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Vitaminübersicht
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| Klassifizierung der Vitamine
mit ohne Vitamin-ähnl. Coenzym-Funktion Coenzym-Funktion Wirkstoffe Vit. B1 Vit. B2 Vit. A* Vit. F Vit. B6 Vit. B12 Vit. C Vit. T (Carnitin) Vit. K* Vit. PP Vit. D* Flavonoide <alpha>-Liponsäure Vit. E* meso-Inosit Biotin Folsäure Pantothensäure * lipoidlöslich |
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| 17. Januar 2006 Obergrenzwerte für Vitamine (mp) - Vitamine und Mineralstoffe sind für die Gesundheit unerlässlich. Allerdings können zu wenige, aber auch zu viele ungesund sein. Für 16 Nährstoffe hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (ESFA) Werte, so genannte "Tolerable Upper Intake Level" (UL), festgelegt. Dabei handelt es sich um die Menge, die auch bei langfristiger täglicher Aufnahme keine Gesundheitsrisiken für den Menschen birgt. Die UL gelten für die Vitamine A, D und E, Niacin, B6, Folsäure sowie für Fluor, Jod, Kupfer, Molybdän, Selen, Zink, Bor, Calcium und Magnesium. Keine Grenzwerte benötigen nach Meinung der ESFA die Vitamine B1, B2 und Biotin. Im Gegensatz dazu steht Vitamin E. Hier liegt die Grenze für gesunde Erwachsene bei 300 Milligramm pro Tag, was gut dem 30-fachen der empfohlenen Tagesdosis entspricht. Die Gefahr einer Überdosierung von Vitamin E ist damit sehr gering. Nicht einig ist sich die ESFA über Grenzwerte für Beta Karotin, Vitamin C und Eisen. Zwar gäbe es für bestimmte Personengruppen Hinweise auf nachteilige Wirkungen bei sehr hohen Dosierungen, teilweise würden sie aber auch nur vermutet. Für die Festlegung einer Grenze fehle es an eindeutigen Dosis-Wirkungs-Beziehungen, so die europäische Behörde. Bislang ist bekannt, dass der Körper den Überschuss an Ascorbinsäure, der durch zu viel Vitamin C-Zufuhr entsteht, wieder ausscheidet. Doch in sehr hohen Dosen kann es das Vitamin B12 zerstören. Auch können sehr hohe Einzeldosen von fünf bis zehn Gramm eine zeitweilige Schlaflosigkeit und Durchfall hervorrufen. Nehmen schwangere Frauen zu viel Vitamin C zu sich, kann bei ihren Kindern nach der Geburt Säuglingsskorbut auftreten. Das Baby scheidet dann zu viel Vitamin C aus, das durch die normale Nahrung nicht mehr ersetzt werden kann. Das Provitamin Beta-Carotin, das vom Körper teilweise in Vitamin A ungewandelt wird, schützt im Allgemeinen die Körperzellen vor zu viel Licht. Unterstützt wird es dabei von Vitamin E, zusammen verzögern sie die Hautalterung. Allerdings sollten Raucher auf eine erhöhte Zufuhr von Beta-Carotin verzichten, da es in Kombination mit dem Rauchen negative Folgen haben kann. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass dadurch Lungenkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schneller entstehen. |
Welche Tagesmengen sind empfohlen, und wofür werden sie gebraucht?
|
Vitamin |
Empfohlene Tagesmenge in mg |
Nahrungsquelle |
Wichtig für |
|
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) |
|||
|
A (Retinol) |
0,8-1,1 |
Milchprodukte, Karotten, Spinat, Rinderleber |
Augen, Haut, Schleimhäute und Abwehrsystem |
|
B1 (Thiamin) |
1,0-1,3 |
Erdnüsse, Linsen, Vollkornbrot |
Abbau von Kohlenhydraten, Nervensystem |
|
B2 (Riboflavin) |
1,2-1,5 |
Milch- und Milchprodukte, Käse, Rinderherz |
Haut und Schleimhäute, Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel |
|
B6 (Pyridoxin) |
1,2-1,6 |
Banane, Avocado, Lachs, Innereien |
Eiweißstoffwechsel, Blutbildung, Nervensystem |
|
B12 (Cobalamin) |
0,003 |
Fleisch, Fisch, Ei |
Bildung der roten Blutkörperchen |
|
C (Ascorbinsäure) |
100,0 |
Frisches Obst und Gemüse, insbesondere Kiwi, Paprika, Kartoffeln, schwarze Johannisbeeren |
Bildung von Bindegewebe; Folsäure und Eisen werden vom Körper nur in Anwesenheit von Vitamin C aufgenommen; Vorbeugung von Erkältungskrankheiten |
|
D (Calciferol) |
0,005-0,010 |
Fischleberöle, Ei, Butter |
Härtung der Knochen, Mineralisierung der Zähne |
|
E (Tocopherol) |
11,0-15,0 |
Weizenkeim- und Sonnenblumenöl |
Substanzen, die Zellen schädigen, werden in weniger gefährliche umgebaut |
|
K (Phyllochinon) |
0,06-0,08 |
Blattgemüse, Salat, Blumenkohl, Tomaten, Eigenherstellung durch Darmbakterien |
Blutgerinnung |
|
Folsäure |
0,4 |
Hefe, Gemüse wie z.B. Spinat |
Zellregeneration, Bildung roter und weißer Blutkörperchen |
|
Niacin |
13,0-17,0 |
Nüsse, Pilze, Vollkornprodukte |
Herzfunktion, Nervensystem, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel |
|
Biotin (H) |
0,03-0,06 |
Milch, Leber, Sojabohnen, Weizenkeime |
Haut, Haare, Nägel, Nerven, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel |
|
Panthothensäure |
6,0 |
Brokkoli, Blumenkohl, Fisch, Milch-, Kalb-, Rindfleisch- und Vollkornprodukte |
Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel, Hormonbildung |
Vitamin(e)
Abk.: Vit.
(C. Funk 1911/12) lebensnotwendige (»Vita-«), stickstoffhaltige
(»-amin«) Nahrungsbestandteile, deren Nichtzufuhr Mangelerscheinungen
auslöst. Gruppe organ. Wirkstoffe, die für die normalen Funktionen
heterotropher Lebewesen mehr oder weniger obligat u. - da nur aus äußeren
Quellen bzw. unter dem Einfluß von Milieufaktoren (z.B. Darmflora)
zugänglich - bedarfsgerecht zuzuführen sind. Ihre spezif., nur
»biokatalyt.« Wirkung beruht auf Ersatz der dem metabol. Verschleiß
unterliegenden Wirkgruppen von Enzymen. Mangel infolge ungenügender
Zufuhr oder Resorption (s.a. Malabsorption), Störung von Darmflora
oder Metabolismus, Antivitamin-Einwirkung (Vitaminantagonisten) oder gesteigerten
Verbrauchs führt zu spezif. Hypo- u. Avitaminosen (Vitaminmangelkrankheiten),
ein Überangebot zu Hypervitaminosen (mit Krankheitserscheinungen nur
beim stark speicherbaren A u. D). Wasserlöslich sind B1, B2, B6, B12,
Biotin, Pantothensäure, Niacin u. Niacinamid (PP), Fol- u. Folinsäure
(Citrovorumfaktor), C u. Bioflavonoide; fettlöslich A, D, E, F u.
K.
E: vitamin(s).
Verhornug von Haut und Schleimhäuten
Stärkung des Immunystems
Aufbau von Knochen und Skelettsystem
Aufbau von Haut, Haare, Nägel
Ein Mangel führt zu:
Nachtblindheit
erhöhter Infektionsgefahr
rauher, schuppiger, trockener Haut
Hypervitaminose:
Kopfschmerzen
Schwindel und Erbrechen
Haarausfall
Muskelsteife
Retinol kommt nur in tierischen Lebensmitteln vor, z.B. in Leber, Butter,
Käse und Vollmilch. Es wird jedoch auch aus wasserlöslichen
Vitamin-A-Vorstufen, den sogenannten Provitaminen, gebildet. Diese
sind nur in pflanzlichen Lebensmitteln vorhanden. Das bekannteste Provitamin A ist ß-Karotin, das außer in Karotten auch
in Broccoli, Endivien, Spinat und Aprikosen reichlich vorhanden ist. Da
nur etwa 10% des ß-Carotins vom Körper aufgenommen werden, läßt
sich die Resorption steigern, indem das Gemüse in Verbindung mit Fett gegessen und erhitzt wird. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DEG) empfiehlt eine
Vitamin-A-Zufuhr von 1 mg/d. Diese Menge ist z.B. in 100 g Karotten enthalten.Einen höheren Bedarf haben Schwangere, Menschen mit
Störungen der Fettverdauung wie z.B. Morbus Crohn, Diabetes mellitus, ältere Menschen und Alkoholiker Vitamin A gehört, wie die Vitamine E und C, zu den Antioxidantien.
Das bedeutet, daß diese Stoffe die sogenannten freien Radikalen auffangen, die durch Oxidation bestimmter Stoffe entstehen. Freie Radikale
können Schäden an Zellen verursachen. Sie werden auch für einige Krankheiten verantwortlich gemacht, wie z. B. Krebs, Grauer
Star, Arteriosklerose und Hauterkrankungen. Vitamin A, C und E binden den schädlichen Sauerstoff und verhindern
so Schäden am Körper. Sie hemmen auch das Entzündungsgeschehen bei rheumatoider Arthritis.
Am
meisten Vitamin A je 100 g
enthalten:
Lebertran 25,500 m
Hühnerleber 11,600 mg
Rinderleber 8,300 mg
Leberwurst 1,700 mg
Pfifferlinge getr. 1,427 mg
Karotten 1,100 mg
Flußaal 0,980 mg
Vitamin A Der Schönheits-Wirkstoff
Neue biochemische Untersuchungen haben jetzt den Wirkmechanismus von
Vitamin A auf der Haut entschlüsseln können: Es wird über eine inaktive Zwischenform, das Retinaldehyd, in Vitamin-A-Säure
umgewandelt. Diese reguliert die Aktivität der Hautzellen. Vitamin A stabilisiert (verdickt) die Oberhaut und normalisiert die
Pigmentierung, so daß das, was man als Alterungsprozeß der
Haut bezeichnet, verzögert wird. Eine meßbare Wirkung von
Vitamin A auf die Haut ist dabei schon nach vier Wochen nachweisbar. Durch viele Studien ist weiterhin bewiesen, daß Retinol, Retinolacetat,
Retinolpalmitat und auch Retinaldehyd in Hautpflegeprodukten wirksam sind. Qualitative Unterschiede zwischen den einzelnen Formen
bestehen nicht. Hauteigene Enzyme stellen aus Retinolacetat und Retinolpalmitat über die Zwischenstufe Retinaldehyd den eigentlichen
Wirkstoff, die Vitamin-A-Säure, her. Laut Professor Dr. med. Albert Kligman, einem Experten auf dem Gebiet
der Vitamin-A-Säure, wirken circa 25 Prozent des in Cremes enthaltenen Vitamin A als Vitamin-A-Säure. Unangenehme
Nebenwirkungen wie Hautreizung und Austrocknung der Haut sollen, so der Fachmann, jedoch nicht auftreten.
Vitamin-A-Hypervitaminose
Vit.-A-Intoxikation infolge Überdosierung. Akut mit Kopfschmerzen,
Nausea, Vertigo, bei Kindern als Marie*-Sée* Syndrom; chron. mit
Anorexie, Reizbarkeit, Mundwinkelrhagaden, Haarausfall, Fieber, Hepatomegalie,
periostalen Schwellungen, Schmerzlähmungen.
E: hypervitaminosis A.
Vitamin-A-Säure
Syn.: Retinsäure, Tretinoin
starker Einfluß auf Proliferation u. Ausdifferenzierung der Epidermis;
bewirkt bei Hyperkeratose, Parakeratose, follikulärer Keratose Normalisierung;
Anw. z.B. bei Akne vulgaris (Sonnenexposition meiden; Gefahr einer toxischen
Hautirritation [Kontaktdermatitis]); vgl. Retinoide.
E: vit. A1 acid; retinoic acid.
Vitamin-B-Komplex
gegen Beriberi wirksames Gemisch aus Vit. B1, B2, B6 u. B12, Biotin,
Nicotinsäureamid, Pantothensäure. E: vitamin B complex.
| Vitamin C
Ascorbinsäure. E: vitamin C; ascorbic acid. Vitamin-C-Mangelsyndrom
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| Am meisten Vitamin E je 100 g enthalten: |
| Weizenkeimöl 215,4 mg |
| Diätmargarine 67,0 mg |
| Leinsaat, ungeschält 57,0 mg |
| Sonnenblumenöl 50,0 mg |
| Haselnüsse 26,6 mg |
| Mandeln 25,2 mg |
| Sonnenblumenkerne 21,8 mg |
| Funktion: |
| Vitamin E ist nicht zu unterschätzen; es erhält die Fruchtbarkeit und schützt sowohl ungesättigte Fettsäuren als auch Vit. A vor der Zerstörung durch Sauerstoff (Oxidation). |
| Tagesbedarf: |
| Schon 4 mg reicht zur Erhaltung der Fruchtbarkeit. Die DGE hält 12 mg am Tag für ratsam. Für Linus Pauling hingegen sind 800 mg am Tag gerade genug. |
| Mangelerscheinungen: |
| Sind bei Menschen bisher unbekannt. Aus Tierversuchen läßt sich schließen daß sich ein Vitamin-E-Mangel nachteilig auf die Blutkörperchen und Fruchtbarkeit auswirkt. |
| Gefahr bei Überdosis: |
| Wer täglich mehr als 300 mg Vitamin E zu sich nimmt, kann in seltenen Fällen unter Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Muskelschwäche leiden. |
| Haltbarkeit: |
| Licht ist größter Feind von Vitamin E. Aber auch starke Hitze und Sauerstoff vermindern seinen Gehalt in der Nahrung:so bleibt beim Kochen im Schnitt nur die Hälfte übrig. |
| Wichtig: |
| Frühgeborene haben nur sehr wenig Vitamin-E-Reserven. Ihre Nahrung muß also immer besonders Vitamin-E-haltig sein. |
| Tip: |
| Pflanzenöle wegen der Lichtanfälligkeit von Vitamin E immer in dunklem Glas aufbewahren. |
Vitamin F
essentielle Fettsäuren.
E: vitamin F.
Weitere wichtige Aufgaben sind:
Stärkung des Immunsystems
Bildung von Bindegewebe
Eisenverwertung, Blutbildung
Ein Mangel führt zu:
Dermatitis (Entzündungen der Haut)
Müdigkeit
Depressionen
Appetitlosigkeit, Übelkeit
Muskelschmerzen
Biotin kommt in fast allen Lebensmitteln vor. Bei einer normalen Mischkost
wird die tägliche Zufuhr von 50 - 100 µg erreicht. Biotin füttert Haut, Haare (Talgdrüsen) und Nervensystem,
es spielt beim Umbau von Kohlenhydraten und Fettsäuren eine Rolle. In Spuren kommt Biotin in fast allen Lebensmitteln vor. Am häufigsten
in: Milch, Leber, Hülsenfrüchten, Champignons, Spinat. Bei Mangel: Haarausfall, Hautveränderungen, gesplitterte Fingernägel,
Nervosität, Depression, Abgespanntheit. Tagesdosis: mindestens 100 Mikrogramm, entspricht etwa 100 Gramm Leber.
| Am meisten Vitamin H je |
| 100 g enthalten: |
| Hühnerleber 210 µg |
| Pfifferlinge getr. 148 µg |
| Hammelleber 130 µg |
| Steinpilze, getr. 104 µg |
| Rinderleber 100 µg |
| Kalbsleber 75 µg |
| Bierhefe 60 µg |
| Funktion: |
| Biotin spielt bei Reaktionen, in denen Fette und Kohlenhydrate verarbeitet werden, eine zentrale Rolle. |
| Tagesbedarf: |
| Bei Biotin sind sich die Parteien (fast) einig: da Darmbakterein den Bedarf weitgehend decken, gibt weder die DGE noch Pauling eine Empfehlung. |
|
Mangelerscheinungen: Erschöpfung, Muskelschmerz, Appetitlosgikeit, Hautausschlag, Haarausfall und Übelkeit sind die Folgen von Biotinmangel. Gefahr der Überdosis: Bislang sind keine Folgen von Biotin-oder Vit. H-Überdosierung bekannt. Haltbarkeit: Sauerstoff kann Biotin nichts anhaben.Dafür zerstören es sowohl UV-Licht als auch ranziges Fett. Bis zu 70 % gehen beim Kochen verloren. Wichtig: Mit allen Krankheiten, die die Magen-Darm-Flora aus dem Gleichgewicht bringen, geht auch das Risiko von Biotinmangel einher. Tip:Trotz hohem Biotingehalt:Leber nur einmal in der Woche essen. |
|
Personengruppe |
Vitamin K pro Tag |
|
Säuglinge und Kinder |
30 - 60 µg |
|
Jugendliche |
1300 µg |
|
Erwachsene |
1500 µg |
|
Schwangere und Stillende |
1500 µg |
Medizin----Vitamin K=Syn.: antihämorrhag. Vit.
(H. Dam 1929) ursprüngl. Bez. (»Vit.-K-Gruppe«) nur
für die natürlich vork. K1 (Phytomenadion; aus Alfalfa-Heu) u.
K2 (Menachinon; aus Fischmehl) in grünen Pflanzenteilen, tier. Organen,
Mikrobenstoffwechsel, jetzt auch für synthet. K3-K7 samt Derivaten
(z.B. Menadion = K3; Menadiol = K4). Spezif. Wirkung (hepat. Coenzymfunktion
bei Biosynthese der Gerinnungsfaktoren) strukturabhängig (2 kondensierte
Ringe mit freien 5-8-Stellungen), wird durch Dicumarole kompetitiv gehemmt;
bei Hypovitaminose, z.B. infolge Antibiotika-Ther. oder Krankheit (Fettresorptionsstörung
bei Verschlußikterus, Gallenfistel, Zöliakie, chron. Enteritis,
Neugeborenenikterus), Verminderung von Prothrombin u. Gerinnungsfaktoren
VII u. IX mit Blutungsneigung (Therapie: parenterale, bei Cumarin-bedingten
Fällen perorale K-Gaben). - Als K-Antagonisten v.a. die - prophylakt.
u. therapeutisch genutzten - Indandione (z.B. Cumarine). Einheiten: Dam*-Glavind*
E., Almqvist*-Stokstad* E. (1 E. = 37,5 Dam* E. = 16 <my>g K1 bzw. 4,2
<my>g K3), Thayer*-Doisy* E. (= 30 Dam* E. = 2 <my>g K1 bzw. 0,5
<my>g K3).
E: vitamin K; antihemorrhagic factor
Vitamin K1 kommt hauptsächlich in pflanzlichen Lebensmitteln vor,
Vitamin K2 dagegen kann von den Bakterien der Darmflora selbst gebildet
werden. Es ist aber auch in tiereischen Lebensmitteln zu finden.
Vitamin K dient in erster Linie der Blutgerinnung. Fehlt es, ist die
Blutungsneigung höher. Reich an Vitamin K sind: alle Kohlgemüse,
vor allem aber Sauerkraut, Leber, Eier, Milch, Tomaten. Die empfohlene
Tagesdosis liegt bei 65 Mikrogramm, was etwa 100 Gramm Sauerkraut entspricht.
Neugeborene benötigen viel Vitamin K.
Aufgaben:
Ohne dieses Vitamin könnten
einige wichtige
Stoffe, die für die Blutgerinnung
bedeutend sind,
nicht gebildet werden
Ein Mangel führt zu:
herabgesetzte Blugerinnung
Blutungen
Die von der DEG empfohlene tägliche Zufuhr von 80 µg wird
leicht erreicht, da Vitamin K in fast allen Lebensmitteln enthalten ist.
Gute Quellen
sind Blumenkohl, Rosenkohl und Spinat, sowie Fleisch, Milch und Käse.
Ein Vitamin-K-Mangel ist selten. Ausnahmen sind: Resorptionsstörungen
und Wechselwirkungen mit Medikamenten, z.B. Antibiotika.
| Am meisten Vitamin K je 100 g enthalten: |
| Sauerkraut, roh 1,5 mg |
| Herz (alle Tierarten) 0,7 mg |
| Brunnenkresse, roh 0,6 mg |
| Gartenkresse 0,6 mg |
| Hühnerleber 0,6 mg |
| Sonnenblumenöl 0,5 mg |
| Distelöl 0,5 mg |
| Haltbarkeit: |
| Die Vitamine der K-Gruppe sind allgemein robust. Die einzige Sache, die ihnen etwas anhaben kann, ist Licht. |
| Wichtig: |
| Nahrungsmittel mit Vit. K sollten auf jeden Fall im Dunkeln aufbewahrt werden. |
| Tip: |
| Frische Garten- und Brunnenkresse bereithalten - das macht wenig Arbeit und garantiert doch die Vitamin K-Versorgung. |
|
Am meisten Pantothensäure |
Funktion: |
Tagesbedarf: |
|
je 100g enthalten: |
Pantothensäure ist Bestandteil eines |
Die DGE rät Männern und Frauen zu |
|
Pfiffelinge, getr. 28,2 mg |
überaus wichtigen Enzyms, Vorstufe des |
8 mg am Tag. Linus Pauling hingegen |
|
Steinpilze, getr. 21,8 mg |
körpereigenen Cholesterins und an der |
meint, daß die richtige Tagesration |
|
Leber (alle Tiere) ca. 7,0 mg |
Einlagerung von Farbstoffen im Haar be- |
zw. 100 und 200 mg liegt. |
|
alle Innereien 3,9 - 2,6 mg |
teiligt. |
|
|
Sonnenblumenkerne 3,6 mg |
||
|
Mungobohnen , reif 3,5 mg |
||
|
Mohnsamen 3,0 mg |
||
|
Gefahr bei Überdosis: |
Haltbarkeit: |
Wichtig: |
|
In seltenen Fällen kommt es bei |
Licht und Sauerstoff beeindrucken |
Der Wirkungsgrad von Pantothen- |
|
gravierender Überdosis zu allergischen |
Pantothensäure relativ wenig. Ihr |
säure wird durch Kaffe- und |
|
Reaktionen und Durchfall. |
größter Feind ist Hitze. Beim Kochen |
Teegenuß erheblich geschmälert. |
|
geht die Hälfte ihres Anteils in der Nah- |
Liebhaber dieser Getränke |
|
|
rung verloren. |
sollten also für ausreichenden |
|
|
Panthotensäure-Nachschub sorgen. |
||
|
Tip: |
||
|
Wer Sonnenblumenkerne nicht mag: |
||
|
100 g frische Erdnüsse enthalten |
||
|
immerhin 2,6 mg Pantothensäure. |
Chrom
Ca. 90 % der Bevölkerung bekommt zu wenig Chrom. Während die DGE 50 - 200 mcg empfiehlt, nehmen wir nur ca. 25 - 30 mcg täglich zu uns.
Einerseits liefern ausgelaugte Böden und Fertiglebensmittel wenig Chrom, andererseits
"frißt" der hohe Zuckerverbrauch beachtliche Mengen.
Chrommangel begünstigt die Insulinresistenz und die Entstehung von Diabetes mellitus Typ II.
Wozu brauchen wir Chrom?
Mehrere Studien in USA zeigten, daß Chrom erfolgreich bei Glucoseintoleranz (inklusive Diabetes) und erhöhtem LDL-Cholesterin
eingesetzt werden kann. Bereits eine Dosis von 200 mcg normalisierte bei den Probanden sowohl erhöhten, also auch zu niedrigen Blutzucker.
Dr. Press (San Diego Hospital) und Professor Etwood (University oft New York) beobachteten eine Senkung von LDL Cholesterin um durchschnittlich
zehn Prozent bei der o.g. Dosis. Mehrere Doppelblindstudien ergaben eine deutliche Abnahme des Körperfetts und eine Zunahme an Muskelmasse.
Die entsprechenden Studien wurden mit Probanden durchgeführt, die bei gleicher Nahrungszufuhr zusätzlich Krafttraining durchführten und entweder
Placebo oder 200 mcg Chrom Picolinat bekamen. Man führt diesen Effekt darauf zurück, daß Chrom einerseits den Appetit zügelt, indem es den
Blutzuckerspiegel stabilisert. Andererseits begünstigt es den Aufbau von Strukturprotein. Zusätzlich erhöht es den Stoffwechsel in den Muskelzellen
(Thermogenese) und steigert die Fettverbrennung. Chrom sollte also nie
fehlen, wenn eine Gewichtsreduktion angestrebt wird. Dies bedeutet allerdings nicht, daß allein die Zufuhr von Chrom, ohne Veränderung des
Eßverhaltens und ohne sportliche Betätigung zu einem schlanken und muskulösen Körper führt.
Wer also profitiert von einer zusätzlichen Chromzufuhr?
Menschen mit erhöhtem oder niedrigem Blutzuckerspiegel Diabetiker (mellitus Typ II)
Sportler und Übergewichtige
Menschen mit erhöhtem LDL-Cholesterin
Kann ein Zuviel an Vitaminen schaden?Empfehlungen für die Vitaminzufuhr *
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Extremer, anhaltender Stress: Vitamin B und C,
Kalzium, Magnesium, Zink.
Zink
Calcium
Vitamin B
Vitamin C
Vitamin D
Vitamin E
Magnesium
Rauchen (auch Passivrauchen!): Vitamin C. Jede Zigarette zerstört 25 mg Vitamin C, was pro Packung rund einem Kilo Orangen entspricht. Vitamin C
Übermässiger Kaffeegenuss: Vitamin B und C, Kalzium, Kalium und Eisen. Ein Konsum von mehr als drei Tassen täglich erhöht das Risiko von Osteoporose (Knochenschwund) und Anämie (Blutarmut); ersteres wegen der gesteigerten Kalziumausscheidung über den Urin, letzteres durch die erschwerte Eisenresorption im Darm. Kalium Calcium Vitamin B Vitamin C
Regelmässiger starker Alkoholkonsum (über 1/2 l Wein pro Tag bei Männern, 1/4 l bei Frauen): Vitamin B und C, Kalzium, Magnesium, Kalium und Zink. Alkoholiker leiden an den typischen Mangelerscheinungen dieser Substanzen wie Stimmungsschwankungen, Störungen der geistigen Funktionen, Gedächtnisschwund, Hautveränderungen (Vitamin B), Schwächung des Immunsystems (Vitamin C, Zink) und Knochenschwund (Kalzium). Zink Calcium Vitamin B Vitamin C Vitamin D Vitamin E Magnesium
Intensive sportliche Tätigkeit: Vitamin B und C,
Kalzium, Magnesium und Eisen. Sportler müssen lernen, der Tatsache
Rechnung zu tragen, dass ihr Bedarf an diesen Vitalstoffen wesentlich
höher ist. Ein Kalziummangel kann zu Spontanfrakturen führen, ein
Magnesiummangel zu Muskelkrämpfen. Dem Syndrom der chronischen Müdigkeit
kann ein Eisenmangel zugrunde liegen.
Magnesium
Eisen
Vitamin B Vitamin
C
Vitamin D
Vitamin E
Bewegungsarmut und Bettlägerigkeit: Kalzium. Der Kalziumverlust bei andauernder Bettlägerigkeit entspricht etwa demjenigen, den Astronauten durch die Schwerelosigkeit und die dadurch bedingte Bewegungsarmut erleiden. Calcium
Nachtarbeit: Vitamin D und A. Das Sonnenlicht ist die Hauptquelle des Vitamins D (es ermöglicht dessen biologische Synthese). Eine Überbeanspruchung der Augen erhöht den Bedarf an Vitamin A. Gefährdet sind auch Studenten, Informatiker, Sekretärinnen, Feinmechaniker, Schneider usw. Vitamin D Vitamin A
Starke Monatsblutungen (Hypermenorrhö): Eisen. Eisen
Alterung: Kalzium. Bereits ab 40 Jahren beim Mann und 35 Jahren bei der Frau wird Kalzium schlechter assimiliert. Calcium
Langfristige oder dauernde Einnahme gewisser Medikamente. Kortikoide: Vitamin C und Kalzium; Aspirin: Vitamin C und Eisen; Schilddrüsenhormone und Antiepileptika: Kalzium; Antibiotika: Vitamin B und K; Abführmittel: Kalium; Östrogene: Vitamin B (vor allem B6) und C, Zink. Frauen, die regelmässig Östrogene einnehmen (Antibabypille, Hormonbehandlungen gegen Unfruchtbarkeit, Menopause usw.), müssen wissen, dass diese die Aufnahme des Vitamins B6 im Darmtrakt hemmen und langfristig zu einem B6-Mangel führen. Ein solcher kann sich durch Wasserretention, Orangenhaut, Hypoglykämie (mit Gier nach Süssigkeiten und Heisshungeranfällen), Gewichtszunahme, Leberschwellung, Übelkeit, Kopfschmerzen, Hautprobleme oder depressive Tendenzen äussern. Dieser Mangel lässt sich durch die tägliche Gabe von 40 mg Vitamin B6 vermeiden.
Schlankheitskuren: eine verminderte Kalorienzufuhr führt zwangsläufig zu einer reduzierten Vitamin- und Mineralstoffversorgung. Am stärksten betroffen ist das Magnesium, da dessen beste Lieferanten kalorienreich sind. Ein Magnesiummangel führt zu psychischen Verstimmungen, die ihrerseits der Motivation für die Kur kaum zuträglich sein dürften.
Bei einer streng kalorienarmen Diät, einer qualitativ unausgeglichenen Ernährung, Appetitlosigkeit oder Konvaleszenz können Mängel an mehreren Substanzen entstehen. Die Einnahme eines Multivitamin- und Mineralstoffkomplexes ist daher besonders angezeigt.