren am Tag im Vergleich zu Placebo, beides zusätzlich zur Standardtherapie, die kardiovaskuläre Mortalität um 30, die aufgrund plötzlichen Herztodes um 45 Prozent gesenkt werden.Unerwünschte Wirkungen gebe es mit der für diese Indikation empfohlenen Tagesdosis von einer Kapsel praktisch keine, so Dr. Robert Halla von Solvay. Er rät wegen der besseren Magenverträglichkeit zur Einnahme zu den Mahlzeiten. Eine weitere Indikation ist die Hypertriglyceridämie, hier liegt die Tagesdosis bei zwei Kapseln. Ärzte Zeitung, 03.02.2003


Studie: Häufiger Fischverzehr vermindert Alzheimer-Risiko      - Fisch enthält hirnähnliche Fettsäuren

Chicago, 22. Juli (AFP) - Regelmäßiger Verzehr von Fischgerichten vermindert einer neuen Untersuchung zufolge das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung. Eine Langzeitstudie an mehr als 800 älteren US-Bürgern habe ergeben, dass die Wahrscheinlichkeit einer Alzheimer-Erkrankung bei mindestens einer Fisch-Mahlzeit in der Woche um 60 Prozent sinkt, berichtete eine Wissenschaftlergruppe aus Chicago in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift "Archives of Neurology".
Der Befund passt den Autoren zufolge zu den Ergebnissen früherer Studien, wonach eine Verbindung zwischen mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, die in Fischen enthalten sind, und der Funktionsfähigkeit des Gehirns besteht; diese Fettsäuren kommen auch in den Membranen der menschlichen Hirnzellen vor.  Auch der regelmäßige Verzehr fettsäurehaltiger Salatsoßen auf Ölbasis und von Nüssen könne einer Erkrankung vorbeugen, schreiben die Wissenschaftler des Chicagoer Rush-Presbyterian St. Luke's Medical Center.
Für die Untersuchung waren 815 Menschen über 65 Jahren zwischen 1993 und 2000 regelmäßig untersucht und zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt worden. Zu Beginn der Studie war keiner der Testteilnehmer an Alzheimer erkrankt; im Verlauf der Untersuchung traten bei 131 Teilnehmern zunehmende Hirnfunktionsstörungen und Demenzzustände auf. Die Alzheimer-Krankheit, deren Ursachen bislang nicht bekannt sind, führt zum vollständigen Gedächtnis- und Sprachverlust.


Lipidsenker gibt es auch in Obst und Fischen
Eine Kost mit Phytosterinen, Ballaststoffen und Nüssen senkt LDL-Wert um 30 Prozent
Eine Ernährungsumstellung ist nach wie vor die Basis, um hohe Cholesterinwerte zu senken. Allein auf cholesterinreiche Nahrung zu verzichten, bringt jedoch nicht viel: Eine Kost, die reich an Phytosterinen, Ballaststoffen und ungesättigten Fettsäuren ist, kann dagegen den LDL-Wert um bis zu 30 Prozent reduzieren.
Phytosterine sind etwa in grünen Äpfeln enthalten, aber auch in Nüssen, Pflanzenölen, Samen und Gemüse. Foto: Fotodisc
So hemmen Phytosterine wie β-Sitosterol und sein Derivat β-Sitostanol die Resorption von Cholesterin im Darm. Die Substanzen kommen in Pflanzenölen, Samen, Nüssen, Gemüse und Obst vor. Inzwischen werden sie als Fettsäureester pflanzlicher Margarine beigemischt (etwa Becel pro activ®).
Wer sich solche Margarine aufs Brot streicht, kann damit seine Cholesterinwerte um etwa zehn Prozent reduzieren. Mit Magarine, die nur reich an ungesättigten Fettsäuren ist, schafft man dagegen nur eine LDL-Senkung von fünf Prozent (Eur J Clin Nutr 57, 2003, 170).
Doch letztlich kommt es auf die Mischung an: So konnte in einer Studie mit 55 Patienten eine Diät, die pro 1000 kcal Nahrung 1g Phytosterine in Form einer speziellen Magarine, 11 g Ballaststoffe, 22 g Sojaprotein sowie 14 g Mandeln enthielt, den LDL-Wert nach einem Monat um 29 Prozent senken.
In einer Vergleichsgruppe, die eine fettarme Diät plus 20 mg Lovastatin (etwa Mevinacor®) erhielt, war die LDL-Senkung mit 31 Prozent kaum größer. Nur fettarm zu leben, reduzierte den LDL um acht Prozent (JAMA 290/4, 2003, 502).
Auch Fischöl kann die Blutfettwerte verbessern. Es senkt vor allem den Triglyzeridspiegel und wirkt antiarrhythmisch. Die im Fischöl enthaltenen Omega-3-Fettsäuren konnten in der GISSI-Studie mit über 11 000 Patienten die kardiovaskuläre Mortalität nach eine Herzinfarkt um 30 Prozent senken.
Ärzte Zeitung, 05.08.2003


Omega-3-Fettsäuren (Eicosane) Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) reduzieren das Herzinfarkt- und Arterioskleroserisiko. Im Rahmen einer Doppelblind-Studie an 38 Probanden im Alter von 40 bis 69 Jahren, die über sieben Wochen hinweg entweder drei Gramm DHA, drei Gramm EPA oder ein Placebo einnahmen, zeigte sich ein Schutzeffekt auf die Funktion der Blutgefäße gezeigt (2). Zudem wurde in den Omega-3-Gruppen ein niedrigerer Blutdruck sowie reduzierte Triglyzeridspiegel im Blut im Vergleich zum Beginn der Studie verzeichnet. Unter Einnahme von EPA verbesserte sich die arterielle Funktion um 36%, unter Gabe von DHA um 27%.

Eicosane senken aber nicht nur das Risiko für Herzinfarkte, sondern auch die kardiovaskuläre Mortalität. Wie eine aktuelle Studie zeigt, reduzieren höhere Plasmaspiegel von DHA und EPA, die zwei Jahre vor der akuten Erkrankung gemessen wurden, das Risiko eines tödlichen Herzinfarkts (1). Erklärung findet dieser Schutz vor Herzinfarkten nicht zuletzt in den ausgeprägt antiarrhythmischen Effekten der Eicosane, die so zu einer Stabilisierung des Herzrhythmus (3) beitragen.
DHA und EPA sind langkettige mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren, die vorwiegend in Fischöl vorkommen. Da die deutsche Bevölkerung die Empfehlung von ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche in der Regel nicht umsetzt, ist die Zufuhr von DHA und EPA mit der Nahrung in der Regel gering. Daher ergibt sich durch ein optimiertes Essverhalten beziehungsweise den Einsatz von Eicosan-haltigen Arzneimitteln ein großes gesundheitsschützendes Potenzial. Ein Teil der enormen Kosten des Gesundheitswesens ließe sich durch geringfügige Ernährungsumstellung leicht einsparen, ganz abgesehen von der verbesserten Lebensqualität.
Omega-3-Fettsäuren haben vielfältige Funktionen im menschlichen Organismus. Sie fördern Immunabwehrprozesse, wirken entzündungshemmend und verbessern die Gewebedurchblutung. Aufgrund dieser Effekte sind Omega-3-Fettsäuren ebenfalls Bestandteil spezieller Trink- und Sondennahrung, so genannter Immunonutrition, die ihren Einsatz beispielsweise in der Operationsvor- und -nachsorge hat.

Literatur:
(1) Lemaitre RN, et al.: n-3 Polyunsaturated fatty acids, fatal ischemic heart disease, and nonfatal myocardial infarction in older adults: the Cardiovascular Health Study. Am J Clin Nutr 2003, 77: 319-25
(2) Nestel P, et al.: The n-3 fatty acids eicosapentaenoic acid and docosahexaenoic acid increase systemic arterial compliance in humans. Am J Clin Nutr 2002, 76:326-30
(3) Singer, P.: Günstiger Einfluss von n-3-Fettsäuren auf Herzrhythmusstörungen. Ernährungs-Umschau 49: 178-181

Quelle: Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik Bad Aachen



Omega-3-Bedarf kann jetzt eine Pflanze decken
Ab heute gibt es das erste pflanzliche Omega-3-Präparat aus Perilla-Öl / Diätetisches Lebensmittel / Diabetes mellitus
HAMBURG (ene). Für Menschen mit erhöhtem Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, etwa Menschen mit Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen, gibt es ab heute eine weitere Möglichkeit, ihre Gefäße zu schützen: ein diätetisches Lebensmittel, mit dem der Bedarf an gefäßprotektiven Omega-3-Fettsäuren, vor allem an alpha-Linolensäure, gedeckt werden kann. Das diätetische Lebensmittel (in Apotheken erhältlich) ist das in Deutschland erste pflanzliche Omega-3-Präparat aus Perilla-Öl. Sein Name: TUIM®.
In der fernöstlichen Heilpflanze Perilla ist der höchste Gehalt an pflanzlichem Omega-3 enthalten, der vorkommt. Foto: Schwabe
Omega-3-Fettsäuren gewinnen immer mehr an Bedeutung für die Atherosklerose-Prävention bei Fettstoffwechselstörungen, Diabetes, Bluthochdruck und Adipositas. Leider nehmen die meisten Deutschen zu wenig davon über die Nahrung zu sich. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Aufnahme in Höhe von 0,5 Prozent der täglichen Energiezufuhr.
Bei einer durchschnittlichen Energieaufnahme von 2000 kcal/pro Tag entspricht dies etwa einem Gramm der pflanzlichen Alpha-Linolensäure. Das ist das Minimum. Empfohlen werden von der DGE 1,5 Gramm. Viele Menschen schaffen es allerdings nicht, den Bedarf zu decken.
600 Gramm fetten Seefisch schaffen die Wenigsten
Wer seinen Bedarf über die Ernährung decken will, müßte circa 600 g fetten Seefisch (Hering, Makrele, Lachs und Thunfisch, 100 Gramm enthalten etwa 1,3 bis 2,5 g Omega-3-Fettsäuren) pro Woche verzehren und Omega-3-reiche Öle verwenden. "Das schaffen die Wenigsten", so in Hamburg Privatdozentin Christine Metzner vom Universitätsklinikum Aachen auf einer Veranstaltung des Unternehmens Dr. Willmar Schwabe LifeScience.
Perilla-Öl jedoch mit rund 60 Prozent und Leinöl mit etwa 40 bis 50 Prozent enthalten große Mengen pflanzlicher Omega-3-Fettsäuren. Zum Vergleich: In Raps-, Walnuß- und Sojaöl findet man wesentlich geringere Mengen, nur etwa zehn Prozent.
Alpha-Linolensäure ist eine essentielle Fettsäure, kann also nicht durch den menschlichen Organismus gebildet werden; sie muß mit der Nahrung aufgenommen werden. Die im Fischöl vorkommenden längerkettigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure dagegen können in einem Umfang von bis zu zehn Prozent aus alpha-Linolensäure gebildet werden.
"Entscheidend für die Prävention von Gefäßerkrankungen ist das Verhältnis zwischen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren", betonte Metzner. Laut Ernährungsbericht der DGE (2000) liegt in den Industrienationen wie auch Deutschland dieses Verhältnis bei 7 bis 8 zu 1.
Und das ist nicht gut. Metzner: "Optimal ist es, wenn die Omega-6-Fettsäuren zu den Omega-3-Fettsäuren in einem Verhältnis von unter 5 zu 1 stehen". Nun werden Omega-6-Fettsäuren - im Gegensatz zu den Omega-3-Fettsäuren - ausreichend über die Nahrung aufgenommen, die Versorgung ist in Deutschland mehr als ausreichend. Sonnenblumen-, Soja-, Mais-, Weizenkeimöl und Margarine haben beispielsweise einen hohen Gehalt an Omega-6-Fettsäuren.
Um das angestrebte Ziel, die Prävention gefäßbedingter Erkrankungen und Todesfälle durch ein Verhältnis von unter 5 zu 1 zu errreichen, bleibt als Option die Zufuhr der pflanzlichen Omega-3-Fettsäure alpha-Linolensäure. Besonders Risikopatienten für Gefäßerkrankungen wie Diabetiker profitieren von einer ausreichenden Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren.
Erreicht werden kann das Ziel durch das neue diätetische Lebensmittel (für besondere medizinische Zwecke) - auch ergänzende bilanzierte Diät genannt. Bei Schwabe LifeScience werden ergänzende bilanzierte Diäten unter dem Namen Nutrialien® geführt: Mit dem Verzehr von sechs Kapseln pro Tag - empfohlen werden pro Tag dreimal eine oder zwei Kapseln - werden 1,7 Gramm alpha-Linolensäure und 0,4 Gramm Linolsäure aufgenommen. Die tägliche Omega-3-Zufuhr erhöht sich von rund 1,7 g auf 3,5 g, die Omega-6-Aufnahme dagegen bleibt fast gleich. Und das so erzielte Omega-6- zu Omega-3-Verhältnis? Es beträgt dann 3,7 zu 1.
Was mit dieser diätetischen Therapie bei den Fetten erreicht werden kann, ist von dem Karlsruher Unternehmen wissenschaftlich untersucht worden: Erste Ergebnisse der Untersuchung, einer Evaluierungsstudie (EVA) mit Perilla-Öl, hat in Hamburg Dr. Cam-Tuan Tran, Fachreferent in der Abteilung für Klinische Forschung bei der Dr. Willmar Schwabe GmbH, vorgestellt.
An der Studie mit einer Therapiedauer von drei Monaten nahmen 100 Patienten mit metabolischem Syndrom und Typ-2-Diabetes teil. Die Patienten waren in fach- oder hausärztlicher Behandlung. Sie bekamen über einem Zeitraum von drei Monaten die Kapseln aus dem Perilla-Öl.
Nach acht Wochen ist belegt worden, daß Perilla-Öl einen günstigen Einfluß auf den Fettstoffwechsel hat: LDL-, Triglycerid- und Cholesterinwerte wurden signifikant gesenkt. Der Quotient HDL-Cholesterin/Triglyzeride wurde um zehn Prozent erhöht. Ärzte Zeitung, 01.10.2003


Omega-3-PUFA: Antiarrhythmische Wirkung nicht bestätigt

Omega-3-PUFA (mehrfach ungesättigte Fettsäuren) haben in mehreren Untersuchungen einen präventiven Effekt gegen den plötzlichen Herztod gezeigt. Eine rezente placebokontrollierte Studie konnte jedoch den antizipierten antiarrhythmischen Effekt an Patienten mit ICD (+ VT/VF) nicht bestätigen, war beim AHA 2003 zu erfahren.Es gibt Hinweise verschiedenster Art, dass Omega-3-PUFA das Risiko für den plötzlichen Herztod (SCD = sudden Cardiac Death) senken könnten. Auf Basis einer randomisierten Studie wurde der vorteilhafte Effekt von Omega-3-PUFA in GISSI-3 Prevenzione an Postinfarktpatienten dokumentiert (Reduktion des SCD-Risikos um 45%, Senkung kardiovaskulärer Todesfälle um 30%). Diese klinischen Beobachtungen stehen in Einklang mit Ergebnissen aus experimentellen Studien. Im Tierversuch wurde für Omega-3-PUFA eine präventive Wirkung gegen ischämisch induziertes Kammerflimmern gezeigt. Pharmakologisch wurde für Omega-3-PUFA eine blockierende Wirkung an Natrium-Kanälen gezeigt, entsprechend einer antiarrhythmischen Klasse-I-Wirkung nach Vaughan-Williams. In einer randomisierten Studie an Patienten mit implantierbaren kardialen Defibrillatoren (ICD) sollte der antiarrhythmische Effekt von Omega-3-PUFA bestätigt werden.

Methodik und Patienten

In die Studie wurden 200 ICD-Patienten aufgenommen, bei denen eine rezente VT (ventrikuläre Tachykardie) oder VF (Kammerflimmern) dokumentiert war. Omega-3-PUFA wurden in Form von Fischölkapseln (1,8g/d) gegeben. Patienten in der Placebogruppe erhielten Kapseln mit Olivenöl. Alle Patienten wurden instruiert, eine Diät einzuhalten (Stufe 1 nach AHA, 30% der Tageskalorien in Form von Fett). Die Dauer der Studie war auf 2 Jahre anberaumt. Primärer Endpunkt war die Dauer bis zur ersten VT- oder VF-Episode. Bei zwei Drittel der Patienten waren als Einschlusskriterium VT nachzuweisen. Die übrigen Patienten wurden wegen eines VF eingeschlossen. Die mittlere EF lag bei 35%. Die Hälfte der Patienten hatte eine positive Infarktanamnese (insgesamt 75% mit KHK).

Ergebnisse

Gemessen am primären Endpunkt (Zeit bis VT/VF) war kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Therapiegruppen nachzuweisen. Tendenziell zeigte die Placebogruppe sogar ein günstigeres Abschneiden. Noch mehr überraschend war, dass in der Subgruppe mit VT als Einschlussdiagnose ein signifikanter Vorteil für die Placebogruppe festzustellen war (Abb.). In der Subgruppe mit VF war kein Unterschied zu sehen.

Interessant ist die Beobachtung, dass Patienten mit hohen Omega-3-PUFA-Blutspiegeln (DHA/EPA-Gehalt in der Erythrozytenmembran in der 4. Quartile) ein tendenziell höheres VT/VF-Risiko hatten als Patienten mit niedrigeren Werten (1. bis 3.Quartile). Elektrophysiologisch ließen sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Therapiegruppen nachweisen. Die Gesamtmortalität war in der Omega-3-PUFA-Gruppe etwas niedriger als in der Placebogruppe (p=0,09).

Fazit

Der antizipierte antiarrhythmische Effekt von Omega-3-PUFA konnte nicht bestätigt werden. Bei Patienten mit VT wurde das Risiko im Vergleich zu Placebo sogar signifikant erhöht. Der Widerspruch gegenüber den positiven Ergebnissen in der SCD-Prävention in anderen Studien könnte mit der Besonderheit der eingeschlossenen Patienten (bereits bestehende VT/VF, teils basierend auf Myokardnarben) zusammenhängen. Ein proarrhythmischer Effekt von Omega-3-PUFA bei dieser Patientenpopulation (insbesondere mit VT) ist nicht auszuschließen.

Quellangaben:
AHA-Meeting,
9.–12. November 2003, Orlando, USA


Fisch: entzündungshemmend und blutdrucksenkend

Zum Schutz der Gesundheit sollte mindestens zweimal pro Woche Seefisch gegessen werden. Leider ist Fisch bei den in Deutschland üblichen Ernährungsgewohnheiten nur ein Stiefkind, daher wird bei seltenem Fischverzehr zur regelmäßigen Einnahme von Fischölkapseln geraten. Fettreiche Kaltwasserfische wie Hering, Makrele, Lachs und Thunfisch zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an den unter dem Begriff Eicosane zusammengefassten Omega-3-Fettsäuren  Docosahexaensäure und Eicosapentaensäure aus.
Über verschiedene Mechanismen schützen Eicosane Herz und Gefäße des menschlichen Körpers. Sie senken die Blutfettwerte, erhöhen die Durchblutung und reduzieren den Blutdruck. Außerdem haben sie entzündungshemmende Eigenschaften. Eine im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlichte Studie zeigte, dass hohe Eicosankonzentrationen in den Blutfetten mit einem wesentlich reduzierten Todesrisiko der Probanden einherging (1). Teilgenommen an dieser Studie haben 285 Männer und 130 Frauen mit einer Erkrankung der Koronararterien. Die Wissenschaftler erhoben die tägliche Nahrungsaufnahme mittels eines Nahrungsprotokolls sowie die Zusammensetzung der Blutfette. Im Vergleich zu fehlendem Fischkonsum tendierten die Ergebnisse beim Verzehr von Fisch zu einem niedrigeren Risiko für einen Tod infolge der Herzerkrankung. Um eine für den Schutz der Gesundheit relevante Menge an Eicosanen aufzunehmen, ist es notwendig, wöchentlich zwei Fischmahlzeiten mit jeweils 150 bis 200 Gramm Fettfisch zu verzehren. Auch Eicosankapseln bieten die Möglichkeit eine entsprechende Menge der Omega-3-Fettsäuren aufzunehmen.

Literatur:
1. Erkkilä AT, et al.: n-3 Fatty acids and 5-y risks of death an cardiovascular disease events in patients with coronary artery disease. Am J Clin Nutr 2003; 78: 65-71

Quelle: Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. Bad Aachen
28.01.2004 Infos für Ärzte


Diabetische Ratten: Omega-3-Fettsäuren  retten im Labor das Augenlicht

Die derzeit viel diskutierten Omega-3-Fettsäuren, wie sie in Fischöl vorkommen, können möglicherweise auch Diabetiker vor dem Verlust des Augenlichts bewahren. Darauf deutet eine Studie an Ratten hin, die das britische Fachmagazin «New Scientist» vorstellt (Nr. 2433, S.12).
Algis Vingrys von der Universität Melbourne in Australien fütterte dazu diabetische Ratten entweder mit Fischöl oder mit Distelöl. Nach 24 Wochen hatten die Fotorezeptoren in den Augen der mit Distelöl gefütterten Tiere ein Drittel ihrer Leistungsfähigkeit eingebüßt. "Aber die diabetischen Tiere, die Fischöl erhielten, zeigten keine Unterschiede zu gesunden Tieren", berichtete Vingrys vor wenigen Tagen auf einem Kongress der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft Australiens in Melbourne.
Bislang wird eine Erblindung bei Diabetes in der Regel darauf zurückgeführt, dass der hohe Blutzuckergehalt die Blutgefäße im Auge schädigt. Der Tierversuch deutet jedoch darauf hin, dass direkt die Lichtrezeptoren angegriffen werden. "Bei den Blutgefäßen war kein Verlust festzustellen", sagte Vingrys.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten von Omega-3-Fettsäuren werden derzeit diskutiert. Unter anderem sollen sie bei Herzkrankheiten oder Hyperaktivität helfen.
Andere Forscher befürchten allerdings, dass im Übermaß verabreichte Fettsäuren die Krebs erregenden freien Radikale freisetzen. 04.02.2004 Infos für Ärzte  http://www.journalmed.de


Omega-3-Fettsäuren          Eicosane schützen Zellen vor dem Entarten
Eicosane aus Fischöl können das Risiko für verschiedene Krebsarten senken, daher wird der Verzehr von ein bis zwei Seefischmahlzeiten pro Woche empfohlen. Bei der Auswertung einer Reihe von Fallkontrollstudien mit gleichem Design, Fragebogen und Aufnahmekriterien kamen Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass Eicosane das Risiko für verschiedene Krebsarten wie Kehlkopf-, Speiseröhren-, Darm- sowie Eierstockkrebs senken (1).
Da der Körper Eicosane aus der Nahrung schnell in die Zellwände einbaut und sie einen großen Einfluss auf verschiedene biologische Vorgänge haben, vermuten die Forscher vielfältige Mechanismen für das krebsschützende Potenzial der Eicosane. Dazu zählen unter anderem die Unterdrückung der krankhaften Entartung von gesunden Zellen, die Hemmung des Zellwachstums sowie Wirkungen der Eicosane auf Immunsystem und Entzündungsreaktionen. Eicosane zählen zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren und sind nicht nur Bestandteil der Zellwände, sondern außerdem wichtig für Nervenzellen und die Entwicklung des Gehirns.
Neben dem Einfluss auf die Krebsentstehung schützen sie unter anderem auch vor Herz-Kreislauferkrankungen und haben eine positiven Einfluss auf rheumatische Erkrankungen, da sie entzündliche Prozesse eindämmen. Zu den Eicosanen zählen Docosahexaensäure und Eicosapentaensäure. Diese Fettsäuren kommen vorwiegend in fettreichen Kaltwasserfischen wie Makrele, Hering, Lachs oder Thunfisch vor, die daher einen wichtigen Beitrag zur gesunden Ernährung leisten und ein bis zweimal pro Woche auf den Tisch kommen sollten. Darüber hinaus kann die Fischölzufuhr durch die Einnahme von Eicosankapseln, die in Apotheken erhältlich sind, gesteigert werden.
Literatur:
1. Tavani A, et al.: n-3 Polyunsaturated fatty acid intake and cancer risk in italy and switzerland. Int J Cancer 2003; 105: 113-116
Quelle: Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. 10.03.2004 Infos für Ärzte


Omega-3-Fettsäuren hemmen die Blutgerinnung

Der Genuss von Fisch kann das Risiko eines abnormalen Herzschlags reduzieren, haben Forscher um Dariush Mozaffarian an der Harvard Medical School in Boston herausgefunden. Menschen, die ein- bis viermal pro Woche "guten" öligen Fisch essen, reduzierten das Phänomen des Vorhofflimmerns um fast ein Drittel.
Vorhofflimmern ist ein abnormaler Herzrhythmus, bei dem die oberen zwei Kammern des Herzens schneller als normal schlagen. Das kann unangenehmes Herzklopfen sowie Atemlosigkeit verursachen. Das Blut wird nicht aus dem Herz gepumpt und ist in Gefahr zu gerinnen. Wenn ein solches Blutgerinnsel das Herz verlässt, kann es sich in einer Arterie im Hirn ablagern und einen Schlaganfall auslösen.
Öliger Fisch ist bekannt dafür, gut fürs Herz zu sein. Er versorgt den Organismus mit Omega-3 mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die einen Schutz vor Herzinfarkt darstellen. Diese kommen hauptsächlich in öligen Fischsorten wie Hering, Bückling, Makrele, Sardine, Lachs, Tunfisch, Forelle und Anchovis vor, ebenso in grünem Blattgemüse. Omega-3 Fettsäuren reduzieren die Klebrigkeit des Bluts, verhindern eine Gerinnung und bewahren das Herz vor einem irregulären Rhythmus. Laut Mozaffarian hat bisher noch niemand einen direkten Zusammenhang zwischen Fischkonsum und Herzflimmern untersucht.
Der Forscher und seine Kollegen untersuchten fast 5.000 Menschen über 65. Sie beobachteten deren Essverhalten über ein Jahr und folgten ihnen weitere zwölf Jahre, um zu sehen wer ein Vorhofflimmern entwickelte. Es traten 980 Fälle der Herzrhythmusstörung auf. So entdeckten die Wissenschaftler den Zusammenhang mit dem Fischkonsum. Jene Menschen, die mehr gegrillten oder gebackenen Fisch aßen, waren weniger von einer derartigen Erkrankung bedroht. Wer diese Sorten von Fisch ein- bis viermal pro Woche aß, hatte ein 28% niedrigeres Risiko ein Herzflimmern zu entwickeln im Vergleich zu denjenigen, die Fisch seltener als einmal im Monat aßen. Mehr als fünf Portionen pro Woche reduzierten die Anfälligkeit um 31%. Allerdings bot der Verzehr von Bratfisch oder Fischburgern nicht den gleichen Schutz. Laut Mozzafarian ist der Kochvorgang für die Wirkung der Omega-3-Säuren entscheidend. Grundsätzlich empfiehlt er jedoch älteren Menschen den regelmäßigen Verzehr von Fisch.
Belinda Linden von der Britischen Herz Foundation gab zu bedenken, dass sieben von zehn Briten nicht auf die empfohlene Dosis von Fisch kommen. "Eine ausgewogene Diät, die arm an Salz und gesättigten Fetten ist, dafür aber Fisch und reichlich Früchte und Gemüse enthält, reduziert das Risiko einen Herzinfarkt zu entwickeln signifikant." Aber der ölige Fisch enthält auch ungesunde Bestandteile. Dementsprechend empfehlen die Mediziner den Verzehr von ein bis vier Portionen der genannten Fischsorten pro Woche, während sich Frauen im gebärfähigen Alter an ein Maximum von zwei Portionen halten sollten. 23.07.2004 Infos für Ärzte


Herzensgute Öle          ÖKOTEST

Fischöle und einige pflanzliche Öle enthalten Fettsäuren, die Herz und Gefäße vor Schäden schützen. Weil in unserer Nahrung oft zu wenig davon steckt, greifen immer mehr Verbraucher zu ölgefüllten Kapseln. 17 von 24 Produkten schneiden mit "sehr gut" oder "gut" ab.
Als Gesundheitsrezept der Eskimos gilt ihr hoher Fischkonsum. In den Fischölen stecken langkettige, mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren wie Eicosapentaen (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Viele Studien zeigen den Nutzen: weniger Herzinfarkte und weniger plötzliche Herztodesfälle.
Viele Deutsche glauben, dass sie über die Nahrung zu wenig gesunde Fettsäuren aufnehmen. Sie greifen deshalb zu ölgefüllten Kapseln. Die meisten davon enthalten Fischöl, einige die pflanzliche, dreifach ungesättigte Alpha-Linolensäure.
Notwendig sind die Mittel nicht, obwohl die Deutschen in der Regel wenig Fisch essen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) wurde bei gesunden Erwachsenen noch nie ein Mangel an EPA und DHA festgestellt.
ÖKO-TEST hat dennoch 18 Nahrungsergänzungsmittel mit Fischöl und zwei pflanzliche Mittel in die Labore geschickt. Außerdem ließen wir vier rezeptfreie Arzneimittel auf der Basis von Fischöl begutachten.

Das Testergebnis

Nur zwei der 20 Nahrungsergänzungsmitteln schneiden "sehr gut" ab, zwölf sind "gut". Es folgen je drei "befriedigende" und "ausreichende" Mittel. Von den Arzneimitteln bekamen zwei das Testurteil "sehr gut". Je ein weiteres ist "gut" und "ausreichend".
Die Nahrungsergänzungsmittel mit Lachsöl, Fischöl oder entsprechenden Konzentraten haben wir um eine Stufe abgewertet, weil der Wirkstoff aus Fischen hergestellt wird und sie daher keine ökologische Alternative zu Fischmahlzeiten sind. Hintergrund: die Überfischung der Meere. Eine Alternative sind pflanzliche Präparate.
Auf drei Packungen ist der Anteil der mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren nicht angegeben. Das ist aber nötig, um Qualität und Wirksamkeit beurteilen zu können.
Das Nahrungsergänzungsmittel Biopräp Super EPA 500 Omega 3, Kapseln haben wir abgewertet, weil man mit der empfohlenen Tageshöchstdosis auf eine Dosierung wie bei Arzneimitteln kommt. Auf Nebenwirkungen und Gegenanzeigen wird aber nicht hingewiesen.
Die Gelo Vital Lebertrankapseln Pohl 1,0 g enthalten die fettlöslichen Vitamine A und D. Die empfohlene Höchstdosierung überschreitet die Tageshöchstdosen der Vitamine um mehr als das Dreifache. Selen in den Doppelherz Aktiv Lachsöl Omega-3, Kapseln ist überflüssig, weil es sehr hoch dosiert giftig ist und hier zu Lande kein Mangel bekannt ist.
Je zwei Nahrungsergänzungen und Arzneimittel enthalten kein Vitamin E. Die DGE empfiehlt dies jedoch, da es die ungesättigten Fettsäuren schützt.
http://www.oekotest.de   18.10.2004


Fischöl gegen Alzheimer 
Eine Ernährung mit vielen Omega-3-Fettsäuren kann die Nervenzerstörung im Gehirn von Alzheimer-Patienten verlangsamen. Darauf deuten die Ergebnisse amerikanischer Forscher an genetisch veränderten Mäusen hin, die eine ähnliche Form von der Demenzerkrankung entwickeln wie Menschen. Die Fettsäuren verhindern, dass die Nervenzellen im Gehirn durch freie Radikale geschädigt werden, die bei Alzheimer-Patienten vermehrt entstehen. Das berichten Frédéric Calon von der Universität von Kalifornien in Los Angeles und seine Kollegen in der Fachzeitschrift Neuron (Bd. 43, S. 633).
Bereits frühere Studien hatten darauf hingedeutet, dass die hauptsächlich in Fischöl enthaltenen, mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren einen gewissen Schutz vor den Symptomen der Alzheimer-Krankheit bieten könnten.
Das konnten Calon und seine Kollegen nun an den Mäusen nachweisen: Wurden die Nager mit Futter ernährt, dem Omega-3-Fettsäuren zugesetzt waren, entwickelten sie weniger Symptome der Demenz als Artgenossen, deren Futter keine Omega-3-Fettsäuren enthielt. Auch waren die Nerven der mit den gesunden Fettsäuren ernährten Mäuse trotz etwa gleicher Menge an Proteinablagerungen deutlich weniger geschädigt.
Offenbar liegt diesem Effekt eine Art Teufelskreis zugrunde, entdeckten die Forscher in weiteren Untersuchungen an den Mäusen. Omega-3-Fettsäuren schützen das Gehirn vor so genanntem oxidativem Stress, bei dem freie Radikale Nervenenden angreifen und schädigen. Da die typischen Proteinablagerungen im Alzheimer-Gehirn diesen oxidativen Stress verstärken, werden größere Mengen der Fettsäuren verbraucht, um diese Schädigung zu verhindern. Dadurch nimmt die Omega-3-Fettsäuremenge stärker ab als im gesunden Gehirn, was wiederum die Folgen des oxidativen Stresses verschlimmert.
Auch wenn bislang keine Untersuchungen beim Menschen vorliegen, vermuten die Forscher, dass an der Nervenzerstörung bei Alzheimer-Patienten ähnliche Mechanismen beteiligt sind. Daher empfehlen sie Alzheimer-Patienten, möglichst viel der gesunden Fettsäuren mit der Nahrung oder auch als Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen. Omega-3-Fettsäuren sind fast ausschließlich in Fischen wie Lachsen, Makrelen und Heringen enthalten und schützen auch vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Autoimmunkrankheiten. Sie dienen als Bausteine für Zellmembranen und sind unverzichtbare Bestandteile wichtiger Botenstoffe im Körper.
Hinweis der Redaktion: Unerwähnt bleibt in diesem Bericht, dass Omega-3-Fettsäuren sich hervorragend bei der Bekämpfung von Depressionen bewähren.http://www.baeder-fuehrer.de


Herzensgute Öle
Test: Cholesterinsenkende Mittel, Arzneimittel  http://www.oekotest.de
Fischöle und einige pflanzliche Öle enthalten Fettsäuren, die Herz und Gefäße vor Schäden schützen. Weil in unserer Nahrung oft zu wenig davon steckt, greifen immer mehr Verbraucher zu ölgefüllten Kapseln. 17 von 24 Produkten schneiden mit "sehr gut" oder "gut" ab.
Als Gesundheitsrezept der Eskimos gilt ihr hoher Fischkonsum. In den Fischölen stecken langkettige, mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren wie Eicosapentaen (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Viele Studien zeigen den Nutzen: weniger Herzinfarkte und weniger plötzliche Herztodesfälle.
Viele Deutsche glauben, dass sie über die Nahrung zu wenig gesunde Fettsäuren aufnehmen. Sie greifen deshalb zu ölgefüllten Kapseln. Die meisten davon enthalten Fischöl, einige die pflanzliche, dreifach ungesättigte Alpha-Linolensäure.
Notwendig sind die Mittel nicht, obwohl die Deutschen in der Regel wenig Fisch essen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) wurde bei gesunden Erwachsenen noch nie ein Mangel an EPA und DHA festgestellt.
ÖKO-TEST hat dennoch 18 Nahrungsergänzungsmittel mit Fischöl und zwei pflanzliche Mittel in die Labore geschickt. Außerdem ließen wir vier rezeptfreie Arzneimittel auf der Basis von Fischöl begutachten.

Das Testergebnis

Nur zwei der 20 Nahrungsergänzungsmitteln schneiden "sehr gut" ab, zwölf sind "gut". Es folgen je drei "befriedigende" und "ausreichende" Mittel. Von den Arzneimitteln bekamen zwei das Testurteil "sehr gut". Je ein weiteres ist "gut" und "ausreichend".
Die Nahrungsergänzungsmittel mit Lachsöl, Fischöl oder entsprechenden Konzentraten haben wir um eine Stufe abgewertet, weil der Wirkstoff aus Fischen hergestellt wird und sie daher keine ökologische Alternative zu Fischmahlzeiten sind. Hintergrund: die Überfischung der Meere. Eine Alternative sind pflanzliche Präparate.
Auf drei Packungen ist der Anteil der mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren nicht angegeben. Das ist aber nötig, um Qualität und Wirksamkeit beurteilen zu können.
Das Nahrungsergänzungsmittel Biopräp Super EPA 500 Omega 3, Kapseln haben wir abgewertet, weil man mit der empfohlenen Tageshöchstdosis auf eine Dosierung wie bei Arzneimitteln kommt. Auf Nebenwirkungen und Gegenanzeigen wird aber nicht hingewiesen.
Die Gelo Vital Lebertrankapseln Pohl 1,0 g enthalten die fettlöslichen Vitamine A und D. Die empfohlene Höchstdosierung überschreitet die Tageshöchstdosen der Vitamine um mehr als das Dreifache. Selen in den Doppelherz Aktiv Lachsöl Omega-3, Kapseln ist überflüssig, weil es sehr hoch dosiert giftig ist und hier zu Lande kein Mangel bekannt ist.
Je zwei Nahrungsergänzungen und Arzneimittel enthalten kein Vitamin E. Die DGE empfiehlt dies jedoch, da es die ungesättigten Fettsäuren schützt.


Ernährungs-Tips für Schwangere
Sehr wichtig ist die Versorgung mit Mikronährstoffen wie Jod und Folsäure

FÜRTH (bib). Schwangere, die sich ausgewogen ernähren und außer reichlich Obst und Gemüse ausreichend Fisch und Fleisch zu sich nehmen, tun sich und ihrem Kind etwas Gutes - zumal die Ernährung einer Schwangeren die Gesundheit ihres Kindes bis ins Erwachsenenalter beeinflussen kann.
Zur Versorgung mit Jod, Kalzium, Eisen, Folsäure und anderen Vitaminen, kann dabei auch eine zusätzliche Einnahme entsprechender Präparate notwendig werden.
Den zusätzlichen Energiebedarf von im Mittel 285 Kilokalorien am Tag zu decken, ist für Schwangere in Industrieländern meist kein Problem. Denn an Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß mangelt es nicht. "Gefährdungen des Kindes entstehen hier eher durch eine Hyperalimentation der Mutter", meint Dr. Bernd Kleine-Gunk von der Euromed-Klinik in Fürth und verweist auf die oft schwergewichtigen Neugeborenen von Müttern mit Diabetes (Gynäkologie und Geburtshilfe 5, 2004, 22).
Bei Mikronährstoffen sieht es anders aus. So gibt es hierzulande etwa die Empfehlung für alle Schwangere und Stillende, täglich 200 µg Jodid in Tablettenform einzunehmen - nebst dem Rat, regelmäßig Seefisch zu essen und jodiertes Speisesalz zu verwenden. Auch Folsäure sollte mit täglich 0,4 mg substituiert werden.
Der Grund: Neuere Untersuchungen belegen, daß weniger als zehn Prozent aller Frauen die empfohlene Mindestmenge an Folsäure pro Tag über die Nahrung tatsächlich erreichen. Folsäure-Präparate sollten möglichst schon vor der Empfängnis eingenommen werden. Nur so werde die kritische Phase für den Verschluß des Neuralrohres zwischen dem 15. und 28. postkonzeptionellen Tag abgedeckt, so Kleine-Gunk.
Ebenfalls wichtig für das sich entwickelnde fetale Nervensystem sind nach Studien-Ergebnissen Omega-3- Fettsäuren. Daher der Rat des Experten: Regelmäßig Seefisch essen oder Fischölkapseln schlucken!
Weiterhin gehören auf den Speiseplan von Schwangeren reichlich Milch und Milchprodukte oder alternativ kalziumreiches Mineralwasser. Gibt es zu wenig davon, besorgt sich der Fetus das für sein Skelett nötige Kalzium aus den Knochen der Mutter. Die mögliche Folge ist dann eine Osteoporose.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät daher, ab dem vierten Schwangerschaftsmonat pro Tag 1000 mg Kalzium zuzuführen. Kann dieser Bedarf nicht über die Nahrung gedeckt werden, empfiehlt der Gynäkologe aus Fürth die Einnahme von Kalzium-Präparaten.
Besonders bei Frauen, die sich überwiegend vegetarisch ernähren, kann es in der Schwangerschaft zu Eisenmangel sowie Mangel an Vitamin B12 kommen. Eine generelle Einnahme von entsprechenden Präparaten wird jedoch nicht empfohlen. Indiziert sei eine solche Behandlung nur bei klinisch relevantem Hämoglobin-Abfall, so Kleine-Gunk. Ärzte Zeitung, 24.01.2005


Giftstoff-Belastung in fettreichen Fischen beeinträchtigt gesundheitsförderndes Potenzial
Fischöl-Kapseln gesünder als Fisch-Filet?
Zweimal pro Woche Fisch der Gesundheit zuliebe - so der Rat von Ernährungswissenschaftlern. Wird doch die kardioprotektive Eigenschaft von  Omega-3- Fettsäuren in Fachkreisen hochgelobt.
„Der Verzehr von Fischen, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, wird von der American Heart Association zur Verminderung des Risikos für Herz-/Kreislauf-Erkrankungen befürwortet“, schreibt Dr. Stacy Foran Melanson von der Harvard Medical School in Boston (Arch. Pathol. Lab. Med. 129 [2005] 74-77). „Giftstoffbelastungen im Fisch, wie Quecksilber, polychloriertes Biphenyl und chlororganische Verbindungen, könnten jedoch die günstigen kardiovaskulären Eigenschaften von Fischmahlzeiten zunichte machen“, gibt Melanson zu bedenken.
Da es gar nicht so abwegig sei, dass stark Giftstoff-belasteter Fisch auf dem Teller von Gesundheitsbewussten lande, rät Melanson dazu, besser zu Fischöl-Kapseln zu greifen. Die Analyse von fünf Supplementen verschiedener Vertreiber habe ergeben, dass die Level von PCB und OV alle unter dem nachweisbaren Grenzwert lagen. „Somit ist man mit dem Schlucken von Fischölkapseln auf jedem Fall auf der sicheren Seite“, erklärt die Medizinerin.
Tanker-Unglücke, verschmutzte Gewässer, Schadstoffe und Fadenwürmer im Fisch - in den vergangenen Jahren wurden immer wieder Skandale gemeldet, die den Argumenten Gesundheitsbewusster kontra Verzehr von Fisch Nahrung gegeben haben. Giftstoffe sowie Schwermetalle lagern sich im Muskel- und Fettgewebe von Fischen an. So können sich über längere Zeit immer mehr toxische Stoffe sammeln, die der Verbraucher wiederum über den Fischverzehr aufnimmt. http://www.aerztlichepraxis.de Feb. 2004


Rheuma: Ernährungsinfos
Bonn (ddp). Mindestens eine halbe Million Bundesbürger leiden unter Rheuma. Etwa 25 000 Menschen erkranken jedes Jahr neu, wie der Infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft (aid) mitteilt. Die richtige Ernährung kann den Verlauf der Krankheit verlangsamen und die Schmerzen sowie den Einsatz von Medikamenten reduzieren. Tipps zum Essen und Trinken bei rheumatischen Beschwerden liefert der aid jetzt auf einer neuen Internetseite unter
www.was-wir-essen.de/infosfuer/rheuma.cfm
Für Rheumatiker ist den Angaben nach eine vollwertige und ausgewogene Kost empfehlenswert, um möglichst leistungsfähig und fit zu bleiben. Darüber hinaus können verschiedene Inhaltsstoffe von Lebensmitteln dazu beitragen, dass Entzündungen im Körper gefördert oder gehemmt werden. Fettreiche tierische Produkte wie Wurstwaren, Butter und Käse sollten deshalb nur selten und in geringen Mengen auf dem Speiseplan stehen. Sie enthalten Arachidonsäure, aus der entzündungsfördernde Botenstoffe gebildet werden. Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag sowie Hülsenfrüchte versorgen den Körper mit ausreichend Antioxidantien wie Vitamin C und Beta-Carotin. Diese Stoffe fangen aggressive Sauerstoffradikale ab, die bei entzündlichen Prozessen vermehrt gebildet werden. Außerdem sollten Rheumatiker den Angaben nach täglich wertvolle Pflanzenöle wie Raps-, Soja- und Walnussöl und ein Vitamin-E-reiches Streichfett wie etwa Margarine verwenden. Zwei Seefischmahlzeiten in der Woche können ebenfalls Linderung verschaffen. Lachs, Hering und Makrele enthalten große Mengen Omega-3-Fettsäuren, denen eine entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben wird. Neben weiteren Informationen zur idealen Ernährung bei Rheuma, gibt die Internetseite auch einen Überblick über die verschiedenen Symptome von Rheuma und erklärt die Krankheit. Außerdem werden spezielle Fragen wie die Wirkung von Fastenkuren oder Vitamin-E-Tabletten für Rheumatiker beantwortet.


Fisch schützt das Herz und sorgt für gute Stimmung
Fisch enthält nicht nur die stimmungsfördernde Aminosäure Tryptophan, sondern auch reichlich herzgesunde Omega-3-Fettsäuren.
Wer seinem Gemüt und seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte, sollte daher mindestens einmal pro Woche Fisch essen. Durch den lebensnotwendigen Eiweißbaustein Tryptophan, die unter anderem im Fischeiweiß vorhanden ist, wirkt sich Fisch positiv auf die Stimmung aus. Das menschliche Gehirn bildet aus Tryptophan das Gute-Laune-Hormon Serotonin. Bei gleichzeitigem Verzehr von kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln, idealerweise Basmatireis oder Pellkartoffeln, nimmt das Gehirn das Tryptophan noch leichter auf.
Das liegt daran, dass die Bauchspeicheldrüse durch die erhöhte Menge an Kohlenhydraten vermehrt Insulin ausschüttet. Das Insulin wiederum sorgt dafür, dass das Tryptophan schneller zum Gehirn gelangt.
Doch Fisch kann noch mehr als nur für gute Stimmung zu sorgen: In Fisch sind reichlich Omega-3-Fettsäuren enthalten. Diese ungesättigten Fettsäuren haben eine wichtige Funktion als Schutz vor Herz-Kreislauferkrankungen und bei der Entzündungshemmung. Omega-3-Fettsäuren senken das Risiko für einen Herzinfarkt und wirken Thrombosen entgegen, in dem sie eine Verklumpung der Blutplättchen verhindern.
Weiterhin senken die Omega-3-Fettsäuren die Blutfettwerte und hohen Blutdruck. Besonders die fettreichen Seefische wie Makrele, Lachs oder Hering enthalten reichlich Omega-3-Fettsäuren.
Die Tradition, einmal die Woche Fisch zu essen, hat damit durchaus ihre Berechtigung. Ideal ist es, in der Woche zwei bis dreimal eine Fischmahlzeit zu sich zu nehmen. Tiefkühl-Fisch ist eine gute Alternative zu frischen Produkten, besonders dann, wenn sich keine Möglichkeit bietet, an frischen Fisch zu kommen.  http://krankenkassenratgeber.de
Krankenkassen-News 17.10.2005    (BKK Energieverbund)
10. September 2005


Präparat mit Omega-3-Fettsäuren zur Prävention
Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt / Protektiver Effekt von Omega-3-Säurenethylester 90 in der GISSI-Studie belegt

FRANKFURT AM MAIN (ner). Omega-3-Fettsäuren sollten einen höheren Stellenwert in der Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt einnehmen als bisher, empfiehlt der Gießener Kardiologe Professor Dietrich Strödter.
Wie er erinnert hat, ist der protektive Effekt von Omega-3-Säurenethylester 90 in der GISSI-Präventionsstudie mit insgesamt 11 324 Patienten nach Myokardinfarkt nachgewiesen worden.
Davon hatte die Hälfte zusätzlich zur Standardtherapie dreieinhalb Jahre lang 1 g hochgereinigte Omega-3-Säurenethylester 90 erhalten, die anderen Patienten bildeten die Kontrollgruppe. Im Vergleich zur Kontrollgruppe erlitten 15 Prozent weniger Patienten einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder starben, wenn sie das Omega-3-Säure-Präparat eingenommen hatten.
Die Gesamtsterberate war um 20 Prozent vermindert, die kardiovaskuläre Sterberate um 30 Prozent niedriger als bei den Patienten der Kontrollgruppe. Dies werde vor allem auf antifibrillatorische Effekte zurückgeführt, sagte Strödter.
Aufgrund der Datenlage müßten Omega-3-Fettsäuren stärker als bisher in die Behandlung zur Sekundärprävention eingebunden werden, so Strödter bei der Einführungspressekonferenz des Herstellerunternehmens Trommsdorff in Frankfurt am Main.
Dafür steht seit kurzem ein neues Präparat zur Verfügung, das Omega-3-Fettsäuren in hochkonzentrierter Form enthält. Wie bereits kurz berichtet, ist Zodin® zur Behandlung nach Myokardinfarkt sowie bei Hypertriglyceridämie zugelassen worden.
Zur Sekundärprophylaxe nach Myokardinfarkt wird täglich eine Kapsel empfohlen. Bei Hypertriglyceridämie kann die Dosis auf bis zu vier Kapseln pro Tag erhöht werden. Das verschreibungspflichtige Präparat enthält zu 84 Prozent langkettige Omega-3-Fettsäuren als Ethylester.
Natives Fischöl besteht dagegen zu 20 bis 30 Prozent aus Omega-3-Fettsäuren, wie der Fettstoffwechsel-Experte Professor Werner O. Richter aus Windach sagte. Deshalb müßten relativ große Mengen Fischöl aufgenommen werden, um auf eine angemessene Omega-3-Fettsäure-Zufuhr zu kommen, so Richter. Ärzte Zeitung, 04.11.2005


Nutzen von Omega-3-Fettsäuren in der
KHK-Prävention bestätigt
J
ELIS-Studie: Reduktion ischämischer Ereignisse
additiv zur Wirkung von Statinen


Die Ernährung der japanischen Bevölkerung ist traditionell reich an Fisch. Auf die Idee, daß sich durch Nahrungsergänzung mit in Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren in diesem Land noch positive gesundheitliche Effekte erzielen lassen, muß man deshalb erst einmal kommen. Japanische Untersucher haben das Experiment gewagt. Durch gleichzeitige Lipidsenkung mit Statinen haben sie die Hürde für einen präventiven Nutzen der Fettsäuren-Supplementierung sogar besonders hoch gelegt. Erfolg hatten sie dennoch.

Peter Overbeck
JELIS – Prävention durch Omega-3-Fettsäuren


JELIS-Ergebnisse bei 18 645 mit Statinen behandelten Patienten.
Daß regelmäßiger Verzehr von Fisch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugt, ist in vielen epidemiologischen Studien beobachtet worden. Diese präventive Wirkung wird primär den in
Fisch enthaltenen essentiellen Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPS) und
Docosahexaensäure (DHS) - auch als Omega-3-Fettsäuren bekannt - zugeschrieben.
Die Nahrungsergänzung mit diesen Fettsäuren hat in der Sekundärprävention nach Myokardinfarkt nachweislich eine kardioprotektive Wirkung. In einer großen Studie (GISSI-Prevenzione) mit
11 323 Postinfarkt-Patienten wurde durch regelmäßige Einnahme einer EPS / DHS-Zubereitung
in Form von Fettsäureethylestern die Sterblichkeit signifikant gesenkt.
Überrascht hat in dieser Studie vor allem der sehr frühe Effekt dieser Behandlung auf die Mortalität, die trotz fehlender Cholesterinsenkung schon nach drei Monaten signifikant reduziert wurde. Eine hochsignifikante Verringerung plötzlicher Herztode um 45 Prozent war die treibende Kraft für diese Mortalitätsreduktion.
Weltweit empfehlen inzwischen kardiologische Fachgesellschaften die Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren zur Sekundärprävention nach Myokardinfarkt.
Nachdem zunächst blutdruck- und lipidsenkende sowie antithrombotische Effekte als mögliche Mechanismen der protektiven Wirkung von Omega-3-Fettsäuren in der Diskussion waren, bot sich nach GISSI-Prevenzione eine antiarrhythmische Wirkung als naheliegende Erklärung an. Zumindest bei Patienten mit implantiertem Defibrillator (ICD) wegen lebensbedrohlicher ventrikulärer Arrhythmien in der Vorgeschichte konnte eine spezifische antiarrhythmische Wirkung in zwei neueren Studien jedoch nicht verifiziert werden.

Zwei Fragen blieben zu klären:
Ist eine Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren auch in der Primärprävention von Nutzen?
Haben Omega-3-Fettsäuren bei mit Statinen behandelten Patienten eine additive präventive Wirkung?

Zur Klärung beider Fragen steuert die in Dallas präsentierte JELIS
(Japan EPA Intervention Study)-Studie wesentliche Informationen bei.
In diese Studie sind in Japan 18 645 Patienten mit Hypercholesterinämie (Gesamtcholesterin > 250 mg / dl), LDL-Cholesterin im Schnitt: 182 mg / dl) aufgenommen worden. Alle Studienteilnehmer wurden mit einem Statin in niedriger Dosierung behandelt. Zusätzlich erhielten 9326 Patienten täglich 1800 mg hochgereinigte Eicosapentaensäure (EPS) in Kapseln.
Geklärt werden sollte, ob sich durch diese Zusatztherapie die Rate kardialer Ereignisse (primärer kombinierter Endpunkt: plötzlicher Herztod, Myokardinfarkt, instabile Angina pectoris, notwendige Revaskularisation) reduzieren läßt.
Nach im Mittel 4,6jähriger Behandlungsdauer betrug die Rate entsprechender Ereignisse in der nur mit Statinen behandelten Kontrollgruppe 3,5 Prozent. In der EPS-Gruppe war sie mit 2,8 Prozent im Vergleich dazu signifikant um 19 Prozent niedriger, wie Dr. Mitsuhiro Yokoyama berichtete. Entscheidend für diese Reduktion war das signifikant seltenere Auftreten von instabiler Angina pectoris (Inzidenz: 1,6 versus 2,1 Prozent).
Für den absoluten Nutzen der EPS-Behandlung war allerdings von Bedeutung, ob die Patienten bereits eine Koronarerkrankung hatten oder nicht. In der Subgruppe ohne Anzeichen für eine KHK (n = 14 981) wurde nur eine nicht signifikante Reduktion um 18 Prozent beobachtet. Dagegen profitierten Patienten mit dokumentierter KHK (n = 3664) von einer signifikanten Senkung der Rate koronarer Ereignisse um 19 Prozent durch EPS (8,7 versus 10,7 Prozent).
Die Reduktion des LDL-Cholesterins um 26 Prozent war in der EPS- und Kontrollgruppe identisch. Yokoyama geht deshalb davon aus, daß die in JELIS mit EPS erzielte Reduktion kardialer Komplikationen auf Wirkmechanismen beruht, die von der Lipidsenkung unabhängig sind.
Im Gegensatz zur GISSI-Prevenzione-Studie hatte die EPS-Behandlung in JELIS keinen Einfluß auf die Inzidenz des plötzlichen Herztodes (Inzidenz: 0,2 versus 0,2 Prozent). Nach Ansicht Yokoyamas ist die Erklärung dafür möglicherweise in Unterschieden zwischen den Patientenpopulationen beider Studien zu suchen.
Forschung und Praxis, 19.12.2005


Datenanalyse ergab keinen Hinweis auf eine Assoziation
Omega-3-Fettsäuren schützen nicht vor Krebs

Im Fisch enthaltene Omega-3-Fettsäuren helfen im Kampf gegen Herzkrankheiten. Keine Beweise gibt es allerdings dafür, dass sie Krebs vorbeugen, so US-Forscher.
Omega-3-Fettsäuren, z. B. in Heringen enthalten, sind zwar gut fürs Herz, nützen aber nicht zur Krebsprävention. Foto: stock.xchng
25.01.06 - Forscher des RAND Health and the Greater Los Angeles VA Healthcare System analysierten die Daten von 38 Studien, die zwischen 1966 und 2005 veröffentlicht worden waren.
Omega-3-Fettsäuren waren speziell bei der Reduktion der Inzidenz kariovaskulärer Krankheiten von gesundheitlichem Nutzen, so Catherine Mac Lean. Eine Krebsprävention jedoch ließ sich nicht nachweisen.
Zwar haben einige wenige Studien ein reduziertes Krebsrisiko gefunden, aber kamen sehr viel mehr Studien zum Ergebnis, dass Omega-3-Fettsären nicht vor Krebs schützen. Wenige Forschungsarbeiten ließen sogar ein erhöhtes Krebsrisiko vermuten, schreiben die Forscher im „Journal of the American Medical Association“.
http://www.aerztlichepraxis.de 25.01.2006


Verhindern Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren die Ausbreitung der Tumorzellen ins Knochenmark?
Eine Ernährung, die viel Fett enthält, das in ölreichem Fisch enthalten ist, könnte Männer mit Prostatakrebs davor bewahren, dass sie an einer aggressiveren Form erkranken. Zu diesem Ergebnis ist eine am Christie Hospital durchgeführte Studie gekommen. Prostatakrebs ist viel eher lebensbedrohend, wenn sich die Tumorzellen unter anderem in das Knochenmark ausbreiten. Labortests ergaben jetzt, dass Omega-3-Fett, das in Fischen wie dem Lachs enthalten ist, diese Ausbreitung der Krankheit verhinderte. Die Ergebnisse der Studie wurden im British Journal of Cancer veröffentlicht.

Balance von Omega-3-Fetten und Omega-6-Fetten entscheidend

Wissenschafter des Paterson Institute testeten im Labor die Wirkung von zwei Arten von Fett auf Prostatakrebszellen. Frühere Forschungsergebnisse hatten laut BBC nahe gelegt, dass Omega-3-Fette, die auch in Makrelen und frischem Tunfisch enthalten sind, zu einer Verringerung des Risiko an Krebs oder einem Herzleiden zu erkranken beitragen könnten. Omega-6-Fette, die in pflanzlichen Fetten, Nüssen und Samen enthalten sind, spielen für die Gesundheit ebenfalls eine entscheidende Rolle.
Während Omega-6-Fette die Ausbreitung von Prostatakrebs in das Knochenmark förderten, blockierten Omega-3-Fette diesen Vorgang. Der Wissenschafter Mick Brown erklärte, dass ein gesundes Gleichgewicht zwischen diesen beiden Fettarten entscheidend sei. "Wir brauchen nur ungefähr die halbe Menge Omega-3-Fette als Omega-6-Fette um eine Ausbreitung des Krebses zu verhindern.
Die Forscher nehmen an, dass die Tumorzellen Omega-6-Fette als ideale Energiequelle für ein rasches Wachstum und die Bildung von Molekülen nutzen, die die Ausbreitung kontrollieren. Omega-3-Fette scheinen diesen Vorgang auf irgendeine Art und Weise zu beeinflussen.
http://www.journalmed.de  24.03.2006


Gentechnische Schweine mit Omega-3- Fettsäuren -
Zweifel an den Vorteilen der Fischöle

Norwich/Columbia -US-Wissenschaftler haben Schweinen das Enzym Desaturase in ihr Genom integriert. Nach einem Bericht in Nature Biotechnology (2006; doi:10.1038/nbt1198) war das Fleisch der Tiere reich an Omega-3-Fettsäuren, denen eine protektive Wirkung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zugeschrieben wird. Epidemiologen stellen dies im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2006; doi:10.1136/bmj.38755.366331.2F) allerdings infrage. Nach jüngeren Studien erhöhen Fischöl-Kapseln sogar das Risiko des plötzlichen Herztods.
Die Überfischung der Weltmeere hat bereits zu steigenden Preisen geführt. Zunehmend müssen die Verbraucher auf Produkte aus Fischfarmen zurückgreifen. Eine Alternative könnte in Zukunft in saftigen Schweinesteaks aus gentechnischer Produktion bestehen, falls die von US-Forschern vorgestellten Tiere von der Agrarindustrie aufgenommen und von den Verbrauchern akzeptiert werden. Eine Voraussetzung dafür hat eine Forschergruppe um Randy Prather vom US-National Swine Resource and Research Center an der Universität von Missouri in Columbia geschaffen.
Ihr ist es gelungen, das Gen „fat-1“ in das Genom von Hausschweinen einzubauen. „fat-1“ enthält die Erbinformation für das Enzym Desaturase, das im Körper die „tierischen“ Omega-6-Fettsäuren in Omega-3 Fettsäuren umwandelt. Der Quotient von n-6- zu /n-3-Fettsäuren war in den untersuchten Fleischproben von gentechnischen Schweinen signifikant niedriger als bei normalen Hausschweinen. Rein technisch stünde der Massenproduktion von gentechnischen Schweinen nichts im Weg. Das Interesse der Forscher gilt jedoch vorerst der Grundlagenforschung. Zusammen mit dem Thomas E. Starzl Transplantation Institute in Philadelphia wollen sie untersuchen, welche Folgen die vermehrte Produktion der als protektiv geltenden Omega-3-Fettsäuren für die Gesundheit der Tiere hat. Dabei haben die Forscher auch die Möglichkeit einer Xenotransplantation von Schweineorganen im Sinn, die von vielen Experten als die einzige Lösung des derzeitigen Engpasses bei der Organspende angesehen wird. 
Die jetzt folgenden Experimente zur Grundlagenforschung könnten jedoch auch zu dem Ergebnis führen, dass Omega-3-Fettsäuren gar nicht so nützlich sind, wie bisher immer angenommen wurde. Lee Hooper von der Universität von East Anglia in Norwich würde ein negativer Ausgang derartiger Experimente vermutlich nicht überraschen. Hooper hat die Ergebnisse von 48 randomisierten kontrollierten Studie und 41 Kohortenstudien zu den Auswirkungen von Omega-3-Fettsäuren auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und die Gesamtsterblichkeit untersucht.
Ergebnis: Trotz der großen Datenmasse (36.913 Teilnehmer der randomisierten kontrollierten Studien und 563.218 in den Kohortenstudien erfassten Personen) war keine eindeutige protektive Wirkung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen erkennbar. Auch wenn die Analyse auf qualitativ hochwertige Studien beschränkt wurde, deutet alles auf ein Null-Ergebnis hin, sowohl was die protektive Wirkung betrifft als auch die potenziellen Risiken des vermehrten Fischkonsums: Fisch ist nämlich nicht nur reich an Omega-3-Fettsäuren, sondern auch an Dioxinen und polychlorierten Biphenylen, die Krebs auslösen können. Eine allgemeine Gefährdung der Fischkonsumenten lässt sich aus den Daten der Meta-Analyse jedoch nicht ableiten.
Dass keine protektive kardiovaskuläre Wirkung gefunden wurde, könnte Folge einer größeren Negativstudie sein, wie der Editorialist Eric Brunner vom Royal Free and University College London schreibt: Die DART-2-Studie (Eur J Clin Nutr 2003; 57: 193-200). An dieser Studie hatten 3.114 Männer mit stabiler Angina pectoris teilgenommen. Man hatte erwartet, dass die Verordnung von Omega-3-Fettsäuren (entweder zwei oder mehr Fischmahlzeiten pro Woche oder die tägliche Einnahme von Fischölkapseln) die Prognose der Patienten verbessert.
Stattdessen kam es zu einem Anstieg der kardialen Todesfälle allgemein (Hazard Ratio HR 1,26; p=0,047) und der plötzlichen Todesfälle im Speziellen (HR 1,54; p=0,025), wobei das Risiko vor allem auf die Patienten beschränkt war, die Fischölkapseln eingenommen hatten. Seither diskutieren Kardiologen über eine mögliche proarrhythmische Wirkung von Fischöl, die in einer weiteren randomisierten kontrollierten Studie bei Patienten auftrat, die wegen eines plötzlichen Herztodrisikos mit einem implantierbaren Cardioverter Defibrillator (ICD) versorgt worden waren (JAMA 2005; 293: 2884-91). Bei den Patienten, die auf die Einnahme von Fischölkapseln randomisiert wurden, musste der ICD vermehrt Tachykardien unterbrechen. Der Epidemiologe Brunner empfiehlt den Ärzten zwischen Patienten mit Angina pectoris und Herzinfarkt zu unterscheiden, denn bei den letzteren sei eine protektive Wirkung von Fischöl belegt.
Der gesunden Bevölkerung rät Brunner zu einem mäßigen Fischkonsum, der neben dem Herzen auch das Hirn schützen soll. Omega-3-Fettsäuren sind nämlich strukturelle Bestandteile der Nervenzellen. Ob dies den kognitiven Abbau im Alter verhindern kann, wird derzeit in klinischen Studien geprüft, deren Ergebnisse nicht vor dem Jahr 2008 vorliegen werden. /rme
Links zum Thema

» Abstract der Studie Prather et al.

» Pressemitteilung des University of Pittsburgh Medical Center

» PDF der Meta-Analyse im BMJ

» PDF des Editorials im BMJ

» Pressemitteilung des BMJ

» Abstract der DART-2-Studie

» Abstract der JAMA-Studie

Fischöl könnte mehr Leben retten -
Reduktion der Gesamttodesrate um 6,4 Prozent möglich

Eine hohe Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren könnte potenziell mehr Leben retten als kardiale Defibrillatoren, schätzen Wissenschaftler.
14.09.06 - Den Nutzen einer vermehrten Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren von Erwachsenen untersuchten Forscher vom Heart Center des Regions Hospital in St. Paul, Minnesota. Sie zogen dafür eine computersimulierte Gemeinschaft von 100 000 Amerikanern und Daten früherer Studien heran.
Eine höhere Aufnahme von Omaga-3-Fettsäuren könnte demnach 58 Leben pro Jahr retten. Dies entspricht einer 6,4-prozentigen Reduktion der Gesamttodesfälle, meistens über das Bewahren des plötzlichen Herztodes.
Dagegen ließen sich durch Defibrillatoren wesentlich weniger Leben retten, schätzen die Forscher. Selbst wenn externe Geräte in jedem Haushalt und jedem öffentlichen Areal zu Verfügung stünden, ließe sich die jährliche Todesrate nur weniger als ein Prozent senken. Implantierte Defibrillatoren könnten die Herztodesrate um 3,3 Prozent jährlich senken, schreiben die Wissenschaftler im „American Journal of Preventive Medicine“.


Fisch fördert Entwicklung von Kindern
LONDON (dpa). Mehr als 340 Gramm Fisch pro Woche auf dem Speiseplan von Schwangeren fördert die Entwicklung ihrer ungeborenen Kinder
(The Lancet 369, 2007, 578).
Forscher hatten Angaben von knapp 11 900 Schwangeren ausgewertet und deren Kinder im Alter bis zu acht Jahren untersucht. Je mehr Fisch die Schwangeren verspeist hatten, umso besser waren die Kinder bei sozialem Verhalten, sozialen Fähigkeiten, Feinmotorik und Kommunikation. Die Forscher vermuten, dies liege an den Omega-3-Fettsäuren aus Fisch. Ärzte Zeitung, 16.02.2007


Große Studie bestätigt: Fischöl schützt das Herz
Rate kardialer Ereignisse um 19 Prozent reduziert / Zusatznutzen trotz Fischkonsums / Studie mit 18 500 Teilnehmern
KOBE (mut). Mit einem Fischöl-Supplement kommt es seltener zu Herzinfarkt und einer instabilen Angina pectoris. Das gilt selbst dann, wenn man bereits schon viel Fisch ist. Darauf deuten Daten einer japanischen Studie mit über 18 500 Teilnehmern.
Japaner essen bekanntlich viel Fisch. Trotzdem ließ sich bei Japanern in der JELIS*-Studie mit täglich 1,8 g Fischöl die - verglichen mit Europäern - ohnehin schon geringe Rate an kardialen Ereignissen um 19 Prozent senken. Das berichten Forscher aus Kobe (Lancet 369, 2007, 1090).
Die Teilnehmer hatten zu Beginn alle zu hohe Cholesterin-Werte (LDL im Schnitt bei 183 mg/dl). Sie wurden 4,6 Jahre lang mit einem Statin oder mit einem Statin plus Fischöl behandelt. Etwa jeder sechste Teilnehmer hatte bereits eine KHK. Primärer Endpunkt war die Rate schwerer kardialer Ereignisse, etwa Herzinfarkt, Herztod oder instabile Angina pectoris.
Im Verlauf der Studie kam es bei 3,5 Prozent der Teilnehmer mit dem Statin alleine und bei 2,8 Prozent der Teilnehmer mit Statin plus Fischöl zu einem solchen Ereignis. Der Unterschied von 19 Prozent war statistisch signifikant. Er beruhte vor allem auf einer geringeren Häufigkeit nicht-tödlicher kardialer Ereignisse, etwa Angina pectoris und Herzinfarkt, in der Fischöl-Gruppe (3,2 versus 2,6 Prozent). Tödliche kardiale Ereignisse traten in der Fischöl-Gruppe ähnlich häufig auf (etwa 0,3 Prozent). Dies sei wenig überraschend schreibt der Kardiologe Professor Dariush Mozaffarian aus Boston in einem Kommentar zur Studie (Lancet 369, 2007, 1062).
So war etwa die Rate für Herztod bei KHK-Patienten in der Kontrollgruppe mit bei 2,5 pro 1000 Patientenjahre schon sehr niedrig, mit Fischöl lag sie bei 2,2 - also kaum niedriger. Zum Vergleich: In der europäischen Fischöl-Präventionsstudie GISSI lag sie bei 17 pro 1000 Patientenjahre in der Kontrollgruppe, mit Fischöl war sie 35 Prozent niedriger. Mozaffarian erklärt dies damit, dass Japaner bereits sehr viel Fisch essen und eine zusätzliche Therapie mit Fischöl zum Statin nur noch einen geringen Zusatznutzen habe. Umso überraschend sei es, dass es in der JELIS-Studie trotz niedriger Ereignisraten insgesamt zu einer deutlichen Reduktion kardialer Ereignisse gekommen ist.
Mozaffarian erklärt dies damit, dass niedrige Dosen von Fischöl vor allem ventrikuläre Arrhythmien verhindern und so einem Herztod vorbeugen. Hohe Dosen der Fischöl-Fettsäuren EPA und DHA hätten zudem eine Triglyzerid-senkende, antihypertensive und anti-entzündliche Wirkung. Dies habe möglicherweise den Zusatznutzen bei nicht-tödlichen Ereignissen bewirkt.
*JELIS: Japan EPA Lipid Intervention Study             Ärzte Zeitung, 11.04.2007

Schützt Fischöl vor Retinopathien?

Boston – Eine japanische Diät halbierte in einer tierexperimentellen Studie die Schäden einer durch Sauerstoff induzierten Retinopathie. Die Publikation in Nature Medicine (2007; doi: 10.1038/nm1591) liefert neue Erkenntnisse zur Pathogenese dieser häufigen Erblindungsursache. In den USA wird der Ansatz bereits in einer randomisierten kontrollierten Studie an Patienten mit altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) untersucht.
Ein abnormes Gefäßwachstum in der Retina ist die Hauptursache für Erblindungen von unreifen Frühgeborenen, Diabetikern und Patienten mit feuchter AMD. Ursache der Retinopathie ist bei allen drei Erkrankungen in einem ersten Stadium ein Verlust von intakten Blutgefäßen. Die Retina reagiert auf die Versorgungsengpässe mit der Bildung von Gefäßwachstumsfaktoren. Im zweiten Stadium werden dann, oft in großer Anzahl, Blutgefäße gebildet, die jedoch von minderwertiger Qualität sind und aus denen Blutflüssigkeit austritt, was schließlich zur Erblindung führt.
Diese pathogenetische Kette kann möglicherweise durch die Gabe von Omega-3-Fettsäuren durchbrochen werden, wie die Arbeitsgruppe um Lois Smith von der Kinderklinik der Harvard Universität mit dem Tiermodell einer sauerstoffinduzierten Retinopathie zeigt. Die Versuchstiere wurden einmal mit einer fischreichen japanischen Diät ernährt, die sich durch einen hohen Anteil von Omega-3-Fettsäuren auszeichnet. Diese Nahrung reduzierte gegenüber Versuchstieren, die eine westliche Ernährung erhielten. die Ausdehnung der Retinopathie (avaskuläre Regionen auf der Retina) um 40 bis 50 Prozent. Der gleiche Effekt wurde bei Tieren beobachtet, bei denen gezielt jenes Gen ausgeschaltet war, das Omega-6- in Omega-3-Fettsäuren verwandelt.
Eine protektive Wirkung gegen die Bildung von pathologischen Blutgefäßen wurde auch nach Gabe der bioaktiven Mediatoren Neuroprotectin D1, Resolvin D1 und Resolvin E1 erzielt, die im Körper aus Omega-3-Fettsäuren entstehen. Ein gemeinsamer Nenner scheint die Hemmung des Tumornekrosefaktors alpha (TNF-alpha) zu sein, der in der Retina eine entzündungsfördernde Wirkung hat. TNF-alpha wurde in großer Menge in der Mikroglia der Retina ganz in der Nähe der neuen Blutgefäße gefunden, berichten die Forscher.
Alle diese Befunde dürften die Phantasie der Arzneimittelforscher anregen, das NEI setzt dagegen auf diätetische Omega-3-Fettsäuren, deren Konzentration nach Angaben der Forscher in der Retina höher ist als in den meisten anderen Körpergeweben. Im Rahmen der Age-Related Eye Disease Study 2, welche das NEI derzeit an Patienten im Frühstadium der AMD durchführt, werden unter anderem auch Omega-3-Supplemente eingesetzt. © rme/aerzteblatt.de
Links zum Thema
Abstract der Studie
http://www.nature.com/nm/journal/vaop/ncurrent/abs/nm1591.html
Pressemitteilung des US-National Eye Institute
http://www.nei.nih.gov/news/pressreleases/062407.asp

Pressemitteilung der Kinderklinik Boston
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2007-06/chb-cbb061807.php

Age-Related Eye Disease Study 2
http://www.areds2.org


Lachs statt Weihnachtsgans /
Omega-3-Fettsäuren reduzieren das Prostatakrebsrisiko

Westdeutsches Prostatazentrum, Köln
Zu viel, zu fett, zu süß – drei Viertel aller Deutschen sind übergewichtig. Gerade in der Weihnachts- und Neujahrszeit, wenn Gänsebraten, kalorienreiche Soßen und Süßigkeiten auf dem Speiseplan stehen, wird schon mal gerne ein Auge zugedrückt. Vor allem Männer ernähren sich häufig ungesund, essen zu wenig Gemüse und Obst, dafür aber generell zu viel Fleisch, Wurstwaren und kalorienreiche Fertiggerichte.
Wer gerne fett und cholesterinreich isst, nimmt automatisch ein höheres Risiko in Kauf, an Krebs zu erkranken. So sind nach aktuellen Schätzungen der Deutschen Krebsgesellschaft etwa ein Drittel aller Krebsfälle auf eine falsche Ernährung zurückzuführen. Dies gilt auch für Prostatakrebs, der mit 40 000 Neuerkrankungen im Jahr die häufigste bösartige Tumorerkrankung des Mannes ist. „Zwar sind die Ursachen von Prostatakrebs bisher noch weitgehend unbekannt, dennoch weiß man inzwischen, dass neben Alter, Hormonen, und genetischen Faktoren auch die Ernährungsgewohnheiten eine wesentliche Rolle spielen,“ sagt Dr. Pedram Derakhshani, Urologe im Westdeutschen Prostatazentrum in Köln.
Verschiedene Studien haben gezeigt, dass eine erhöhte Zufuhr von Gesamtfett sowie gesättigten Fettsäuren und tierischen Fetten das Prostatakrebsrisiko um 50 bis 200 Prozent erhöht. Frisches Obst und Gemüse wirken dagegen als Radikalfänger und machen damit potentiell krebserregende Stoffe unschädlich. Besonders viel davon findet sich in Tomaten, die den Farbstoff Lykopin enthalten. Auch Selen, das etwa in Natur-reis, Pilzen, Brokkoli, Rettich, Fischen und Schalentieren vorkommt, bescheunigt den Abbau der Radikale und treibt wichtige Stoffwechselprozesse voran.
Als besonders wirkungsvoll bei Prostatakrebs haben sich Omega-3-Fettsäuren erwiesen. Dies sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, welche vor allem in bestimmten Fischarten, wie Lachs, Hering oder Makrele aber auch in Nüssen, Getreidekeimen oder Pflanzenöl vorkommen. Eine aktuelle Studie1 an genetisch veränderten Mäusen konnte zeigen, dass der Konsum von Omega-3-Fettsäuren den Verlauf der Prostataerkrankung günstig beeinflussen kann.„Die in der Nahrung enthaltenen Omega-3-Fettsäuren kön-nen möglicherweise das Tumorwachstum länger hinauszögern, so dass der Krebs weniger Einfluss auf die Lebenserwartung und Lebensqualität des Erkrankten hat“, erklärt Derakhshani. „Allerdings habe die Ernährung nur dann Einfluss auf das Krebsrisiko wenn eine Veranlagung für die Erkrankung vorliegt, so der Urologe weiter.
Neben einer gesunden Ernährung sollte jeder Mann zusätzlich ab dem 45. Lebensjahr die jährliche Vorsorgeuntersuchung beim Arzt in Anspruch nehmen. Dazu gehören laut der Deutschen Gesellschaft für Urologie neben der Tastuntersuchung der Prostata, eine Ultraschalluntersuchung sowie die regelmäßige Kontrolle des PSA-Wertes. Das prostata-spezifische Antigen (PSA) ist ein Eiweiß, dessen Konzentration im Blut für die Diagnose und Verlaufskontrolle des Prostatakrebses von entscheidender Bedeutung ist. „Nur die Kombination aller drei Verfahren gibt die größtmögliche Sicherheit einen Prostatakrebs frühzeitig zu erkennen“, betont Derakhshani.
1Berquin IM et al.: Modulation of prostate cancer genetic risk by omega-3 and omega-6 fatty ac-ids. J Clin Invest. 2007 Jul;117(7):1866-75