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Vitamin C Funktion und medizinische Studien
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Vitamin C (Ascorbinsäure) - Funktion Vitamin-C-Gehalt in Obst und Obsterzeugnissen Vitamin C und Diabetes mellitus l(+)-Ascorbinsäure Syn.: Acidum ascorbi(ni)cum das natürliche (z.B. in Frischgemüse, Zitrusfrüchten enthaltene) u. synthetisierbare »antiskorbutische« Vitamin C; ein gut wasserlösliches Kristallpulver. Biologisch wichtig als Redoxsubstanz aller Körperzellen (im Gleichgewicht zu Dehydro-A.) u. als Gefäßschutzstoff (Endothelschutz für die Kapillarenabdichtung). Da im menschlichen Organismus nicht synthetisierbar, sind ernährungsbedingte Mangelerscheinungen bis hin zum Skorbut möglich. Sie wird angereichert in hormonbildenden Organen (z.B. NNR) u. ist beteiligt am Stoffwechsel der Kohlenhydrate, Steroide (deren Hydroxylierung), zyklischen Aminosäuren, der Folsäure u.a.; durch Prolinhydroxylierung ist sie ein wichtiger biochemischer Teilfaktor der Kollagen- u. damit Narbenbildung. E: ascorbic acid.Orthomolekular-wissenschaftliche Beratung (aih@teleweb.at) aus A-1040 Wien; Graf Starhemberg Gasse 9 , 22. April 1999 Wußten Sie, daß Vitamin C Herzinfarkt verhindert? Linus Pauling ist der Vater der orthomolekularen Medizin. Seine Rezepte geben uns einen Hoffnungsschimmer für ein gesundes und schmerzfreies Leben. Für mich ist dieses Buch die Grundlage meines Unternehmens geworden, denn ich habe die Rezepturen von Linus Pauling produzieren lassen und kann seine Ausführungen im Buch bestätigen. Kaufen Sie sich dieses Buch, es ist wirklich die VITAMINBIBEL schlechthin. Für Fragen stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung. |
| Vitamin C ist das wohl populärste Vitamin und untrennbar mit dem
Namen Linus Pauling verknüpft, der tägliche
Einnahmen von 20 Gramm empfahl im Gegensatz zu den Gesundheitsbehörden, auf deren Listen 30 - 75 mg stehen. Das ist genug um Schorf zu verhindern, eine offensichtliche Vitamin-C-Mangelkrankheit, die das Kollagen zusammenbrechen läßt, allerdings nicht genug, damit Vit. C seine Fähigkeiten als Antioxidant ausspielen kann. Dann sind tägliche Dosierungen zwischen 2 und 12 g erforderlich. Vitamin C stärkt das Immunsystem, tägliche Dosierungen im Grammbereich lassen 1/3 der Erkältungssymptome verschwinden. Es verlängert das Leben unheilbarer Krebspatienten, reduziert Plaque in den Arterien, stärkt die Blutgefäße und senkt den Blutdruck. Es ist notwendig für Wachstum, Gewebereparatur, Aufbau des Bindegewebeproteins Kollagen, hilft bei der Wundheilung und Herstellung von Antistresshormonen und Interferon. Es ist Teil des Stoffwechsels von Folsäure, Tyrosin und Phenylalanin und schützt vor Umwelteinflüssen, Infektionen, es erhöht die Aufnahme von Eisen. Gut für Zähne, Gaumen und Knochen. Es arbeitet synergistisch mit Vitamin E.Die Fähigkeit, selbst Vitamin C herzustellen, ist dem Menschen wahrscheinlich durch einen genetischen Unfall in der Evolution vor 25 Mio. Jahren verlorengegangen. Im Stammbaum nahe verwandte Lebewesen produzieren Vitamin C im Grammbereich. Literaturhinweis:Pauling, L. :Evolution and the need for ascorbic acid. Proc. Nat. Acad. Sci. 67: 1643-1648, 1970. PubMed ID : 5275366 ( - ) Stress, Fieber, Tabak, Antibiotika, Aspirin, Kortison. ( +) Bioflavonoide, Kalzium, Magnesium, alle Vitamine und Mineralien. |
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Bedarf genauer Bedarf
unklar
Ascorbinsäurereiche Lebensmittel
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| Studien
Die regelmäßige Einnahme von höher dosiertem Vitamin C kann Erkältungskrankheiten verkürzen.Bei Kindern scheint der Nutzen besonders groß zu sein. Eine Dosis über 2 Gramm /Tagverstärkt nach diesen Ergebnissenden positiven Effekt auf die Krankheitsdauer.Literatur:Hemlä,H:Vitamin C supplementation and common cold symptoms: factors affecting the magnitude of benefit.Medical Hypothesis 62/2(1999) 171-178 http://www.calciummangel.de/Osteoporosenews.html Es ist wissenschaftlich unbestritten, daß Vitamin C das Immunsystem stärkt, die Wundheilung und Narbenbildung fördert, als Schutzstoff gegen krebserregende Prozesse im Körper wirkt, für den Aufbau des Bindegewebes unerläßlich ist, da es am Aufbau von Kollagen beteiligt ist, die Eisenaufnahme fördert und im Organismus verbrauchtes Vitamin E regeneriert. Bei Mangel: Müdigkeit, Infektionsanfälligkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, schlechte Wundheilung, im Extremfall Skorbut (Zahnfleischschwund) mit Zahnfleisch- und Hautblutungen. Besonders reich an Vitamin C sind: Sanddorn, schwarze Johannisbeeren, Zitrusfrüchte, Paprika, Petersilie, Blumenkohl, Tomaten. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 75 mg, was etwa zwei großen Orangen entspricht. Was enthält mehr Vitamin C pro 100 Gramm - eine Kiwi oder eine Zitrone? Kiwis sind Vitamin C-haltiger als Zitronen. 100 g Kiwi liefern 71 mg Vitamin C, Zitronen 53 mg. Unser täglicher Vitamin C-Bedarf liegt laut Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei 75 mg. Eine Menge, die durch den täglichen Verzehr von Obst und Gemüse ohne Probleme aufgenommen werden kann. Weitere gute Vitamin C-Quellen sind Paprika, Broccoli, Fenchel, Spinat, Kohlrabi, Grünkohl, schwarze Johannisbeeren, Erdbeeeren und Apfelsinen. |
| Einfluß von Ascorbinsäure auf die Konzentrationen von Noradrenalin im Plasma und von Blutlaktat Institut für Sportmedizin, Universitätsklinikum Benjamin Franklin, Freie Universität Berlin 1999 Gretenkort N, Strobel G Problemstellung: Vitamin C (ASC hemmt in vitro die Laktathydrogenase und ist essentiell für die Biosynthese von Noradrenalin (NA). Wir untersuchten deshalb, ob ASC-Substitution in vivo Einfluß auf die Konzentration von Blutlaktat und von Plasma-NA besitzt. Methodik: 10 männliche Probanden nahmen an einer placebo-kontrollierten, doppel-blinden Crossover-Stuidie teil. Sie führten randomisiert zwei Fahrrad-Ergometertests (30min , 72% V02max) mit und ohne ASC-Gabe durch. ASC oder Placebo wurde einen Tag (1g) sowie 2,5h (o,5g) und 2h vor Beginn und Ende der Belastung. Ergebnisse: Supplementierung mit ASC vs. Placebo erhöhte unter Belastung signifikant den Anstieg von Plasnma-NA und verminderte den Anstieg von Blutlaktat. Placebo Vitamin C Ruhe Belastung Ruhe Belastung NA[nmol/L] 1,94 ± 1,24 18,76±7,53* 1,66 ± 1,11 23,55±4,56* Lkt[mmol/L] 0,68 ± 0,20 7,28 ± 3,11* 10,73 ± 0,31 6,67±3,25*# Signifikant unterschiedlich (P<0,05) zu Ruhe(*) und zu Placebo(#) Schlußfolgerung :ASC Supplementierung nimmt sowohl Einfluß auf die Konzentration von Blutlaktat als auch von Plasma-NA . Vitamin C und Arteriosklerose Vitamin C gegen Sudeck-Dystrophie Eine Vitamin C-Supplementierung kann helfen die Spätfolgen des
Diabetes wie die Angio- und Retinopathie zu vermeiden. Die Oxidation von Proteinen scheint in der Augenlinse in der
Enstehung der von altersbedingten Katarakten eine Rolle zu spielen. Vitamin C mildert Folgen des Rauchens: Raucher, die viel Vitamin C zu sich nehmen, stärken damit ihre Atemwege. Das haben Forscher von der Universität Cambridge in einer Studie nachgewiesen, die im „European Respiratory Journal“ veröffentlicht wurde. Sie untersuchten den Vitamin-C-Spiegel im Blut von 8000 Personen. Ergebnis: Ein doppelt so hoher Vitaminspiegel halbierte das Risiko, an einer Blockade der Atemwege zu erkranken. „Wir konnten mit unserer Studie den Zusammenhang zwischen Vitamin-C-Einnahme und Atemwegserkrankungen bei Rauchern nachweisen“, sagte der Studienautor Nicholas Wareham. Rauchen erhöhe die Oxidation im Gewebe, während Vitamin C oxidationshemmende Wirkung habe. Allerdings sei das beste Mittel gegen Atemwegserkrankungen immer noch, mit dem Rauchen aufzuhören, so Wareham. (netdoktor.de, 01.09.2000) Vitamin C gegen Schlaganfall:
Vitamin C beugt nicht nur Erkältungen vor, es mindert auch das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Das berichten japanische Forscher der Universität Tokio in der neuesten Ausgabe des US-Fachmagazins
„Stroke“. Die Wissenschaftler untersuchten 20 Jahre lang die Ernährungs- Vitamin C kann vor Schlaganfall schützen ?!
Ärzte Zeitung, 22.08.2000 Vitamin C senkt Herzinfarktrisiko Senkt Vitamin C den Blutdruck? Die Vitamine E und C schützen die Arterien Vitamin C und
Bioflavonoide Wie Bioflavonoide die Wirkung von Vitamin C ergänzen "Darf`s ein bißchen mehr sein ?"
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 75 mg Vitamin C. Es gilt als gesichert, daß Sie mit dieser Menge von Skorbut verschont
bleiben. Daß diese Menge die optimale Dosis darstellt, darf bezweifelt werden. Wenn Sie dem Motor Ihres Automobils z.B. anstatt vorgeschriebener 4 Liter nur 1 Liter Öl spendieren, wird er zwar auch laufen, aber nicht
besonders rund und auch nicht sehr lange. Zieht man die Menge Vitamin C zum Vergleich, die andere Säugetiere selbst synthetisieren, kommt man auf sehr viel höhere Werte.
So empfehlen amerikanische Krebsforscher bereits eine
Dosis von 1000 mg Vitamin C täglich. Der verstorbene Nestor der orthomolekularen Medizin, der Nobelpreisträger Linus Pauling gönnte sich persönlich mehr als 10.000 mg täglich.
Zwischen dieser Menge und den DGE-Empfehlungen
liegen nun allerdings Welten. Andererseits hilft Ihnen dies nicht weiter bei der Frage: Wieviel Vitamin C brauche ich? Wieviel ist optimal und sinnvoll?
Studie: Vitamin C verlängert das Leben Viele Erwachsenen leiden an Vitamin C Mangel
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| Am meisten Vitamin C je 100 g enthalten: Acerola-Kirsche 1500 mg Hagebutten 1250 mg Sanddorn, frisch 450 mg Jagdwurst 198 mg Johannisbeeren, schw. 189 mg Blattpetersilie, roh 166 mg Paprika, roh 140 mg |
| Funktion: |
| Stärkt das Immunsystem, stimuliert Bildung von Bindegewebe und Verwertung von Eisen, schützt körpereigene Wirkstoffe, läßt Wunden schneller heilen. |
| Tagesbedarf: |
| Die DGE rät zu 75 mg. Ausnahmen: Sportler, Raucher, Kranke, Gestreßte, Frauen, die die Pille nehmen (Bis zu 200 mg mehr). Nach Pauling: 1000 – 18000 mg. |
| Mangelerscheinungen: |
| Nach vier Monaten ohne Vit. C stirbt man an Skorbut. 1. Symptom: Müdigkeit, dann heilen Wunden schlecht, die Nase blutet, das Zahnfleisch schwillt und die Zähne fallen aus. |
| Gefahr der Überdosis: |
| Eine Vitamin-C-Überdosierung ist fast unmöglich. Wer`s dennoch schafft, wird an Übelkeit leiden und riskiert Harnsteine. Ab 10 g am Tag kann sich Durchfall einstellen. |
| Haltbarkeit: |
| Vitamin C ist sehr empfindlich gegen Sauerstoff. Außerdem verträgt es weder Hitze noch lange Lagerung.Durch Kochen verliert Nahrung ca.40% ihres Vit.- C-Gehaltes. |
| Wichtig: |
| Wer Vitamin C hoch dosieren will, sollte an seinen Magen denken: Ascorbinsäure äzt, deshalb zu Ascorbat (Salz) greifen. |
| Tip: |
| Frisch gepreßte Säfte nicht stehenlassen, sondern am besten sofort trinken. |
Äpfeln und
Vitamin C
gegen Krebs
London/Washington - Forscher aus den USA und Korea haben den Mechanismus
aufgedeckt, mit dem Vitamin C vor Tumoren schützen kann. Demnach blockiert es
die genschädigende Wirkung von Wasserstoffperoxid, das das Zellwachstum außer
Kontrolle geraten lassen kann. Wie die Online-Ausgabe des "Standard" berichtet,
fanden die Forscher bei ihren Experimenten auch heraus, dass eine Chemikalie in
Äpfeln (Quercetin) noch stärker gegen Wasserstoffperoxid wirkt. Indes haben
andere Forscher eine zweite Rolle von freien Radikalen wie Wasserstoffperoxid in
der Tumorgenese gefunden. Die Chemikalien schädigen nicht nur die genetische
Information DNA, sie helfen wachsenden Tumoren auch, Blutgefäße zu ihrer
Versorgung anzulocken. netdoktor.de 25. Januar 2002
Längeres Leben durch Vitamin C
Wissenschaftler der Universität Cambridge erbrachten einen erneuten Nachweis dafür, daß eine erhöhte Zufuhr von Vitamin C das Sterberisiko senkt. Für die Studie wurden ca. 20.000 Einwohner der Region Norfolk vier Jahre lang statistisch begleitet. Regelmäßig wurden die Teilnehmer klinisch untersucht, nach ihren Lebensgewohnheiten befragt und der Vitamin C - Spiegel im Blut bestimmt. Starb ein Proband, bestimmte man die Todesursache und setzte sie in Relation zu den erhobenen Daten. Das Studienergebnis zeigte, daß die gesundheitliche Konstitution umso besser ausfiel, je höher die gemessene Vitamin C - Kontentration im Serum war. Besonders beeindruckte die Forscher der Schutzeffekt gegen Herz- Kreislauferkrankungen. Bei sehr hoher Vitamin C - Konzentration war das Sterberisiko sogar halbiert gegenüber den sehr niedrigen Spiegeln.
Quelle: The Lancet
Vitamin C verhindert vorzeitigen Grauen Star
BOSTON. Eine Vitamin-C-reiche Kost oder auch die regelmäßige Einnahme von
Vitamin C verhindert, dass Frauen im frühen Alter (60 Jahre) an einer
Kernkatarakt erkranken, der häufigsten Form des “Altersstars”.
Beta-Carotin scheint Nichtraucher vor einer subkapsulären hinteren
Linsentrübung zu schützen. Dies zeigt eine Analyse der Nurses’ Health Study im
American Journal of Clinical Nutrition (2002; 75: 540–9).
Bekanntlich beantworten mehr als 120 000 amerikanische Krankenschwestern seit
1976 alle zwei Jahre einen Fragenbogen zu Gesundheit und Lebensumständen. Seit
1980 werden auch detaillierte Angaben zur Ernährung und die Einnahme von
Vitaminen erhoben. Im Rahmen des “Nutrition and Vision Project” hat der
Ernährungsforscher Allen Taylor von der Tufts Universität in Boston 492
Krankenschwestern augenärztlich untersuchen lassen.
Wie in der Altersgruppe der heute 53 bis 73 Jahre alten Krankenschwestern nicht
anders zu erwarten, zeigte die Spaltlampenuntersuchung bei der Hälfte der
Teilnehmerinnen eine zentrale Trübung der Linse. Jede Fünfte hatte eine
subkapsuläre hintere Linsentrübung. Die Veränderungen befanden sich in der Regel
noch in einem frühen Stadium und hatten noch nicht zu Sehstörungen geführt.
Früher oder später kommt es jedoch zu Beeinträchtigungen.
In den USA leiden mehr als 45 Prozent aller über 75-Jährigen unter einer
Sehstörung infolge eines Grauen Stars. Kataraktextraktionen sind die häufigsten
chirurgischen Eingriffe im Alter. Als Ursache für die Linsentrübung werden
oxidative Schäden in der Linse durch Rauchen oder UV-Licht diskutiert. Eine
protektive Wirkung von Vitaminen wird deshalb seit langem angenommen. Das
“Nutrition and Vision Project”, eine prospektive Kohortenstudie, bestätigt diese
Hypothese nur teilweise.
In der Gesamtgruppe zeigte sich kein Zusammenhang zwischen Vitaminen und
Katarakt. In der Gruppe der unter 60-Jährigen waren kortikale Linsentrübungen
jedoch zu 57 Prozent seltener, wenn die Frauen zum Fünftel mit der höchsten
Vitamin-C-Zufuhr zählten. Für eine protektive Wirkung war es aber erforderlich,
dass die Frauen über zehn Jahre lang Vitaminpräparate eingenommen hatten. Ein
Nebenbefund war, dass Betacarotin Frauen aller Altersgruppen vor einer
subkapsulären hinteren Linsentrübung schützt.
Dies traf aber nur auf Nichtraucherinnen zu. Bei Raucherinnen scheint der
oxidative Schaden größer zu sein als die Schutzwirkung des antioxidativen
Vitamins. Einschränkend muss erwähnt werden, dass die Nurses’ Health Study zwar
eine prospektive Untersuchung ist, aber keine randomisierte klinische Studie,
wie man sie heute als Wirksamkeitsnachweis für Medikamente fordert. Vitamine
sind jedoch keine zulassungspflichtigen Medikamente und so dürfte es nicht so
schnell zu einer Doppelblindstudie kommen, deren Ergebnis ohnehin erst in zehn
Jahren vorläge und die dann womöglich zeigen würde, dass Vitamin C doch nicht
die erhoffte Wirkung erzielt. (25.02.02)
http://www.aerzteblatt.de
Spargel: Vorbeugungsmittel gegen
Darmkrebs
Potsdam – Spargel schmeckt nicht nur gut, er wirkt
auch gegen Krebs. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, haben Forscher des Instituts
für Gemüsebau in Großbeeren (Brandenburg) herausgefunden: Wer viel Spargel isst,
senkt das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Die Experten erforschten vor allem
die entschlackende Wirkung der vitaminreichen Stengel. Der Körper werde dadurch
entgiftet und das Darmkrebsrisiko somit verringert. Außerdem enthält Spargel
eine hohe Konzentration
Vitamin C, was das
Immunsystem stärke. Donnerstag, 2.
Mai 2002
Krebsvorsorge
Vitamin C verhindert das Absterben von Gefäßendothelzellen bei Patienten mit Herzinsuffizienz. Ob sich mit hochdosiertem Vitamin C auch das Befinden und die Prognose der Patienten bessert, will die Arbeitsgruppe um Professor Stefanie Dimmeler aus Frankfurt am Main herausfinden.
Symptome der Herzinsuffizienz korrelieren mit der Apoptose-Inzidenz der
Gefäßendothelien, wie Dimmeler von der Abteilung Molekulare Kardiologie der
Universität zur "Ärzte Zeitung" gesagt hat. Grund sind Entzündungsprozesse an
den Gefäßendothelien, die durch bestimmte Zytokine aufrechterhalten werden.
Wolle man das Endothel-Sterben verhindern, könne man etwa in diese
Zytokin-Mechanismen eingreifen, so Dimmeler. Zum Beispiel mit dem Antioxidans
Vitamin C.
Dr. Lothar Rössig aus der Arbeitsgruppe von Dimmeler hat in einer Studie 34
Herzinsuffizienz-Patienten in den Stadien NYHA II bis IV drei Tage lang entweder
mit zweimal zwei Gramm Vitamin C oder mit Placebo zusätzlich zur
Standardtherapie behandelt. Um die Menge abgestorbener Endothelzellen bestimmen
zu können, nahmen sie mehrfach peripheres Blut ab und identifizierten lebende
und tote Endothelzellen mit spezifischen Färbemethoden (Circulation 104, 2001,
2182).
In der Verumgruppe sank die Zahl toter Endothelzellen um etwa zwei Drittel im
Vergleich zur Placebo-Gruppe. Dies könne auch einen funktionellen Gewinn für die
Patienten bedeuten, vermuten die Forscher. Um das zu klären, sind jedoch weitere
Untersuchungen nötig. Da es auch bei KHK-Patienten zu vaskulärer Dysfunktionen
aufgrund chronischer Entzündungen kommt, sollen die Studien auf diese
Patientengruppe ausgeweitet werden, so Dimmeler.
Zwar gebe es auch bestimmte Enzyme, die die Apoptose spezifisch blockieren
könnten. Jedoch stehen solche Substanzen noch nicht für klinische Versuche zur
Verfügung. Vitamin C dagegen sei einfach zu handhaben und preisgünstig.
Ärzte Zeitung, 07.06.2002
Assoziation zwischen niedriger Plasma
Vitamin C-Konzentration und
gesteigertem Insultrisiko
Resultate einer in ‚Stroke’ publizierten Studie lassen vermuten, dass
bei Männern mittleren Alters eine niedrigere Vitamin C-Konzentration im Plasma
mit einem gesteigerten Insultrisiko assoziiert sein könnte. In einer
10,4jährigen prospektiven Studie evaluierten Dr. J. T. Salonen von der
Universität Kuopio in Finnland und Kollegen eine mögliche Assoziation zwischen
Vitamin C-Konzentration im Plasma und Schlaganfallrisiko bei 2.419 Männern im
Alter zwischen 42 und 60 Jahren. Bei 120 Männern wurde innerhalb der
Beobachtungszeit ein Insult diagnostiziert, 96 davon waren ischämisch, 24
hämorrhagisch. Nach Adjustierung auf Alter und Examinationsmonate konnte für
Männer mit der niedrigsten Plasma Vitamin C-Konzentration (<28,4µmol/l) im
Vergleich zu jenen mit der höchsten (>64,96µmol/l) ein 2,4fach gesteigertes
Insultrisiko errechnet werden (p=0,002). Nach weiterer Adjustierung auf BMI,
systolischen Blutdruck, Rauchen, Alkoholkonsum, Cholesterinspiegel, Diabetes und
myokardiale Ischämie unter Belastung veränderte sich die Assoziation nur
marginal (RR = 2,1; p=0,01).
Bei hypertonen Männern der untersten Vitamin C-Quartile lag im Vergleich zu
jenen der obersten Quartile das relative Risiko eines ischämischen Insults bei
2,61 (p<0,001) und bei 1,96 hinsichtlich des Risiko eines hämorrhagischen
Insults (p=0,03). Ein ebenfalls signifikant gesteigertes Schlaganfallrisiko
konnte für Männer mittleren Alters mit höherem BMI (>25kg/m²) und niedriger
Vitamin C-Plasmakonzentration registriert werden. Die Wissenschafter
konkludieren, dass eine niedrigere Vitamin C-Plasmakonzentration bei Männern
mittleren Alters – speziell bei übergewichtigen und hypertonen Männern – mit
einem gesteigerten Insultrisiko assoziiert ist. www.medaustria.at Quelle:
Stroke; 2002, 33: 1568-1573
Studie: Senioren leiden unter
Vitamin C-Mangel = Skorbot
Aachen, 29. August (AFP) - Die Vitamin-C-Mangel-Krankheit Skorbut, die
früher bei Seeleuten auftrat, betrifft heute offenbar vermehrt ältere
Menschen. Eine Studie am Royal Bournemouth Hospital in Großbritannien
ergab bei elf von 37 untersuchten Patienten einen so niedrigen
Vitamin-C-Spiegel, dass von Skorbut gesprochen werden könne, wie die
Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Aachen am Donnerstag
mitteilte. Nur bei zehn der 37 Senioren sei eine gesunde
Vitamin-C-Versorgung festgestellt worden. Ernährungsexperten raten älteren
Menschen, täglich Obst und Gemüse zu essen, um einem Mangel vorzubeugen.
Hilfreich seien auch Vitamin-C-Präparate aus der Apotheke.
Vitamin C und Taurin beugen bei Rauchern einer Atherosklerose vor?
DUBLIN/IOWA. Vitamin C, die Aminosäure Taurin und das Gichtmittel
Allopurinol bessern die endotheliale Dysfunktion. Diese Störung der
Gefäßwandfunktion gilt als eine der frühesten Störungen der Atherosklerose.
Die beiden Studien sind in der Online-Ausgabe von Circulation
(10.1161/01.CIR.0000046448.26751.58 und CIR.0000046447.72402.47)
erschienen.
Die endotheliale Dysfunktion lässt sich nicht invasiv mit der „flow
mediated dilation“ (FMD) messen. Dabei wird der Blutfluss im Arm mittels
Blutdruckmanschette unterbunden und nach einer bestimmten Zeit wieder
freigegeben. Dies löst beim Gefäßgesunden eine Dilatation der Arterien
aus, die mit einem Ultraschallgerät gemessen werden kann.
Die Dilatation ist die Folge einer Freisetzung von Stickoxid und
Endothelin-1 aus den Endothelien. Je stärker die Dilatation, desto besser
ist die Endothelfunktion und desto gesünder sind die Blutgefäße. Bei den
Nichtrauchern, die David Bouchier-Hayes vom Beaumont Hospital in Dublin
untersuchte, kam es im FMD-Versuch zu einer Dilatation von 3,39 Millimeter
auf 3,7 Millimeter. Die Gefäße der Raucher erweiterten sich dagegen fast
gar nicht (von 3,33 Millimeter auf 3,36 Millimeter).
Dann behandelte Bouchier-Hayes die Raucher über fünf Tage mit zwei Gramm
Vitamin C pro Tag. Danach erweiterten sich die Gefäße im FMD-Versuch auf
3,45 Millimeter. Eine fünftägige Behandlung mit 1,5 Gramm Taurin pro Tag
steigerte die Dilatation bei den Rauchern auf 3,7 Millimeter. Taurin kommt
vor allem in Fisch vor. Die im Versuch eingesetzte Menge entspricht der
einer normalen Fischmahlzeit. Ärztezeitung 07.01.2003
Niedrige Vitamin-C-Konzentration im Blut erhöht Schlaganfallrisiko
Sogar den Patienten mit anderen Risikofaktoren wie
hohem Blutdruck ,Alkoholkonsum in großen Mengen,
Rauchern und solche mit mangelnder körperlicher Aktivität profitieren
Die Studie unter der Leitung von Dr. T. Yokoyama,
Untersuchungsbeauftragter der epidemiologischen Abteilung beim
Medizinischen Forschungsinstitut der Tokioter Universität, registrierte
während der 20-jährigen Beobachtungszeit seit 1977 196
Schlaganfälle . Die Häufigkeit von Gemüse- und Früchtekonsum und der
Blutkonzentration von Vitamin C korrelierte.
Untersucht wurden 880 Männer und 1.241 Frauen aus dem ländlichen Japan.
Sie wurden, nach der Höhe der Konzentration Vitamin C in ihrem Blut, in
vier Gruppen eingeteilt.
Das Insultrisiko war gemäss den Untersuchern für die Teilnehmer mit den
tiefsten Vitaminkonzentrationen im Vergleich zu den höchsten um 70 Prozent
erhöht. Vergleiche des Risikos mit der Anzahl Tage pro Woche, an denen die
Untersuchten Früchte und Gemüse konsumierten, ergaben ähnliche Resultate.
Am besten ersichtlich war dies beim Gemüsekonsum.
Für die Menschen, die an sechs oder sieben Tagen Gemüsegerichte zu sich
nahmen, war das Schlaganfallrisiko um 58 Prozent vermindert im Vergleich
zu den nur an zwei oder drei Tagen Grünfutter essenden Kollegen. Hohe
Vitamin-C-Konzentrationen nützten sogar den Patienten mit anderen
Risikofaktoren wie hohem Blutdruck Alkoholkonsum in großen Mengen,
Rauchern und solchen mit mangelnder körperlicher Aktivität. Trotzdem
verminderten diese Risikofaktoren den gewinnbringenden Einfluss des
Vitamins. Grund dafür könnte ein eventueller Einfluss von Alkohol oder
Nikotin auf den Vitaminstoffwechsel sein. Da Niemand Vitaminpräparate zu
sich nahm, kann die Studie über die Wirksamkeit künstlich erzeugten
Vitamin C nichts aussagen.
Das Forscherteam plant, mit denselben Personen auch eine Datenbank für
Vitamin-C-Konsum und Herzinfarktrisiko zu errichten. räumt jedoch ein,
dass es zu früh wäre, mit einem weltweiten Screening der
Blutvitaminkonzentration zu beginnen. 21.1.03
Quelle: Stroke; 31: 2287-2294
Vitamin wandelt Stammzellen um
BOSTON (ple). US-Forscher haben nach der Analyse von über 900
Medikamenten herausgefunden, daß Vitamin C embryonale Stammzellen von Mäusen in
vitro dazu bringen kann, sich in Kardiomyozyten zu verwandeln (Online-Ausgabe
von Circulation). Mit Vitamin C könnten sich große Mengen an Herzmyozyten für
die Forschung herstellen lassen, so die Forscher. Ärzte Zeitung, 22.04.2003
Vitamin E und
Vitamin C senken den Cholesterinspiegel
Eine Nahrungsergänzung mit den Vitaminen E und C kann für Gefäßkranke sinnvoll
sein. Die Vitamine verlangsamen oftmals ein Fortschreiten von Gefäßablagerungen
(Arteriosklerose), zeigt eine Studie an der Universität in Kuopio (Finnland).
Die Wirkung eines Präparats sei vergleichbar mit der eines üblichen
Cholesterinsenkers, schreiben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift
Circulation (7, 2003).
An der Studie beteiligten sich 520 Frauen und Männer mit erhöhten
Cholesterinspiegeln. 105 von ihnen erhielten ein Scheinpräparat, die übrigen
mindestens drei Jahre lang ein Kombinationspräparat mit den Vitaminen C und E.
In der Vitamingruppe verlangsamten sich die arteriosklerotischen
Gefäßveränderungen um 30%. Besonders deutlich war die Wirkung bei Männern und
bei Teilnehmern, die zu Studienbeginn einen niedrigen Vitamin-C-Spiegel hatten.
Auch bei Probanden, die zu Beginn der Studie bereits Gefäßveränderungen
aufwiesen, zeigte sich der positive Effekt des Vitaminpräparats.
Die Wissenschaftler bestimmten die Gefäßveränderungen, indem sie mit einem
Ultraschallgerät die Halsschlagader untersuchten.
Vitamin C schützt vor Magengeschwüren
In einer großangelegten Studie mit knapp 7.000 Probanden haben Forscher des San Francisco Medical Hospital festgestellt, dass Personen mit niedrigen Vitamin-C-Werten im Blut eher an Magengeschwüren leiden. Das Studienergebnis wurde im Journal of the American College of Nutrition http://www.jacn.org vorgestellt.
"Das ist die bisher größte Studie über die Verbindung zwischen dem Helicobacter pylori und den Vitamin-C-Werten bei Menschen", so Studienleiter Joel Simon, Mediziner am San Francisco VA Medical Center (SFVAMC) und Professor für Epidemiologie an der University of California in San Francisco http://www.ucsf.edu . Anhand der Daten können die Forscher zwar nicht eindeutig feststellen, ob Vitamin C eine Infektion mit dem Helicobacter pylori verhindern kann oder nicht. Auch der Mechanismus zwischen dem Vitamin C und der Entwicklung eines Magengeschwürs bleibt noch offen. "Es ist nicht klar, ob die Infektion dafür sorgt, dass die Vitamin-C-Werte bei Patienten niedriger sind oder ob höhere Vitamin-Werte für einen Vorab-Schutz vor dem Bakterium sorgen", so Simon. Der Forscher meint auch für den Fall, dass die Infektion selbst große Mengen an Vitamin C verbraucht, eine höhere Einnahme des Vitamins positiv wäre. "Grundlegend kann man davon ausgehen, dass Vitamin C das Potenzial zum Schutz vor Magengeschwüren und auch vor Magenkrebs hat", erklärt der Forscher.
Erst 1982 haben Forscher entdeckt, dass das H. pylori für die Entwicklung eines Magengeschwürs verantwortlich ist. Die Erkrankung ist weit verbreitet
- mindestens zehn Prozent aller Amerikaner entwickeln einmal im Leben ein Magengeschwür, so die Wissenschaftler. Erst vor wenigen Jahren hatten Forscher entdeckt, das H. pylori auch bei der Bildung von Magenkrebs eine wesentliche Rolle spielt. Bei der nunmehrigen Untersuchung wurden knapp 7.000 Amerikaner im Alter von zwei Monaten bis 90 Jahren untersucht. 32 Prozent der Probanden zeigten deutliche Antikörper gegen H. pylori im Blut. Mehr als die Hälfte dieser Personen zeigten Hinweise auf eine deutliche Infektion.
http://www.baeder-fuehrer.de, http://www.baeder-fuehrer.at oder http://www.baeder-fuehrer.chEine Möglichkeit Karies zu meiden besteht in der vermehrten
Aufnahme
von antikariogenen Nahrungsbestandteilen wie bestimmten Fettsäuren,
Vitamin C oder grünem Tee.
Darüber berichten deutsche Zahmediziner (Staudte, H. et al.) in einer
rezenten Studie. Die gleichzeitige Anwesenheit bestimmter Nahrungsstoffe kann
die Wirkung an sich kariogener Substanzen deutlich reduzieren. Zu diesen
antikariogen wirkenden Bestandteilen zählen bestimmte Proteine, Fette, Phosphor
und Kalzium. Bei den Fettsäuren ist für Pyridoxin ein kariostatischer Effekt
nachgewiesen worden, vermutlich weil die Dekarboxylierung in der dentalen Plaque
beeinflusst wird. Auch die Plasmakonzentration von Ascorbinsäure steht in
negativer Korrelation mit dem Plaque-Index. So gehen hohe Vitamin-C-Werte im
Blut bei Probanden mit gleichem oralen Hygieneverhalten mit einer niedrigeren
Plaqueretention einher.
Aber auch phosphathaltige Nahrungsmittel haben ein kariostatisches Potenzial,
wie beispielsweise bestimmte Käsesorten. Natürlich gereifter Käse zeigte in
Studien neben kariostatischen auch protektive Eigenschaften. Nach Verzehr des
Käses wurden durch das Trinken einer Zuckerlösung provozierte pH-Entgleisungen
rascher neutralisiert als wenn zuvor kein Käse konsumiert wurde. Dies wird auf
die Zusammensetzung des Produkts aus Proteinen, Kalzium und Phosphat
zurückgeführt. Diese Bestandteile können Plaquesäuren neutralisieren und die
Remineralisation fördern.
Neben den genannten Substanzen haben weitere Nahrungsmittel kariostatische
Eigenschaften, so auch grüner Tee. Dieser besitzt eine bakterizide Wirkung
gegenüber Streptococcus mutans. Verantwortlich ist hierfür wohl der hohe Anteil
an Katechinen (Polyphenolen), die die Adhärenz der Bakterien an Hydroxlapatit
hemmen. Auch können sie die endogene sowie die bakterielle Amylaseaktivität
reduzieren. Dabei scheinen die Katechine mit einem Teil der bakteriellen
Zellmembran zu interagieren und so deren Funktion zu beeinflussen. Derzeit wird
die Wirkung von Zahnpasten, denen Extrakte aus grünem Tee beigemischt wurden,
getestet. Das regelmäßige Trinken von grünem Tee oder dessen Einsatz als
Mundspüllösung sollte nach Ansicht der Autoren bei Patienten mit hohem
Karies-Risiko empfohlen werden.
www.medaustria.at Quelle:
Deutsches Zahnärzteblatt - ZWR 9(2003):368-376(geo) Bedeutung
antikariogener Ernährung 7.11.03
Schützen Vitamin E und Vitamin C -Kombinationen vor dem Morbus Alzheimer?
BALTIMORE. Ältere Menschen, die regelmäßig Präparate mit den beiden
antioxidativen Vitaminen C und E einnehmen, erkranken möglicherweise seltener an
einem Morbus Alzheimer. Darauf deutet eine bevölkerungsbasierte Studie in den
Archives of Neurology (2004; 61: 82–88) hin.
In den Jahren 1995 bis 1997 wurden im „Cache County“ im US-Bundesstaat Utah 4
760 ältere Menschen (über 65 Jahre) neurologisch untersucht. Bei 200 Menschen
wurde ein bestehender Morbus Alzheimer diagnostiziert (Prävalenz-Fälle). Drei
Jahre später, zwischen 1998 und 2000, wurde die Kohorte erneut untersucht.
Dieses Mal waren 104 weitere Erkrankungsfälle hinzugekommen (Inzidenzfälle).
Die Teilnehmer waren auch nach der Einnahme von Vitaminen befragt worden. Etwa
17 Prozent gaben an, sowohl Vitamin C als auch Vitamin E – zumeist in
Multivitaminpräparaten – einzunehmen. Peter Zandi von der Johns Hopkins
University Bloomberg School of Public Health in Baltimore verknüpfte beide
Untersuchungen und kommt zu einem recht erstaunlichen Ergebnis.
Teilnehmer, die regelmäßig Vitamin C in einer Dosis von mindestens 500
Milligramm pro Tag zusammen mit Vitamin E eingenommen hatten, erkrankten
deutlich seltener an einem Morbus Alzheimer als andere. Die Prävalenz war um 78
Prozent gesenkt (Odds-Ratio: 0,22; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,05 bis 0,60).
Die Inzidenz war um 64 Prozent reduziert (Hazard Ratio 0,36; 0,09 bis 0,99).
Auch für Personen, die beide Vitamine in normal dosierten
Multivitamin-Präparaten einnahmen, war eine Tendenz erkennbar. Dagegen wurde für
die alleinige Einnahme von Vitamin E oder Vitamin C kein protektiver Effekt
festgestellt.
Die Prozentzahlen deuten auf eine ausgeprägte protektive Wirkung hin und es gäbe
auch eine plausible Erklärung dafür: Die beiden Vitamine sind antioxidativ
wirksam und könnten so die Neuronen vor den oxidativen Schäden im Alter
schützen.
Auch einen möglichen Einwand können die Autoren ausräumen: Es ist denkbar, dass
jüngere und gesündere Personen häufiger zu Vitaminen greifen als ältere Personen
mit einer beginnenden Demenz. Dann wäre die fehlende Einnahme von Vitaminen
vielleicht ein Marker für eine bevorstehende Erkrankung, aber sicher nicht die
Ursache. Tatsächlich waren die Personen, die Vitamine einnahmen, in der Studie
jünger, häufiger weiblich und auch gesünder. Diese Faktoren wurden jedoch
bereits in der Berechnung der genannten Risiken berücksichtigt.
Unklar ist noch, wieso das wasserlösliche Vitamin C und das fettlösliche Vitamin
E zusammen eingenommen werden müssen, um das Risiko zu senken. Trotz der
deutlichen Zahlen ist Zandi und Mitarbeitern klar, dass die Studie keineswegs
ein Beweis für die Schutzwirkung der Vitaminkombination ist. Der Aussagewert
einer Beobachtungsstudie ist in dieser Hinsicht begrenzt, auch wenn sie – wie im
vorliegenden Fall – ein prospektives Design hat.
Es sei nur an die sehr viel versprechenden Ergebnisse von Beobachtungsstudien
zum Antioxidans Betacaroten bei Rauchern erinnert. Alle Experten erwarteten ein
positives Ergebnis der anschließenden Interventionsstudien. Doch diese zeigten,
dass bei starken Rauchern das Lungenkrebsrisiko gegenüber Placebo durch
Betacaroten sogar noch gestiegen war.
Die Ergebnisse aus Beobachtungsstudien sind deshalb lediglich der Ausgangspunkt
für weitergehende Studien, wie sie die Autoren jetzt auch für die beiden
Vitamine fordern.(20.01.2004) DEUTSCHES ÄRZTEBLATT
Vitamin C hilft bei Hochdruck?
NÜRNBERG - Sind Antioxidanzien Balsam für Hypertoniker-Gefäße im
Oxidationsstress? Offenbar nicht alle: Während Vitamin C der endothelialen
Dysfunktion entgegenwirkt, bleibt N-Acetylcystein hier ohne Effekt, wie eine
neue Studie zeigt.
In einer randomisierten Cross-over-Studie erhielten 15 Hochdruckpatienten und 15
normotensive Kontrollprobanden intraarterielle Infusionen entweder von 18 mg/min
Vitamin C oder 48 mg/min N-Acetylcystein. Die Gefäßfunktion prüfte man über den
Blutfluss am Unterarm nach Acetylcholin-Exposition. Während Viatmin C die
endothelabhängige Vasodilatation - bei den Hypertonikern beeinträchtigt -
günstig beeinflusste, konnte N-Acetylcystein nichts ausrichten. In künftigen
Studien sollte man die Frage nach Gefäßstress bei Hypertonikern also besser mit
Vitamin C untersuchen, folgern Dr. Stefan John und Kollegen von der Universität
Erlangen Nürnberg.
Medical Tribune Bericht
MTD, Ausgabe 7 / 2004 S.16, CG - Stefan John et al. Dtsch Med Wochenschr 2003;
128 (Suppl.3): 175
http://www.medical-tribune.de
Vitamine
machen nach Op schnell wieder fit
Vitamine C und E auch nach Brandverletzungen wichtig
WIESBADEN (bib). Freie Radikale sind an vielen Krankheitsprozessen beteiligt.
Damit stellt sich die Frage nach dem Nutzen einer prophylaktischen
Antioxidanzien-Gabe. Die Studienergebnisse zur Prävention kardiovaskulärer
Erkrankungen mit den Vitaminen C und E etwa sind zwar enttäuschend. Perioperativ
oder nach Verbrennungen hingegen könnte deren Anwendung hilfreich sein.
Das Verbrennungstrauma ist nach Einschätzung von Professor Hans K. Biesalski aus
Stuttgart derzeit die vielversprechendste Indikation. Denn dabei komme es zu
"einer explosionsartigen Bildung freier Radikale", so der
Ernährungswissenschaftler beim 110. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für
Innere Medizin.
Der Verbrauch von Antioxidantien ist bei schweren Brandverletzungen enorm: Die
Vitamin-C-Plasmaspiegel sinken rasch auf weniger
als die Hälfte. Durch hochdosierte parenterale Vitamin-C-Zufuhr - 66 mg pro
Kilogramm Körpergewicht über 24 Stunden - sei es in einer Studie mit
Schwerstverbrannten gelungen, die erforderlichen Volumengaben um mehr als 50
Prozent und die Ödembildung um nahezu 80 Prozent zu reduzieren, berichtete der
Ernährungswissenschaftler. Die mögliche Erklärung: Antioxidantien stärken die
Endothelbarriere. Ohne sie entstünden durch den oxidativen Streß hochtoxische
Peroxynitrite, die mit Proteinen des Endothels interagieren.
Auch bei größeren Operationen befürwortet Biesalski die Anwendung antioxidativer
Vitamine. So konnten etwa in einer Placebo-kontrollierten Studie mit 37
Patienten mit Leberteilresektion sowohl die Liegezeit auf der Intensivstation
als auch der gesamte Klinikaufenthalt signifikant verkürzt werden, wenn Vitamin
E infundiert wurde.
"Patienten, die später Probleme bekommen" - etwa eine Sepsis - "haben
postoperativ oft einen besonders starken Abfall antioxidativer Vitamine im
Blut", so Biesalski. Bei elektiven Eingriffen rät er daher zu einer
präoperativen Supplementierung, etwa mit 200 mg
Vitamin E und 500 mg Vitamin C täglich über vier Wochen. Da für
die Regeneration von oxidiertem Vitamin E Vitamin C nötig ist, sollte beides
kombiniert werden. Biesalski: "Wenn ich einem Patienten Vitamin E gebe, dann
gehört Vitamin C in mindestens der 2,5fachen Dosis dazu." Ärzte Zeitung,
20.04.2004
Erst
Vitamin
Cund
Vitamin E, dann
unters Skalpell
28.04.04 - Wer frühzeitig Antioxidanzien
einnimmt, schützt sich vor Komplikationen nach einer Operation. Diesem
Credo folgend rät der Stuttgarter Ernährungsspezialist Prof. Dr. med. Hans
Konrad Biesalski speziell älteren Patienten, vor einem geplanten Eingriff vier
Wochen lang täglich 500 bis 1 000 mg Vitamin C und 200 bis 400 mg Vitamin E
einzunehmen. So verhindere man, dass es in der frühen Phase nach der Operation
zu einem Mangel an Antioxidanzien kommt, was das Risiko für Komplikationen
drastisch erhöhe.
Auch bei der Strahlen- und Chemotherapie ist es sinnvoll, die „Radikalfänger”
einzunehmen. Allerdings ist in solchen Fällen zur Vorsicht zu raten: Unter
laufender Therapie sollten Patienten keine Antioxidanzien einnehmen – diese
schützen nämlich nicht nur gesundes Gewebe, sondern auch den Tumor. Auf die
Frage nach dem nötigen zeitlichen Abstand antwortet Biesalski pragmatisch:
„Patienten dürfen die Ernährung bis unmittelbar vor der Behandlung mit
antioxidativen Vitaminen ergänzen. Nach Abschluss einer Bestrahlung darf man
sofort wieder beginnen, nach einer Chemotherapie muss man drei Tage warten.“
Vitamin E
und
Vitamin C
zur Verbesserung des Outcomes nach schweren
Traumata
Laut Resultaten einer in „Annals of Surgery“ publizierten Studie kann durch die
Administration von Antioxidantien das Risiko eines Multiorganversagens und
pulmonaler Komplikationen bei kritischen Trauma-Patienten reduziert werden.
Oxidativer Stress des Gewebes wird mit dem Auftreten eines ARDS (acute
respiratory distress syndrome) und eines Multiorganversagens assoziiert. Das
Fehlen von endogenen Antioxidantien soll ausserdem das Risiko von nosokomialen
Infektionen begünstigen. Dr. Avery B. Nathens von der University of Washington
in Seattle und Kollegen untersuchten die Hypothese, ob die Verabreichung von
antioxidativen Vitaminen bei schwer kranken chirurgischen Patienten die Inzidenz
von ARDS, Pneumonien und Organversagen verbessern könnte. 595 schwer kranke,
chirurgische Patienten auf der Intensivstation wurden in die randomisierte
Studie eingeschlossen, 91 Prozent waren Opfer eines schweren Traumas Entweder
erhielten die Patienten eine Ergänzungstherapie mit Vitamin C und E
(Ascorbinsäure und alpha-Tocopherol) oder Standardtherapie.
Primärer Endpunkt war die pulmonale Morbidität (ARDS und nosokomiale
Pneumonien). Sekundäre Endpunkte waren Multiorganversagen, Dauer der
mechanischen Ventilation und Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation.
Patienten mit einer Vitaminergänzungstherapie hatten bezüglich pulmonaler
Morbidität ein relatives Risiko von 0.81 gegenüber der Kontrollpopulation, das
relative Risiko bezüglich Multiorganversagen betrug 0.43. Ventilationsdauer und
Aufenthalt auf der Intensivstation waren unter Vitaminen kürzer.
Die Wissenschafter fassen zusammen, dass die frühe Verabreichung von Vitamin C
und E die Häufigkeit von pulmonalen Komplikationen und Multiorganversagen sowie
die Ventilations- und die Aufenthaltsdauer in einer Intensivstation reduziert.
28.10.04 www.medaustria.at Quelle:
Ann Surg; 236: 814-822
Natürliches
Vitamin C
bleibt unverzichtbar
Vitamin C soll in die Nahrung eingebunden sein, um seine antioxidativen
Eigenschaften optimal entfalten zu können. Künstliches Vitamin C wird vom Körper
schlecht aufgenommen. Außerdem gibt es bei Ascorbinsäure möglicherweise ein
karzinogenes Risiko. Dies haben mehrere Studien ergeben.
Natürliches Vitamin C in Nahrungsmitteln oder auch Supplemente, die das Vitamin
in "nahrungsgebundener" Form enthalten, können gewissermaßen durch nichts
ersetzt werden. Ein neuartiges Citruskonzentrat Supplement wurde jetzt von der
Schweizer Firma EnergyBalance auf den Markt gebracht.
Natürliches Vitamin C ist in einen Nahrungskomplex aus Proteinen, Lipiden,
Kohlehydraten und Pflanzenstoffen eingebunden. Es hat die schützenden,
antioxidativen Eigenschaften, die unser Körper benötigt. Künstliches Vitamin C
besteht aus isolierter Ascorbinsäure oder isoliertem Mineralascorbat, das meist
synthetisch hergestellt wird. Diese isolierten Stoffe kann der Körper schlecht
aufnehmen und er scheidet sie deshalb überwiegend über den Urin wieder aus.
Deshalb empfehlen Ernährungswissenschaftler, das essenzielle Vitamin C in
natürlicher Form durch die Nahrung aufzunehmen und auf Präparate mit künstlichem
Vitamin C zu verzichten.
Darüber hinaus weisen Wissenschaftler aber auch auf weitere bedenkliche Aspekte
etwa bei der Ascorbinsäure hin. So wurde ein mögliches karzinogenes Potenzial
der Ascorbinsäure im Juni 2001 im medizinischen Journal "Science" durch eine
Gruppe von Wissenschaftlern der Universität von Pennsylvania in Philadelphia
diskutiert. Die Autoren stellten in ihrem Versuchsansatz fest, dass isolierte
Ascorbinsäure bei der Umwandlung der Lipidhydroperoxide in DNA-schädigende
Toxine ausserordentlich wirksam ist. Schließlich besteht die Gefahr einer
Überdosierung. Mehr als 500mg künstliches Vitamin C pro Tag können zu einer
Eisenüberdosierung führen, ergab eine Studie der Universität von
Süd-Kalifornien.
Aus diesen Gründen empfehlen Wissenschaftler quasi ein "Zurück zur Natur":
Vitamin C sollte in Nahrung eingebunden sein, um seine antioxidativen
Eigenschaften optimal entfalten zu können. Neben den bekannten Nahrungsmitteln
mit hohem Vitamin-C-Gehalt gibt es nur wenige Supplemente, die Vitamin C in
"nahrungsgebundener" Form enthalten. Hergestellt werden diese Supplemente bisher
aus Acerola, Sanddorn, Hagebutte und neu auch aus preisgünstigerem
Citruskonzentrat.
€ Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten für verschiedene Präparate mit
natürlichem, aus Früchten gewonnenem Vitamin C finden Sie hier:
http://www.gesundheits-fuehrer.com/Produkte/index.html
Vitamin C
-reiche Ernährung in der Stillzeit reduziert
das Neurodermitis-Risiko bei Kleinkindern
Die ideale Nahrung für Säuglinge, die ein erhöhtes Risiko für eine
atopische Erkrankung aufweisen, ist die Muttermilch. Dies gilt umso mehr, je
vitaminreicher sich die Mutter in der Stillzeit ernährt:
Enthält die Muttermilch hohe Konzentrationen an Vitamin C, so verringert sich
bei Kleinkindern das Risiko für eine atopische Erkrankung, wie etwa eine
Neurodermitis.
Wichtig ist dabei, dass das Vitamin über die Nahrung eingenommen wird. Vitamin
C-Präparate haben keinen Einfluss auf den Gehalt in der Muttermilch und damit
keine vorbeugende Wirkung auf atopische Erkrankungen.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie aus Finnland, die im European Journal of
Clinical Nutrition (2005; 59: 123-128) veröffentlicht wurde.
An der Studie nahmen 34 Mütter teil, die alle an atopischen Erkrankungen litten
und ihre Säuglinge ausschließlich oder überwiegend über einen Zeitraum von vier
bis sechs Monaten stillten.
Dabei protokollierten die Mütter während der Stillzeit ihre Essgewohnheiten. Die
Säuglinge wurden im Verlauf der Studie regelmäßig auf Symptome einer
Neurodermitis untersucht.
Im Alter von zwölf Monaten wurde ein Pricktest durchgeführt. Dieser Hauttest
wird eingesetzt, um atopische Erkrankung nachzuweisen.
Nur Vitamin C aus der Nahrung erhöhte die Konzentration in der Milch
Alle an der Studie teilnehmenden Kleinkinder hatten aufgrund der familiären
Prädisposition ein erhöhtes Risiko, eine atopische Erkrankung zu entwickeln.
Eine Atopie brach im ersten Lebensjahr jedoch vorzugsweise bei denjenigen
Kindern aus, die mit Muttermilch mit geringem Vitamin C-Gehalt gestillt wurden.
Insbesondere Mütter, die an einer Lebensmittelüberempfindlichkeit litten und
daher Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse von ihrem Speiseplan verbannten, wiesen
geringere Vitamin C-Konzentrationen in ihrer Milch auf. Ihre Kleinkinder hatten
demnach ein erhöhtes Atopie-Risiko. Mütter hingegen, die während der Stillzeit
Vitamin C-reiche Nahrungsmittel essen konnten, reduzierten durch den erhöhten
Vitamin C-Gehalt in ihrer Milch das Erkrankungsrisiko ihres Kindes deutlich. Wie
die finnischen Wissenschaftler betonen, wurde die Konzentration des Vitamin C in
der Muttermilch allein durch eine entsprechende Nahrung beeinflusst; die
zusätzliche Einnahme von Vitamin-Präparaten erhöhte den Vitamin C-Gehalt nicht.
07.03.2005 Infos für Ärzte http://www.journalmed.de
Quelle: Hartmann
Mildert
Vitamin C
pränatale Lungenschäden durch Rauchen?
BEAVERTON/OREGON. Rauchende Mütter schädigen den Feten auf
vielfältige Weise. Eine kaum bekannte Folge der pränatalen Nikotinexposition ist
eine Schädigung der Lungenreifung. Dieser Effekt konnte in einer
tierexperimentellen Studie im American Journal of Respiratory and Critical Care
Medicine (2005; 171: 1032-1039) durch Vitamin C verhindert werden.
In früheren Studien hatte Eliot Spindel, ein Wissenschaftler am Oregon National
Primate Research Center in Beaverton, bereits zeigen können, dass Nikotin die
Reifung der Lunge stört, indem es in den Kollagen/Elastin-Stoffwechsel
eingreift. Elastin ist nachweislich für die normalen Bewegungen der Lunge von
großer Bedeutung, und bei den Affen, deren Mütter in der Tragezeit mit Nikotin
exponiert wurden, konnte Spindel nach der Geburt Störungen der Atmung
nachweisen. Ähnliche Störungen sollen auch beim menschlichen Neugeborenen zu
beobachten sein, wenn deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht hatten.
Wegen der vom Skorbut her bekannten positiven Auswirkungen auf den
Kollagenstoffwechsel war es deshalb plausibel, den Einfluss von Vitamin C zu
untersuchen. Spindel teilte trächtige Affen in drei Gruppen auf. In zwei Gruppen
wurden die Muttertiere an den Gestationstagen 26 bis 160 (Termin ist bei den
Tieren der 165. Tag) mit Nikotin gefüttert. Eine der beiden Gruppen erhielt
zusätzlich Vitamin C. Die dritte Gruppe war eine nicht exponierte und nicht
behandelte Kontrolle.
Ergebnis: Vitamin C verhinderte den normalerweise nach Nikotinexposition
zu beobachtenden Abfall in der Lungenfunktion praktisch vollständig. Auch der
ansonsten zu beobachtende Anstieg im Surfactant Apoprotein B wurde verhindert.
Ob die Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind, ist keineswegs sicher.
Bevor eine Empfehlung gegeben werden könnte, müsste die präventive Wirkung von
Vitamin C zunächst in klinischen Studien erprobt werden. Auch die in den Studien
eingesetzt Dosierung (250 mg/Tag) dürfte sich nicht einfach auf den Menschen
übertragen lassen. Auf keinen Fall dürfte Vitamin C ein Ersatz für die von den
Ärzten geforderte Abstinenz während der Schwangerschaft sein.
Spindel weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die pränatale
Tabakexposition eine Vielzahl von negativen Wirkungen auf das Ungeborene hat,
die vermutlich nicht durch Vitamin C verhindert werden können. Wenn Frauen in
der Schwangerschaft weiter rauchen, riskieren sie, dass ihr Kind frühzeitig
geboren wird und ein geringes Geburtsgewicht hat. Nach Angaben von Spindel sind
fünf bis zehn Prozent aller fetalen und neonatalen Todesfälle Folgen der
pränatalen Tabakexposition.
Andererseits ist Tabakrauchen eine Sucht und viele Frauen rauchen trotz
ärztlicher Mahnungen weiter. In diesem Fall könnte, so Spindel, die Gabe von
Vitamin C möglicherweise als „letzte Maßnahme“ gerechtfertigt sein. /rme
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 03.05.2005
Abstract der Studie
http://ajrccm.atsjournals.org/cgi/content/abstract/171/9/1032
Pressemitteilung der Oregon Health & Science University
http://www.ohsu.edu/ohsuedu/newspub/releases/042605vitamin.cfm
Vitamin C-Prophylaxe
nutzt vor allem Kindern und Sportlern
Kein Schutz vor Erkältungs-Krankheiten durch Vitamin C für Bewegungsmuffel
NEU-ISENBURG (mut). Vitamin-C-Präparate zur Erkältungsprophylaxe sind populär -
doch sie schützen nur Menschen vor Erkältungen, die Kälte und starker
körperlicher Belastung ausgesetzt sind, hat jetzt eine große Meta-Analyse
ergeben. Immerhin: Völlig unnütz ist die Nahrungsergänzung auch für
Bewegungsmuffel nicht. So läßt sich die Erkältungsdauer mit dem Vitamin etwas
verkürzen.
Die Analyse umfaßte 55 Studien, in denen die Nahrungsergänzung von täglich mehr
als 200 mg Vitamin gegen Placebo geprüft wurde (PLoS Medicine 2/6, 2005, 0503).
In 29 dieser Studien mit über 11 000 Menschen wurde geschaut, ob Erkältungen mit
Vitamin-C-Prophylaxe weniger häufig sind als mit Placebo. Dies war jedoch nicht
der Fall. Nur in sechs Studien mit Marathonläufern, Schülern einer Skischule und
Soldaten bei Arktis-Einsätzen ließ sich die Erkältungsrate reduzieren - und zwar
um die Hälfte.
In 30 Studien (knapp 10 000 Teilnehmer) wurde geschaut, ob bei Teilnehmern mit
Vitamin-C-Prophylaxe die Dauer von Erkältungen reduziert ist. Das Ergebnis: Mit
Vitamin C war die Erkältungsdauer bei Kindern um 14, bei Erwachsenen um acht
Prozent reduziert. Kinder mit Vitamin C waren bei einer einwöchigen Erkältung
folglich einen Tag weniger krank als Kinder mit Placebo.
In sieben Studien (3300 Teilnehmer) wurde schließlich geprüft, ob man bei einer
beginnenden Erkältung mit einer Vitamin-C-Therapie die Dauer der Erkältung
reduzieren kann. Hier ergab nur eine Studie einen Vorteil, und zwar nur dann,
wenn das Vitamin hoch dosiert wurde.
Die 1300 Teilnehmer dieser Studie bekamen bei Symptombeginn einmalig vier oder
acht Gramm Vitamin C oder Placebo. Mit Placebo dauerte die Erkältung im Schnitt
dreieinhalb Tage, mit vier Gramm Vitamin C knapp über drei Tage und mit acht
Gramm etwa zweieinhalb Tage. Ärzte Zeitung, 29.07.2005
Studie: Hohe Konzentrationen von Ascorbinsäure -Vitamin C-töten
Krebszellen im Labor ab
Ärzte Zeitung, 14.09.2005
Hochdosiertes Vitamin C tötet Krebszellen
WASHINGTON (mut). Intravenös verabreichtes Vitamin C könnte sich zur Behandlung
von Krebspatienten eignen. Das schließen US-Forscher aus einer Laborstudie.
Bei Konzentrationen von über 4 Millimol Vitamin C pro Liter starben die meisten
Zellen von zehn unterschiedlichen Krebszellinien ab. Solche Konzentrationen
werden im Körper erreicht, wenn etwa 8 bis 10 Gramm Vitamin C intravenös
verabreicht werden.
Normale Zellen starben selbst bei fünffach höheren Konzentrationen nicht,
berichten die Forscher in der Zeitschrift PNAS (102, 2005, 13604).
Sie beobachteten, daß sich unter Vitamin C in Krebszellen vermehrt
zellschädigendes Wasserstoffperoxid bildete.
Bereits vor etwa 30 Jahren haben erste klinische Studien ergeben, daß
Krebspatienten von intravenös verabreichtem Vitamin C profitieren.
Die Ergebnisse konnten allerdings mit oral verabreichtem Vitamin C nicht
wiederholt werden. Jetzt wollen die Forscher erneut Studien mit Vitamin C bei
Krebspatienten starten.
Vitamin C macht es
Frauen mit Krebs leichter
BAD MERGENTHEIM (mop). Bei Patientinnen mit Mamma-Ca ist die postoperative
adjuvante Behandlung mit hochdosiertem Vitamin C eine effektive und
volkswirtschaftlich sinnvolle Ergänzung der konventionellen Therapie. Dieses
Fazit hat Dr. Martin Gschwender, niedergelassener Arzt für Naturheilverfahren in
München, aus den Ergebnissen einer neuen Studie gezogen.
An der kontrollierten Kohortenstudie haben 788 Patientinnen aller Tumorstadien
nach erfolgter Operation teilgenommen. Die onkologische Basistherapie der Prüf-
und der Kontrollgruppe war ähnlich. Die Frauen der Verumgruppe wurden meist
zweimal pro Woche zusätzlich mit einem hochdosierten Vitamin-C-Präparat (Vitamin
C-Injektopas® 7,5 g ) behandelt.
Die mediane Therapiezeit betrug 6,8 Monate. Die Nachbeobachtungszeit dauerte
mindestens drei Jahre oder bis zum Tod. Primäres Zielkriterium war die Änderung
der krankheits- und therapiebedingten Symptome im Zeitraum der konventionellen
adjuvanten Therapie.
Die Ergebnisse hat Gschwender bei einem Pressegespräch von Pascoe in Bad
Mergentheim vorgestellt. Beim primären Zielkriterium ergab sich eine
signifikante Reduktion in der Vitamin-C-Gruppe, vor allem bei den
gastrointestinalen und zentralnervösen Symptomen.
Bei den Frauen der Vitamin-C-Gruppe war die Rate der unerwünschten Wirkungen
durch die konventionelle adjuvante Therapie insgesant signifikant geringer.
Signifikant mehr Patienten befanden sich in einem gebesserten Allgemeinzustand
(46 versus 35 Prozent).
Und signifikant mehr Frauen hatten einen gebesserten Karnofsky-Index zur
Beschreibung der Lebensqualität (49 versus 24 Prozent). Es berichteten auch mehr
Frauen aus der Vitamin-C-Gruppe über ein gebessertes Gesamtbefinden (62 versus
38 Prozent). Auch die Zahl der Hospitalisierungen, die Dauer der Hospitalsierung
sowie die Notwendigkeit häuslicher Pflege waren reduziert.
In der Vitamin-C-Gruppe war das Risiko für ein erneutes Tumorereignis
signifikant geringer, und das rezidivfreie Intervall war länger. Bei der Rate
der Fernmetastasen und der Überlebenszeit gab es keinen signifikanten
Unterschied. Die Studie lieferte keinen Hinweis dafür, daß Vitamin C das
Tumorwachstum fördert - ein Verdacht, der in diesem Zusammenhang immer wieder
geäußert wird.
Ärzte Zeitung, 21.12.2005
Niedriger
Vitamin C-Spiegel bei
schweren Asthmatikern
Eine niedrige Vitamin C-Plasmakonzentration ist laut Resultaten einer
Australischen Studie mit einem schwereren Asthma-Verlauf assoziiert.
Dr. N.L.A. Misso und Kollegen von der University of Western Australia in Perth
analysierten Ernährungsgewohnheiten und Blutspiegel von Antioxidanzien
einschließlich Vitamin C bei 28 schweren Asthmatikern, 53 Patienten mit mildem
Asthma und 43 Personen ohne Asthma.
Die Vitamin C- und Karotin-Aufnahme war generell bei Frauen höher als bei
Männern, bei Männern mit schwerem Asthma am niedrigsten.
Die Ascorbinsäure-Konzentration im Plasma war bei Probanden mit schwerem Asthma
im Vergleich zu Studienteilnehmern mit mildem Asthma und den Kontrollprobanden
am niedrigsten (31,9±3,6µM vs. 52,3±2,6µM vs. 52,7±2,9µM).
„Ob Asthmatiker von einer gesteigerten Vitamin-C-Aufnahme profitieren können,
müssen weitere Studien zeigen“, so die Wissenschafter abschließend. 3.2.06
2006 www.medaustria.at
Quelle: Eur Respir J; 2005, 26: 257-264
Frauen mit Brustkrebs profitieren von
Vitamin C-Infusionen
Ascorbinsäure wirkt tumortoxisch / Patientinnen, die hochdosiert Vitamin C
erhielten, blieben länger tumorfrei als Frauen der Vergleichsgruppe
FRANKFURT AM MAIN (ner). Erstmals hat eine kontrollierte Studie Hinweise darauf
ergeben, daß eine Infusionstherapie mit hochdosiertem Vitamin C bei Frauen mit
Brustkrebs das tumorfreie Intervall verlängern kann. Dies wird auf die
antioxidative Kapazität von Ascorbinsäure und direkte tumortoxische Wirkungen
zurückgeführt.
Professor Josef Beuth: Brustkrebs-Patientinnen, die Vitamin C erhalten, bleiben
lange tumorfrei. Foto: Pascoe
In der deutschen multizentrischen Kohortenstudie waren Daten von 788
Brustkrebspatientinnen ausgewertet worden. Deren Behandlung hatte in den Jahren
1992 bis 2002 begonnen. Das hat Professor Josef Beuth vom Institut für
Naturheilkunde an der Uni Köln bei einer Pressekonferenz des Unternehmens Pascoe
in Frankfurt am Main berichtet. Alle Frauen waren operiert und adjuvant
behandelt worden.
Etwa die Hälfe der Patientinnen hatte hochdosierte Vitamin-C-Infusionen
(Vitamin-C-Injektopas®, ab September als Pascorbin® angeboten) von meist zweimal
täglich 7,5 g für durchschnittlich 4,5 Monate erhalten, die andere Hälfte nicht.
Die Infusionen waren zwischen den Chemo- oder Strahlentherapien verabreicht
worden.
Primärer Studienparameter war die Lebensqualität innerhalb der
Nachbeobachtungszeit von mindestens drei Jahren. Nach Angaben von Beuth wurden
unerwünschte Wirkungen der Antikrebstherapie wie Übelkeit und Erbrechen,
Schlafstörungen, Antriebsmangel und Depressionen oder auch Schleimhaut- und
Hautreaktionen im Vergleich zu Ausgangslage gelindert.
Auch im Vergleich zur Kontrollgruppe gingen diese Symptome signifikant zurück.
Zugleich beobachtete man in der Vitamin-C-Gruppe ein signifikant verlängertes
tumorfreies Intervall.
So war zehn Jahre nach Behandlungsbeginn bei etwa 70 Prozent der Frauen in der
Vitamin-C-Gruppe kein neues Tumorereignis mehr aufgetreten, jedoch nur bei 50
Prozent in der Kontrollgruppe. "Dies ist ein interessanter Hinweis, der
allerdings prospektiv kontrolliert werden muß", betonte Beuth.
Mit Vitamin-C-Tabletten seien solche Effekte nicht zu erreichen, hieß es in
Frankfurt. Denn Vitamin C wird rasch enteral und renal ausgeschieden. Bei
intravenöser Applikation von 7,5 g Vitamin C kommt es für etwa sechs Stunden zu
erhöhten Plasmaspiegeln. Ungefähr zwei Gramm Vitamin C werden vom Gewebe
aufgenommen.
Profitieren Krebspatienten von hochdosiertem
Vitamin C?
Experten-Gremium plädiert für Vitamin-C-Infusionstherapie als
Komplementär-Behandlung / Prospektive Studie wird gestarte
FRANKFURT AM MAIN (ner). Die hochdosierte Vitamin-C-Infusionstherapie ist nach
Auffassung eines Expertengremiums eine sinnvolle Komplementär-Behandlung bei der
Therapie von Patienten mit Krebs. Außer einer Stärkung des Immunsystems gebe es
Hinweise auf direkte tumortoxische Wirkungen.
Ascorbinsäure gehöre zu den effektivsten natürlichen Radikalfängern, so das
Gremium aus Ärzten, Pharmakologen, Naturheilkundlern, Psychologen und
Immunologen in einem Konsensuspapier. Dies ist nach Angaben von Professor Ulrich
Borchard von der Universität Düsseldorf deshalb von Bedeutung, weil die
Kanzerogenese, aber auch die Chemo- und Strahlentherapie bei Krebspatienten mit
erheblichem oxidativem Streß verbunden ist.
Vitamin C in hoher Konzentration tötet Krebszellen.
Aus epidemiologischen Studien wisse man, daß bei Krebspatienten
Vitamin-C-Spiegel oft zu niedrig seien, sagte der Pharmakologe bei einer
Veranstaltung des Unternehmens Pascoe in Frankfurt am Main. Einer von 37
Patienten befinde sich im Zustand des Skorbut. Niedrige Vitamin-C-Spiegel seien
mit einer verkürzten Lebenszeit assoziiert. Zudem sei nachgewiesen worden, daß
toxische Wirkungen einer Chemotherapie reduziert würden, so Borchard.
In In-vitro-Studien sind verschiedene Karzinomzellen nach einstündiger
Inkubation mit Vitamin C abgetötet worden. Ursache dafür ist die extrazelluläre
Bildung von Wasserstoffperoxid (H2O2). Allerdings seien für diesen Effekt
Konzentrationen von 1 bis 20 mM erforderlich, je nach Tumorzellart, betonte
Borchard. Diese Konzentration könne in vivo nicht mit oraler
Vitamin-C-Supplementation erreicht werden, da hohe Dosen rasch über Darm und
Nieren ausgeschieden werden.
Die Substitution von Vitamin-C-Mangel bei Krebs wird bereits seit langem
praktiziert. Bei Brustkrebs-Patientinnen gibt es Hinweise auf eine verlängerte
Überlebenszeit unter hochdosierter Vitamin-C-Therapie. Das soll nun mit
prospektiven Studien geprüft werden.
Ärzte Zeitung, 16.11.2006