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Vitamin E schützt die Blutgefäße
Zahnmedizin
In einer Doppelblindstudie erwies sich eine Salbe mit einem Vitamin E-Gehalt
von 2% als wirksam zur Linderung und Heilung lokaler Entzündungserscheinungen.
Eine ähnliche Doppelblindstudie zeigte, dass das tägliche Zerkauen einer 800mg
Vitamin E-Kapsel nach 21 Tagen eine signifikante Verminderung der bei
Zahnfleischentzündungen charakteristischen Sulcusflüssigkeit bewirkte.
Vitamin E ist eine effiziente und vor allem
Nebenwirkungsfreie Alternative zu NSAR-Therapie (Diclofenac) bei
Verspannungszuständen und Schmerzen im Rückenbereich.Schon lange ist bekannt,
daß durch Gabe von Vitamin E NSAR( wie Voltaren+Ibuprofen) eingespart werden
können. Die bisherigen Empfehlungen lagen bei 600-1200 mg (900-1800 I.E.) pro
Tag. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass aber eine Gabe von etwa 350mg(525 I.E.) ein Sättigungsgrad erreichen. Grund: Die Bindungskapazität in der Leber
für alpha-Tocopherol (Vit.E) in der Leber ist erschöpft, die biläre
Elimination setzt ein.Von Dosen über 600 I.E. sollte daher abgesehen werden.
Praxisdepesche 13/2000
Als Antioxidants zum Zellschutz und Gefäßschutz haben sich Dosen von ca. 400
I.E. als sinnvoll erwiesen. Zur Vorbeugung von Verletzungen und
Entzündungsreaktionen ist diese Dosierung auch im Leistungssport zu empfehlen.
Eine verbesserte Regenerationsfähigkeit wird außerdem postuliert.
Vitamin E kann bei Rheuma helfen
Schutz vor Sonnenbrand durch antioxidative
Nahrungsergänzung ist möglich.
Vitamin E schützt vor Muskelschäden nach intensiver Belastung
Eine verstärkte
Lipidperoxidation durch freie Radikale bei
intensiver Belastung kann zu
Membranschäden der Muskelzelle führen,
was durch einen vermehrten Ausstrom
muskulärer Enzyme gekennzeichnet ist.
Eine japanische Arbeitsgruppe stellte nach
einem 6 tägigen plötzlich auf 48,3
km/Tag ge-steigerten Lauftraining einen
Anstieg der CK-Aktivität im Serum auf
1000 U/L fest. Bei vorheriger 4wöchiger
Gabe von alpha-Tocopherol
(1200 IU/Tag) fiel dieser Anstieg –wie
auch der von LDH– deutlich geringer aus. Als Zeichen einer verminderten
Lipidperoxidation war die Konzentration
von TBA nach Gabe von alpha-Tocopherol
bereits vor Aufnahme des intensivierten
Trainings gegenüber Placebobedingungen erniedrigt.
Die Ergebnisse bestätigen so den mehrfach
in der Praxis beobachteten positiven
Effekt einer Vitamin E-Substitution auf
die Muskelzellmembran bei intensivem
Training.
(Itoh H et al.: Vitamin E
supplementa-tion attenuates
leakage of enzymes fol-lowing 6
days of running training. Int J Sports
Med 21 (2000) 369-374)
Vitamine als Gedächtnisschutz
Vitamin E
ist fettlöslich und wirkt antioxidativ, antiproliferativ und antiinflammatorisch. Als wichtigstes Antioxidanz schützt es vor allem die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in den Phospholipiden der Zellmembranen vor Oxidation durch freie Sauerstoffradikale. Es hemmt die Entstehung von oxidiertem LDL im Plasma, das als wichtiger Risikofaktor für die Atherosklerose gilt. Außerdem beeinflußt Vitamin E die Eicosanoidsynthese, das Immunsystem und die Thrombozytenaggregation. Vitamin E wirkt offenbar am besten im Verbund mit anderen Antioxidantien. In einer prospektiven Beobachtungsuntersuchung mit insgesamt 34 000 Frauen in der Postmenopause war die Häufigkeit von Koronartodesfällen bei den Frauen, die sieben Jahre lang täglich bis zu 250 IE Vitamin E eingenommen hatten, nicht zurückgegangen, während dies bei den Frauen, die Vitamin E mit der Nahrung zu sich genommen hatten, bei genügenden Dosen der Fall war (NEJM 334, 1996, 1156). Wer täglich mindestens 40 IE Vitamin E zu sich nimmt, kann damit außerdem sein Schlaganfallrisiko halbieren, so ein Ergebnis der Northern Manhattan Stroke Study. In der Sekundärprävention der KHK senkt die Einnahme von täglich 400 und 800 IE Vitamin E die Zahl nichttödlicher Herzinfarkte signifikant. Allerdings bleiben die Zahl der tödlichen Infarkte und die kardiovaskuläre Gesamtmortalität dadurch unbeeinflußt, so die Ergebnisse der CHAOS-Studie (Lancet 347, 1996, 781). Als Schätzwert für die täglich angemessene Zufuhr gelten 15 Milligramm RRR a-Tocopherol-Äquivalent. 1 Milligramm RRR a-Tocopherol-Äquivalent entspricht 1,49 IE Vitamin E. Ärzte Zeitung, 22.08.2000Die Vitamine E und
Vitamin C schützen die Arterien
Vitamin E schützt vor Prostata-Krebs
Wird Mann sich demnächst mit Vitamin
E vor einem Prostatakarzinom schützen? Bei finnischen Rauchern hat
Alpha-Tocopherol (Vitamin E) die Inzidenz dieser Krebsart um ein knappes Drittel
reduziert. Die Sterblichkeit ging ebenfalls zurück.
Mit der Alpha-Tocopherol,
Beta-Carotene Cancer Prevention-Study, kurz ATBC-Study genannt, wollte man
ursprünglich herausfinden, wie sich Lungenkrebs verhindern lässt. An der Studie
nahmen fast 30'000 männliche Raucher im Alter zwischen 50 und 70 Jahren teil.
Über einen Zeitraum von 5 bis 8 Jahren schluckten sie täglich entweder 50 mg
Alpha-Tocopherol, 20 mg Beta-Carotin, beides zusammen oder ein Plazebo.
Die Alpha-Tocopherol-versorgten
Männer erkrankten im Vergleich zu jenen, die das Vitamin nicht einnahmen, um 32%
seltener am Prostatakarzinom. Von dieser Krebsform verursachte Todesfälle
verringerten sich sogar um 41%. Unter Beta-Carotin war kein signifikantes Effekt
zu erkennen. Auch der Nutzen der Vitamin E-Supplementation muss erst
noch in weiteren klinischen Studien bestätigt werden, ehe eine solche Prävention
des Prostatakarzinoms allgemein empfohlen werden kann, betonen die
Finnen im Journal of the National Cancer Institute.
QUELLE: OLLI P.
HEINONEN ET AL., DEPARTMENT OF PUBLIC HEALTH, UNIVERSITY OF HELSINKI; JOURNAL OF
THE NATIONAL CANCER INSTITUTE, VOL. 90, NO. 6 (1998), S.
440-446.
Wirkung von Vitamin E umstritten
Vitamin E gegen Arteriosklerose
Knochenschwund, auch Osteoporose genannt, trifft oft
ältere Frauen – ein Verlust an Körpergröße, gebeugte Haltung und häufige
Knochenbrüche können die Folge sein. Dabei wird der Knochenabbau mit dem
Absinken der Östrogen-Produktion nach den Wechseljahren in Verbindung gebracht.
Sollten die Ergebnisse der Tierversuche auf Menschen übertragbar sein, könnte
Vitamin E helfen, durch Östrogenmangel bedingten Knochenschwund aufzuhalten und
sogar umzukehren.
Sollte dies der Fall sein, könnte Vitamin E künftig als Alternative zu Östrogen-
und Hormon-Ersatztherapie in der Vorbeugung und Therapie nicht nur von
Herz-Kreislauferkrankungen und einigen Krebsarten eingesetzt werden, sondern
auch gegen den Verlust von Knochenmasse. Studien an Frauen sollen in
nächster Zeit zeigen, ob die beobachteten Effekte bei Tierversuchen auch auf
Menschen übertragbar sind.
Quelle: 83rd Annual Meeting of The Endocrine, WebMD GesundheitsScout 24 -
News
Vitamine E inhibiert Androgenrezeptor
auf entarteten Prostata-Zellen 3.6.02
Wann
Vitamin E vor einem Morbus Parkinson schützt
BOSTON. Die reichliche Zufuhr von Vitamin E mit der Ernährung, nicht aber die
Einnahme von Vitaminpräparaten senkt möglicherweise das Risiko, an einem Morbus
Parkinson zu erkranken. Dies zeigt eine Auswertung der Nurses’ Health Study (NHS)
und der Health Professionals Follow-Up Study (HPFS) in Neurology
(2002; 59: 1161–1169).
Eine oxidative Schädigung von Nervenzellen soll die Ursache des Morbus Parkinson
sein. Wenn dies stimmt, dann könnten die antioxidativen Vitamine E, C und
Carotenoide die Erkrankung verhindern. Diese Hypothese ist bisher nur in
retrospektiven Studien untersucht worden – mit unklaren Ergebnissen. Einige
zeigen eine protektive Wirkung, andere nicht. Deshalb haben Shumin Zhang von der
Harvard School of Public Health die beiden größten prospektiven
Beobachtungsstudien zur Krankheitsprävention, die NHS und HPFS, ausgewertet.
In diesen beiden Studien wird regelmäßig eine Ernährungs- und
Medikamenten-Anamnese erhoben. Alle Erkrankungen der Teilnehmer aus beiden
Kohorten werden seit 1984 (NHS) und seit 1986 (HPFS) fast lückenlos erhoben. Von
den 76 890 Frauen und 47 331 Männern sind in den ersten 14 Jahren der
Nachbeobachtung 371 an einem Morbus Parkinson erkrankt. Für das Fünftel der
Teilnehmer mit der höchsten Zufuhr von Vitamin E durch die Nahrung wurde eine
Risikominderung um 32 Prozent ermittelt.
Auch der Verzehr von Nüssen (fünfmal die Woche gegenüber weniger als einmal pro
Monat) hatte einen protektiven Effekt (Risikominderung um 43 Prozent). Dagegen
konnte für Vitamin C und Carotenoide in der Nahrung keine schützende Wirkung
gezeigt werden. Eine weitere Analyse zeigte, dass die Einnahme von
Antioxidanzien in Vitaminpräparaten keine protektive Wirkung entfaltete.
Auffallend ist die geringe Inzidenz des Morbus Parkinson. Zhang hebt hervor,
dass es sich bei den Teilnehmern von NHS und HPFS um eine selektierte Gruppe von
Personen handelt, die offenbar gesünder lebt als die Normalbevölkerung. Dennoch
seien die Ergebnisse auf andere Gruppen übertragbar.
Wichtigste Einschränkung der Studien ist, dass sie als Beobachtungsstudien
keinen kausalen Beweis liefern können, dass die Ernährung einen Einfluss auf die
Krankheitsinzidenz hat. Hierzu wären randomisierte prospektive Therapiestudien
erforderlich, die allerdings in Ernährungsfragen schlecht vorstellbar sind.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT (22.10.02)
Vitamin E und
Vitamin C senken den Cholesterinspiegel
Eine Nahrungsergänzung mit den Vitaminen E und C kann für Gefäßkranke sinnvoll
sein. Die Vitamine verlangsamen oftmals ein Fortschreiten von Gefäßablagerungen
(Arteriosklerose), zeigt eine Studie an der Universität in Kuopio (Finnland).
Die Wirkung eines Präparats sei vergleichbar mit der eines üblichen
Cholesterinsenkers, schreiben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift
Circulation (7, 2003).
An der Studie beteiligten sich 520 Frauen und Männer mit erhöhten
Cholesterinspiegeln. 105 von ihnen erhielten ein Scheinpräparat, die übrigen
mindestens drei Jahre lang ein Kombinationspräparat mit den Vitaminen C und E.
In der Vitamingruppe verlangsamten sich die arteriosklerotischen
Gefäßveränderungen um 30%. Besonders deutlich war die Wirkung bei Männern und
bei Teilnehmern, die zu Studienbeginn einen niedrigen Vitamin-C-Spiegel hatten.
Auch bei Probanden, die zu Beginn der Studie bereits Gefäßveränderungen
aufwiesen, zeigte sich der positive Effekt des Vitaminpräparats.
Die Wissenschaftler bestimmten die Gefäßveränderungen, indem sie mit einem
Ultraschallgerät die Halsschlagader untersuchten.
Weitere Vitamin E Studien von www.geovis.de
1 Prof. Prior: Der Nutzen
antioxidativer Vitamine als krankheitsvorbeugende Maßnahme
2 Prof. Sies: Vitamin E in biologischen Systemen: Radikale und
ihre Rolle bei Krankheiten
3 Prof. Esterbauer: Vitamin
E und Arteriosklerose
5 Prof. Blumberg: Die Wirkung von Vitamin E auf die Immunfunktion während des Alterns
6 Dr. Horn: Vitamin E bei Störungen des zentralen und peripheren Nervensystems
7 Prof. Kh. Schmidt: Durch freie Radikale verursachte Krankheiten
8 Prof. Rösen: Vitamin E und Diabetes
9 Dr. Clemens: Freie Radikale in der Krebsentstehung und die Rolle der Radikalenfänger Vitamin E und C
10 Dr. Kuklinski: Therapie mit Vitamin E und Selen bei Pankreatitis und alkoholtoxischen Leberschäden
11 Dr. Molenaar: Vitamin E in der plastischen Chirurgie
12 Prof. Traber: Biokinetik von Vitamin E
13 Prof. Diplock: Die Sicherheit oraler Vitamin E-Aufnahme
14 Prof. Ingold: Bioverfügbarkeit verschiedener Formen von Vitamin E
15 Sepp Klik: Neue Forschungsergebnisse über Vitamin E und C (Cholesterin, Bedarf von Sportlern, Diabetes, Herzinfarkt u.a.)
Vitamine C und E gut für Risiko-Schwangere
Vitamin-C- und Vitamin-E-Präparate können Schwangerschaftserkrankungen wie
Durchblutungsstörungen der Placenta und oxidativem Stress vorbeugen. Dies hat
eine englische Studie mit rund 180 Teilnehmerinnen bestätigt.
Schwangere mit
einem hohen Risiko für Schwangerschaftserkrankungen (Präeklampsie), die
regelmäßig Vitamin C und Vitamin E einnahmen, zeigten bei den entscheidenden
Blutwerten keine Unterschiede zu gesunden Schwangeren, berichtet die
Fachzeitschrift American Journal of Obstetrics und Gynecology (3, 2002).
Erhielten Eklampsie-Gefährdete hingegen keine Präparate, wichen ihre Werte von
der Norm ab.
alpha-Tokopherol schützt oberen
Gastrointestinaltrakt
Unter Vitamin E weniger Magen- und Speiseröhrenkrebs
Hohe Blutlevel an Vitamin E, auch alpha-Tokopherol genannt, senken die
Wahrscheinlichkeit, am Magen- oder Speiseröhrenkrebs zu erkranken.
Wer Zusatzprodukte schluckt, die Vitamin E enthalten, stirbt offenbar seltener
an Krebs. Insbesondere sinkt mit steigendem alpha-Tokopherol-Blutlevel die
Gefahr, dass Karzinome des Mageneingangs und Speiseröhrenkrebs wachsen.
In einer früheren in Linxian, China, durchgeführten randomisierten
Ernährungsstudie wurde bereits eine signifikant geringere Krebssterblichkeit bei
Personen nachgewiesen, die eine Kombination aus Selen, beta-Karotin und
Vitamin-E-Supplementen eingenommen hatten. In der vorliegenden Untersuchung ging
es nun um den Zusammenhang von Vitamin-E-Spiegeln im Serum vor Studienbeginn und
dem Risiko, während der Studie ein Speiseröhren- oder Magenkarzinom zu
entwickeln.
Nicht nur positive Effekte
Philip Taylor vom National Cancer Institute in Bethesda, Maryland, und seine
chinesischen Mitarbeiter ermittelten nun den Tokopherol-Gehalt im Blutserum
sowie den Cholesterinspiegel von 1072 Patienten, die am Speiseröhrenkarzinom,
Krebs des Mageneingangs oder anderen Magenkarzinomen erkrankt waren. 1053
Personen dienten als Kontrollgruppe.
Verglichen mit der Gefährdung derjenigen Probanden mit den niedrigsten Werten
für alpha-Tokopherol, lag das relative Risiko für Speiseröhrenkrebs in der
Gruppe mit den höchsten Serumwerten um knapp 40 Prozent niedriger. Für
Mageneingangs-Krebs betrug die Risikosenkung gut 15 Prozent. Allerdings erhöhte
alpha-Tokopherol das Risiko, an sonstigem Krebs des Magens zu erkranken etwa
aufs Doppelte – ein Befund, der die Forscher überraschte und den sie nicht
erklären konnten.
2003-10-08
Quelle: www.aerztlichepraxis.de
Schützen Vitamin E und Vitamin C -Kombinationen vor dem Morbus Alzheimer?
BALTIMORE. Ältere Menschen, die regelmäßig Präparate mit den beiden
antioxidativen Vitaminen C und E einnehmen, erkranken möglicherweise seltener an
einem Morbus Alzheimer. Darauf deutet eine bevölkerungsbasierte Studie in den
Archives of Neurology (2004; 61: 82–88) hin.
In den Jahren 1995 bis 1997 wurden im „Cache County“ im US-Bundesstaat Utah 4
760 ältere Menschen (über 65 Jahre) neurologisch untersucht. Bei 200 Menschen
wurde ein bestehender Morbus Alzheimer diagnostiziert (Prävalenz-Fälle). Drei
Jahre später, zwischen 1998 und 2000, wurde die Kohorte erneut untersucht.
Dieses Mal waren 104 weitere Erkrankungsfälle hinzugekommen (Inzidenzfälle).
Die Teilnehmer waren auch nach der Einnahme von Vitaminen befragt worden. Etwa
17 Prozent gaben an, sowohl Vitamin C als auch Vitamin E – zumeist in
Multivitaminpräparaten – einzunehmen. Peter Zandi von der Johns Hopkins
University Bloomberg School of Public Health in Baltimore verknüpfte beide
Untersuchungen und kommt zu einem recht erstaunlichen Ergebnis.
Teilnehmer, die regelmäßig Vitamin C in einer Dosis von mindestens 500
Milligramm pro Tag zusammen mit Vitamin E eingenommen hatten, erkrankten
deutlich seltener an einem Morbus Alzheimer als andere. Die Prävalenz war um 78
Prozent gesenkt (Odds-Ratio: 0,22; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,05 bis 0,60).
Die Inzidenz war um 64 Prozent reduziert (Hazard Ratio 0,36; 0,09 bis 0,99).
Auch für Personen, die beide Vitamine in normal dosierten
Multivitamin-Präparaten einnahmen, war eine Tendenz erkennbar. Dagegen wurde für
die alleinige Einnahme von Vitamin E oder Vitamin C kein protektiver Effekt
festgestellt.
Die Prozentzahlen deuten auf eine ausgeprägte protektive Wirkung hin und es gäbe
auch eine plausible Erklärung dafür: Die beiden Vitamine sind antioxidativ
wirksam und könnten so die Neuronen vor den oxidativen Schäden im Alter
schützen.
Auch einen möglichen Einwand können die Autoren ausräumen: Es ist denkbar, dass
jüngere und gesündere Personen häufiger zu Vitaminen greifen als ältere Personen
mit einer beginnenden Demenz. Dann wäre die fehlende Einnahme von Vitaminen
vielleicht ein Marker für eine bevorstehende Erkrankung, aber sicher nicht die
Ursache. Tatsächlich waren die Personen, die Vitamine einnahmen, in der Studie
jünger, häufiger weiblich und auch gesünder. Diese Faktoren wurden jedoch
bereits in der Berechnung der genannten Risiken berücksichtigt.
Unklar ist noch, wieso das wasserlösliche Vitamin C und das fettlösliche Vitamin
E zusammen eingenommen werden müssen, um das Risiko zu senken. Trotz der
deutlichen Zahlen ist Zandi und Mitarbeitern klar, dass die Studie keineswegs
ein Beweis für die Schutzwirkung der Vitaminkombination ist. Der Aussagewert
einer Beobachtungsstudie ist in dieser Hinsicht begrenzt, auch wenn sie – wie im
vorliegenden Fall – ein prospektives Design hat.
Es sei nur an die sehr viel versprechenden Ergebnisse von Beobachtungsstudien
zum Antioxidans Betacaroten bei Rauchern erinnert. Alle Experten erwarteten ein
positives Ergebnis der anschließenden Interventionsstudien. Doch diese zeigten,
dass bei starken Rauchern das Lungenkrebsrisiko gegenüber Placebo durch
Betacaroten sogar noch gestiegen war.
Die Ergebnisse aus Beobachtungsstudien sind deshalb lediglich der Ausgangspunkt
für weitergehende Studien, wie sie die Autoren jetzt auch für die beiden
Vitamine fordern.(20.01.2004) DEUTSCHES ÄRZTEBLATT
Vitamine
machen nach Op schnell wieder fit
Vitamine C und E auch nach Brandverletzungen wichtig
WIESBADEN (bib). Freie Radikale sind an vielen Krankheitsprozessen beteiligt.
Damit stellt sich die Frage nach dem Nutzen einer prophylaktischen
Antioxidanzien-Gabe. Die Studienergebnisse zur Prävention kardiovaskulärer
Erkrankungen mit den Vitaminen C und E etwa sind zwar enttäuschend. Perioperativ
oder nach Verbrennungen hingegen könnte deren Anwendung hilfreich sein.
Das Verbrennungstrauma ist nach Einschätzung von Professor Hans K. Biesalski aus
Stuttgart derzeit die vielversprechendste Indikation. Denn dabei komme es zu
"einer explosionsartigen Bildung freier Radikale", so der
Ernährungswissenschaftler beim 110. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für
Innere Medizin.
Der Verbrauch von Antioxidantien ist bei schweren Brandverletzungen enorm: Die
Vitamin-C-Plasmaspiegel sinken rasch auf weniger
als die Hälfte. Durch hochdosierte parenterale Vitamin-C-Zufuhr - 66 mg pro
Kilogramm Körpergewicht über 24 Stunden - sei es in einer Studie mit
Schwerstverbrannten gelungen, die erforderlichen Volumengaben um mehr als 50
Prozent und die Ödembildung um nahezu 80 Prozent zu reduzieren, berichtete der
Ernährungswissenschaftler. Die mögliche Erklärung: Antioxidantien stärken die
Endothelbarriere. Ohne sie entstünden durch den oxidativen Streß hochtoxische
Peroxynitrite, die mit Proteinen des Endothels interagieren.
Auch bei größeren Operationen befürwortet Biesalski die Anwendung antioxidativer
Vitamine. So konnten etwa in einer Placebo-kontrollierten Studie mit 37
Patienten mit Leberteilresektion sowohl die Liegezeit auf der Intensivstation
als auch der gesamte Klinikaufenthalt signifikant verkürzt werden, wenn Vitamin
E infundiert wurde.
"Patienten, die später Probleme bekommen" - etwa eine Sepsis - "haben
postoperativ oft einen besonders starken Abfall antioxidativer Vitamine im
Blut", so Biesalski. Bei elektiven Eingriffen rät er daher zu einer
präoperativen Supplementierung, etwa mit 200 mg
Vitamin E und 500 mg Vitamin C täglich über vier Wochen. Da für
die Regeneration von oxidiertem Vitamin E Vitamin C nötig ist, sollte beides
kombiniert werden. Biesalski: "Wenn ich einem Patienten Vitamin E gebe, dann
gehört Vitamin C in mindestens der 2,5fachen Dosis dazu." Ärzte Zeitung,
20.04.2004
Erst
Vitamin
Cund
Vitamin E, dann
unters Skalpell
28.04.04 - Wer frühzeitig Antioxidanzien
einnimmt, schützt sich vor Komplikationen nach einer Operation. Diesem
Credo folgend rät der Stuttgarter Ernährungsspezialist Prof. Dr. med. Hans
Konrad Biesalski speziell älteren Patienten, vor einem geplanten Eingriff vier
Wochen lang täglich 500 bis 1 000 mg Vitamin C und 200 bis 400 mg Vitamin E
einzunehmen. So verhindere man, dass es in der frühen Phase nach der Operation
zu einem Mangel an Antioxidanzien kommt, was das Risiko für Komplikationen
drastisch erhöhe.
Auch bei der Strahlen- und Chemotherapie ist es sinnvoll, die „Radikalfänger”
einzunehmen. Allerdings ist in solchen Fällen zur Vorsicht zu raten: Unter
laufender Therapie sollten Patienten keine Antioxidanzien einnehmen – diese
schützen nämlich nicht nur gesundes Gewebe, sondern auch den Tumor. Auf die
Frage nach dem nötigen zeitlichen Abstand antwortet Biesalski pragmatisch:
„Patienten dürfen die Ernährung bis unmittelbar vor der Behandlung mit
antioxidativen Vitaminen ergänzen. Nach Abschluss einer Bestrahlung darf man
sofort wieder beginnen, nach einer Chemotherapie muss man drei Tage warten.“
Vitamin E und
Vitamin C
zur Verbesserung des Outcomes nach schweren
Traumata
Laut Resultaten einer in „Annals of Surgery“ publizierten Studie kann durch die
Administration von Antioxidantien das Risiko eines Multiorganversagens und
pulmonaler Komplikationen bei kritischen Trauma-Patienten reduziert werden.
Oxidativer Stress des Gewebes wird mit dem Auftreten eines ARDS (acute
respiratory distress syndrome) und eines Multiorganversagens assoziiert. Das
Fehlen von endogenen Antioxidantien soll ausserdem das Risiko von nosokomialen
Infektionen begünstigen. Dr. Avery B. Nathens von der University of Washington
in Seattle und Kollegen untersuchten die Hypothese, ob die Verabreichung von
antioxidativen Vitaminen bei schwer kranken chirurgischen Patienten die Inzidenz
von ARDS, Pneumonien und Organversagen verbessern könnte. 595 schwer kranke,
chirurgische Patienten auf der Intensivstation wurden in die randomisierte
Studie eingeschlossen, 91 Prozent waren Opfer eines schweren Traumas Entweder
erhielten die Patienten eine Ergänzungstherapie mit Vitamin C und E
(Ascorbinsäure und alpha-Tocopherol) oder Standardtherapie.
Primärer Endpunkt war die pulmonale Morbidität (ARDS und nosokomiale
Pneumonien). Sekundäre Endpunkte waren Multiorganversagen, Dauer der
mechanischen Ventilation und Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation.
Patienten mit einer Vitaminergänzungstherapie hatten bezüglich pulmonaler
Morbidität ein relatives Risiko von 0.81 gegenüber der Kontrollpopulation, das
relative Risiko bezüglich Multiorganversagen betrug 0.43. Ventilationsdauer und
Aufenthalt auf der Intensivstation waren unter Vitaminen kürzer.
Die Wissenschafter fassen zusammen, dass die frühe Verabreichung von Vitamin C
und E die Häufigkeit von pulmonalen Komplikationen und Multiorganversagen sowie
die Ventilations- und die Aufenthaltsdauer in einer Intensivstation reduziert.
28.10.04 www.medaustria.at Quelle:
Ann Surg; 236: 814-822
Erhöhtes Sterberisiko durch hoch
dosiertes Vitamin E
die meisten Studienteilnehmer über 60 Jahre alt
BALTIMORE. Die Einnahme von Vitamin E in einer Dosierung, die in vielen
Präparaten in einer einzigen Tablette enthalten ist, kann lebensgefährlich sein.
Zwar drohen keine akuten Vergiftungserscheinungen. Doch die regelmäßige Einnahme
von 400 IU/Tag oder mehr erhöht bei älteren Menschen langfristig das
Sterberisiko, wie eine Meta-Analyse zeigt, die auf der diesjährigen Tagung der
American Heart Association in New Orleans vorgestellt wurde und im Januar 2005
in den Annals of Internal Medicine erscheint. Die Studie wurde vorab online
verfügbar gemacht.
In den USA dürfte die Studie großes Aufsehen erregen, denn Millionen von
Amerikanern nehmen täglich Vitamine ein, häufig nach der Devise “je mehr – desto
besser”. Die Kapseln enthalten typischerweise 400 oder 800 IU Vitamin E. Genaue
Zahlen zur Selbstmedikation mit Vitamin E gibt es nicht. Nur die
Produktionszahlen sind bekannt. Danach hat Vitamin E (als Einzelvitamin) nach
Multivitaminen (die oft auch Vitamin E enthalten), B-Vitaminen und Vitamin C in
den USA einen “Marktanteil” von elf Prozent.
Und das nicht ohne Grund: Vitamin E steht seit einiger Zeit in dem Ruf,
besonders gesundheitsförderlich zu sein. Seine anti-oxidative Wirkung soll vor
allen möglichen chronischen Krankheiten schützen, Krebs, Morbus Alzheimer und
Herzerkrankungen eingeschlossen. Da spielt es kaum eine Rolle, dass die meisten
klinischen Studien zu diesem Thema zu enttäuschenden Ergebnissen geführt haben.
Ignoriert wurde auch, dass einige Studien nebenbei einen Trend auf eine erhöhte
Sterblichkeit andeuteten.
Das war für die Epidemiologen um Edgar Miller von der Johns Hopkins Universität
in Baltimore Anlass, 19 Studien mit 135 967 Teilnehmern systematisch daraufhin
zu untersuchen, welchen Einfluss höhere Vitamin-E-Dosierungen auf das
Sterberisiko haben.
Neun Studien hatten nur Vitamin E untersucht, bei den übrigen Studien waren
Multivitamine eingesetzt worden. Die Studien waren in Nordamerika, Europa und
China durchgeführt worden. Die Nachbeobachtungszeit dauerte zwischen 1,4 bis 8,2
Jahre. Die Vitamin E-Dosis betrug zwischen 16,5 IU und 2000 IU Vitamin E pro
Tag.
In elf Studien hatten die Patienten Vitamin E in einer Dosis von mehr als 400 IU
pro Tag eingenommen. In neun dieser Studien war die Sterblichkeit höher als im
Placebo-Ast. Auch in den Studien, in denen 200 IU eingenommen worden waren, gab
es einen Trend zu einer erhöhten Sterblichkeit.
Ein Grund, sich Sorgen zu machen, besteht nicht. Die Einnahme von mehr als 400
IU Vitamin E pro Tag führt nach den Berechnungen der Meta-Analyse zu 39
zusätzlichen Todesfällen auf 10 000 Anwender (95-Konfidenz-Intervall
3-74/10.000). Das ist innerhalb von fünf Jahren ein Anstieg um wenige Prozent.
Einschränkend muss hinzugefügt werden, dass die meisten Studienteilnehmer über
60 Jahre alt war, und an chronischen Krankheiten litten. Vitamine werden dagegen
gern von jungen dynamischen Menschen eingenommen, die sich durch die Tabletten
den entscheidenden Vorteil in ihrem kompetitiven Lebensumfeld erhoffen.
Dieser Punkt wurde auch in einer ersten Stellungnahme des Industrieverbands der
Vitaminhersteller aufgegriffen, der sich “Council for Responsible Nutrition”
nennt. Dieser “Rat für vernünftige Ernährung” erklärte, die Ergebnisse seien
nicht auf jüngere Menschen übertragbar. Und als äußerst unvernünftig wurde der
Vorschlag der Autoren bezeichnet, die obere Grenze der täglichen Aufnahme auf
400 IU zu senken. Erlaubt sind in den USA derzeit bis zu 1600 IU pro Tag, also
das Vierfache des nach der Senkung der täglichen Zufuhrwerte noch möglichen
Umsatzes mit diesen Präparaten.
Vitamin E ist das zweite Vitamin, für das eine schädliche Wirkung bei hoher
Dosierung nachgewiesen wurde. In den 90er-Jahren war Beta-Caroten zunächst als
ein vorbeugendes Mittel gegen Krebserkrankungn propagiert worden. Zwei Studien
bei starken Rauchern hatten jedoch gezeigt, dass Beta-Caroten im Gegenteil das
Lungenkrebsrisiko steigerte.
Die Dosierung der meisten Vitamin E-Präparate liegt weit über dem natürlichen
Bedarf. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung beziffert ihn auf 12 mg für
Frauen und 14 mg für Männer zwischen 25 und 51 Jahren. Dies entspricht weniger
als 30 IU (1 mg entspricht 1,49 IU). Diese Menge könne problemlos über normale
Lebensmittel aufgenommen werden. Supplemente seien nicht nötig. DEUTSCHES
ÄRZTEBLATT 11.11.2004
Links zum Thema
Die Studie als PDF-Datei
http://www.annals.org/cgi/reprint/0000605-200501040-00110v1.pdf
Pressemitteilung der American Heart Association
http://www.americanheart.org/presenter.jhtml?identifier=3026060
Zusammenfassung für Patienten (Englisch)
http://www.annals.org/cgi/content/summary/0000605-200501040-00110v1
Pressemitteilung der Johns Hopkins Medical Institutions
http://www.hopkinsmedicine.org/Press_releases/2004/11_10_04.html
Pressemitteilung des “Council for Responsible Nutrition”
http://www.crnusa.org/prpdfs/CRNPR041110AIM.pdf
Zufuhrtabelle der Deutschen Gesellschaft für Ernährung
http://www.dge.de/Pages/navigation/fach_infos/referenzwerte/tocopherol.html
Vitamin E
erhöht Herzinsuffienzrisiko
HAMILTON/ONTARIO. Vitamin E gehört zu den Antioxidanzien, von denen sich die
Forschung lange Zeit eine protektive Wirkung gegen Herz-Kreislauf- und
Krebserkrankungen versprochen hat. Nach jüngsten Studienergebnissen im
amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2005; 293: 1338-1347) könnte es jedoch mehr
Risiken als Vorteile haben.
Den meisten Ärzten dürfte die Heart Outcomes Prevention Evaluation (HOPE)-Studie
vor allem aus Broschüren der Hersteller von ACE-Hemmern ein Begriff sein. Dort
werden die günstigen Auswirkungen dieser Medikamente auf kardiovaskuläre
Endpunkte betont. Weniger bekannt ist, dass die Studie auch die primärpräventive
Wirkung von Vitamin E untersuchte. Die 9 541 Teilnehmer wurden deshalb (neben
Ramipril oder Placebo) auch auf die Einnahme von 400 IU/die Vitamin E oder
Placebo randomisiert. Als die Studie vor fünf Jahren ausgewertet wurde, war
keinerlei präventive Wirkung von Vitamin E erkennbar.
Dennoch wurde eine Fortsetzung der Studie als “HOPE-The Ongoing Outcomes” oder (HOPE-TOO)
beschlossen. Von den ursprünglich 267 Zentren der HOPE-Studie beteiligten sich
174 Zentren an dieser Fortsetzung. Fast 4 000 Patienten nahmen weiterhin Vitamin
E oder Placebo ein. Doch auch die aktuelle Auswertung nach nunmehr median sieben
Jahren zeigt keinerlei günstige Wirkung von Vitamin E: Weder sank die
Krebsinzidenz/-sterberate, noch ist eine kardioprotektive Wirkung erkennbar, wie
die Gruppe um Eva Lonn von der McMaster Universität in Hamilton/Kanada
eingestehen muss.
Die Studie zeigt sogar, dass Vitamin E schädlich sein könnte. Im Vitamin-E-Arm
der Studie kam es vermehrt zu Herzinsuffizienzen. Das Erkrankungsrisiko war
relativ um 13 Prozent erhöht (relatives Risiko RR 1,13;
95-Prozent-Konfidenzintervall 1,01-1,26; p= 0,03). Die Zahl der
Hospitalisierungen stieg sogar um 21 Prozent (RR 1,21; 1,00-1,47; p = 0,045).
Patienten mit kardiovaskulären Vorerkrankungen oder Diabetes (die
Einschlusskriterien der HOPE-Studie) sollten deshalb kein Vitamin E erhalten.
Auch für alle anderen gibt es nach Ansicht der Editorialisten Greg Brown und
John Crowley von der Universität von Washington in Seattle eigentlich keinen
Grund mehr für die Einnahme (JAMA 2005; 293: 1387-1390). Denn in der
Vergangenheit hatte keine der durchgeführten Studien eine protektive Wirkung
zeigen können.
Zuletzt hatte auch eine Auswertung der Women's Health Study auf der diesjährigen
Jahrestagung des American College of Cardiology in Orlando/Florida keinen
Unterschied zu Placebo ergeben. Hier hatte die durchschnittliche Behandlungszeit
sogar zehn Jahre betragen. Das Projekt einer protektiven Wirkung von Vitamin E
dürfte damit endgültig ad acta gelegt werden. Deutsches Ärtzeblatt 16. März 2005