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Klassifizierung der Vitamine
mit                                          ohne                 Vitamin-ähnl.
Coenzym-Funktion         Coenzym-Funktion     Wirkstoffe
Vit. B1        Vit. B2                Vit. A*              Vit. F
Vit. B6        Vit. B12              Vit. C                Vit. T (Carnitin)
Vit. K*        Vit. PP                Vit. D*              Flavonoide
<alpha>-Liponsäure                Vit. E*              meso-Inosit
Biotin      Folsäure
Pantothensäure                              * lipoidlöslich
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17. Januar 2006
Obergrenzwerte für Vitamine

(mp) - Vitamine und Mineralstoffe sind für die Gesundheit unerlässlich. Allerdings können zu wenige, aber auch zu viele ungesund sein. Für 16 Nährstoffe hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (ESFA) Werte, so genannte "Tolerable Upper Intake Level" (UL), festgelegt. Dabei handelt es sich um die Menge, die auch bei langfristiger täglicher Aufnahme keine Gesundheitsrisiken für den Menschen birgt. Die UL gelten für die Vitamine A, D und E, Niacin, B6, Folsäure sowie für Fluor, Jod, Kupfer, Molybdän, Selen, Zink, Bor, Calcium und Magnesium. Keine Grenzwerte benötigen nach Meinung der ESFA die Vitamine B1, B2 und Biotin. Im Gegensatz dazu steht Vitamin E. Hier liegt die Grenze für gesunde Erwachsene bei 300 Milligramm pro Tag, was gut dem 30-fachen der empfohlenen Tagesdosis entspricht. Die Gefahr einer Überdosierung von Vitamin E ist damit sehr gering. Nicht einig ist sich die ESFA über Grenzwerte für Beta Karotin, Vitamin C und Eisen. Zwar gäbe es für bestimmte Personengruppen Hinweise auf nachteilige Wirkungen bei sehr hohen Dosierungen, teilweise würden sie aber auch nur vermutet. Für die Festlegung einer Grenze fehle es an eindeutigen Dosis-Wirkungs-Beziehungen, so die europäische Behörde. Bislang ist bekannt, dass der Körper den Überschuss an Ascorbinsäure, der durch zu viel Vitamin C-Zufuhr entsteht, wieder ausscheidet. Doch in sehr hohen Dosen kann es das Vitamin B12 zerstören. Auch können sehr hohe Einzeldosen von fünf bis zehn Gramm eine zeitweilige Schlaflosigkeit und Durchfall hervorrufen. Nehmen schwangere Frauen zu viel Vitamin C zu sich, kann bei ihren Kindern nach der Geburt Säuglingsskorbut auftreten. Das Baby scheidet dann zu viel Vitamin C aus, das durch die normale Nahrung nicht mehr ersetzt werden kann. Das Provitamin Beta-Carotin, das vom Körper teilweise in Vitamin A ungewandelt wird, schützt im Allgemeinen die Körperzellen vor zu viel Licht. Unterstützt wird es dabei von Vitamin E, zusammen verzögern sie die Hautalterung. Allerdings sollten Raucher auf eine erhöhte Zufuhr von Beta-Carotin verzichten, da es in Kombination mit dem Rauchen negative Folgen haben kann. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass dadurch Lungenkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schneller entstehen.

Welche Tagesmengen sind empfohlen, und wofür werden sie gebraucht?

Vitamin

Empfohlene Tagesmenge in mg

Nahrungsquelle

Wichtig für

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)

A (Retinol)

0,8-1,1

Milchprodukte, Karotten, Spinat, Rinderleber

Augen, Haut, Schleimhäute und Abwehrsystem

B1 (Thiamin)

1,0-1,3

Erdnüsse, Linsen, Vollkornbrot

Abbau von Kohlenhydraten, Nervensystem

B2 (Riboflavin)

1,2-1,5

Milch- und Milchprodukte, Käse, Rinderherz

Haut und Schleimhäute, Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel

B6 (Pyridoxin)

1,2-1,6

Banane, Avocado, Lachs, Innereien

Eiweißstoffwechsel, Blutbildung, Nervensystem

B12 (Cobalamin)

0,003

Fleisch, Fisch, Ei

Bildung der roten Blutkörperchen

C (Ascorbinsäure)

100,0

Frisches Obst und Gemüse, insbesondere Kiwi, Paprika, Kartoffeln, schwarze Johannisbeeren

Bildung von Bindegewebe; Folsäure und Eisen werden vom Körper nur in Anwesenheit von Vitamin C aufgenommen; Vorbeugung von Erkältungskrankheiten

D (Calciferol)

0,005-0,010

Fischleberöle, Ei, Butter

Härtung der Knochen, Mineralisierung der Zähne

E (Tocopherol)

11,0-15,0

Weizenkeim- und Sonnenblumenöl

Substanzen, die Zellen schädigen, werden in weniger gefährliche umgebaut

K (Phyllochinon)

0,06-0,08

Blattgemüse, Salat, Blumenkohl, Tomaten, Eigenherstellung durch Darmbakterien

Blutgerinnung

Folsäure

0,4

Hefe, Gemüse wie z.B. Spinat

Zellregeneration, Bildung roter und weißer Blutkörperchen

Niacin

13,0-17,0

Nüsse, Pilze, Vollkornprodukte

Herzfunktion, Nervensystem, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel

Biotin (H)

0,03-0,06

Milch, Leber, Sojabohnen, Weizenkeime

Haut, Haare, Nägel, Nerven, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel

Panthothensäure

6,0

Brokkoli, Blumenkohl, Fisch, Milch-, Kalb-, Rindfleisch- und Vollkornprodukte

Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel, Hormonbildung

Vitamin(e)
Abk.: Vit.
(C. Funk 1911/12) lebensnotwendige (»Vita-«), stickstoffhaltige (»-amin«) Nahrungsbestandteile, deren Nichtzufuhr Mangelerscheinungen auslöst. Gruppe organ. Wirkstoffe, die für die normalen Funktionen heterotropher Lebewesen mehr oder weniger obligat u. - da nur aus äußeren Quellen bzw. unter dem Einfluß von Milieufaktoren (z.B. Darmflora) zugänglich - bedarfsgerecht zuzuführen sind. Ihre spezif., nur »biokatalyt.« Wirkung beruht auf Ersatz der dem metabol. Verschleiß unterliegenden Wirkgruppen von Enzymen. Mangel infolge ungenügender Zufuhr oder Resorption (s.a. Malabsorption), Störung von Darmflora oder Metabolismus, Antivitamin-Einwirkung (Vitaminantagonisten) oder gesteigerten Verbrauchs führt zu spezif. Hypo- u. Avitaminosen (Vitaminmangelkrankheiten), ein Überangebot zu Hypervitaminosen (mit Krankheitserscheinungen nur beim stark speicherbaren A u. D). Wasserlöslich sind B1, B2, B6, B12, Biotin, Pantothensäure, Niacin u. Niacinamid (PP), Fol- u. Folinsäure (Citrovorumfaktor), C u. Bioflavonoide; fettlöslich A, D, E, F u. K.
E: vitamin(s).


Vitamin A
Syn.: Axerophthol
Vit. A1 (= Retinol) u. A2 (= 3-Dehydroretinol) u. deren Derivate; gelbe, fettlösl., durch Sauerstoff- u. UV-Einwirkung inaktivierbare Verbindungen; Vork. frei sowie proteingebunden in Milch, Leber (v.a. Fisch), Eigelb etc.; als Provitamine (Carotinoide) in zahlr. Pflanzen u. hieraus (v.a. <beta>-Carotin) im tier. Körper (vermutl. Dünndarmwand) gebildet u. in der Leber gespeichert (meist als Palmitat); A1-Aldehyd als prosthet. Gruppe im Rhodopsin. Beteiligt an Keratinisierung u. Biosynthese der Glykoproteine u. Glykolipide; bei Mangel (v.a. infolge Resorptionsstörung) Epithelschäden an Haut u. Schleimhäuten (follikuläre Hyperkeratose [»Krötenhaut«], Leukoplakien der Atem- u. Harnwegsschleimhäute, Plattenepithelmetaplasien in Speichel- u. Schleimdrüsen des Verdauungstraktes [Diarrhöen], Keratomalazie, Xerophthalmie), Hemeralopie, wahrsch. auch Störung der Steroid-Biosynthese; bei chron. Überdosierung trockene, rauhe Haut; Cheilitis sicca; follikuläre Keratosen; evtl. Knochen- u. Gelenkbeschwerden.
E: vitamin A; retinol.
Vitamin A (Retinol)
ist wichtig für die Augen und den Sehvorgang. Der Grund dafür ist, daß Retinol an der Bildung von Rhodopsin, dem Sehpurpur, beteiligt ist. Wer also bei Dämmerung schlecht sieht sollte sich überlegen, ob er/sie vielleicht zu wenig Vitamin A zu sich nimmt.
Weitere wichtige Aufgaben sind:

       Verhornug von Haut und Schleimhäuten
       Stärkung des Immunystems
       Aufbau von Knochen und Skelettsystem
       Aufbau von Haut, Haare, Nägel
Ein Mangel führt zu:                      Nachtblindheit
                                                    erhöhter Infektionsgefahr
                                                    rauher, schuppiger, trockener Haut
Hypervitaminose:                                                               Kopfschmerzen
                                                                                         Schwindel und Erbrechen
                                                                                         Haarausfall
                                                                                         Muskelsteife

Retinol kommt nur in tierischen Lebensmitteln vor, z.B. in Leber, Butter, Käse und Vollmilch. Es wird jedoch auch aus wasserlöslichen
Vitamin-A-Vorstufen, den sogenannten Provitaminen, gebildet. Diese sind nur in pflanzlichen Lebensmitteln vorhanden. Das bekannteste Provitamin A ist ß-Karotin, das außer in Karotten auch in Broccoli, Endivien, Spinat und Aprikosen reichlich vorhanden ist. Da nur etwa 10% des ß-Carotins vom Körper aufgenommen werden, läßt sich die Resorption steigern, indem das Gemüse in Verbindung mit Fett gegessen und erhitzt wird. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DEG) empfiehlt eine Vitamin-A-Zufuhr von 1 mg/d. Diese Menge ist z.B. in 100 g Karotten enthalten.Einen höheren Bedarf haben Schwangere, Menschen mit Störungen der Fettverdauung wie z.B. Morbus Crohn, Diabetes mellitus, ältere Menschen und Alkoholiker Vitamin A gehört, wie die Vitamine E und C, zu den Antioxidantien. Das bedeutet, daß diese Stoffe die sogenannten freien Radikalen auffangen, die durch Oxidation bestimmter Stoffe entstehen. Freie Radikale können Schäden an Zellen verursachen. Sie werden auch für einige Krankheiten verantwortlich gemacht, wie z. B. Krebs, Grauer Star, Arteriosklerose und Hauterkrankungen. Vitamin A, C und E binden den schädlichen Sauerstoff und verhindern so Schäden am Körper. Sie hemmen auch das Entzündungsgeschehen bei rheumatoider Arthritis.

Am meisten Vitamin A je 100 g enthalten:
Lebertran 25,500 m
Hühnerleber 11,600 mg
Rinderleber 8,300 mg
Leberwurst 1,700 mg
Pfifferlinge getr. 1,427 mg
Karotten 1,100 mg
Flußaal 0,980 mg

Vitamin A ­ Der Schönheits-Wirkstoff
Neue biochemische Untersuchungen haben jetzt den Wirkmechanismus von Vitamin A auf der Haut entschlüsseln können: Es wird über eine  inaktive Zwischenform, das Retinaldehyd, in Vitamin-A-Säure umgewandelt. Diese reguliert die Aktivität der Hautzellen. Vitamin A stabilisiert (verdickt) die Oberhaut und normalisiert die Pigmentierung, so daß das, was man als Alterungsprozeß der Haut bezeichnet,  verzögert wird. Eine meßbare Wirkung von Vitamin A auf die Haut ist dabei schon nach vier Wochen nachweisbar. Durch viele Studien ist weiterhin bewiesen, daß Retinol, Retinolacetat, Retinolpalmitat und auch Retinaldehyd in Hautpflegeprodukten wirksam sind. Qualitative Unterschiede zwischen den einzelnen Formen bestehen nicht. Hauteigene Enzyme stellen aus Retinolacetat und Retinolpalmitat über die Zwischenstufe Retinaldehyd den eigentlichen Wirkstoff, die Vitamin-A-Säure, her. Laut Professor Dr. med. Albert Kligman, einem Experten auf dem Gebiet der Vitamin-A-Säure, wirken circa 25 Prozent des in Cremes enthaltenen Vitamin A als Vitamin-A-Säure. Unangenehme Nebenwirkungen wie Hautreizung und Austrocknung der Haut sollen, so der Fachmann, jedoch nicht auftreten.

Vitamin-A-Hypervitaminose
Vit.-A-Intoxikation infolge Überdosierung. Akut mit Kopfschmerzen, Nausea, Vertigo, bei Kindern als Marie*-Sée* Syndrom; chron. mit Anorexie, Reizbarkeit, Mundwinkelrhagaden, Haarausfall, Fieber, Hepatomegalie, periostalen Schwellungen, Schmerzlähmungen.
E: hypervitaminosis A.

Vitamin-A-Säure
Syn.: Retinsäure, Tretinoin
starker Einfluß auf Proliferation u. Ausdifferenzierung der Epidermis; bewirkt bei Hyperkeratose, Parakeratose, follikulärer Keratose Normalisierung; Anw. z.B. bei Akne vulgaris (Sonnenexposition meiden; Gefahr einer toxischen Hautirritation [Kontaktdermatitis]); vgl. Retinoide.
E: vit. A1 acid; retinoic acid.

 


Vitamin-B Übersicht
Vitamin Bc
Folsäure.

E: vitamin Bc; folic acid.

Vitamin-B-Komplex
gegen Beriberi wirksames Gemisch aus Vit. B1, B2, B6 u. B12, Biotin, Nicotinsäureamid, Pantothensäure.  E: vitamin B complex.
 


Vitamin C
Ascorbinsäure.
E: vitamin C; ascorbic acid.

Vitamin-C-Mangelsyndrom
Skorbut, Moeller*-Barlow* Krankheit.
E: vitamin C deficiency syndrome.

Vitamin C
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Vitamin D   Vitamin-D-bindendes Protein
Abk.: DBP    s.u. GC-Gruppen.      E: vitamin D-binding protein.
Vitamin E
Syn.: Tokopherol
(Evans u. Bishop 1922) Sammelbegriff für z.T. natürlich vork. (Mais, Sojabohnen, Weizen) u. in ihrer Wirkung ähnl. Substanzen mit <alpha>-Tokopherol als wichtigstem Vertreter (Formel); fettlösl., thermostabil, empfindl. gegenüber UV, Alkali, O2 u. stärkeren Oxidationsmitteln. Wirksam als Antioxidanzien (Stabilisatoren in biol. Membranen, für poly-ungesätt. Fettsäuren u. Vit. A); unentbehrlich für normale Funktion der m Keimdrüsen, normalen Schwangerschaftsverlauf, Funktionstüchtigkeit von Nervensystem u. Muskulatur. E-Antagonisten sind v.a. Peroxide (z.B. aus Linolensäure u. anderen poly-ungesätt. Fettsäuren; zerstören die Tokopherole oxidativ).
E: vitamin E; <alpha>-tocopherol; antisterility vit.
 
Am meisten Vitamin E je 100 g enthalten:
Weizenkeimöl 215,4 mg
Diätmargarine 67,0 mg
Leinsaat, ungeschält 57,0 mg
Sonnenblumenöl 50,0 mg
Haselnüsse 26,6 mg
Mandeln 25,2 mg
Sonnenblumenkerne 21,8 mg
Funktion:
Vitamin E ist nicht zu unterschätzen; es erhält die Fruchtbarkeit und schützt sowohl ungesättigte Fettsäuren als auch Vit. A vor der Zerstörung durch Sauerstoff (Oxidation).
Tagesbedarf:
Schon 4 mg reicht zur Erhaltung der Fruchtbarkeit. Die DGE hält 12 mg am Tag für ratsam. Für Linus Pauling hingegen sind 800 mg am Tag gerade genug.
Mangelerscheinungen:
Sind bei Menschen bisher unbekannt. Aus Tierversuchen läßt sich schließen daß sich ein Vitamin-E-Mangel nachteilig auf die Blutkörperchen und Fruchtbarkeit auswirkt.
Gefahr bei Überdosis:
Wer täglich mehr als 300 mg Vitamin E zu sich nimmt, kann in seltenen Fällen unter Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Muskelschwäche leiden.
Haltbarkeit:
Licht ist größter Feind von Vitamin E. Aber auch starke Hitze und Sauerstoff vermindern seinen Gehalt in der Nahrung:so bleibt beim Kochen im Schnitt nur die Hälfte übrig.
Wichtig:
Frühgeborene haben nur sehr wenig Vitamin-E-Reserven. Ihre Nahrung muß also immer besonders Vitamin-E-haltig sein.
Tip:
Pflanzenöle wegen der Lichtanfälligkeit von Vitamin E immer in dunklem Glas aufbewahren.

Vitamin F
essentielle Fettsäuren.
E: vitamin F.


Vitamin G
Vitamin B2.
E: vitamin G; riboflavin.

Vitamin H--Biotin :
Biotin ist Teil der Enzyme die notwendig sind, um Glykogen und Fettsäuren herzustellen, unsere wichtigsten Treibstoffe. Es reduziert und stabilisiert den Blutzuckerspiegel ( siehe Diabetiker und Menschen mit Nierenproblemen ). Wichtig für Wachstum, Verwertung der B-Vitamine und Muskeln. Auch Haut und Haare brauchen ausreichend Biotin, fördert die Schweißdrüsen.
( - ) Alkohol, Avidin ( in rohem Eiweiß ), Kaffee.
( +) Folsäure!, Schwefel, B12, Pantothensäure, B-Komplex, C.
100 - 300mcg sind effektiv, Athleten bis 5000mcg.
Um gut funktionieren zu können, sind Nervenzellen auf Glucose angewiesen. Aus Kohlenhydraten, die über die Nahrung aufgenommen werden, kann der Körper Glucose herstellen.  Dazu wird Biotin benötigt. Fehlt dieses Vitamin, ist dieser Prozeß gestört.

  Weitere wichtige Aufgaben sind:
       Stärkung des Immunsystems
       Bildung von Bindegewebe
       Eisenverwertung, Blutbildung

Ein Mangel führt zu:
                                                 Dermatitis (Entzündungen der Haut)
                                                 Müdigkeit
                                                 Depressionen
                                                 Appetitlosigkeit, Übelkeit
                                                 Muskelschmerzen
Biotin kommt in fast allen Lebensmitteln vor. Bei einer normalen Mischkost wird die tägliche Zufuhr von 50 - 100 µg erreicht. Biotin füttert Haut, Haare (Talgdrüsen) und Nervensystem, es spielt beim Umbau von Kohlenhydraten und Fettsäuren eine Rolle. In Spuren kommt Biotin in fast allen Lebensmitteln vor. Am häufigsten in: Milch, Leber, Hülsenfrüchten, Champignons, Spinat. Bei Mangel: Haarausfall, Hautveränderungen, gesplitterte Fingernägel, Nervosität, Depression, Abgespanntheit. Tagesdosis: mindestens 100 Mikrogramm, entspricht etwa 100 Gramm Leber.
 
Am meisten Vitamin H je
100 g enthalten:
Hühnerleber 210 µg
Pfifferlinge getr. 148 µg
Hammelleber 130 µg
Steinpilze, getr. 104 µg
Rinderleber 100 µg
Kalbsleber 75 µg
Bierhefe 60 µg
Funktion:
Biotin spielt bei Reaktionen, in denen Fette und Kohlenhydrate verarbeitet werden, eine zentrale Rolle.
Tagesbedarf:
Bei Biotin sind sich die Parteien (fast) einig: da Darmbakterein den Bedarf weitgehend decken, gibt weder die DGE noch Pauling eine Empfehlung.
Mangelerscheinungen:
Erschöpfung, Muskelschmerz, Appetitlosgikeit, Hautausschlag, Haarausfall und Übelkeit sind die Folgen von Biotinmangel.

Gefahr der Überdosis:
Bislang sind keine Folgen von Biotin-oder Vit. H-Überdosierung bekannt.
Haltbarkeit: Sauerstoff kann Biotin nichts anhaben.Dafür zerstören es sowohl UV-Licht als auch ranziges Fett. Bis zu 70 % gehen beim Kochen verloren.

Wichtig: Mit allen Krankheiten, die die Magen-Darm-Flora aus dem Gleichgewicht bringen, geht auch das Risiko von Biotinmangel einher.

Tip:Trotz hohem Biotingehalt:Leber nur einmal in der Woche essen.


Vitamin K ( = Phytomenadion, Phyllochinon, Vitamin K1)
Funktionen:
Vitamin K beeinflußt die Blutgerinnung und ist wichtig auch für die Mechanismen, die die Blutstillung im Falle einer Verletzung regeln. Weiterhin hat es Einfluß auf Eiweißstoffe, die in den Nieren, der Leber und der Bauchspeicheldrüse benötigt werden.
Vorkommen:
Vitamin K kommt vor allem in grünen Pflanzenteilen wie Spinat, Grünkohl, aber auch in Tomaten, Erdbeeren, Haselnüssen, Kastanien und Hagebutten vor.
Bedarf:
Die empfehlenswerte Höhe der täglichen Zufuhr liegt bei:

Personengruppe

Vitamin K pro Tag

Säuglinge und Kinder

30 - 60 µg

Jugendliche

1300 µg

Erwachsene

1500 µg

Schwangere und Stillende

1500 µg

Medizin----Vitamin K=Syn.: antihämorrhag. Vit.
(H. Dam 1929) ursprüngl. Bez. (»Vit.-K-Gruppe«) nur für die natürlich vork. K1 (Phytomenadion; aus Alfalfa-Heu) u. K2 (Menachinon; aus Fischmehl) in grünen Pflanzenteilen, tier. Organen, Mikrobenstoffwechsel, jetzt auch für synthet. K3-K7 samt Derivaten (z.B. Menadion = K3; Menadiol = K4). Spezif. Wirkung (hepat. Coenzymfunktion bei Biosynthese der Gerinnungsfaktoren) strukturabhängig (2 kondensierte Ringe mit freien 5-8-Stellungen), wird durch Dicumarole kompetitiv gehemmt; bei Hypovitaminose, z.B. infolge Antibiotika-Ther. oder Krankheit (Fettresorptionsstörung bei Verschlußikterus, Gallenfistel, Zöliakie, chron. Enteritis, Neugeborenenikterus), Verminderung von Prothrombin u. Gerinnungsfaktoren VII u. IX mit Blutungsneigung (Therapie: parenterale, bei Cumarin-bedingten Fällen perorale K-Gaben). - Als K-Antagonisten v.a. die - prophylakt. u. therapeutisch genutzten - Indandione (z.B. Cumarine). Einheiten: Dam*-Glavind* E., Almqvist*-Stokstad* E. (1 E. = 37,5 Dam* E. = 16 <my>g K1 bzw. 4,2 <my>g K3), Thayer*-Doisy* E. (= 30 Dam* E. = 2 <my>g K1 bzw. 0,5 <my>g K3).
E: vitamin K; antihemorrhagic factor
Vitamin K1 kommt hauptsächlich in pflanzlichen Lebensmitteln vor, Vitamin K2 dagegen kann von den Bakterien der Darmflora selbst gebildet
werden. Es ist aber auch in tiereischen Lebensmitteln zu finden.
Vitamin K dient in erster Linie der Blutgerinnung. Fehlt es, ist die Blutungsneigung höher. Reich an Vitamin K sind: alle Kohlgemüse, vor allem aber Sauerkraut, Leber, Eier, Milch, Tomaten. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 65 Mikrogramm, was etwa 100 Gramm Sauerkraut entspricht. Neugeborene benötigen viel Vitamin K.
Aufgaben:
       Ohne dieses Vitamin könnten einige wichtige
       Stoffe, die für die Blutgerinnung bedeutend sind,
       nicht gebildet werden
Ein Mangel führt zu:                            herabgesetzte Blugerinnung
                                                          Blutungen
 

Die von der DEG empfohlene tägliche Zufuhr von 80 µg wird leicht erreicht, da Vitamin K in fast allen Lebensmitteln enthalten ist. Gute Quellen
sind Blumenkohl, Rosenkohl und Spinat, sowie Fleisch, Milch und Käse. Ein Vitamin-K-Mangel ist selten. Ausnahmen sind: Resorptionsstörungen und Wechselwirkungen mit Medikamenten, z.B. Antibiotika. 
 
Am meisten Vitamin K je 100 g enthalten:
Sauerkraut, roh 1,5 mg
Herz (alle Tierarten) 0,7 mg
Brunnenkresse, roh 0,6 mg
Gartenkresse 0,6 mg
Hühnerleber 0,6 mg
Sonnenblumenöl 0,5 mg
Distelöl 0,5 mg
Haltbarkeit:
Die Vitamine der K-Gruppe sind allgemein robust. Die einzige Sache, die ihnen etwas anhaben kann, ist Licht.
Wichtig:
Nahrungsmittel mit Vit. K sollten auf jeden Fall im Dunkeln aufbewahrt werden.
Tip:
Frische Garten- und Brunnenkresse bereithalten - das macht wenig Arbeit und garantiert doch die Vitamin K-Versorgung.


Vitamin M
(Day, Landston 1938) Folsäure.
E: vitamin M; folic acid.

Vitamin P  Syn.: Permeabilitätsfaktor  s.u. Bioflavonoide.  E: vitamin P; citrin; (capillary) permeability factor.
Vitamin PP  Syn.: pellagra preventing factor
(Warburg, v. Euler 1935/1936) Sammelbegriff für die »Antipellagra-Vitamine« Nicotinsäure u. -säureamid (= Niacin bzw. Niacinamid). Natürliches Vork. reichlich in Getreide, Reis, Hefe, Leber, Muskeln; Tagesbedarf 15-25 mg. Wirksam als Coenzym (Zentrum des NAD+ u. NADP+); Mangelzustand (meist bei gleichzeit. B2-, B6- u. Folsäure-Mangel) führt zur Pellagra, beim Hund zur »black tongue disease«.
E: pellagra preventing factor.
Vitamin Q  Ubichinon.  E: coenzyme Q.
Vitamin T  Carnitin.  E: vitamin T.
Pantothensäure
Ein Mangel an Panthothensäure  ist sehr selten, da dieses Vitamin in allen Lebensmitteln vorkommt. (pantothen <altgriech.> = überall)
Wichtige Aufgaben:
       Pantothensäure ist Bestandteil des
       Coenzyms A und somit in fast allen
       Stoffwechselreaktionen beteiligt
Ein Mangel führt zu:                    Schäden von Haut und Schleimhäuten
                                                   Wachstumsstörungen
                                                   Nervenstörungen
Der von der DEG empfohlene Tagesbedarf von 8 mg wird über die Nahrung problemlos gedeckt. Gute Pantothenlieferanten sind Innereien, manche Fleisch- und Getreidesorten. Vitamin B5 oder Pantothenic Acid ist notwendig zur Bereitstellung der Treibstoffe Glykogen und Fettsäuren. Bekannt als " Antistress-Vitamin" ist es wichtig zur Herstellung der Adrenal Hormone, alle anderen Steroid-hormone wie Testosteron und Östrogen, Antikörper und für die Neurotransmitter. Es ist essentieller Bestandteil des CoEnzymsA, welches die Ketten der DANN verbindet. Fördert die Nutzung der Vitamine A & D.
( - ) Kaffee, Alkohol.
( +) Schwefel, C, B6, B12, Folsäure, Biotin, B-Komplex.
25 - 50mg täglich sind effektiv.
Pantothensäure ist das Schönheits- und Schlankheits-Vitamin. Es dient dem Abbau von Fetten, Kohlenhydraten und Eiweißen, der Hormonbildung, den Haaren, der Haut und den Schleimhäuten. Außerdem beugt es Streß vor. Erste Anzeichen bei Pantothen-Mangel (sehr selten): Gelenkschmerzen, Haarausfall, vorzeitig ergrautes Haar, Krämpfe in Armen und Beinen, Lernschwäche, Verstopfung. Das Vitamin ist reichlich enthalten in: Leber, Niere, Eigelb, Vollkorn, Gemüse, Bierhefe, Walnüssen, Pilzen, Milch, Käse. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 6 bis 10 mg, was etwa 300 Gramm Champignons entspricht.
 

Am meisten Pantothensäure

Funktion:

Tagesbedarf:

je 100g enthalten:

Pantothensäure ist Bestandteil eines

Die DGE rät Männern und Frauen zu

Pfiffelinge, getr. 28,2 mg

überaus wichtigen Enzyms, Vorstufe des

8 mg am Tag. Linus Pauling hingegen

Steinpilze, getr. 21,8 mg

körpereigenen Cholesterins und an der

meint, daß die richtige Tagesration

Leber (alle Tiere) ca. 7,0 mg

Einlagerung von Farbstoffen im Haar be-

zw. 100 und 200 mg liegt.

alle Innereien 3,9 - 2,6 mg

teiligt.

Sonnenblumenkerne 3,6 mg

Mungobohnen , reif 3,5 mg

Mohnsamen 3,0 mg

Gefahr bei Überdosis:

Haltbarkeit:

Wichtig:

In seltenen Fällen kommt es bei

Licht und Sauerstoff beeindrucken

Der Wirkungsgrad von Pantothen-

gravierender Überdosis zu allergischen

Pantothensäure relativ wenig. Ihr

säure wird durch Kaffe- und

Reaktionen und Durchfall.

größter Feind ist Hitze. Beim Kochen

Teegenuß erheblich geschmälert.

geht die Hälfte ihres Anteils in der Nah-

Liebhaber dieser Getränke

rung verloren.

sollten also für ausreichenden

Panthotensäure-Nachschub sorgen.

Tip:

   

Wer Sonnenblumenkerne nicht mag:

100 g frische Erdnüsse enthalten

immerhin 2,6 mg Pantothensäure.


PABA :
Paraaminobenzoesäure ist ein Bestandteil der Folsäure, hilft beim Aufbau von Pantothensäure und der Verwertung von Proteinen. Wichtig für die Bildung roter Blutkörperchen, Haarfarbe, Haar- und Hautpflege. Es schützt vor Sonnenbrand und Hautkrebs.
( - ) Sulfonamide, Kaffee, Alkohol.
( +) C, Folsäure, B-Komplex.
Choline & Inositol :
Choline und Inositol sind als Verbindung Grundbestandteile des Lecithin. Zusammen spielen sie bei der Nutzung von Fett eine wichtige Rolle im Fettstoffwechsel. Cholin wird für die Struktur der Zellmembran, den Transport von fettlöslichen Substanzen und die Übertragung der Nervenimpulse benötigt. Inositol ist ein wichtiger Faktor für das Wachstum der Haare und kann vor dünnem Haar und Kahlköpfigkeit schützen. Weiterhin hat Inositol einen günstigen Einfluß auf die Behandlung von Verstopfung, die Senkung des Cholesterinspiegels und die Auflösung von Leberfetten. Das Gehirn braucht Choline, um den Nerotransmitter Acetylcholine herzustellen. Menschen mit Alzheimer verwerten Choline weit weniger gut als gesunde Menschen, es kann möglicherweise auch Menschen mit multipöer Sklerose helfen., denn deren Nervenzellen haben relativ wenig Choline. In der Entwicklung zurückgebliebene Kinder bekommen durch Choline einen Schub. Inositol Zugaben therapieren Angst- und Panikzustände bei psychischen Patienten. Choline : effektiv sind 500 - 1000mg täglich
( - ) Zucker, Alkohol, Kaffee.
( +) Linolsäure, Folsäure, Inositol, A, B12, B-Komplex.
Inositol: effektiv sind 500 - 1200mg täglich
( - ) Zucker, Mais, Kaffee, Alkohol, Antibiotika.
( +) B12, B1, B2, C, Phosphor, Choline, Linolsäure, B-Komplex.
Pseudo-Vitamine wirken ähnlich wie die echten Vitamine, können aber im Gegensatz zu ihnen meist vom
Körper hergestellt werden. Mangelerscheinungen sind selten. Q10 wurde als Herzwunder gepriesen, was auch stimmt.
Doch das als Ubichinon (abgeleitet vom lat. ubiquitär = überall!) bezeichnete "Wundermittel" kann der Körper in ausreichender
Menge selbst herstellen. Ähnlich verhält es sich mit: Coenzym A (cholesterinspiegelsenkend), Carnitin (für den Fettsäuretransport),
Bioflavonoide (gegen Bluthochdruck und Venenprobleme), Vitamin B13, Orotsäure (fördert Harnausscheidung) und Cholin
(Leberschutzstoff und Nervenfutter). Vitamin F ist kein Vitamin, sondern ein Baustoff für die Zelle. Die Wirkung der Substanz
Ester C beziehungsweise Super C gegen Arthritis, Herzkrankheiten und Krebs ist nicht erwiesen. Bei Laetril (Krebstherapeutikum),
auch als B17 bezeichnetes Pseudo-Vitamin, kam es in den USA durch Überdosierung sogar zu Todesfällen.

Chrom
Ca. 90 % der Bevölkerung bekommt zu wenig Chrom. Während die DGE 50 - 200 mcg empfiehlt, nehmen wir nur ca. 25 - 30 mcg täglich zu uns. 
Einerseits liefern ausgelaugte Böden und Fertiglebensmittel wenig Chrom, andererseits "frißt" der hohe Zuckerverbrauch beachtliche Mengen.
Chrommangel begünstigt die Insulinresistenz und die Entstehung von Diabetes mellitus Typ II. 
Wozu brauchen wir Chrom? 
Mehrere Studien in USA zeigten, daß Chrom erfolgreich bei Glucoseintoleranz (inklusive Diabetes) und erhöhtem LDL-Cholesterin eingesetzt werden kann. Bereits eine Dosis von 200 mcg normalisierte bei den Probanden sowohl erhöhten, also auch zu niedrigen Blutzucker.  Dr. Press (San Diego Hospital) und Professor Etwood (University oft New York) beobachteten eine Senkung von LDL Cholesterin um durchschnittlich zehn Prozent bei der o.g. Dosis. Mehrere Doppelblindstudien ergaben eine deutliche Abnahme des Körperfetts und eine Zunahme an Muskelmasse. Die entsprechenden Studien wurden mit Probanden durchgeführt, die bei gleicher Nahrungszufuhr zusätzlich Krafttraining durchführten und entweder Placebo oder 200 mcg Chrom Picolinat bekamen. Man führt diesen Effekt darauf zurück, daß Chrom einerseits den Appetit zügelt, indem es den Blutzuckerspiegel stabilisert. Andererseits begünstigt es den Aufbau von Strukturprotein. Zusätzlich erhöht es den Stoffwechsel in den Muskelzellen (Thermogenese) und steigert die Fettverbrennung. Chrom sollte also nie
fehlen, wenn eine Gewichtsreduktion angestrebt wird. Dies bedeutet allerdings nicht, daß allein die Zufuhr von Chrom, ohne Veränderung des
Eßverhaltens und ohne sportliche Betätigung zu einem schlanken und muskulösen Körper führt. 
Wer also profitiert von einer zusätzlichen Chromzufuhr? 
Menschen mit erhöhtem oder niedrigem Blutzuckerspiegel Diabetiker (mellitus Typ II) 
Sportler und Übergewichtige 
Menschen mit erhöhtem LDL-Cholesterin 

Kann ein Zuviel an Vitaminen schaden?

Empfehlungen für die Vitaminzufuhr *
(Deutsche Gesellschaft für Ernährung, DGE, 1991)

Vitamine

Empfehlungen für Erwachsene (über 25 Jahre, pro Tag)

 

Frauen

Männer

fettlösliche:

   

A (Retinol)

1,0 mg

0,8 mg

D (Calciferol)

5 µg

5 µg

E (Tocopherol)

12 mg

12 mg

K

80 µg

65 µg

wasserlösliche:

   

B1 (Thiamin)

1,3 mg

1,1 mg

B2 (Riboflavin)

1,7 mg

1,5 mg

B6 (Pyridoxin)

1,8 mg

1,6 mg

B12 (Cobalamine)

3 µg

3 µg

Biotin (nur Schätzwert)

30-100 µg

30-100 µg

Folsäure

300 µg

300 µg

Niacin

18 µg

15 µg

Pantothensäure
(nur Schätzwert)

6 mg

6 mg

C (Ascorbinsäure)

75 mg

75 mg

Erhöhter Vitaminbedarf bei:

Extremer, anhaltender Stress: Vitamin B und C, Kalzium, Magnesium, Zink.
Zink   Calcium   Vitamin B Vitamin C  Vitamin D  Vitamin E  Magnesium 

Rauchen (auch Passivrauchen!): Vitamin C. Jede Zigarette zerstört 25 mg Vitamin C, was pro Packung rund einem Kilo Orangen entspricht.  Vitamin C  

Übermässiger Kaffeegenuss: Vitamin B und C, Kalzium, Kalium und Eisen. Ein Konsum von mehr als drei Tassen täglich erhöht das Risiko von Osteoporose (Knochenschwund) und Anämie (Blutarmut); ersteres wegen der gesteigerten Kalziumausscheidung über den Urin, letzteres durch die erschwerte Eisenresorption im Darm.  Kalium  Calcium   Vitamin B Vitamin C

Regelmässiger starker Alkoholkonsum (über 1/2 l Wein pro Tag bei Männern, 1/4 l bei Frauen): Vitamin B und C, Kalzium, Magnesium, Kalium und Zink. Alkoholiker leiden an den typischen Mangelerscheinungen dieser Substanzen wie Stimmungsschwankungen, Störungen der geistigen Funktionen, Gedächtnisschwund, Hautveränderungen (Vitamin B), Schwächung des Immunsystems (Vitamin C, Zink) und Knochenschwund (Kalzium).  Zink   Calcium   Vitamin B Vitamin C  Vitamin D  Vitamin E  Magnesium 

Intensive sportliche Tätigkeit: Vitamin B und C, Kalzium, Magnesium und Eisen. Sportler müssen lernen, der Tatsache Rechnung zu tragen, dass ihr Bedarf an diesen Vitalstoffen wesentlich höher ist. Ein Kalziummangel kann zu Spontanfrakturen führen, ein Magnesiummangel zu Muskelkrämpfen. Dem Syndrom der chronischen Müdigkeit kann ein Eisenmangel zugrunde liegen.
Magnesium   Eisen  Vitamin B  Vitamin C   Vitamin D   Vitamin E  

Bewegungsarmut und Bettlägerigkeit: Kalzium. Der Kalziumverlust bei andauernder Bettlägerigkeit entspricht etwa demjenigen, den Astronauten durch die Schwerelosigkeit und die dadurch bedingte Bewegungsarmut erleiden. Calcium

Nachtarbeit: Vitamin D und A. Das Sonnenlicht ist die Hauptquelle des Vitamins D (es ermöglicht dessen biologische Synthese). Eine Überbeanspruchung der Augen erhöht den Bedarf an Vitamin A. Gefährdet sind auch Studenten, Informatiker, Sekretärinnen, Feinmechaniker, Schneider usw.  Vitamin D  Vitamin A

Starke Monatsblutungen (Hypermenorrhö): Eisen.  Eisen

Alterung: Kalzium. Bereits ab 40 Jahren beim Mann und 35 Jahren bei der Frau wird Kalzium schlechter assimiliert. Calcium

Langfristige oder dauernde Einnahme gewisser Medikamente. Kortikoide: Vitamin C und Kalzium; Aspirin: Vitamin C und Eisen; Schilddrüsenhormone und Antiepileptika: Kalzium; Antibiotika: Vitamin B und K; Abführmittel: Kalium; Östrogene: Vitamin B (vor allem B6) und C, Zink. Frauen, die regelmässig Östrogene einnehmen (Antibabypille, Hormonbehandlungen gegen Unfruchtbarkeit, Menopause usw.), müssen wissen, dass diese die Aufnahme des Vitamins B6 im Darmtrakt hemmen und langfristig zu einem B6-Mangel führen. Ein solcher kann sich durch Wasserretention, Orangenhaut, Hypoglykämie (mit Gier nach Süssigkeiten und Heisshungeranfällen), Gewichtszunahme, Leberschwellung, Übelkeit, Kopfschmerzen, Hautprobleme oder depressive Tendenzen äussern. Dieser Mangel lässt sich durch die tägliche Gabe von 40 mg Vitamin B6 vermeiden.

Schlankheitskuren: eine verminderte Kalorienzufuhr führt zwangsläufig zu einer reduzierten Vitamin- und Mineralstoffversorgung. Am stärksten betroffen ist das Magnesium, da dessen beste Lieferanten kalorienreich sind. Ein Magnesiummangel führt zu psychischen Verstimmungen, die ihrerseits der Motivation für die Kur kaum zuträglich sein dürften.

Bei einer streng kalorienarmen Diät, einer qualitativ unausgeglichenen Ernährung, Appetitlosigkeit oder Konvaleszenz können Mängel an mehreren Substanzen entstehen. Die Einnahme eines Multivitamin- und Mineralstoffkomplexes ist daher besonders angezeigt.