VITAMIN E
Home Medizin Sportmedizin Doping Mineralien+Elekrolyte Ernährung
| Sportmedizinische
Newsletter zu Vitaminen, Doping, Antioxidantien und Sportmedizin eintragen! oder über diese Mail anfordern Bücher-Ernährung Bücher-Vitamine |
|
Vitamin E - Funktion und Schutz -allgemein
zu
Vitamin E: Studien und News
|
Multitalent Vitamin E. |
![]() |
![]() |
Vitamine. Aktiver Gesundheitsschutz. Bedarf, Mangel, Risiko. Hans-Konrad Biesalski Preis: EUR 15,24 Taschenbuch - 127 Seiten (1996) Hier bestellen! |
Die aktuelle
Vitamintabelle. von Beate Heseker, Helmut Heseker Taschenbuch - 96 Seiten Erscheinungsdatum: 1995 Preis: EUR 5,00 Hier bestellen! |
Vitamin E (Tocopheroläquivalent) - Funktion
Vitamin E gilt als wichtigstes Anioxidans es lagert sich in die Membranen
jeder Zelle, fängt die Sauerstoff-radikale ab und wird dabei selbst
oxidiert (muß daher ständig ersetzt werden). Es verhindert dadurch
die Peroxidation mehrfach ungesättigter Fettsäuren der Membranlipide.
Co-Faktor bei bestimmten enzymatischen Reaktionen Beteiligung am Atmungsstoffwechsel
spielt eine Rolle beim Abbau von Phospholipiden über die Arachidonsäure
zu Prostaglandinen es wirkt entzündungshemmend (Rheuma) fertilitätssteigernd
senkt das Koronarrisiko (wirkt der Oxidation von LDL entgegen) hat Einfluß
auf die Thrombozytenaggregation, den Stoffwechsel von Nukleinsäuren,
Aminosäuren und Fettsäuren hat Einfluß bei Leber-, Lungen-
und Hautkrankheiten fördert die Immunantwort wirkt vermutlich prophylaktisch
gegen Tumore . Ohne Vitamin E (Tocopherol) würden wir "rosten" wie altes Eisen.
Jede unserer Zellmembranen ist durch Tocopherol vor Oxidation geschützt.
Deshalb kann es im Zusammenwirken mit anderen Vitalstoffen (Vitamin A,
C, dem Spurenelement Selen) schwere Krankheiten wie Krebs oder Herzinfarkt
vemindern. Ganz wichtig ist Vitamin E für die Funktion der Blutgefäße
(gegen Arteriosklerose-"Verkalkung"), der Muskeln und der Fortpflanzungsorgane.
Es dient den roten Blutkörperchen zum Sauerstofftransport, wirkt
gegen die Verklumpung von Blut und verlangsamt den Alterungsprozeß
der Haut. Bei Mangel sind die ersten Warnzeichen: Sehschwäche, welke
Haut, Müdigkeit, Entzündungen im Verdauungstrakt, Unfruchtbarkeit,
Herzkrankheiten, Altersflecken, nervöse Reizbarkeit. Vitamin E kommt
reichlich vor in: pflanzlichen Ölen und Fetten von Weizenkeimen und
Sonnenblumen, Nüssen, Avocados, Erbsen, Karotten. Tagesdosis: 12 mg,
entspricht einem Eßlöffel Weizenkeimöl. Es schützt und steigert die Wirkung besonders anderer fettlöslicher
Vitamine, verlangsamt das Altern, schützt die roten Blutkörperchen, verhindert Blutgerinsel, pflegt gesunde Muskeln und Nerven, stärkt
die Kapillarwände und ist gut für Haut, Haare und Schleimhäute.
Es verbessert die Durchblutung, ist notwendig für dieGewebereparatur
und nützlich in der Behandlung von PMS ( prämenstruales Syndrom
). Studien ( z.B. Cambridge University fanden heraus, daß Zugaben
an natürlichem Vitamin E das Risiko für das Erkranken der Herzkranzgefäße um 77% (!) senkt. Nur natürliches Vitamin E (alpha Form ) enthält
die biologisch aktiven Isomere. Eigentlich ist natürliches
Vitamin E eine Familie aus 8 verwandten Molekülen.
Wichtig für Sportler: Vitamin E Schützt die Gelenke und wirkt entzündungshemmend.
Daher bezahlt die Kasse bei Rheumaerkrankungen Vitamin E, da es hilft NSAR ( wie
Voltaren Diclofenac einzusparen). Billigste Quelle : USA oder ALDI
( - ) ranzige Öle & Fette, Chlor, Antibabypille.
( +) Phosphor, Selen, Mangan, Inositol, A, B1, C, ungesättigte
Fettsäuren, B-Komplex.
Tägliche Dosen zwischen 60 und 500mg täglich sind effektiv.
Vitamin E (Tocopheroläquivalent) - Aufnahme/Bedarf/empfohlene
Zufuhr
Wirksamkeiten der verschiedenen Tocopherole
Die Wirksamkeit der Alpha-, Beta-, Gamma-, Delta-Tocopherole beträgt:
100 : 50: 25 : 1
Durch Veresterung (Tocotrienole) sinkt die Vitaminwirkung um 9%.
Das wirksamste Toxotrienol ist Alpha-Tocotrienol. Seine Aktivität
beträgt 20-30% des Alpha-Tocopherols.
Das syntetische D,L-Alpha-Tocopherylacetat hat 67% der RRR-Alpha-Tocophenol-Wirkung.
Bedarf
Erwachsene 4-6 mg Alpha-Tocopherol/Tag (bei 7 g Linolsäure/Tag)
Mehrbedarf - bei steigender Polyenfettsäurezufuhr, und zwar um 0,4-0,6
(andere Quellen: 0,5-1,0) mg Alpha-Tocophe-rol/Tag je Gramm aufgenommener
Dienfettsäure = Diensäure-Äquivalent. in der Schwangerschaft
(2 mg/Tag) während der Stillzeit (0,5 mg/100 g sezernierte Milch,
d.h. rund 5 mg) weiterhin bei Sportlern, Kranken, Genesenden, in Streßsituationen
Tatsächliche Aufnahme
19 mg/Tag
Empfohlene Zufuhr (abweichende Angaben anderer Quellen in Klammern)
Säuglinge 3- 4 mg D-Alpha-Tocopheroläquivalente/Tag
Kinder 5-12 mg je nach Alter (0,5 mg/kg KGW)
Erwachsene 12 (10-30) mg
Schwangere 14 mg ab 4. Monat
Stillende 17 mg
Heute übliche allgemeine Empfehlung: 100-400 I.E./Tag in mehreren
Dosen über den Tag verteilt. Angebracht vor allem für Kranke,
Rehabilitanden,
Leistungssportler, Schwangere, Stillende.
Vitamin E-reiche Lebensmittel
| Fleisch
Innereien (Leber) und in geringen Mengen auch im Fleisch (z.B. Roastbeef)
Fisch Fischkonserven in Öl, ferner Hering, Makrele, Rotbarsch Nährmittel Korn allgemein, vor allem Weizenkeime und Vollkornprodukte Fett
polyenreiche Pflanzenöle (vor allem Weizenkeimöl, ferner Sonnenblumenöl,
Gemüse vor allem Sellerie, wesentlich weniger in Blattgemüse Obst/Nüsse
Nüsse allgemein, vor allem Sonnenblumenkerne, Haselnüsse und
Mandeln, ferner
Gewürze Pfefferschoten-Pulver, getrockneter Sauerampfer Verluste durch Lagerung und Zubereitung: 50% und mehr. |
Funktionen:
Dieses Vitamin ist als Schutzfaktor gegen Oxidation
(genannt "Antioxidans") für die Membran-Bestandteile
der Zelle wichtig. Es dient als Schutz gegen freie Radikale,
die zu einer Schädigung der Zellmembranen und damit zur
Funktionsbeeinträchtigung führen.Zusammen mit Vitamin C und Beta-Carotin bildet dieses
Vitamin den Schutzschild gegen den oxidativen Angriff auf
die Zellstrukturen. Es unterstützt das Immunsystem und
verbessert die Reparaturmechanismen der Zellen.
Vorkommen:
Vitamin E kommt in sehr vielen Lebensmitteln vor.
Besonders reich an Vitamin E sind Getreide-Keimöl,
Sojabohnen, Milch, Erdnüsse, Rind- und
Schweinefleisch.
Bedarf:
Die empfehlenswerte Höhe der täglichen Zufuhr
liegt bei:
|
Personengruppe |
Tocopherol in mg pro Tag |
Tocopherol in I.E. |
|---|---|---|
|
Säuglinge und Kinder |
3 - 12 mg |
3 - 12 I.E. |
|
Jugendliche und Erwachsene |
12 mg |
12 I.E. |
|
Schwangere |
14 mg |
14 I.E. |
|
Stillende |
17 mg |
17 I.E. |
Wichtige Hinweise:
Der vorbeugende Bedarf kann je nach Situation auch bei
30 - 60 mg liegen. Da Dosen, die Vergiftungserscheinungen
auslösen könnten, sehr viel höher liegen,
liegt auch diese Menge noch deutlich im sicheren
Bereich.
Vitamin E
gehört wie die Vitamine A und C zu den Antioxidantien. Es
schützt die Zellen vor freien Radikalen, ebenso verhindert es das
Ranzigwerden von
Fetten. Die Sauerstoffversorgung des Gewebes wird verbessert und die
Fließeigenschaft des Blutes verbessert. So kann Vitamin E vor
Herzinfarkt schützen. Durch seine antioxidative Wirkung beugt
es Krebs, Arteriosklerose und Herzinfarkt vor und wird in der Behandlung
von
rheumatoider Arthritis eingesetzt.
Weitere wichtige Aufgaben sind:
Regulation der Gerinnungsfähigkeit
des Blutes
Verbesserung der Sauerstoffversorgung
im
Gewebe
Schutz der Zellwände, Zellmembranen
und Hormone
Ein Mangel führt zu:
einen typischsen Vitamin-E-Mangel gibt es eigentlich
nicht. Symptome wie Muskelschwäche, Blutarmut und
Nervenerkrankungen können Zeichen eines
Vitamin-E-Mangels sein
Die von der DEG empfohlene tägliche Zufuhr eines Erwachsenen an
Vitamin E beträgt 12 mg. Vor allem Pflanzenfette wie Oliven-,
Sonnenblumen- und Sojaöl, aber auch Nüsse und Getreidekeime
sind reich an Vitamin E.
Biochemisch
wirksam als Redoxsystem zum Schutz gegen Oxidation von
ungesäuerten Fettsäuren. Zusätzlich ist ein
Wirkungsmechanismus über den Hormonstoffwechsel(Prostaglandine) bekannt: Prostaglandine
vom Typ II sind an Zahnfleischentzündungen beteiligt;
Vitamin E hemmt diese Synthese.
Eine Untersuchung an 39 gesunden, schwangeren Frauen
zeigte einen direkten Zusammenhang zwischen dem Vitamin
E-Spiegel und dem Auftreten von
Zahnfleischerkrankungen:
Absinken des Spiegels zu Beginn der Schwangerschaft;
Anstieg kurz vor der Geburt.
In einer Doppelblindstudie erwies sich eine Salbe mit
einem Vitamin E-Gehalt von 2% als wirksam zur Linderung
und Heilung lokaler Entzündungserscheinungen. Eine
ähnliche Doppelblindstudie zeigte,
dass
das tägliche
Zerkauen einer 800mg Vitamin E-Kapsel nach 21 Tagen eine
signifikante Verminderung der bei Zahnfleischentzündungen
charakteristischen Sulcusflüssigkeit
bewirkte.
Die Vitamine E und
Vitamin C schützen die Arterien
Dr. Gary P. D. Plotnick von der Universität von Maryland und seine Kollegen untersuchten den Einfluß der antioxidativen Vitamine E und C
auf die Gefäßinnenwände der Arterien bei gleichzeitiger Zufuhr von fettreicher Nahrung.
Die Versuchspersonen bekamen:
a) fettarmes Frühstück
b) fettreiches Frühstück
c) fettreiches Frühstück plus 1000 mg Vitamin C, plus 800 I.E. Vitamin E.
Ergebnis: Das fettreiche Frühstck führte zu einer Verminderung der Endothelfunktion der Arterienwände für 2 - 4 Stunden. Bei fettarmem und Fett
plus Vitaminen blieb dieser Effekt aus. Dies könnte erklären, warum Vitamin E und C vor einer krankhaften Verengung der Arterien schützen - bedeutsam für
Patienten mit Koronarsklerose, (JAMA, 278, 1997, 1682)
Cholesterin und Vitamin E
Über den Cholesterinspiegel, seine Auswirkungen und
seine Beeinflussung wird seit Jahren heftig und kontrovers diskutiert. Dabei
spielen die Interessen der Hersteller von Margarine oder sog. Lipidsenker (
Medikamente, welche die Blutfettwerte absenken ) keine geringe Rolle.
Dennoch gelten einige Erkenntnisse mittlerweile als gesichert: Zu
hohe Cholesterinwerte begünstigen Arteriosklerose und erhöhen damit das Risoko
für Herzinfarkt und Schlaganfall. Bei der Beurteilung
eines zu hohen Cholesterinspiegels reicht die Nennung des Gesamtcholesterins
nicht aus. Vielmehr muß die Höhe des "guten" Cholesterins, des HDL
und des "schlechten" Cholesterins LDL berücksichtigt werden. Dabei
gilt: je niedriger das LDL und je höher das HDL, desto besser. Es
hat sich gezeigt, daß der Cholesterinspiegel durch diätetische Maßnahmen nur
unwesentlich beeinflußt werden kann. Die University oft
Texas, Dallas, führte eine Doppelblindstudie durch. Die Hälfte der Probanden
bekam Placebos, die andere Hälfte 800 I. E. Vitamin E täglich. Das
Ergebnis nach drei Monaten: In der Gruppe, die Vitamin E
bekam, dauerte es doppelt solange, bis LDL-Partikel oxidierten, wie in der
Vergleichsgruppe. Bereits frühere Studien hatten gezeigt,
daß Vitamin E sich mit LDL-Partikeln verbindet und diese schützt,
"ranzig" zu werden. Derartige ranzige, also oxidierte Teilchen lagern
sich als sogenannte Plaque in der Arterieninnenwand ein und führen zur
Arteriosklerose, den krankhaft verengten Arterien. Solange
genügend Vitamin E vorhanden ist, bleibt das LDL harmlos. Eine
Studie der Harvard University mit 40.000 Teilnehmern ergab eine Reduzierung der
Herzerkrankungen um 37 Prozent bei den Probanden, die regelmäßig Vitamin E
substituierten. In Albuquerque, New Mexiko ergaben die
Nachsorgeuntersuchungen an Patienten mit koronarem Bypass an 162 Männern im
Alter zwischen 40 und 59 Jahren, daß diejenigen die mehr als 100 I.E. Vitamin E
täglich einnahmen, signifikant weniger neue Einlagerungen an arterieller Plaque
aufwiesen, als die Kontrollgruppe. " Mehrere Studien
zeigen, daß eine zusätzliche Gabe von Vitamin E vor Herzerkrankungen schützt.
Dennoch ist es zu früh, eine spezielle Empfehlung herauszugeben " sagt
Professor Frey, Leiter der Studie in Harvard, " aber ich weiß, daß nach
Veröffentlichung unserer Studie viele Ärzte begannen, regelmäßig Vitamin E
zu nehmen. " Er fügte hinzu: " Es ist
eigentlich eine paradoxe Situation, daß offensichtlich viele Ärzte selbst
Vitamin E nehmen, aber es nicht Ihren Patienten empfehlen wollen. "
Vitamin E: BASF verdoppelt Produktion
Ludwigshafen (dpa) - Der Chemiekonzern BASF will seine Produktion
von Vitamin E in den kommenden Jahren auf 20 000 Tonnen jährlich
verdoppeln. Zu diesem Zweck sollen im Stammwerk Ludwigshafen 100
Millionen Euro in den Bau neuer Anlagen investiert werden, teilte die
BASF Aktiengesellschaft am Dienstag in Ludwigshafen mit. Insgesamt
will das Unternehmen 600 Millionen Euro (knapp 1,2 Mrd. DM) in den
Auf- und Ausbau von Anlagen zur Vitaminherstellung investieren. Vitamin
E wird unter anderem als Ergänzung für Tiernahrung sowie zur
Herstellung von Lebensmitteln und Kosmetika gebraucht. Mit der
Steigerung der Produktion reagiere die BASF auf die wachsende
Nachfrage. Der Konzern ist nach eigenen Angaben der weltweit
zweitgrößte Vitaminhersteller. Bei Vitamin E für die Tiernahrung habe
das Unternehmen 2000 einen Weltmarktanteil von 26 Prozent erreicht.
(ee) 14. März 2001
Vitamine C und E
gut für Risiko-Schwangere
Vitamin-C- und Vitamin-E-Präparate können Schwangerschaftserkrankungen wie
Durchblutungsstörungen der Placenta und oxidativem Stress vorbeugen. Dies hat
eine englische Studie mit rund 180 Teilnehmerinnen bestätigt.
Schwangere mit
einem hohen Risiko für Schwangerschaftserkrankungen (Präeklampsie), die
regelmäßig Vitamin C und Vitamin E einnahmen, zeigten bei den entscheidenden
Blutwerten keine Unterschiede zu gesunden Schwangeren, berichtet die
Fachzeitschrift American Journal of Obstetrics und Gynecology (3, 2002).
Erhielten Eklampsie-Gefährdete hingegen keine Präparate, wichen ihre Werte von
der Norm ab.
Vitamin E scheinbar ohne signifikanten Effekt auf die
Entwicklung einer KHK
Konträr zu Ergebnissen von Beobachtungsstudien scheint die Einnahme von Vitamin
E die Inzidenz kardiovaskulärer Erkrankungen nicht zu senken.
Wissenschafter unter der Leitung von Dr. Charles Hennekens vom Mount Sinai
Medical Center in Miami Beach, USA, fanden in Datenbanken ab 1990 sieben große
randomisierte Studien, in denen ein möglicher präventiver Effekt von Vitamin E
hinsichtlich des kardiovaskulären Risikos untersucht wurde.
In sechs der sieben Untersuchungen konnte kein singifikanter Nutzen der
Vitaminzufuhr nachgewiesen werden. Es wurden odds ratios für Myokardinfarkt und
Schlaganfall von etwa 1 ermittelt. (OR eines schweren kardiovaskulären
Ereignisses = 0,98; OR eines nicht-fatalen Myokardinfarkts =1,00; OR eines
nicht-fatalen Insults = 1,03; OR eines fatalen kardiovaskulären Ereignisses =
1,00)
Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass die zusätzliche Gabe von Vitamin E sich
weder statistisch noch klinisch auf das kardiovaskuläre Risiko auszuwirken
scheint.
2.8.04 www.medaustria.at
Quelle: Arch Intern Med; 2004, 164: 1552-1556
Kein Hinweis für Gefäßschutz durch Vitamin E
ORLANDO (ner). Die Hoffnung, daß die regelmäßige Vitamin-E-Zufuhr gut
für Herz, Hirn und Gefäße ist, hat sich nicht bestätigt. In einer weiteren jetzt
vorgestellten Analyse der Woman's Health Study ergab sich nach zehn Jahren kein
Unterschied zu Placebo.
"Wir haben keinen Hinweis darauf gefunden, daß Vitamin E das Risiko für
kardiovaskuläre Ereignisse vermindern kann", sagte Dr. Julie E. Buring vom
Brigham and Women’s Hospital in Boston, Massachussetts, beim Jahreskongreß des
American College of Cardiology (ACC) in Orlando, Florida.
19 900 Frauen im Alter von durchschnittlich 55 Jahren hatten zehn Jahre lang
monatlich eine Packung Vitamin E erhalten. Die Compliance und die Effekte der
Behandlung waren jährlich abgefragt worden. Die gleiche Anzahl Frauen hatte
Placebo erhalten.
In beiden Gruppen hatten jeweils etwa 500 Teilnehmerinnen innerhalb des
Studienzeitraumes einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder sie starben an
einem kardiovaskulären Zwischenfall. Zwar gab es einen signifikanten Unterschied
bei der Rate kardiovaskulärer Todesfälle zugunsten der Vitamin-E-Gruppe (106
versus 140 Todesfälle), die Gesamt-Mortalitätsrate war jedoch nicht verschieden.
Auch bestimmte Subgruppen wie Raucher, Hypertoniker oder Diabetiker profitierten
nicht vom Vitamin E.
Die Hypothese, daß antioxidativ wirkende Vitamine eine gefäßprotektive Wirkung
haben, hat in den vergangenen Jahren immer wieder für Diskussionen gesorgt.
Labor- und Tierexperimente hatten ergeben, daß Vitamin E die LDL-Oxidation hemmt
und die Atherothrombose aufhalten kann. Ergebnisse verschiedener
Beobachtungsstudien hatten diese These gestützt. Ärzte Zeitung, 15.03.2005
Vitamin-E-Mangel in der Schwangerschaft kann später zu
Asthma bei Kindern führen
Frauen, die während der Schwangerschaft zu wenig Vitamin E einnehmen, vergrößern
das Risiko, dass ihr Kind später an Asthma erkrankt. Das haben Forscher der
Universität Aberdeen herausgefunden.
Die Wissenschaftler untersuchten 1.253 schwangere Frauen und verfolgten ihre und
die Entwicklung ihrer Kinder über einen Zeitraum von fünf Jahren. Kinder, deren
Mütter während der Schwangerschaft einen Vitamin-E-Mangel hatten, erlitten
häufiger an Asthma als ihre Vergleichsgruppe.
Die Forscher untersuchten den Zusammenhang zwischen pränataler Vitamin
E-Einnahme und der Lungenfunktion von Kindern schon seit längerem. Sie fanden
heraus, dass Kinder, deren Mütter viel Vitamin E einnahmen weniger anfällig für
Allergene sind.
Die Atemwege sind bereits nach der 16. Schwangerschaftswoche vollständig
entwickelt, daher müssen die Frauen vor allem in den ersten vier Monaten viel
Vitamin E einnehmen.
Jugendliche und Erwachsene, die bereits Asthma haben, können mit Vitamin E
jedoch keine positiven Effekte mehr erzielen, so die Forscher. 23.09.2006
http://krankenkassenratgeber.de
Vitamin E-Mangel während Schwangerschaft steigert
Asthma-Risiko des Kindes
Ein Wissenschaftsteam um Graham Devereux der Universität Aberdeen frühen Jugend
mit einer größeren Wahrscheinlichkeit Asthma bekommen. Die Wissenschaftler
untersuchten 1.253 schwangere Frauen und verfolgten ihre und die Entwicklung
ihrer Kinder über einen Zeitraum von fünf Jahren. Somit entdeckten Sie, dass die
Nachkommen von Frauen mit niedriger Vitamin E-Einnahme ein um fünfmal höheres
Risiko tragen, in den ersten Lebensjahren Asthma zu entwickeln, als Kinder von
Müttern mit hoher Vitamin E-Einnahme. Die Studienergebnisse wurden in der
aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift American Journal of Respiratory and
Critical Care Medicine veröffentlicht.
Die Forscher untersuchen den Zusammenhang zwischen pränataler Vitamin E-Einnahme
und der Lungenfunktion von Kindern schon seit längerem. In ihrer ersten
großangelegten Studie, die 2001 veröffentlicht wurde, analysierten sie das Blut
in der Nabelschnur von 223 Kindern und entdeckten, dass Kinder von Müttern, die
während der Schwangerschaft viel Vitamin E zu sich nahmen, weniger anfällig für
Allergene sind.
In einer weiteren Studie entdeckten sie, dass die Kinder von Müttern mit einer
niedrigen Vitamin E-Einnahme im Alter von zwei Jahren öfter ein pfeifendes
Atemgeräusch sowie Hautausschlag vorzeigen.
Da sich die Atemwege nach der 16. Schwangerschaftswoche vollständig entwickelt
haben, sei es den Forschern zufolge sehr wichtig, dass die werdenden Mütter vor
allem während der ersten vier Monate genügend Vitamin E zu sich nehmen. "Unsere
Studienergebnisse lassen jedoch vermuten, dass Vitamin E neben der
Lungenfunktion auch Entzündungen der Atemwege beeinflusst, und dass sich die
Vitaminwirkung im Laufe der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren
verändert", so Devereux. So hänge eine allergische oder asthmatische
Atemwegsentzündung eher vom Vitamin-E-Niveau gegen Ende der Schwangerschaft ab.
Für Jugendliche und Erwachsene, die bereits Asthma entwickelt haben, hat eine
Steigerung der Vitamine E-Einnahme allerdings keine positive Wirkung, so die
Forscher. 05.09.2006 Infos für Ärzte
http://www.journalmed.de