VITAMIN E

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Vitamin E - Funktion und Schutz -allgemein
zu Vitamin E: Studien und News
 

Multitalent Vitamin E.
Gesund, fit und länger jung.

von Maria-E. Lange-Ernst
Preis: EUR 8,60
Taschenbuch - 126 Seiten
Erscheinungsdatum: 1999
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Vitamine. Aktiver Gesundheitsschutz. 
Bedarf, Mangel, Risiko.  
Hans-Konrad Biesalski
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Taschenbuch - 127 Seiten (1996)  
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Die aktuelle Vitamintabelle.
von Beate Heseker,
Helmut Heseker
Taschenbuch
- 96 Seiten
Erscheinungsdatum: 1995

Preis: EUR 5,00

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Vitamin E (Tocopheroläquivalent) - Funktion
Vitamin E gilt als wichtigstes Anioxidans es lagert sich in die Membranen jeder Zelle, fängt die Sauerstoff-radikale ab und wird dabei selbst oxidiert (muß daher ständig ersetzt werden). Es verhindert dadurch die Peroxidation mehrfach ungesättigter Fettsäuren der Membranlipide. Co-Faktor bei bestimmten enzymatischen Reaktionen Beteiligung am Atmungsstoffwechsel spielt eine Rolle beim Abbau von Phospholipiden über die Arachidonsäure zu Prostaglandinen es wirkt entzündungshemmend (Rheuma) fertilitätssteigernd senkt das Koronarrisiko (wirkt der Oxidation von LDL entgegen) hat Einfluß auf die Thrombozytenaggregation, den Stoffwechsel von Nukleinsäuren, Aminosäuren und Fettsäuren hat Einfluß bei Leber-, Lungen- und Hautkrankheiten fördert die Immunantwort wirkt vermutlich prophylaktisch gegen Tumore . Ohne Vitamin E (Tocopherol) würden wir "rosten" wie altes Eisen. Jede unserer Zellmembranen ist durch Tocopherol vor Oxidation geschützt. Deshalb kann es im Zusammenwirken mit anderen Vitalstoffen (Vitamin A, C, dem Spurenelement Selen) schwere Krankheiten wie Krebs oder Herzinfarkt vemindern. Ganz wichtig ist Vitamin E für die Funktion der Blutgefäße (gegen Arteriosklerose-"Verkalkung"), der Muskeln und der Fortpflanzungsorgane.
Es dient den roten Blutkörperchen zum Sauerstofftransport, wirkt gegen die Verklumpung von Blut und verlangsamt den Alterungsprozeß der Haut. Bei Mangel sind die ersten Warnzeichen: Sehschwäche, welke Haut, Müdigkeit, Entzündungen im Verdauungstrakt, Unfruchtbarkeit, Herzkrankheiten, Altersflecken, nervöse Reizbarkeit. Vitamin E kommt reichlich vor in: pflanzlichen Ölen und Fetten von Weizenkeimen und Sonnenblumen, Nüssen, Avocados, Erbsen, Karotten. Tagesdosis: 12 mg, entspricht einem Eßlöffel Weizenkeimöl. Es schützt und steigert die Wirkung besonders anderer fettlöslicher Vitamine, verlangsamt das Altern, schützt die roten Blutkörperchen, verhindert Blutgerinsel, pflegt gesunde Muskeln und Nerven, stärkt die Kapillarwände und ist gut für Haut, Haare und Schleimhäute. Es verbessert die Durchblutung, ist notwendig für dieGewebereparatur und nützlich in der Behandlung von PMS ( prämenstruales Syndrom ). Studien ( z.B. Cambridge University fanden heraus, daß Zugaben an natürlichem Vitamin E das Risiko für das Erkranken der Herzkranzgefäße um 77% (!) senkt. Nur natürliches Vitamin E (alpha Form ) enthält die biologisch aktiven Isomere. Eigentlich ist natürliches
Vitamin E eine Familie aus 8 verwandten Molekülen.
Wichtig für Sportler: Vitamin E Schützt die Gelenke und wirkt entzündungshemmend. Daher bezahlt die Kasse bei Rheumaerkrankungen Vitamin E, da es hilft NSAR ( wie Voltaren Diclofenac einzusparen). Billigste Quelle : USA oder ALDI
( - ) ranzige Öle & Fette, Chlor, Antibabypille.
( +) Phosphor, Selen, Mangan, Inositol, A, B1, C, ungesättigte Fettsäuren, B-Komplex.
Tägliche Dosen zwischen 60 und 500mg täglich sind effektiv.

Vitamin E (Tocopheroläquivalent) - Aufnahme/Bedarf/empfohlene Zufuhr
Wirksamkeiten der verschiedenen Tocopherole
Die Wirksamkeit der Alpha-, Beta-, Gamma-, Delta-Tocopherole beträgt: 100 : 50: 25 : 1
Durch Veresterung (Tocotrienole) sinkt die Vitaminwirkung um 9%.
Das wirksamste Toxotrienol ist Alpha-Tocotrienol. Seine Aktivität beträgt 20-30% des Alpha-Tocopherols.
Das syntetische D,L-Alpha-Tocopherylacetat hat 67% der RRR-Alpha-Tocophenol-Wirkung.

Bedarf
Erwachsene 4-6 mg Alpha-Tocopherol/Tag (bei 7 g Linolsäure/Tag) Mehrbedarf - bei steigender Polyenfettsäurezufuhr, und zwar um 0,4-0,6 (andere Quellen: 0,5-1,0) mg Alpha-Tocophe-rol/Tag je Gramm aufgenommener Dienfettsäure = Diensäure-Äquivalent. in der Schwangerschaft (2 mg/Tag) während der Stillzeit (0,5 mg/100 g sezernierte Milch, d.h. rund 5 mg) weiterhin bei Sportlern, Kranken, Genesenden, in Streßsituationen

Tatsächliche Aufnahme
19 mg/Tag

Empfohlene Zufuhr (abweichende Angaben anderer Quellen in Klammern)
Säuglinge 3- 4 mg D-Alpha-Tocopheroläquivalente/Tag
Kinder 5-12 mg je nach Alter (0,5 mg/kg KGW)
Erwachsene 12 (10-30) mg
Schwangere 14 mg ab 4. Monat
Stillende 17 mg

Heute übliche allgemeine Empfehlung: 100-400 I.E./Tag in mehreren Dosen über den Tag verteilt. Angebracht vor allem für Kranke, Rehabilitanden,
Leistungssportler, Schwangere, Stillende.

     

Vitamin E-reiche Lebensmittel
 
Fleisch                                    Innereien (Leber) und in geringen Mengen auch im Fleisch (z.B. Roastbeef)

Fisch                                       Fischkonserven in Öl, ferner Hering, Makrele, Rotbarsch

Nährmittel                              Korn allgemein, vor allem Weizenkeime und Vollkornprodukte

Fett                                         polyenreiche Pflanzenöle (vor allem Weizenkeimöl, ferner Sonnenblumenöl, 
                                                Distelöl, Mandelöl, Maiskeimöl,Traubenkernöl, Sojaöl, Olivenöl u.a., weiterhin 
                                                Diätmargarine, wesentlich weniger in Standardmargarine, noch weniger in Butter
                                                Eier Eigelb

Gemüse                                  vor allem Sellerie, wesentlich weniger in Blattgemüse

Obst/Nüsse                          Nüsse allgemein, vor allem Sonnenblumenkerne, Haselnüsse und Mandeln, ferner 
                                               Erdnüssse, Paranüsse, Walnüsse,Pinienkerne

Gewürze  Pfefferschoten-Pulver, getrockneter Sauerampfer

Verluste durch Lagerung und Zubereitung: 50% und mehr.

Vitamin E ( = Tocopherol)

Funktionen:
Dieses Vitamin ist als Schutzfaktor gegen Oxidation (genannt "Antioxidans") für die Membran-Bestandteile der Zelle wichtig. Es dient als Schutz gegen freie Radikale, die zu einer Schädigung der Zellmembranen und damit zur Funktionsbeeinträchtigung führen.Zusammen mit Vitamin C und Beta-Carotin bildet dieses Vitamin den Schutzschild gegen den oxidativen Angriff auf die Zellstrukturen. Es unterstützt das Immunsystem und verbessert die Reparaturmechanismen der Zellen.
Vorkommen:
Vitamin E kommt in sehr vielen Lebensmitteln vor. Besonders reich an Vitamin E sind Getreide-Keimöl, Sojabohnen, Milch, Erdnüsse, Rind- und Schweinefleisch.
Bedarf:
Die empfehlenswerte Höhe der täglichen Zufuhr liegt bei:

Personengruppe

Tocopherol in mg pro Tag

Tocopherol in I.E.

Säuglinge und Kinder

3 - 12 mg

3 - 12 I.E.

Jugendliche und Erwachsene

12 mg

12 I.E.

Schwangere

14 mg

14 I.E.

Stillende

17 mg

17 I.E.

Wichtige Hinweise:
Der vorbeugende Bedarf kann je nach Situation auch bei 30 - 60 mg liegen. Da Dosen, die Vergiftungserscheinungen auslösen könnten, sehr viel höher liegen, liegt auch diese Menge noch deutlich im sicheren Bereich.

Vitamin E
gehört wie die Vitamine A und C  zu den Antioxidantien. Es schützt die Zellen vor freien Radikalen, ebenso verhindert es das Ranzigwerden von
Fetten. Die Sauerstoffversorgung des Gewebes wird verbessert und die Fließeigenschaft des Blutes verbessert. So kann Vitamin E vor
Herzinfarkt schützen. Durch seine antioxidative Wirkung beugt es Krebs, Arteriosklerose und Herzinfarkt vor und wird in der Behandlung von
rheumatoider Arthritis eingesetzt.
Weitere wichtige Aufgaben sind:

       Regulation der Gerinnungsfähigkeit des Blutes
       Verbesserung der Sauerstoffversorgung im
       Gewebe
       Schutz der Zellwände, Zellmembranen und Hormone
Ein Mangel führt zu:                            einen typischsen Vitamin-E-Mangel gibt es eigentlich
                                                          nicht. Symptome wie Muskelschwäche, Blutarmut und
                                                          Nervenerkrankungen können Zeichen eines
                                                          Vitamin-E-Mangels sein
Die von der DEG empfohlene tägliche Zufuhr eines Erwachsenen an Vitamin E beträgt 12 mg. Vor allem Pflanzenfette wie Oliven-,
Sonnenblumen- und Sojaöl, aber auch Nüsse und Getreidekeime sind reich an Vitamin E.
Biochemisch wirksam als Redoxsystem zum Schutz gegen Oxidation von ungesäuerten Fettsäuren. Zusätzlich ist ein Wirkungsmechanismus über den Hormonstoffwechsel(Prostaglandine) bekannt: Prostaglandine vom Typ II sind an Zahnfleischentzündungen beteiligt; Vitamin E hemmt diese Synthese.   
Eine Untersuchung an 39 gesunden, schwangeren Frauen zeigte einen direkten Zusammenhang zwischen dem Vitamin E-Spiegel und dem Auftreten von Zahnfleischerkrankungen:   
Absinken des Spiegels zu Beginn der Schwangerschaft; Anstieg kurz vor der Geburt.   
In einer Doppelblindstudie erwies sich eine Salbe mit einem Vitamin E-Gehalt von 2% als wirksam zur Linderung und Heilung lokaler Entzündungserscheinungen. Eine ähnliche Doppelblindstudie zeigte, dass das tägliche Zerkauen einer 800mg Vitamin E-Kapsel nach 21 Tagen eine signifikante Verminderung der bei Zahnfleischentzündungen charakteristischen Sulcusflüssigkeit bewirkte.

 


Die Vitamine E und Vitamin C schützen die Arterien 
Dr. Gary P. D. Plotnick von der Universität von Maryland und seine  Kollegen untersuchten den Einfluß der antioxidativen Vitamine E und C 
auf die Gefäßinnenwände der Arterien bei gleichzeitiger Zufuhr von fettreicher Nahrung.
Die Versuchspersonen bekamen:
a) fettarmes Frühstück
b) fettreiches Frühstück
c) fettreiches Frühstück plus 1000 mg Vitamin C,  plus 800 I.E. Vitamin E.
Ergebnis: Das fettreiche Frühstck führte zu einer Verminderung der Endothelfunktion der Arterienwände für 2 - 4 Stunden. Bei fettarmem und Fett
plus Vitaminen blieb dieser Effekt aus. Dies könnte erklären, warum Vitamin E und C vor einer krankhaften Verengung der Arterien schützen - bedeutsam für 
Patienten mit Koronarsklerose, (JAMA, 278, 1997, 1682)


Cholesterin und Vitamin E
Über den Cholesterinspiegel, seine Auswirkungen und seine Beeinflussung wird seit Jahren heftig und kontrovers diskutiert. Dabei spielen die Interessen der Hersteller von Margarine oder sog. Lipidsenker ( Medikamente, welche die Blutfettwerte absenken ) keine geringe Rolle. 
Dennoch gelten einige Erkenntnisse mittlerweile als gesichert:
Zu hohe Cholesterinwerte begünstigen Arteriosklerose und erhöhen damit das Risoko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Bei der Beurteilung eines zu hohen Cholesterinspiegels reicht die Nennung des Gesamtcholesterins nicht aus. Vielmehr muß die Höhe des "guten" Cholesterins, des HDL und des "schlechten" Cholesterins LDL berücksichtigt werden. Dabei gilt: je niedriger das LDL und je höher das HDL, desto besser. Es hat sich gezeigt, daß der Cholesterinspiegel durch diätetische Maßnahmen nur unwesentlich beeinflußt werden kann. Die University oft Texas, Dallas, führte eine Doppelblindstudie durch. Die Hälfte der Probanden bekam Placebos, die andere Hälfte 800 I. E. Vitamin E täglich. Das Ergebnis nach drei Monaten: In der Gruppe, die Vitamin E bekam, dauerte es doppelt solange, bis LDL-Partikel oxidierten, wie in der Vergleichsgruppe. Bereits frühere Studien hatten gezeigt, daß Vitamin E sich mit LDL-Partikeln verbindet und diese schützt, "ranzig" zu werden. Derartige ranzige, also oxidierte Teilchen lagern sich als sogenannte Plaque in der Arterieninnenwand ein und führen zur Arteriosklerose, den krankhaft verengten Arterien. Solange genügend Vitamin E vorhanden ist, bleibt das LDL harmlos. Eine Studie der Harvard University mit 40.000 Teilnehmern ergab eine Reduzierung der Herzerkrankungen um 37 Prozent bei den Probanden, die regelmäßig Vitamin E substituierten. In Albuquerque, New Mexiko ergaben die Nachsorgeuntersuchungen an Patienten mit koronarem Bypass an 162 Männern im Alter zwischen 40 und 59 Jahren, daß diejenigen die mehr als 100 I.E. Vitamin E täglich einnahmen, signifikant weniger neue Einlagerungen an arterieller Plaque aufwiesen, als die Kontrollgruppe. " Mehrere Studien zeigen, daß eine zusätzliche Gabe von Vitamin E vor Herzerkrankungen schützt. Dennoch ist es zu früh, eine spezielle Empfehlung herauszugeben " sagt Professor Frey, Leiter der Studie in Harvard, " aber ich weiß, daß nach Veröffentlichung unserer Studie viele Ärzte begannen, regelmäßig Vitamin E zu nehmen. " Er fügte hinzu: " Es ist eigentlich eine paradoxe Situation, daß offensichtlich viele Ärzte selbst Vitamin E nehmen, aber es nicht Ihren Patienten empfehlen wollen. "


Vitamin E: BASF verdoppelt Produktion
Ludwigshafen (dpa) - Der Chemiekonzern BASF will seine Produktion von Vitamin E in den kommenden Jahren auf 20 000 Tonnen jährlich verdoppeln. Zu diesem Zweck sollen im Stammwerk Ludwigshafen 100 Millionen Euro in den Bau neuer Anlagen investiert werden, teilte die BASF Aktiengesellschaft am Dienstag in Ludwigshafen mit. Insgesamt will das Unternehmen 600 Millionen Euro (knapp 1,2 Mrd. DM) in den Auf- und Ausbau von Anlagen zur Vitaminherstellung investieren. Vitamin E wird unter anderem als Ergänzung für Tiernahrung sowie zur Herstellung von Lebensmitteln und Kosmetika gebraucht. Mit der Steigerung der Produktion reagiere die BASF auf die wachsende Nachfrage. Der Konzern ist nach eigenen Angaben der weltweit zweitgrößte Vitaminhersteller. Bei Vitamin E für die Tiernahrung habe das Unternehmen 2000 einen Weltmarktanteil von 26 Prozent erreicht. (ee) 14. März 2001

 



Vitamine C und E gut für Risiko-Schwangere

Vitamin-C- und Vitamin-E-Präparate können Schwangerschaftserkrankungen wie Durchblutungsstörungen der Placenta und oxidativem Stress vorbeugen. Dies hat eine englische Studie mit rund 180 Teilnehmerinnen bestätigt.

Schwangere mit einem hohen Risiko für Schwangerschaftserkrankungen (Präeklampsie), die regelmäßig Vitamin C und Vitamin E einnahmen, zeigten bei den entscheidenden Blutwerten keine Unterschiede zu gesunden Schwangeren, berichtet die Fachzeitschrift American Journal of Obstetrics und Gynecology (3, 2002). Erhielten Eklampsie-Gefährdete hingegen keine Präparate, wichen ihre Werte von der Norm ab.


 Vitamin E scheinbar ohne signifikanten Effekt auf die Entwicklung einer KHK

Konträr zu Ergebnissen von Beobachtungsstudien scheint die Einnahme von Vitamin E die Inzidenz kardiovaskulärer Erkrankungen nicht zu senken.
Wissenschafter unter der Leitung von Dr. Charles Hennekens vom Mount Sinai Medical Center in Miami Beach, USA, fanden in Datenbanken ab 1990 sieben große randomisierte Studien, in denen ein möglicher präventiver Effekt von Vitamin E hinsichtlich des kardiovaskulären Risikos untersucht wurde.
In sechs der sieben Untersuchungen konnte kein singifikanter Nutzen der Vitaminzufuhr nachgewiesen werden. Es wurden odds ratios für Myokardinfarkt und Schlaganfall von etwa 1 ermittelt. (OR eines schweren kardiovaskulären Ereignisses = 0,98; OR eines nicht-fatalen Myokardinfarkts =1,00; OR eines nicht-fatalen Insults = 1,03; OR eines fatalen kardiovaskulären Ereignisses = 1,00)
Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass die zusätzliche Gabe von Vitamin E sich weder statistisch noch klinisch auf das kardiovaskuläre Risiko auszuwirken scheint.
2.8.04  www.medaustria.at
Quelle: Arch Intern Med; 2004, 164: 1552-1556


Kein Hinweis für Gefäßschutz durch Vitamin E
ORLANDO (ner). Die Hoffnung, daß die regelmäßige Vitamin-E-Zufuhr gut für Herz, Hirn und Gefäße ist, hat sich nicht bestätigt. In einer weiteren jetzt vorgestellten Analyse der Woman's Health Study ergab sich nach zehn Jahren kein Unterschied zu Placebo.
"Wir haben keinen Hinweis darauf gefunden, daß Vitamin E das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse vermindern kann", sagte Dr. Julie E. Buring vom Brigham and Women’s Hospital in Boston, Massachussetts, beim Jahreskongreß des American College of Cardiology (ACC) in Orlando, Florida.
19 900 Frauen im Alter von durchschnittlich 55 Jahren hatten zehn Jahre lang monatlich eine Packung Vitamin E erhalten. Die Compliance und die Effekte der Behandlung waren jährlich abgefragt worden. Die gleiche Anzahl Frauen hatte Placebo erhalten.
In beiden Gruppen hatten jeweils etwa 500 Teilnehmerinnen innerhalb des Studienzeitraumes einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder sie starben an einem kardiovaskulären Zwischenfall. Zwar gab es einen signifikanten Unterschied bei der Rate kardiovaskulärer Todesfälle zugunsten der Vitamin-E-Gruppe (106 versus 140 Todesfälle), die Gesamt-Mortalitätsrate war jedoch nicht verschieden. Auch bestimmte Subgruppen wie Raucher, Hypertoniker oder Diabetiker profitierten nicht vom Vitamin E.
Die Hypothese, daß antioxidativ wirkende Vitamine eine gefäßprotektive Wirkung haben, hat in den vergangenen Jahren immer wieder für Diskussionen gesorgt. Labor- und Tierexperimente hatten ergeben, daß Vitamin E die LDL-Oxidation hemmt und die Atherothrombose aufhalten kann. Ergebnisse verschiedener Beobachtungsstudien hatten diese These gestützt. Ärzte Zeitung, 15.03.2005


Vitamin-E-Mangel in der Schwangerschaft kann später zu Asthma bei Kindern führen
Frauen, die während der Schwangerschaft zu wenig Vitamin E einnehmen, vergrößern das Risiko, dass ihr Kind später an Asthma erkrankt. Das haben Forscher der Universität Aberdeen herausgefunden.
Die Wissenschaftler untersuchten 1.253 schwangere Frauen und verfolgten ihre und die Entwicklung ihrer Kinder über einen Zeitraum von fünf Jahren. Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft einen Vitamin-E-Mangel hatten, erlitten häufiger an Asthma als ihre Vergleichsgruppe.
Die Forscher untersuchten den Zusammenhang zwischen pränataler Vitamin E-Einnahme und der Lungenfunktion von Kindern schon seit längerem. Sie fanden heraus, dass Kinder, deren Mütter viel Vitamin E einnahmen weniger anfällig für Allergene sind.
Die Atemwege sind bereits nach der 16. Schwangerschaftswoche vollständig entwickelt, daher müssen die Frauen vor allem in den ersten vier Monaten viel Vitamin E einnehmen.
Jugendliche und Erwachsene, die bereits Asthma haben, können mit Vitamin E jedoch keine positiven Effekte mehr erzielen, so die Forscher. 23.09.2006 http://krankenkassenratgeber.de


Vitamin E-Mangel während Schwangerschaft steigert Asthma-Risiko des Kindes
Ein Wissenschaftsteam um Graham Devereux der Universität Aberdeen frühen Jugend mit einer größeren Wahrscheinlichkeit Asthma bekommen. Die Wissenschaftler untersuchten 1.253 schwangere Frauen und verfolgten ihre und die Entwicklung ihrer Kinder über einen Zeitraum von fünf Jahren. Somit entdeckten Sie, dass die Nachkommen von Frauen mit niedriger Vitamin E-Einnahme ein um fünfmal höheres Risiko tragen, in den ersten Lebensjahren Asthma zu entwickeln, als Kinder von Müttern mit hoher Vitamin E-Einnahme. Die Studienergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlicht.
Die Forscher untersuchen den Zusammenhang zwischen pränataler Vitamin E-Einnahme und der Lungenfunktion von Kindern schon seit längerem. In ihrer ersten großangelegten Studie, die 2001 veröffentlicht wurde, analysierten sie das Blut in der Nabelschnur von 223 Kindern und entdeckten, dass Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft viel Vitamin E zu sich nahmen, weniger anfällig für Allergene sind.
In einer weiteren Studie entdeckten sie, dass die Kinder von Müttern mit einer niedrigen Vitamin E-Einnahme im Alter von zwei Jahren öfter ein pfeifendes Atemgeräusch sowie Hautausschlag vorzeigen.
Da sich die Atemwege nach der 16. Schwangerschaftswoche vollständig entwickelt haben, sei es den Forschern zufolge sehr wichtig, dass die werdenden Mütter vor allem während der ersten vier Monate genügend Vitamin E zu sich nehmen. "Unsere Studienergebnisse lassen jedoch vermuten, dass Vitamin E neben der Lungenfunktion auch Entzündungen der Atemwege beeinflusst, und dass sich die Vitaminwirkung im Laufe der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren verändert", so Devereux. So hänge eine allergische oder asthmatische Atemwegsentzündung eher vom Vitamin-E-Niveau gegen Ende der Schwangerschaft ab. Für Jugendliche und Erwachsene, die bereits Asthma entwickelt haben, hat eine Steigerung der Vitamine E-Einnahme allerdings keine positive Wirkung, so die Forscher. 05.09.2006 Infos für Ärzte  http://www.journalmed.de