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Vitamin C Funktion und medizinische Studien

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Vitamin C (Ascorbinsäure) - Funktion    Vitamin-C-Gehalt in Obst und Obsterzeugnissen  Vitamin C und Diabetes mellitus

l(+)-Ascorbinsäure      Syn.: Acidum ascorbi(ni)cum
das natürliche (z.B. in Frischgemüse, Zitrusfrüchten enthaltene) u. synthetisierbare »antiskorbutische« Vitamin C; 
ein gut wasserlösliches Kristallpulver. Biologisch wichtig als Redoxsubstanz aller Körperzellen (im Gleichgewicht zu Dehydro-A.) u. als Gefäßschutzstoff
(Endothelschutz für die Kapillarenabdichtung). Da im menschlichen Organismus nicht synthetisierbar, sind ernährungsbedingte Mangelerscheinungen bis hin zum Skorbut möglich. Sie wird angereichert in hormonbildenden Organen (z.B. NNR) u. ist beteiligt am Stoffwechsel der Kohlenhydrate, Steroide (deren Hydroxylierung), zyklischen Aminosäuren, der Folsäure u.a.; durch Prolinhydroxylierung ist sie ein wichtiger biochemischer Teilfaktor der Kollagen- u. damit Narbenbildung.
E: ascorbic acid.Orthomolekular-wissenschaftliche Beratung (aih@teleweb.at) aus A-1040 Wien; 
Graf Starhemberg Gasse 9 , 22. April 1999  
Wußten Sie, daß Vitamin C Herzinfarkt verhindert? Linus Pauling ist der Vater der orthomolekularen Medizin. Seine Rezepte geben uns einen Hoffnungsschimmer für ein gesundes und schmerzfreies Leben. Für mich ist dieses Buch die Grundlage meines Unternehmens geworden, denn ich habe die Rezepturen von Linus Pauling produzieren lassen und kann seine Ausführungen im Buch bestätigen. Kaufen Sie sich dieses Buch, es ist wirklich die VITAMINBIBEL schlechthin. Für Fragen stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung.
Vitamin C ist das wohl populärste Vitamin und untrennbar mit dem Namen Linus Pauling verknüpft, der tägliche
Einnahmen von 20 Gramm empfahl im Gegensatz zu den Gesundheitsbehörden, auf deren Listen 30 - 75 mg stehen. Das ist genug um Schorf zu verhindern, eine offensichtliche Vitamin-C-Mangelkrankheit, die das Kollagen zusammenbrechen läßt, allerdings nicht genug, damit Vit. C seine Fähigkeiten als Antioxidant ausspielen kann. Dann sind tägliche Dosierungen zwischen 2 und 12 g erforderlich. Vitamin C stärkt das Immunsystem, tägliche Dosierungen im Grammbereich lassen 1/3 der Erkältungssymptome verschwinden. Es verlängert das Leben unheilbarer Krebspatienten, reduziert Plaque in den Arterien, stärkt die Blutgefäße und senkt den Blutdruck. Es ist notwendig für Wachstum, Gewebereparatur, Aufbau des Bindegewebeproteins Kollagen, hilft bei der Wundheilung und Herstellung von Antistresshormonen und Interferon. Es ist Teil des Stoffwechsels von Folsäure, Tyrosin und Phenylalanin und schützt vor Umwelteinflüssen, Infektionen, es erhöht die Aufnahme von Eisen. Gut für Zähne, Gaumen und Knochen. Es arbeitet synergistisch mit Vitamin E.Die Fähigkeit, selbst Vitamin C herzustellen, ist dem Menschen wahrscheinlich durch einen genetischen Unfall in der Evolution vor 25 Mio. Jahren verlorengegangen. Im Stammbaum nahe verwandte Lebewesen produzieren Vitamin C im Grammbereich.
Literaturhinweis:Pauling, L. :Evolution and the need for ascorbic acid. 
Proc. Nat. Acad. Sci. 67: 1643-1648, 1970.  PubMed ID : 5275366
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Ascorbinsäure spielt eine wichtige Rolle bei:

  • Redoxreaktionen (z.B. als Antioxidans, Synergist von anderen Antioxydantien, Überführung von Fe 3+ in
  • Fe 2+ beim Transferrin)
  • Synthese von Kollagen (im Bindegewebe enthalten) und Aufrechterhaltung der Funktion des Bindegewebes
  • Bildung von Noradrenalin, Melanin, Steroidsynthese
  • Sauerstofftransport (Reduzierung von Met-Hb)
  • Glutathionstoffwechsel
  • Energieverwertung (Mitochondrien)
  • Folsäureverwertung
  • Inaktivierung von Toxinen, Hemmung der Nitrosaminbildung im Magen
  • Milderung von Streßauswirkungen
  • Infektabwehr
  • Tumorprophylaxe
  • Abheilung schwerer Verbrennungen, Verbesserung der Wundheilung
  • Senkung eines überhöhten Tyrosingehaltes im Blut bei chronischem Rheumatismus
  • Förderung der Diurese (günstig bei Herzkranken)
  • Steigerung von Reaktionsbereitschaft und Konzentration
    Zahnmedizinische Aspekte:
  • sog. Radikalenfänger; ein Vitamin C-Mangel hat sowohl Folgen für das Knochengewebe wie auch das Zahnfleisch. Schwere Zahnfleischerkrankungen sind das klassische Symptom des Skorbut und unterstreichen  die essentielle Bedeutung dieses Vitamins für ein gesundes Zahnfleisch (Kollagenbildung). Am Knochengewebe führt ein Vitamin C-Mangel zur Hemmung der Knochenbildung und Osteoporose.

  • Daneben besitzt es einen unterstützenden Einfluss auf das Immunsystem: erniedrigte Vitamin C-Konzentrationen gehen mit einer Verschlechterung der  Funktion der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und einer Erhöhung der Durchlässigkeit der Mundschleimhaut für bakterielle Toxine einher. Zum anderen ist auffällig, dass die Granulozyten etwa 50mal mehr als normale Körperzellen Vitamin C speichern können. Man vermutet, dass dadurch die Granulozyten entzündete Gebiete besser erreichen können.

  • Einer finnischen Studie zufolge ist die Häufigkeit und die Tiefe der Zahnfleischtaschen direkt abhängig von der Blutplasma-Vitamin C-Konzentration.

Vitamine. Aktiver Gesundheitsschutz. 
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Vitamin C (Ascorbinsäure) - Aufnahme/Bedarf/empfohlene Zufuhr

Bedarf        genauer Bedarf unklar
Erhöhter Bedarf bei:
starker körperlicher Belastung
großer Flüssigkeitszufuhr
bei verschiedenen Erkrankungen (z.B. fiebrigen Infekten, Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes)
nach Operationen
Rauchern
Empfehlenswerte Zufuhr (in Klammern abweichende Literaturangaben)
Säuglinge                               40-45 (35) mg/Tag
Kinder                                   50-75 (35-100) mg/Tag (je nach Alter)
Erwachsene                           100 mg/Tag
Schwangere                         100 mg/Tag
Stillende                               125 (150) mg/Tag
bei Skorbut                           10- 15 mg/Tag  Vitaminmangelerkrankung
für optimales Wachstum         20-25 mg/Tag
zur Prophylaxe                       50-100 mg 2-3 x /Tag
zur Therapie                         200-300 mg/Tag
zur Infektionsprophylaxe       200-400, evtl. sogar bis 1000 mg/Tag

Ascorbinsäurereiche Lebensmittel
Milchprodukte
Milch (vor allem Stutenmilch)
Gemüse
Paprika, Rosenkohl, Broccoli, Grünkohl, Blumenkohl, Kohlrabi, Spinat, Rotkohl, Wirsing, Weißkohl,
Mangold, Chinakohl,Porree, Tomaten, Kartoffeln, Sojasprossen, Sauerkraut, Bohnen, Spargel,
Fenchel, Rosenkohl, grüne Pfefferschoten,Feldsalat, Kopfsalat, Radieschen, Rettich, Meerrettich
Obst
Obst allgemein, vor allem Hagebutten, schwarze Johannisbeeren, Kiwis, Erdbeeren, Zitrusfrüchte
(Zitronen, Orangen,Pampelmusen),Mango, Stachelbeeren, Guave, Papaya, Sanddornbeeren
Gewürze
Petersilie, Gartenkresse, Brunnenkresse, Schnittlauch.Verluste durch Lagerung und Zubereitung
(vor allem durch Wärme) bis 70%. Nur geringe Verluste im sauren Milieu (z.B. Früchte)

 
 

 


Studien
Die regelmäßige Einnahme von höher dosiertem Vitamin C kann Erkältungskrankheiten verkürzen.Bei Kindern scheint  der Nutzen besonders groß zu sein. Eine Dosis über 2 Gramm /Tagverstärkt nach diesen Ergebnissenden positiven Effekt  auf die Krankheitsdauer.Literatur:Hemlä,H:Vitamin C supplementation and common cold symptoms: factors affecting the magnitude of benefit.Medical Hypothesis 62/2(1999) 171-178

http://www.calciummangel.de/Osteoporosenews.html
Täglich Vitamin C erhöht bei älteren Frauen offenbar die Knochendichte . Studie zu Osteoporose mit 994 Probandinnen / Vitamin fördert die Bildung von Kollagen


Es ist wissenschaftlich unbestritten, daß Vitamin C das Immunsystem stärkt, die Wundheilung und Narbenbildung fördert, als Schutzstoff gegen krebserregende Prozesse im Körper wirkt, für den Aufbau des Bindegewebes unerläßlich ist, da es am Aufbau von Kollagen beteiligt ist, die Eisenaufnahme fördert und im Organismus verbrauchtes Vitamin E regeneriert.  Bei Mangel: Müdigkeit, Infektionsanfälligkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, schlechte Wundheilung, im Extremfall Skorbut (Zahnfleischschwund) mit Zahnfleisch- und Hautblutungen. Besonders reich an Vitamin C sind: Sanddorn, schwarze Johannisbeeren, Zitrusfrüchte, Paprika, Petersilie, Blumenkohl, Tomaten. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 75 mg, was etwa zwei  großen Orangen entspricht.
Was enthält mehr Vitamin C pro 100 Gramm - eine Kiwi oder eine Zitrone?
Kiwis sind Vitamin C-haltiger als Zitronen. 100 g Kiwi liefern 71 mg Vitamin C, Zitronen 53 mg. Unser täglicher Vitamin C-Bedarf liegt laut Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei 75 mg. Eine Menge, die durch den täglichen Verzehr von Obst und Gemüse ohne Probleme aufgenommen werden kann. Weitere gute Vitamin C-Quellen sind Paprika, Broccoli, Fenchel, Spinat, Kohlrabi, Grünkohl, schwarze Johannisbeeren, Erdbeeeren und Apfelsinen.
Vitamin C hat viele Aufgaben: es wirkt unter anderem als Antioxidationsmittel (d.h., es schützt die Zellen, aber auch andere Vitamine vor der Zerstörung durch aggressiven Sauerstoff), stärkt das Immunsystem, fördert die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln, ist zuständig für die Kollagenbildung, kurbelt die Herstellung von Hormonen und Nervenstoffen an, stärkt die Psyche und hemmt die Nitrosaminbildung ( führt zur Krebsbildung)
Einfluß von Ascorbinsäure auf die Konzentrationen von Noradrenalin im Plasma und von Blutlaktat      
Institut für Sportmedizin, Universitätsklinikum Benjamin Franklin, Freie Universität Berlin 1999            Gretenkort N, Strobel G
Problemstellung: Vitamin C (ASC hemmt in vitro die Laktathydrogenase und ist essentiell für die Biosynthese von Noradrenalin (NA). Wir untersuchten deshalb, ob ASC-Substitution in vivo Einfluß auf die Konzentration von Blutlaktat und von Plasma-NA besitzt.
Methodik: 10 männliche Probanden nahmen an einer placebo-kontrollierten, doppel-blinden Crossover-Stuidie teil. Sie führten randomisiert zwei
Fahrrad-Ergometertests (30min , 72% V02max) mit und ohne ASC-Gabe durch. ASC oder Placebo wurde einen Tag (1g) sowie 2,5h (o,5g) und 2h vor Beginn und Ende der Belastung.
Ergebnisse: Supplementierung mit ASC vs. Placebo erhöhte unter Belastung signifikant den Anstieg von Plasnma-NA und verminderte den Anstieg von Blutlaktat.
                                     Placebo                                         Vitamin C      
                          Ruhe                   Belastung                 Ruhe            Belastung
NA[nmol/L]      1,94 ± 1,24     18,76±7,53*           1,66 ± 1,11      23,55±4,56*
Lkt[mmol/L]      0,68 ± 0,20       7,28 ± 3,11*       10,73 ± 0,31        6,67±3,25*#
Signifikant unterschiedlich (P<0,05) zu Ruhe(*) und zu Placebo(#)
Schlußfolgerung :ASC Supplementierung nimmt sowohl  Einfluß auf die Konzentration von Blutlaktat als auch von Plasma-NA .

Vitamin C und Arteriosklerose
 Die Auswertung der Second Health and Nutrtion Examination Survey (NHANESII) von 6634 Personen ergab, dass mit steigender Zufuhr von Vitamin C das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich abnimmt. n der Pathogenese der Arteriosklerose spielt oxidiertes LDL-Cholesterin eine entscheidende Rolle. In vitro verhinderte Vitamin C die Oxidation von LDL. In verschiedenen in vivo Studien senkte Vitamin C erhöhte Cholesterin und Triglyceridwerte
;diese Ergebnisse müssen jedoch erst noch bestättigt werden. Daneben scheint Vitamin C die Hypertrophie zu beeinflußen. Dafür sprechen die Ergebnisse der Metaanalyse von 22 Studien sowie eine aktuelle Studie mit 541 älteren Personen. Es wird vermutet, dass Vitamin C den Blutdruck durch die Verbesserung der Verfügbarkeit von Stickoxid (NO) beeinflusst.


Vitamin C gegen Sudeck-Dystrophie 
(
Schmerzsyndrom nach Verletzung von Knochen und Weichteilen mit Athrophie der Hautoder Knochen, Haarausfall, Kontrakturen und Knochenabbau )
In einer Studie mit 123 Erwachsenen  nahmen die Betroffenen  mit Handgelenksfrakturen 50 Tage lang Viamin C bzw. Placebo ein. Bei 7% der Vit. C Gruppe und bei 15 % der Placebogruppe bildeten sich  Zollinger et al. Lancet 354 (1999) 2025-2028 


Eine Vitamin C-Supplementierung kann helfen die Spätfolgen des Diabetes wie die Angio- und Retinopathie zu vermeiden.
Sonderdruck bei Pascoe GMBH Postfach 100755,  35337Giessen Tel: 0641 79600  


Die Oxidation von Proteinen scheint in der Augenlinse in der Enstehung der von altersbedingten Katarakten eine Rolle zu spielen.
Experimentelle Daten weisen darauf hin , daß der Gehalt an Vitamin C in der Linse auf Nahrungszufuhr reagiert. 247 Frauen im Alter von 56-71 Jahren und die Einnahme von Vit. C Supplementen über 10-12 Jahre wurde erfasst. Die 26 Frauen, die 10 Jahre oder mehr Vit. C eingenommen hatten, wiesen im Vergleich zu denen die nicht supplementierten , eine um 77 % geringere Rate an Linsentrübungen und 83 % geringere Prävalenz auf. Bei Frauen die kürzer als 10 Jahre zusätzlich Vit. C einnahmen konnte kein verbesserter Schutz festgestellt werden. Jaques et al. (1997) Am Clin Nutr 66:911-916
P.S. : Allein in Deutschland werden jährlich  ca. 400.000 Patienten wegen des grauen Stars operiert (Linseneintrübung)!


Vitamin C mildert Folgen des Rauchens: Raucher, die viel Vitamin C zu sich nehmen, stärken damit ihre Atemwege. Das haben Forscher von der Universität Cambridge in einer Studie nachgewiesen, die im „European Respiratory Journal“ veröffentlicht wurde. Sie untersuchten den Vitamin-C-Spiegel im Blut von 8000 Personen. Ergebnis: Ein doppelt so hoher Vitaminspiegel halbierte das Risiko, an einer Blockade der Atemwege zu erkranken. „Wir konnten mit unserer Studie den Zusammenhang zwischen Vitamin-C-Einnahme und Atemwegserkrankungen bei Rauchern nachweisen“, sagte der Studienautor Nicholas Wareham. Rauchen erhöhe die Oxidation im Gewebe, während Vitamin C oxidationshemmende Wirkung habe. Allerdings sei das beste Mittel gegen Atemwegserkrankungen immer noch, mit dem Rauchen aufzuhören, so Wareham. (netdoktor.de, 01.09.2000)


Vitamin C gegen Schlaganfall: Vitamin C beugt nicht nur Erkältungen vor, es mindert auch das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Das berichten japanische Forscher der Universität Tokio in der neuesten Ausgabe des US-Fachmagazins „Stroke“. Die Wissenschaftler untersuchten 20 Jahre lang die Ernährungs-
gewohnheiten und den Vitamin-C-Gehalt im Blut von mehr als 2000 Studienteilnehmern. Ergebnis: das Schlaganfallrisiko von Personen mit viel Vitamin C im Blut war um siebzig Prozent geringer als bei Probanden mit unterdurchschnittlichem Vitamin-C-Spiegel. Studienleiter Tetsuji Yokoyama rät zum Verzehr von Obst und Gemüse, warnt aber vor dem Genuss von Alkohol und Nikotin, da diese beiden Faktoren den Vitamin-C-Gehalt im Blut womöglich senken. (netdoktor.de, 06.10.2000)ms


Vitamin C kann vor Schlaganfall schützen ?!
09.10.2000 - Eine weitere Studie berichtet über die positiven Wirkungen eines hohen Vitamin C-Blutspiegels. Wie japanische Wissenschaftler in der
Zeitschrift 'Stroke' schreiben, wurden in ihrer Studie über 2.000 Männer und Frauen auf deren Vitamin C-Spiegel untersucht. Dabei zeigte sich über einen
Zeitraum von 20 Jahren, dass tägliche Zufuhr von Vitamin C in Form von Gemüse oder Obst das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden um bis zu 58%
senken kann. Auch bei Risikopatienten, die aufgrund eines hohen Blutdruckes, Alkoholkonsums oder Rauchens für einen Schlaganfall wesentlich anfälliger sind, zeigte sich, dass entsprechend hoher Vitamin C-Konsum noch eine risikomindernde Wirkungen haben kann. (Quelle: BBCHealth, in Englisch)


Ärzte Zeitung, 22.08.2000
Das wasserlösliche Vitamin fängt reaktive Sauerstoffmetabolite in Magen und Duodenum und verhindert so die Bildung von mutagenen Nitroso-Verbindungen. Außerdem schützt es als sehr starkes Reduktionsmittel das LDL-Cholesterin vor Oxidation und regeneriert oxidiertes Vitamin E. Eine hohe Vitamin-C-Aufnahme mit der Nahrung korreliert mit einem reduzierten Risiko für Magen-, Speiseröhren-, Dickdarm- und Lungenkrebs. Die Einnahme von Vitamin C-Präparaten senkt die Inzidenz von kolorektalen Karzinomen und Magenkrebs allerdings nicht. Vitamin C unterstützt außerdem die Infektabwehr insbesondere bei Vitamin-C- Mangel. Einen erhöhten Vitamin-C- Bedarf haben Raucher, Diabetiker und chronisch Kranke. Die empfohlene Vitamin C Zufuhr pro Tag beträgt für Erwachsene: 100 Millgramm, für Raucher 150 Milligramm.

Vitamin C senkt Herzinfarktrisiko 
Unter der Leitung von K. Nyyssönen beobachteten Wissenschaftler in Finnland 1605 Probanden im Alter zwischen 42 und 60 Jahren, die herzgesund waren,
über 8 Jahre. Bei 91 Probanden wurde ein niedriger Vitamin C - Spiegel gemessen. Insgesamt bekamen 70 Teilnehmer einen Herzinfarkt, davon allein 12 (=
13,2%) aus der Gruppe mit erniedrigtem Vitamin C-Spiegel gegenüber 58 (= 3,8%) aus der Gruppe, die ausreichend mit Vitamin C versorgt war.
Die finnischen Forscher fanden die Ergebnisse so signifikant, daß sie einen Vitamin C - Mangel als Risikofaktor für einen Herzinfarkt ansehen


Senkt Vitamin C den Blutdruck?
Wer viel Vitamin C zu sich nimmt und einen entsprechend hohen Plasmaspiegel aufweist, hat einen tieferen Blutdruck. Dies zeigt eine Studie, die bei knapp 1'000 über 65-jährigen Briten durchgeführt wurde. Vitamin C war der einzige Lebensmittelinhaltsstoff, der diesen Effekt zeigte.
Die Resultate der britischen Studie decken sich mit den Ergebnissen früherer Untersuchungen, die ebenfalls einen Zusammenhang zwischen guter Vitamin C-Versorgung und tiefem Blutdruck gezeigt hatten. Trotzdem ist der kausale Zusammenhang zwischen Vitamin C-Versorgung und Blutdruck nicht gesichert, denn es ist denkbar, dass ein guter Vitamin C-Status nur als Marker für eine insgesamt gesunde Ernährung oder einen gesunden Lebensstil steht.


Die Vitamine E und C schützen die Arterien 
Dr. Gary P. D. Plotnick von der Universität von Maryland und seine  Kollegen untersuchten den Einfluß der antioxidativen Vitamine E und C 
auf die Gefäßinnenwände der Arterien bei gleichzeitiger Zufuhr von fettreicher Nahrung.
Die Versuchspersonen bekamen:
a) fettarmes Frühstück
b) fettreiches Frühstück
c) fettreiches Frühstück plus 1000 mg Vitamin C,  plus 800 I.E. Vitamin E.
Ergebnis: Das fettreiche Frühstck führte zu einer Verminderung der Endothelfunktion der Arterienwände für 2 - 4 Stunden. Bei fettarmem und Fett
plus Vitaminen blieb dieser Effekt aus. Dies könnte erklären, warum Vitamin E und C vor einer krankhaften Verengung der Arterien schützen - bedeutsam für 
Patienten mit Koronarsklerose, (JAMA, 278, 1997, 1682)


Vitamin C und Bioflavonoide  Wie Bioflavonoide die Wirkung von Vitamin C ergänzen 
Bioflavonoide sind wasserlöslich und tauchen oft, aber nicht immer, in Früchten und Gemüse als Begleiter von Vitamin C auf. Vor allem findet man sie in den weißen Anteilen des Fruchtfleisches von Zitrusfrüchten, in Kirschen, Hagebutten etc. Sie sind in hoher Dosierung nicht toxisch und haben auch unabhängig von Vitamin C pharmakologische Wirkungen. Früher nannte man sie Vitamin P, entschied sich aber 1950, sie nicht als Vitamine zu bezeichnen, da sie keine essentiellen Nährstoffe darstellen. Seither nennt man diese Substanzen wie Citrin, Rutin, Hesparidin, Flavone und Flavonole "Bioflavonoide". 
Mehrere Forscher, u.a. Z. Zloch von der Karls-Universität in Prag, fanden heraus, daß Bioflavonoide die Wirkung von Ascorbinsäure auf Skorbut verstärkten (1).
Zloch berichtet von einer erhöhten Aufnahme von Vitamin C in Leber, Niere und Nebennierenrinde. Außerdem schützen Bioflavonoide das Vitamin C vor der
Umwandlung in Delydroascorbat, einer weniger wirksamen Form von C (2). 
Ferner wurde beobachtet, daß Bioflavonoide Schädigungen der Blutgefäße verringern. Im Tierversuch verlängerten sie das Leben von Schweinen in Neuguinea
und stoppten interne Blutungen bei Menschen mit Vitamin C Defiziten (3). Sie optimieren die Integrität der Kapillarwände und schützen somit vor Infektionen.
Aus diesem Grund empfiehlt man Bioflavonoide bei der Behandlung von Asthma und Magengeschwüren. Die protektive Wirkung auf die Kapillaren führt man darauf zurück, daß Bioflavonoide Vitamin C schützen, das nötig ist für die Synthese von Kollagen, dem Material der Kapillarwände.
Eine andere Studie befaßt sich mit der Wirkung von Vitamin C auf Herpes labialis. Herpes labialis ruft Lippenbläschen hervor. Diese verschwinden normalerweise
nach etwa 9 ½ Tagen. Durch Gabe von 1000 mg Vitamin C am Tag konnte diese Zeitspanne auf ungefähr 7 Tage verkürzt werden. Eine kombinierte Supplementierung mit Vitamin C und Bioflavonoiden verkürzte die Dauer auf 3 ½ Tage. (4)
Eine weitere Untersuchung der Auswirkungen von zusätzlicher Zufuhr von Bioflavonoiden zeigte einen Anstieg der weißen Blutkörperchen, Steigerung der Immunabwehr und Entzündungshemmung (5). Bioflavonoide werden innerhalb von 20 Minuten resorbiert - die Wirkung hält bis zu 4 Tagen an. Bioflavonoide sind wirkungsvolle Radikalenfänger, schützen die Zellen und verbessern die Blutzirkulation. Sie wirken positiv auf die Innenwände von Venen und Arterien und beschleunigen dort den Abbau von Cholesterineinlagerungen. Bioflavonoide lindern allergische Reaktionen, hemmen Entzündungen und halten die Haut elastisch.
Referenz:
1) Z. Zloch International J. Vit. Res. 39: 269 (1969)
2) S. Scarborough und T. Bacharach, Vitamines and Hormones 8: 1(1949)
3) P. Armentuno, M. Bensath, B. Beres und A. Szent-Györgyi, Deut. Med. Wochenschr. 62
:1325 (1936)
4)T. Tengherdy, Nutrition Reviews 36: 10 (1978)
5) Review:"Action of Flavonoids on Blood Cells", International J. Vit. Res. 44: (1974)


"Darf`s ein bißchen mehr sein ?"
Wieviel Vitamin C braucht der Mensch?

    Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 75 mg Vitamin C. Es gilt als gesichert, daß Sie mit dieser Menge von Skorbut verschont bleiben. Daß diese Menge die optimale Dosis darstellt, darf bezweifelt werden. Wenn Sie dem Motor Ihres Automobils z.B. anstatt vorgeschriebener 4 Liter nur 1 Liter Öl spendieren, wird er zwar auch laufen, aber nicht besonders rund und auch nicht sehr lange. Zieht man die Menge Vitamin C zum Vergleich, die andere Säugetiere selbst synthetisieren, kommt man auf sehr viel höhere Werte. So empfehlen amerikanische Krebsforscher bereits eine Dosis von 1000 mg Vitamin C täglich. Der verstorbene Nestor der orthomolekularen Medizin, der Nobelpreisträger Linus Pauling gönnte sich persönlich mehr als 10.000 mg täglich. Zwischen dieser Menge und den DGE-Empfehlungen liegen nun allerdings Welten. Andererseits hilft Ihnen dies nicht weiter bei der Frage: Wieviel Vitamin C brauche ich? Wieviel ist optimal und sinnvoll?
    Der Grund, warum es so schwierig ist, genaue Richtwerte dafür anzugeben, liegt in der biochemischen Individualität. Darunter versteht man, daß jedes Lebewesen unterschiedliche Mengen von Nährstoffen benötigt.
    Verantwortlich dafür ist die unterschiedliche Resorption und Utilisation der Nährstoffe. Darm, Leber und das Vorhandensein von Biokatalysatoren wie Enzymen und Coenzymen spielen dabei eine bedeutende Rolle. Dem amerikanischen Arzt und Wissenschaftler R.F. Cathcart verdanken wir es, daß wir zumindest für das Vitamin C einen verläßlichen Indikator für die optimale Dosis haben. Cathcart behandelte Patienten mit den verschiedensten Krankheitsbildern mit hohen Dosen von Vitamin C (bis zu 200 Gramm täglich!). In seiner berühmten Arbeit "Titrating Bowel Tolerance" beschrieb er seine Erfahrungen: Vitamin C bewirkt in hohen Dosen Durchfall. Die Menge, die bei den Patienten Durchfall hervorrief, variierte jedoch beträchtlich. Der therapeutische Erfolg hing davon ab, möglichst nahe an die "Darm-Toleranzschwelle" zu gehen. Diese war: unterschiedlich hoch bei den Probanden, aber nicht abhängig von Alter und Geschlecht. abhängig von der Schwere der Erkrankung differierte beim selben Patienten im Stadium der Krankheit und der Gesundheit. Nachdem Cathcart Tausende von Patienten mit hohen Dosen von Vitamin C behandelt hatte, formulierte er folgende Empfehlung: Die ideale Dosis von Vitamin C ist jene, die gerade eben unter der Menge liegt, die Durchfall hervorruft. Diese Darmtoleranzschwelle ist bei jedem Individuum unterschiedlich hoch. Wenn Sie diese Schwelle bei sich selbst ermitteln wollen, können Sie folgendermaßen vorgehen: Steigern Sie Ihre Vitamin C-Dosis kontinuierlich von Tag zu Tag, bis Sie Durchfall bekommen. Reduzieren Sie dann wieder, bis kein Durchfall mehr auftritt. Dies ist nach Cathcart Ihre individuelle optimale Menge. Sie werden feststellen, daß Sie im Krankheitsfall eine höhere Menge vertragen. Vermeiden Sie jedoch Mengen, die bei Ihnen Durchfall hervorrufen (dies gilt allerdings ebenso für Sauerkrautsaft oder Dickmilch).
    1. Cathcart, R.F. Clinical trial of vitamin C. Medical Tribune, June 25, 1975.
    2. Cathcart, R.F. Clinical use of large doses of ascorbic acid. Presented at the annual meeting
    3. Klenner, F.R. Significance of high daily intake of ascorbic acid in preventive medicine. J. Int. Acad. Prev. Med., 1:45-49, 1974.


Studie: Vitamin C verlängert das Leben
Cambridge – Vitamin C schützt möglicherweise doch erheblicher vor Krankheiten als bisher angenommen. Das haben Forscher der University of Cambridge School of Medicine in England herausgefunden, wie die in München erscheinende "Ärztezeitung" berichtet. In der Studie wurden Zusammenhänge zwischen Krebs und Ernährung untersucht. Bei einer großen Gruppe der Teilnehmer – 19 496 Männer und Frauen im Alter zwischen 45 und 79 Jahren – wurde der Vitamin-C-Gehalt im Blut bestimmt. Die Werte lagen zwischen 21 und 86 pumol pro Liter. Abhängig von den Vitamin-C-Werten wurden die Probanden einer von fünf gleich großen Gruppe zugeteilt und nach vier Jahren wurden die Sterberaten verglichen. In der Gruppe mit den niedrigsten Vitamin-C-Werten betrug die Mortalität bei den Männern 5,1 und bei den Frauen 2, 6 Prozent im Vergleich zu 2, 4 und 1, 3 Prozent in der Gruppe mit den höchsten Vitamin-C-Werten. Damit war in der Gruppe mit den höchsten Werten die Sterberate nur halb so hoch wie bei den niedrigen Werten. Die Herz-Kreislauferkrankungen waren sogar um 70 Prozent bei Männern und um 60 Prozent bei Frauen niedriger. Das Ergebnis sei unabhängig vom Alter, Blutdruck, Rauchen und Diabetes, erklärten die Forscher. (sg) 6. März 2001


Viele Erwachsenen leiden an Vitamin C Mangel
In einer Studie mit 2472 Männern und 2334 Frauen zeigten  18% einen niedrigen ( < 30mg/dl ),  24% einen mäßigen ( 30-.60 mg/dl) und 58% einen wünschenswerten (> 60 mg/dl) Vitamin C Konsum. Die Teilnehmer mit niedriger Vitamin C Versorgung, nahmen auch signifikant weniger Folsäure, Ballaststoffe und  Vitamin B6 zu sich., dafür aber erheblich mehr Fett. Taylor et al. Eur Clin Nutr. 54 (2000) 573-578


Faltige Haut: Mit Vitamin C und Kalzium vorbeugen

Neu-Isenburg (dpa) - Durch die richtige Ernährung kann Altersfalten vorgebeugt werden. Das haben Wissenschaftler in einer Studie herausgefunden, wie die in Neu-Isenburg (Hessen) erscheinende "Ärzte-Zeitung" berichtet. Demnach haben alte Menschen, die viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Fisch und fettarme Milchprodukte gegessen haben, eine glattere Haut. Vor allem Vitamin C, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Eisen und Zink wirken gegen Falten. Im Rahmen der Untersuchung waren in Schweden, Griechenland und Australien 453 Menschen im Alter über 70 Jahren nach ihren Essgewohnheiten befragt worden, so die Zeitung. Gleichzeitig wurden bei den Teilnehmern an den Händen und im Gesicht die Faltentiefe und die Faltentiefe ermittelt. Die meisten Falten hatten Menschen, die viel Süßes, Fleisch und Butter auf dem Speiseplan hatten. 3. August 2001


Erkältung: Vitamin C und Zink nur als Vorbeugung

Aachen (dpa) - Die Einnahme von Vitamin C bei einer Erkältung ist nach Expertenmeinung wirkungslos. Der Sprecher des Deutschen Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik (Aachen), Sven David Müller, bestätigte entsprechende Forschungsergebnisse aus Australien. Demnach sollte Vitamin C nur zur Vorbeugung, jedoch nicht zur Behandlung einer Erkältungserkrankung eingesetzt werden. Er sprach sich gegen ein "übertriebenes und unsinniges Einnehmen" von Vitamin C aus. Ärzte und Wissenschaftler empfehlen Vitamin C und Zink zur Vorbeugung von Erkältungen. Sei die Krankheit mit Symptomen bereits eingetreten nütze eine Vitamin C-Tablette nichts mehr. Müller: "Auch die heiße Zitrone hilft dann nur, weil sie heiß ist. Die australischen Forscher hatten heraus gefunden, dass 13 Stunden nach dem Auftreten von Erkältungssymptomen die gezielte Gabe von Vitamin C keinerlei Behandlungseffekt erbrachte. Vor Beginn der nasskalten Zeit sei die tägliche Einnahme von 100 bis 200 Milligramm Vitamin C und 15 bis 30 Milligramm Zink zur Verhütung von tropfenden Nasen, Hals- und Kopfschmerzen zu empfehlen, sagte Müller. Beide Präparate könnten in Drogerien gekauft werden, böten aber keinen 100-prozentigen Schutz gegen Erkältungserkrankungen. Er wies aber darauf hin, dass niemand in Deutschland unter einem Vitamin-C-Mangel leide. Die Menschen sollten sich gerade in der Übergangszeit vor allem gesund ernähren. netdoctot 27. Oktober 2001

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Funktion:
Stärkt das Immunsystem, stimuliert Bildung von Bindegewebe und Verwertung von Eisen, schützt körpereigene Wirkstoffe, läßt Wunden schneller heilen.
Tagesbedarf:
Die DGE rät zu 75 mg. Ausnahmen: Sportler, Raucher, Kranke, Gestreßte, Frauen, die die Pille nehmen (Bis zu 200 mg mehr). Nach Pauling: 1000 – 18000 mg.
Mangelerscheinungen:
Nach vier Monaten ohne Vit. C stirbt man an Skorbut. 1. Symptom: Müdigkeit, dann heilen Wunden schlecht, die Nase blutet, das Zahnfleisch schwillt und die Zähne fallen aus.
Gefahr der Überdosis:
Eine Vitamin-C-Überdosierung ist fast unmöglich. Wer`s dennoch schafft, wird an Übelkeit leiden und riskiert Harnsteine. Ab 10 g am Tag kann sich Durchfall einstellen.
Haltbarkeit:
Vitamin C ist sehr empfindlich gegen Sauerstoff. Außerdem verträgt es weder Hitze noch lange Lagerung.Durch Kochen verliert Nahrung ca.40% ihres Vit.- C-Gehaltes.
Wichtig:
Wer Vitamin C hoch dosieren will, sollte an seinen Magen denken: Ascorbinsäure äzt, deshalb zu Ascorbat (Salz) greifen.
Tip:
Frisch gepreßte Säfte nicht stehenlassen, sondern am besten sofort trinken.

Vitamin C schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Todesursache Nummer Eins in den westlichen Industrienationen. Zu den Risikofaktoren zählen neben Rauchen und Übergewicht erhöhte Blutfettwerte und Bluthochdruck. Die allgemeinen Ernährungsrichtlinien empfehlen, reichlich Obst, Gemüse und Vollkornprodukte zu verzehren, die Gesamtfettzufuhr zu verringern und tierische durch pflanzliche Fette zu ersetzen. Wie neuere klinische Studien zeigen, beeinflußt eine zusätzliche Gabe von Vitamin C die genannten Risikofaktoren positiv.
In der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielt die Arteriosklerose eine zentrale Rolle und zieht Erkrankungen wie Angina Pectoris, Herzinfarkt, Arterielle Verschlußkrankheit und Schlaganfall nach sich. Vitamin C schützt vor Arteriosklerose! Es wirkt auf den Blutdruck, die Beschaffenheit der Gefäße und den Fettstoffwechsel. Die hochdosierte Vitamin C - Infusionstherapie beeinflußt die Blutfettwerte in der Weise, dass die LDL-Cholesterol- und Triglyceridwerte gesenkt und das die Blutgefäße schützende HDL-Cholesterol. erhöht werden.
Bei Operationen am Herzen kommt es zur Mangeldurchblutung des Herzmuskels und einer dadurch hervorgerufenen verlängerten Erholungszeit der betroffenen Patienten. In Studien konnte gezeigt werden, dass unter hochdosierten Vitamin C – Infusionen bei Bypass - Operationen die die Herzfunktion kennzeichnenden Laborwerte besser waren als ohne die unterstützende Vitamin C - Therapie. Bei Patienten mit akutem Herzinfarkt konnte die Komplikationsrate durch hochdosierte Vitamin C - Gaben vermindert werden.
Die orale Einnahme von Vitamin C reicht in solchen Fällen allerdings nicht aus, da die Aufnahme über den Magen – Darm - Trakt begrenzt ist und Vitamin C unter Umständen auch abführend wirken kann. Daher sollte Vitamin C in Form von Infusionen verabreicht werden. Erst dann kann der Körper die für ihn notwendige Menge aufnehmen und im Gewebe verteilen. Überschüssiges Vitamin C wird ausgeschieden. Nebenwirkungen sind bei bestimmungsgemäßer Anwendung nicht bekannt.
Quelle: Naturmedizin im Spektrum 1/2001 

Äpfeln und Vitamin C gegen Krebs
London/Washington - Forscher aus den USA und Korea haben den Mechanismus aufgedeckt, mit dem Vitamin C vor Tumoren schützen kann. Demnach blockiert es die genschädigende Wirkung von Wasserstoffperoxid, das das Zellwachstum außer Kontrolle geraten lassen kann. Wie die Online-Ausgabe des "Standard" berichtet, fanden die Forscher bei ihren Experimenten auch heraus, dass eine Chemikalie in Äpfeln (Quercetin) noch stärker gegen Wasserstoffperoxid wirkt. Indes haben andere Forscher eine zweite Rolle von freien Radikalen wie Wasserstoffperoxid in der Tumorgenese gefunden. Die Chemikalien schädigen nicht nur die genetische Information DNA, sie helfen wachsenden Tumoren auch, Blutgefäße zu ihrer Versorgung anzulocken. netdoktor.de 25. Januar 2002


Schutz durch Vitamin C / EPIC-Norfolk-Studie

Eine Erhöhung der Vitamin C-Konzentration im Blut um 0,35 mg/dl kann das Mortalitätsrisiko um 20 Prozent senken. Diese Beobachtung machten englische Wissenschaftler bei einer Untersuchung an 19 496 Männern und Frauen im Alter zwischen 45 und 79 Jahren. Betrachtet wurde die Gesamtsterberate, die Sterberate an Koronaren Herzerkrankungen (KHK) und Krebserkrankungen. Beim Vergleich der Sterberaten wurden die Personen in Abhängigkeit von ihrem Vitamin C-Spiegel in 5 unterschiedliche Konzentrationsgruppen unterteilt. Die Vitamin C-Konzentration im Blut verhielt sich umgekehrt proportional zu den Mortalitätsraten für alle Todesfälle und für Todesfälle durch Herz-Kreislauferkrankungen.
 Das Mortalitätsrisiko in der Gruppe mit der besten Vitamin C-Versorgung war nur etwa halb so groß wie das in der Gruppe mit der niedrigsten Vitamin C-Konzentration. Bei dieser Studie handelt es sich um eine prospektive Studie, d.h. bei den Teilnehmern wurde über einen Zeitraum von 4 Jahren die Sterberate und die Vitamin C-Versorgung beobachtet.
 Der Vitamin C-Spiegel bei Frauen in der Gruppe mit der höchsten Vitamin C- Konzentration lag bei 1,50 mg/dl und bei Männern bei 1,30 mg/dl. Bei Personen in der niedrigsten Konzentrationsgruppe fanden sich Vitamin C-Spiegel von 0,53 mg/dl (Frauen) und 0,37 mg/dl (Männer). Die jeweilige Steigerung der Vitamin C-Konzentration im Blut um 0,35 mg/dl senkte die Gesamtmortalität um jeweils 20 Prozent (p<0,0001), unabhängig von Alter, systolischem Blutdruck, Cholesterinspiegel, Rauchen, Diabetes oder der zusätzlichen Einnahme von Vitaminpräparaten . Nach Meinung der Autoren kann bereits eine extra Portion an Obst und Gemüse (ca. 50g) die erforderliche Konzentrationserhöhung im Blut von 0,35 mg/dl ermöglichen (Khaw, K.-T. 2001).
 Der Vitamin C-Gehalt der einzelnen Früchte- bzw. Gemüsesorten variiert jedoch und unterschiedliche Anbau-, Lager- und Zubereitungsbedingungen tragen ferner dazu bei, dass die tatsächliche Vitamin C-Aufnahme sehr unterschiedlich ausfallen kann.
 Studien zur Aufnahme von Vitamin C in Form von Tabletten oder Pulver verdeutlichen, dass es wichtig ist Vitamin C in kleinen Portionen (vorzugsweise 100-200mg) mehrfach über den Tag einzunehmen. Vitamin C-Konzentrationen im Blut von 1,3 – 1,5 mg/ dl, wie man sie bei der o.g. Studie gefunden hat, entsprechen einer optimalen Vitamin C - Versorgung. Eine Konzentrationssteigerung über diesen Wert hinaus ist bei einer Vitamin C-Zufuhr über die Nahrung bzw. mittels Vitamin C - Tabletten kaum möglich.
 Untersuchungen bei gesunden Probanden zeigen, dass bei einer täglichen Vitamin C - Einnahme von 1000 mg eine Sättigung der Blutspiegel erreicht wird (Levine 1996). Bei Patienten kann die benötigte Vitamin C- Menge aufgrund eines verstärkten Vitamin C- Verbrauchs oder eines erhöhten Bedarfs durch die Art der Erkrankung höher liegen.
 Literatur:
Khaw, K.-T. et al. Relation between plasma ascorbic acid and mortality in men and women in EPIC-Norfolk prospektive study: a prospective population study. Lancet 357, 657-63 (2001).
 
Levine, M. et al. Vitamin C pharmacokinetics in healthy volunteers: Evidence for a recommended dietary allowance. Proc. Natl. Acad. Sci. USA 93, 3704-9 (1996)
 

Längeres Leben durch Vitamin C

Wissenschaftler der Universität Cambridge erbrachten einen erneuten Nachweis dafür, daß eine erhöhte Zufuhr von Vitamin C das Sterberisiko senkt. Für die Studie wurden ca. 20.000 Einwohner der Region Norfolk vier Jahre lang statistisch begleitet. Regelmäßig wurden die Teilnehmer klinisch untersucht, nach ihren Lebensgewohnheiten befragt und der Vitamin C - Spiegel im Blut bestimmt. Starb ein Proband, bestimmte man die Todesursache und setzte sie in Relation zu den erhobenen Daten. Das Studienergebnis zeigte, daß die gesundheitliche Konstitution umso besser ausfiel, je höher die gemessene Vitamin C - Kontentration im Serum war. Besonders beeindruckte die Forscher der Schutzeffekt gegen Herz- Kreislauferkrankungen. Bei sehr hoher Vitamin C - Konzentration war das Sterberisiko sogar halbiert gegenüber den sehr niedrigen Spiegeln.

Quelle: The Lancet


Vitamin C verhindert vorzeitigen Grauen Star

BOSTON. Eine Vitamin-C-reiche Kost oder auch die regelmäßige Einnahme von Vitamin C verhindert, dass Frauen im frühen Alter (60 Jahre) an einer Kernkatarakt erkranken, der häufigsten Form des “Altersstars”. Beta-Carotin scheint Nichtraucher vor einer subkapsulären hinteren Linsentrübung zu schützen. Dies zeigt eine Analyse der Nurses’ Health Study im American Journal of Clinical Nutrition (2002; 75: 540–9).
Bekanntlich beantworten mehr als 120 000 amerikanische Krankenschwestern seit 1976 alle zwei Jahre einen Fragenbogen zu Gesundheit und Lebensumständen. Seit 1980 werden auch detaillierte Angaben zur Ernährung und die Einnahme von Vitaminen erhoben. Im Rahmen des “Nutrition and Vision Project” hat der Ernährungsforscher Allen Taylor von der Tufts Universität in Boston 492 Krankenschwestern augenärztlich untersuchen lassen.
Wie in der Altersgruppe der heute 53 bis 73 Jahre alten Krankenschwestern nicht anders zu erwarten, zeigte die Spaltlampenuntersuchung bei der Hälfte der Teilnehmerinnen eine zentrale Trübung der Linse. Jede Fünfte hatte eine subkapsuläre hintere Linsentrübung. Die Veränderungen befanden sich in der Regel noch in einem frühen Stadium und hatten noch nicht zu Sehstörungen geführt. Früher oder später kommt es jedoch zu Beeinträchtigungen.
In den USA leiden mehr als 45 Prozent aller über 75-Jährigen unter einer Sehstörung infolge eines Grauen Stars. Kataraktextraktionen sind die häufigsten chirurgischen Eingriffe im Alter. Als Ursache für die Linsentrübung werden oxidative Schäden in der Linse durch Rauchen oder UV-Licht diskutiert. Eine protektive Wirkung von Vitaminen wird deshalb seit langem angenommen. Das “Nutrition and Vision Project”, eine prospektive Kohortenstudie, bestätigt diese Hypothese nur teilweise.
In der Gesamtgruppe zeigte sich kein Zusammenhang zwischen Vitaminen und Katarakt. In der Gruppe der unter 60-Jährigen waren kortikale Linsentrübungen jedoch zu 57 Prozent seltener, wenn die Frauen zum Fünftel mit der höchsten Vitamin-C-Zufuhr zählten. Für eine protektive Wirkung war es aber erforderlich, dass die Frauen über zehn Jahre lang Vitaminpräparate eingenommen hatten. Ein Nebenbefund war, dass Betacarotin Frauen aller Altersgruppen vor einer subkapsulären hinteren Linsentrübung schützt.
Dies traf aber nur auf Nichtraucherinnen zu. Bei Raucherinnen scheint der oxidative Schaden größer zu sein als die Schutzwirkung des antioxidativen Vitamins. Einschränkend muss erwähnt werden, dass die Nurses’ Health Study zwar eine prospektive Untersuchung ist, aber keine randomisierte klinische Studie, wie man sie heute als Wirksamkeitsnachweis für Medikamente fordert. Vitamine sind jedoch keine zulassungspflichtigen Medikamente und so dürfte es nicht so schnell zu einer Doppelblindstudie kommen, deren Ergebnis ohnehin erst in zehn Jahren vorläge und die dann womöglich zeigen würde, dass Vitamin C doch nicht die erhoffte Wirkung erzielt. (25.02.02) http://www.aerzteblatt.de


Spargel: Vorbeugungsmittel gegen Darmkrebs
Potsdam – Spargel schmeckt nicht nur gut, er wirkt auch gegen Krebs. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, haben Forscher des Instituts für Gemüsebau in Großbeeren (Brandenburg) herausgefunden: Wer viel Spargel isst, senkt das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Die Experten erforschten vor allem die entschlackende Wirkung der vitaminreichen Stengel. Der Körper werde dadurch entgiftet und das Darmkrebsrisiko somit verringert. Außerdem enthält Spargel eine hohe Konzentration Vitamin C, was das Immunsystem stärke. Donnerstag, 2. Mai 2002   Krebsvorsorge


Vitamin C bremst Absterben von Gefäßendothelien

Vitamin C verhindert das Absterben von Gefäßendothelzellen bei Patienten mit Herzinsuffizienz. Ob sich mit hochdosiertem Vitamin C auch das Befinden und die Prognose der Patienten bessert, will die Arbeitsgruppe um Professor Stefanie Dimmeler aus Frankfurt am Main herausfinden.

Symptome der Herzinsuffizienz korrelieren mit der Apoptose-Inzidenz der Gefäßendothelien, wie Dimmeler von der Abteilung Molekulare Kardiologie der Universität zur "Ärzte Zeitung" gesagt hat. Grund sind Entzündungsprozesse an den Gefäßendothelien, die durch bestimmte Zytokine aufrechterhalten werden. Wolle man das Endothel-Sterben verhindern, könne man etwa in diese Zytokin-Mechanismen eingreifen, so Dimmeler. Zum Beispiel mit dem Antioxidans Vitamin C.
Dr. Lothar Rössig aus der Arbeitsgruppe von Dimmeler hat in einer Studie 34 Herzinsuffizienz-Patienten in den Stadien NYHA II bis IV drei Tage lang entweder mit zweimal zwei Gramm Vitamin C oder mit Placebo zusätzlich zur Standardtherapie behandelt. Um die Menge abgestorbener Endothelzellen bestimmen zu können, nahmen sie mehrfach peripheres Blut ab und identifizierten lebende und tote Endothelzellen mit spezifischen Färbemethoden (Circulation 104, 2001, 2182).
In der Verumgruppe sank die Zahl toter Endothelzellen um etwa zwei Drittel im Vergleich zur Placebo-Gruppe. Dies könne auch einen funktionellen Gewinn für die Patienten bedeuten, vermuten die Forscher. Um das zu klären, sind jedoch weitere Untersuchungen nötig. Da es auch bei KHK-Patienten zu vaskulärer Dysfunktionen aufgrund chronischer Entzündungen kommt, sollen die Studien auf diese Patientengruppe ausgeweitet werden, so Dimmeler.
Zwar gebe es auch bestimmte Enzyme, die die Apoptose spezifisch blockieren könnten. Jedoch stehen solche Substanzen noch nicht für klinische Versuche zur Verfügung. Vitamin C dagegen sei einfach zu handhaben und preisgünstig. Ärzte Zeitung, 07.06.2002


Assoziation zwischen niedriger Plasma Vitamin C-Konzentration und gesteigertem Insultrisiko
Resultate einer in ‚Stroke’ publizierten Studie lassen vermuten, dass bei Männern mittleren Alters eine niedrigere Vitamin C-Konzentration im Plasma mit einem gesteigerten Insultrisiko assoziiert sein könnte. In einer 10,4jährigen prospektiven Studie evaluierten Dr. J. T. Salonen von der Universität Kuopio in Finnland und Kollegen eine mögliche Assoziation zwischen Vitamin C-Konzentration im Plasma und Schlaganfallrisiko bei 2.419 Männern im Alter zwischen 42 und 60 Jahren. Bei 120 Männern wurde innerhalb der Beobachtungszeit ein Insult diagnostiziert, 96 davon waren ischämisch, 24 hämorrhagisch. Nach Adjustierung auf Alter und Examinationsmonate konnte für Männer mit der niedrigsten Plasma Vitamin C-Konzentration (<28,4µmol/l) im Vergleich zu jenen mit der höchsten (>64,96µmol/l) ein 2,4fach gesteigertes Insultrisiko errechnet werden (p=0,002). Nach weiterer Adjustierung auf BMI, systolischen Blutdruck, Rauchen, Alkoholkonsum, Cholesterinspiegel, Diabetes und myokardiale Ischämie unter Belastung  veränderte sich die Assoziation nur marginal (RR = 2,1; p=0,01).
Bei hypertonen Männern der untersten Vitamin C-Quartile lag im Vergleich zu jenen der obersten Quartile das relative Risiko eines ischämischen Insults bei 2,61 (p<0,001) und bei 1,96 hinsichtlich des Risiko eines hämorrhagischen Insults (p=0,03). Ein ebenfalls signifikant gesteigertes Schlaganfallrisiko konnte für Männer mittleren Alters mit höherem BMI (>25kg/m²) und niedriger Vitamin C-Plasmakonzentration registriert werden. Die Wissenschafter konkludieren, dass eine niedrigere Vitamin C-Plasmakonzentration bei Männern mittleren Alters – speziell bei übergewichtigen und hypertonen Männern – mit einem gesteigerten Insultrisiko assoziiert ist.  www.medaustria.at Quelle: Stroke; 2002, 33: 1568-1573


 Studie: Senioren leiden unter Vitamin C-Mangel  = Skorbot

Aachen, 29. August (AFP) - Die Vitamin-C-Mangel-Krankheit Skorbut, die  früher bei Seeleuten auftrat, betrifft heute offenbar vermehrt ältere Menschen. Eine Studie am Royal Bournemouth Hospital in Großbritannien ergab bei elf von 37 untersuchten Patienten einen so niedrigen Vitamin-C-Spiegel, dass von Skorbut gesprochen werden könne, wie die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Aachen am Donnerstag mitteilte. Nur bei zehn der 37 Senioren sei eine gesunde Vitamin-C-Versorgung festgestellt worden. Ernährungsexperten raten älteren Menschen, täglich Obst und Gemüse zu essen, um einem Mangel vorzubeugen. Hilfreich seien auch Vitamin-C-Präparate aus der Apotheke.


Die Einnahme von Vitamin C und E bei Patientinnen mit Brustkrebs schützt vor Veränderungen des Fettstoffwechsels unter Chemotherapie (Tamoxifen)

Tamoxifen hat sich bei der Therapie von fortgeschrittenen Brustkrebserkrankungen bewährt. Bei Frauen in der Postmenopause ist es das Mittel der ersten Wahl. Voraussetzung für die Therapie ist der Nachweis, dass es sich um eine hormonabhängige Krebsart handelt. Der Effekt der Therapie mit Tamoxifen beruht insbesondere auf einer Blockierung der Östrogenrezeptoren im Brustdrüsengewebe. Eingreifende Nebenwirkungen sind vergleichsweise selten. Dennoch beobachtet man unter Tamoxifentherapie Veränderungen im Fettstoffwechsel. In vorangegangenen Studien wurde eine Erhöhung des VLDL- (very low density lipoprotein) Cholesterinspiegels und eine hieraus resultierende Hyperlipämie (Hypertriglyceridämie) beobachtet. Hyperlipämie gehört zu den wesentlichen Risikofaktoren bei der Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen.
 Die indischen Wissenschaftler Babu und Sundravel beobachteten 54 Frauen in der Postmenopause im Alter zwischen 50 und 60 Jahren, die zweimal täglich 10mg Tamoxifen einnehmen. Die Blutfettwerte wurden vor der Tamoxifentherapie und während der Tamoxifentherapie bestimmt. Dann erhielten die Patientinnen für 90 Tage täglich Vitamin C (500 mg) und Vitamin E (400 mg) zusätzlich zur Tamoxifentherapie. Die Blutfettwerte wurden nach 45 Tagen und nach Abschluß der Begleittherapie nach 90 Tagen bestimmt. Im April 2000 publizierten die Wissenschaftler das Ergebnis ihrer Studie in der Zeitschrift Cancer Letters: Tamoxifen führt u.a. zu einer Erhöhung der Triglycerid- und der VLDL-(very low density lipoprotein) Cholesterinwerte. Da Cholesterin wasserunlöslich ist, wird es zum Transport im Blut an Eiweißstoffe gebunden. Je nach Art der Eiweißstoffe unterscheidet man LDL (low-density-lipoprotein), VLDL (very low density lipoprotein) Cholesterin - und HDL (high-density-lipoprotein) -Cholesterin. Hohe Konzentrationen an Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin und VLDL-Cholesterin und niedrige Konzentrationen an HDL-Cholesterin sprechen für ein stark erhöhtes Arterioskleroserisiko.
Durch die parallele Behandlung mit Vitamin C und E konnten die Triglyceridwerte und die VLDL-Cholesterinwerte deutlich gesenkt werden.
 Fazit: Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass die gleichzeitige Vitamineinnahme (C und E) bei Brustkrebspatientinnen vor der Tamoxifen-induzierten Hypertriglyceridämie (erhöhter Triglyceridgehalt des Blutes) schützen kann.
 
Quelle: Babu, J.R.; Sundravel, S.; Arumugam, G.; Renuka, R.; Deepa, N.; Sachdanandam, P. Salubrious effect of vitamin C and vitamin E on tamoxifen-treated women in breast cancer with reference to plasma lipid and lipoprotein levels. CANCER LETTERS 15, 1-5 (2000)

Vitamin C und Taurin beugen bei Rauchern einer Atherosklerose vor?

DUBLIN/IOWA. Vitamin C, die Aminosäure Taurin und das Gichtmittel Allopurinol bessern die endotheliale Dysfunktion. Diese Störung der Gefäßwandfunktion gilt als eine der frühesten Störungen der Atherosklerose. Die beiden Studien sind in der Online-Ausgabe von Circulation (10.1161/01.CIR.0000046448.26751.58 und CIR.0000046447.72402.47) erschienen.
Die endotheliale Dysfunktion lässt sich nicht invasiv mit der „flow mediated dilation“ (FMD) messen. Dabei wird der Blutfluss im Arm mittels Blutdruckmanschette unterbunden und nach einer bestimmten Zeit wieder freigegeben. Dies löst beim Gefäßgesunden eine Dilatation der Arterien aus, die mit einem Ultraschallgerät gemessen werden kann.
Die Dilatation ist die Folge einer Freisetzung von Stickoxid und Endothelin-1 aus den Endothelien. Je stärker die Dilatation, desto besser ist die Endothelfunktion und desto gesünder sind die Blutgefäße. Bei den Nichtrauchern, die David Bouchier-Hayes vom Beaumont Hospital in Dublin untersuchte, kam es im FMD-Versuch zu einer Dilatation von 3,39 Millimeter auf 3,7 Millimeter. Die Gefäße der Raucher erweiterten sich dagegen fast gar nicht (von 3,33 Millimeter auf 3,36 Millimeter).
Dann behandelte Bouchier-Hayes die Raucher über fünf Tage mit zwei Gramm Vitamin C pro Tag. Danach erweiterten sich die Gefäße im FMD-Versuch auf 3,45 Millimeter. Eine fünftägige Behandlung mit 1,5 Gramm Taurin pro Tag steigerte die Dilatation bei den Rauchern auf 3,7 Millimeter. Taurin kommt vor allem in Fisch vor. Die im Versuch eingesetzte Menge entspricht der einer normalen Fischmahlzeit. Ärztezeitung 07.01.2003


Niedrige Vitamin-C-Konzentration im Blut erhöht Schlaganfallrisiko

Sogar den Patienten mit anderen Risikofaktoren wie hohem Blutdruck ,Alkoholkonsum in großen Mengen,
Rauchern und solche mit mangelnder körperlicher Aktivität profitieren


Die Studie unter der Leitung von Dr. T. Yokoyama, Untersuchungsbeauftragter der epidemiologischen Abteilung beim Medizinischen Forschungsinstitut der Tokioter Universität, registrierte während der 20-jährigen Beobachtungszeit seit 1977   196 Schlaganfälle . Die  Häufigkeit von Gemüse- und Früchtekonsum und der Blutkonzentration von Vitamin C korrelierte.
Untersucht wurden 880 Männer und 1.241 Frauen aus dem ländlichen Japan. Sie wurden, nach der Höhe der Konzentration Vitamin C in ihrem Blut, in vier Gruppen eingeteilt.
Das Insultrisiko war gemäss den Untersuchern für die Teilnehmer mit den tiefsten Vitaminkonzentrationen im Vergleich zu den höchsten um 70 Prozent erhöht. Vergleiche des Risikos mit der Anzahl Tage pro Woche, an denen die Untersuchten Früchte und Gemüse konsumierten, ergaben ähnliche Resultate. Am besten ersichtlich war dies beim Gemüsekonsum.
Für die Menschen, die an sechs oder sieben Tagen Gemüsegerichte zu sich nahmen, war das Schlaganfallrisiko um 58 Prozent vermindert im Vergleich zu den nur an zwei oder drei Tagen Grünfutter essenden Kollegen. Hohe Vitamin-C-Konzentrationen nützten sogar den Patienten mit anderen Risikofaktoren wie hohem Blutdruck Alkoholkonsum in großen Mengen, Rauchern und solchen mit mangelnder körperlicher Aktivität. Trotzdem verminderten diese Risikofaktoren den gewinnbringenden Einfluss des Vitamins. Grund dafür könnte ein eventueller Einfluss von Alkohol oder Nikotin auf den Vitaminstoffwechsel sein. Da Niemand Vitaminpräparate zu sich nahm, kann die Studie über die Wirksamkeit künstlich erzeugten Vitamin C nichts aussagen.
Das Forscherteam plant, mit denselben Personen auch eine Datenbank für Vitamin-C-Konsum und Herzinfarktrisiko zu errichten. räumt jedoch ein, dass es zu früh wäre, mit einem weltweiten Screening der Blutvitaminkonzentration zu beginnen. 21.1.03 Quelle: Stroke; 31: 2287-2294


Vitamin wandelt Stammzellen um
BOSTON (ple). US-Forscher haben nach der Analyse von über 900 Medikamenten herausgefunden, daß Vitamin C embryonale Stammzellen von Mäusen in vitro dazu bringen kann, sich in Kardiomyozyten zu verwandeln (Online-Ausgabe von Circulation). Mit Vitamin C könnten sich große Mengen an Herzmyozyten für die Forschung herstellen lassen, so die Forscher. Ärzte Zeitung, 22.04.2003


Vitamin E  und Vitamin C senken den Cholesterinspiegel
Eine Nahrungsergänzung mit den Vitaminen E und C kann für Gefäßkranke sinnvoll sein. Die Vitamine verlangsamen oftmals ein Fortschreiten von Gefäßablagerungen (Arteriosklerose), zeigt eine Studie an der Universität in Kuopio (Finnland). Die Wirkung eines Präparats sei vergleichbar mit der eines üblichen Cholesterinsenkers, schreiben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Circulation (7, 2003).
An der Studie beteiligten sich 520 Frauen und Männer mit erhöhten Cholesterinspiegeln. 105 von ihnen erhielten ein Scheinpräparat, die übrigen mindestens drei Jahre lang ein Kombinationspräparat mit den Vitaminen C und E. In der Vitamingruppe verlangsamten sich die arteriosklerotischen Gefäßveränderungen um 30%. Besonders deutlich war die Wirkung bei Männern und bei Teilnehmern, die zu Studienbeginn einen niedrigen Vitamin-C-Spiegel hatten. Auch bei Probanden, die zu Beginn der Studie bereits Gefäßveränderungen aufwiesen, zeigte sich der positive Effekt des Vitaminpräparats.
Die Wissenschaftler bestimmten die Gefäßveränderungen, indem sie mit einem Ultraschallgerät die Halsschlagader untersuchten.


Vitamin C schützt vor Magengeschwüren

In einer großangelegten Studie mit knapp 7.000 Probanden haben Forscher des San Francisco Medical Hospital festgestellt, dass Personen mit niedrigen Vitamin-C-Werten im Blut eher an Magengeschwüren leiden. Das Studienergebnis wurde im Journal of the American College of Nutrition http://www.jacn.org vorgestellt.

"Das ist die bisher größte Studie über die Verbindung zwischen dem Helicobacter pylori und den Vitamin-C-Werten bei Menschen", so Studienleiter Joel Simon, Mediziner am San Francisco VA Medical Center (SFVAMC) und Professor für Epidemiologie an der University of California in San Francisco http://www.ucsf.edu . Anhand der Daten können die Forscher zwar nicht eindeutig feststellen, ob Vitamin C eine Infektion mit dem Helicobacter pylori verhindern kann oder nicht. Auch der Mechanismus zwischen dem Vitamin C und der Entwicklung eines Magengeschwürs bleibt noch offen. "Es ist nicht klar, ob die Infektion dafür sorgt, dass die Vitamin-C-Werte bei Patienten niedriger sind oder ob höhere Vitamin-Werte für einen Vorab-Schutz vor dem Bakterium sorgen", so Simon. Der Forscher meint auch für den Fall, dass die Infektion selbst große Mengen an Vitamin C verbraucht, eine höhere Einnahme des Vitamins positiv wäre. "Grundlegend kann man davon ausgehen, dass Vitamin C das Potenzial zum Schutz vor Magengeschwüren und auch vor Magenkrebs hat", erklärt der Forscher.

Erst 1982 haben Forscher entdeckt, dass das H. pylori für die Entwicklung eines Magengeschwürs verantwortlich ist. Die Erkrankung ist weit verbreitet

- mindestens zehn Prozent aller Amerikaner entwickeln einmal im Leben ein Magengeschwür, so die Wissenschaftler. Erst vor wenigen Jahren hatten Forscher entdeckt, das H. pylori auch bei der Bildung von Magenkrebs eine wesentliche Rolle spielt. Bei der nunmehrigen Untersuchung wurden knapp 7.000 Amerikaner im Alter von zwei Monaten bis 90 Jahren untersucht. 32 Prozent der Probanden zeigten deutliche Antikörper gegen H. pylori im Blut. Mehr als die Hälfte dieser Personen zeigten Hinweise auf eine deutliche Infektion. 

http://www.baeder-fuehrer.de, http://www.baeder-fuehrer.at oder http://www.baeder-fuehrer.ch


Eine Möglichkeit Karies zu meiden besteht in der vermehrten Aufnahme
von antikariogenen Nahrungsbestandteilen wie bestimmten Fettsäuren, Vitamin C oder grünem Tee.

Darüber berichten deutsche Zahmediziner (Staudte, H. et al.) in einer rezenten Studie. Die gleichzeitige Anwesenheit bestimmter Nahrungsstoffe kann die Wirkung an sich kariogener Substanzen deutlich reduzieren. Zu diesen antikariogen wirkenden Bestandteilen zählen bestimmte Proteine, Fette, Phosphor und Kalzium. Bei den Fettsäuren ist für Pyridoxin ein kariostatischer Effekt nachgewiesen worden, vermutlich weil die Dekarboxylierung in der dentalen Plaque beeinflusst wird. Auch die Plasmakonzentration von Ascorbinsäure steht in negativer Korrelation mit dem Plaque-Index. So gehen hohe Vitamin-C-Werte im Blut bei Probanden mit gleichem oralen Hygieneverhalten mit einer niedrigeren Plaqueretention einher.
Aber auch phosphathaltige Nahrungsmittel haben ein kariostatisches Potenzial, wie beispielsweise bestimmte Käsesorten. Natürlich gereifter Käse zeigte in Studien neben kariostatischen auch protektive Eigenschaften. Nach Verzehr des Käses wurden durch das Trinken einer Zuckerlösung provozierte pH-Entgleisungen rascher neutralisiert als wenn zuvor kein Käse konsumiert wurde. Dies wird auf die Zusammensetzung des Produkts aus Proteinen, Kalzium und Phosphat zurückgeführt. Diese Bestandteile können Plaquesäuren neutralisieren und die Remineralisation fördern.
Neben den genannten Substanzen haben weitere Nahrungsmittel kariostatische Eigenschaften, so auch grüner Tee. Dieser besitzt eine bakterizide Wirkung gegenüber Streptococcus mutans. Verantwortlich ist hierfür wohl der hohe Anteil an Katechinen (Polyphenolen), die die Adhärenz der Bakterien an Hydroxlapatit hemmen. Auch können sie die endogene sowie die bakterielle Amylaseaktivität reduzieren. Dabei scheinen die Katechine mit einem Teil der bakteriellen Zellmembran zu interagieren und so deren Funktion zu beeinflussen. Derzeit wird die Wirkung von Zahnpasten, denen Extrakte aus grünem Tee beigemischt wurden, getestet. Das regelmäßige Trinken von grünem Tee oder dessen Einsatz als Mundspüllösung sollte nach Ansicht der Autoren bei Patienten mit hohem Karies-Risiko empfohlen werden.
www.medaustria.at   Quelle: Deutsches Zahnärzteblatt - ZWR 9(2003):368-376(geo)   Bedeutung antikariogener Ernährung 7.11.03

Schützen Vitamin E  und Vitamin C -Kombinationen vor dem Morbus Alzheimer?

BALTIMORE. Ältere Menschen, die regelmäßig Präparate mit den beiden antioxidativen Vitaminen C und E einnehmen, erkranken möglicherweise seltener an einem Morbus Alzheimer. Darauf deutet eine bevölkerungsbasierte Studie in den Archives of Neurology (2004; 61: 82–88) hin.
In den Jahren 1995 bis 1997 wurden im „Cache County“ im US-Bundesstaat Utah 4 760 ältere Menschen (über 65 Jahre) neurologisch untersucht. Bei 200 Menschen wurde ein bestehender Morbus Alzheimer diagnostiziert (Prävalenz-Fälle). Drei Jahre später, zwischen 1998 und 2000, wurde die Kohorte erneut untersucht. Dieses Mal waren 104 weitere Erkrankungsfälle hinzugekommen (Inzidenzfälle).
Die Teilnehmer waren auch nach der Einnahme von Vitaminen befragt worden. Etwa 17 Prozent gaben an, sowohl Vitamin C als auch Vitamin E – zumeist in Multivitaminpräparaten – einzunehmen. Peter Zandi von der Johns Hopkins University Bloomberg School of Public Health in Baltimore verknüpfte beide Untersuchungen und kommt zu einem recht erstaunlichen Ergebnis.
Teilnehmer, die regelmäßig Vitamin C in einer Dosis von mindestens 500 Milligramm pro Tag zusammen mit Vitamin E eingenommen hatten, erkrankten deutlich seltener an einem Morbus Alzheimer als andere. Die Prävalenz war um 78 Prozent gesenkt (Odds-Ratio: 0,22; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,05 bis 0,60). Die Inzidenz war um 64 Prozent reduziert (Hazard Ratio 0,36; 0,09 bis 0,99). Auch für Personen, die beide Vitamine in normal dosierten Multivitamin-Präparaten einnahmen, war eine Tendenz erkennbar. Dagegen wurde für die alleinige Einnahme von Vitamin E oder Vitamin C kein protektiver Effekt festgestellt.
Die Prozentzahlen deuten auf eine ausgeprägte protektive Wirkung hin und es gäbe auch eine plausible Erklärung dafür: Die beiden Vitamine sind antioxidativ wirksam und könnten so die Neuronen vor den oxidativen Schäden im Alter schützen.
Auch einen möglichen Einwand können die Autoren ausräumen: Es ist denkbar, dass jüngere und gesündere Personen häufiger zu Vitaminen greifen als ältere Personen mit einer beginnenden Demenz. Dann wäre die fehlende Einnahme von Vitaminen vielleicht ein Marker für eine bevorstehende Erkrankung, aber sicher nicht die Ursache. Tatsächlich waren die Personen, die Vitamine einnahmen, in der Studie jünger, häufiger weiblich und auch gesünder. Diese Faktoren wurden jedoch bereits in der Berechnung der genannten Risiken berücksichtigt.
Unklar ist noch, wieso das wasserlösliche Vitamin C und das fettlösliche Vitamin E zusammen eingenommen werden müssen, um das Risiko zu senken. Trotz der deutlichen Zahlen ist Zandi und Mitarbeitern klar, dass die Studie keineswegs ein Beweis für die Schutzwirkung der Vitaminkombination ist. Der Aussagewert einer Beobachtungsstudie ist in dieser Hinsicht begrenzt, auch wenn sie – wie im vorliegenden Fall – ein prospektives Design hat.
Es sei nur an die sehr viel versprechenden Ergebnisse von Beobachtungsstudien zum Antioxidans Betacaroten bei Rauchern erinnert. Alle Experten erwarteten ein positives Ergebnis der anschließenden Interventionsstudien. Doch diese zeigten, dass bei starken Rauchern das Lungenkrebsrisiko gegenüber Placebo durch Betacaroten sogar noch gestiegen war.
Die Ergebnisse aus Beobachtungsstudien sind deshalb lediglich der Ausgangspunkt für weitergehende Studien, wie sie die Autoren jetzt auch für die beiden Vitamine fordern.(20.01.2004) DEUTSCHES ÄRZTEBLATT


Vitamin C hilft bei Hochdruck?

NÜRNBERG - Sind Antioxidanzien Balsam für Hypertoniker-Gefäße im Oxidationsstress? Offenbar nicht alle: Während Vitamin C der endothelialen Dysfunktion entgegenwirkt, bleibt N-Acetylcystein hier ohne Effekt, wie eine neue Studie zeigt.
In einer randomisierten Cross-over-Studie erhielten 15 Hochdruckpatienten und 15 normotensive Kontrollprobanden intraarterielle Infusionen entweder von 18 mg/min Vitamin C oder 48 mg/min N-Acetylcystein. Die Gefäßfunktion prüfte man über den Blutfluss am Unterarm nach Acetylcholin-Exposition. Während Viatmin C die endothelabhängige Vasodilatation - bei den Hypertonikern beeinträchtigt - günstig beeinflusste, konnte N-Acetylcystein nichts ausrichten. In künftigen Studien sollte man die Frage nach Gefäßstress bei Hypertonikern also besser mit Vitamin C untersuchen, folgern Dr. Stefan John und Kollegen von der Universität Erlangen Nürnberg.
Medical Tribune Bericht
MTD, Ausgabe 7 / 2004 S.16, CG - Stefan John et al. Dtsch Med Wochenschr 2003; 128 (Suppl.3): 175
http://www.medical-tribune.de



Vitamine machen nach Op schnell wieder fit
Vitamine C und E auch nach Brandverletzungen wichtig
WIESBADEN (bib). Freie Radikale sind an vielen Krankheitsprozessen beteiligt. Damit stellt sich die Frage nach dem Nutzen einer prophylaktischen Antioxidanzien-Gabe. Die Studienergebnisse zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen mit den Vitaminen C und E etwa sind zwar enttäuschend. Perioperativ oder nach Verbrennungen hingegen könnte deren Anwendung hilfreich sein.

Das Verbrennungstrauma ist nach Einschätzung von Professor Hans K. Biesalski aus Stuttgart derzeit die vielversprechendste Indikation. Denn dabei komme es zu "einer explosionsartigen Bildung freier Radikale", so der Ernährungswissenschaftler beim 110. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin.

Der Verbrauch von Antioxidantien ist bei schweren Brandverletzungen enorm: Die Vitamin-C-Plasmaspiegel sinken rasch auf weniger als die Hälfte. Durch hochdosierte parenterale Vitamin-C-Zufuhr - 66 mg pro Kilogramm Körpergewicht über 24 Stunden - sei es in einer Studie mit Schwerstverbrannten gelungen, die erforderlichen Volumengaben um mehr als 50 Prozent und die Ödembildung um nahezu 80 Prozent zu reduzieren, berichtete der Ernährungswissenschaftler. Die mögliche Erklärung: Antioxidantien stärken die Endothelbarriere. Ohne sie entstünden durch den oxidativen Streß hochtoxische Peroxynitrite, die mit Proteinen des Endothels interagieren.

Auch bei größeren Operationen befürwortet Biesalski die Anwendung antioxidativer Vitamine. So konnten etwa in einer Placebo-kontrollierten Studie mit 37 Patienten mit Leberteilresektion sowohl die Liegezeit auf der Intensivstation als auch der gesamte Klinikaufenthalt signifikant verkürzt werden, wenn Vitamin E infundiert wurde.

"Patienten, die später Probleme bekommen" - etwa eine Sepsis - "haben postoperativ oft einen besonders starken Abfall antioxidativer Vitamine im Blut", so Biesalski. Bei elektiven Eingriffen rät er daher zu einer präoperativen Supplementierung, etwa mit 200 mg Vitamin E und 500 mg Vitamin C täglich über vier Wochen. Da für die Regeneration von oxidiertem Vitamin E Vitamin C nötig ist, sollte beides kombiniert werden. Biesalski: "Wenn ich einem Patienten Vitamin E gebe, dann gehört Vitamin C in mindestens der 2,5fachen Dosis dazu." Ärzte Zeitung, 20.04.2004


Erst Vitamin Cund Vitamin E, dann unters Skalpell

28.04.04 - Wer frühzeitig Antioxidanzien einnimmt, schützt sich vor Komplikationen nach einer Operation. Diesem Credo folgend rät der Stuttgarter Ernährungsspezialist Prof. Dr. med. Hans Konrad Biesalski speziell älteren Patienten, vor einem geplanten Eingriff vier Wochen lang täglich 500 bis 1 000 mg Vitamin C und 200 bis 400 mg Vitamin E einzunehmen. So verhindere man, dass es in der frühen Phase nach der Operation zu einem Mangel an Antioxidanzien kommt, was das Risiko für Komplikationen drastisch erhöhe.
Auch bei der Strahlen- und Chemotherapie ist es sinnvoll, die „Radikalfänger” einzunehmen. Allerdings ist in solchen Fällen zur Vorsicht zu raten: Unter laufender Therapie sollten Patienten keine Antioxidanzien einnehmen – diese schützen nämlich nicht nur gesundes Gewebe, sondern auch den Tumor. Auf die Frage nach dem nötigen zeitlichen Abstand antwortet Biesalski pragmatisch: „Patienten dürfen die Ernährung bis unmittelbar vor der Behandlung mit antioxidativen Vitaminen ergänzen. Nach Abschluss einer Bestrahlung darf man sofort wieder beginnen, nach einer Chemotherapie muss man drei Tage warten.“


Vitamin E und Vitamin C
zur Verbesserung des Outcomes nach schweren Traumata

Laut Resultaten einer in „Annals of Surgery“ publizierten Studie kann durch die Administration von Antioxidantien das Risiko eines Multiorganversagens und pulmonaler Komplikationen bei kritischen Trauma-Patienten reduziert werden.
Oxidativer Stress des Gewebes wird mit dem Auftreten eines ARDS (acute respiratory distress syndrome) und eines Multiorganversagens assoziiert. Das Fehlen von endogenen Antioxidantien soll ausserdem das Risiko von nosokomialen Infektionen begünstigen. Dr. Avery B. Nathens von der University of Washington in Seattle und Kollegen untersuchten die Hypothese, ob die Verabreichung von antioxidativen Vitaminen bei schwer kranken chirurgischen Patienten die Inzidenz von ARDS, Pneumonien und Organversagen verbessern könnte. 595 schwer kranke, chirurgische Patienten auf der Intensivstation wurden in die randomisierte Studie eingeschlossen, 91 Prozent waren Opfer eines schweren Traumas Entweder erhielten die Patienten eine Ergänzungstherapie mit Vitamin C und E (Ascorbinsäure und alpha-Tocopherol) oder Standardtherapie.
Primärer Endpunkt war die pulmonale Morbidität (ARDS und nosokomiale Pneumonien). Sekundäre Endpunkte waren Multiorganversagen, Dauer der mechanischen Ventilation und Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation.
Patienten mit einer Vitaminergänzungstherapie hatten bezüglich pulmonaler Morbidität ein relatives Risiko von 0.81 gegenüber der Kontrollpopulation, das relative Risiko bezüglich Multiorganversagen betrug 0.43. Ventilationsdauer und Aufenthalt auf der Intensivstation waren unter Vitaminen kürzer.
Die Wissenschafter fassen zusammen, dass die frühe Verabreichung von Vitamin C und E die Häufigkeit von pulmonalen Komplikationen und Multiorganversagen sowie die Ventilations- und die Aufenthaltsdauer in einer Intensivstation reduziert.
28.10.04 www.medaustria.at  Quelle: Ann Surg; 236: 814-822
 


Natürliches Vitamin C  bleibt unverzichtbar
Vitamin C soll in die Nahrung eingebunden sein, um seine antioxidativen Eigenschaften optimal entfalten zu können. Künstliches Vitamin C wird vom Körper schlecht aufgenommen. Außerdem gibt es bei Ascorbinsäure möglicherweise ein karzinogenes Risiko. Dies haben mehrere Studien ergeben.
Natürliches Vitamin C in Nahrungsmitteln oder auch Supplemente, die das Vitamin in "nahrungsgebundener" Form enthalten, können gewissermaßen durch nichts ersetzt werden. Ein neuartiges Citruskonzentrat Supplement wurde jetzt von der Schweizer Firma EnergyBalance auf den Markt gebracht.
Natürliches Vitamin C ist in einen Nahrungskomplex aus Proteinen, Lipiden, Kohlehydraten und Pflanzenstoffen eingebunden. Es hat die schützenden, antioxidativen Eigenschaften, die unser Körper benötigt. Künstliches Vitamin C besteht aus isolierter Ascorbinsäure oder isoliertem Mineralascorbat, das meist synthetisch hergestellt wird. Diese isolierten Stoffe kann der Körper schlecht aufnehmen und er scheidet sie deshalb überwiegend über den Urin wieder aus. Deshalb empfehlen Ernährungswissenschaftler, das essenzielle Vitamin C in natürlicher Form durch die Nahrung aufzunehmen und auf Präparate mit künstlichem Vitamin C zu verzichten.
Darüber hinaus weisen Wissenschaftler aber auch auf weitere bedenkliche Aspekte etwa bei der Ascorbinsäure hin. So wurde ein mögliches karzinogenes Potenzial der Ascorbinsäure im Juni 2001 im medizinischen Journal "Science" durch eine Gruppe von Wissenschaftlern der Universität von Pennsylvania in Philadelphia diskutiert. Die Autoren stellten in ihrem Versuchsansatz fest, dass isolierte Ascorbinsäure bei der Umwandlung der Lipidhydroperoxide in DNA-schädigende Toxine ausserordentlich wirksam ist. Schließlich besteht die Gefahr einer Überdosierung. Mehr als 500mg künstliches Vitamin C pro Tag können zu einer Eisenüberdosierung führen, ergab eine Studie der Universität von Süd-Kalifornien.
Aus diesen Gründen empfehlen Wissenschaftler quasi ein "Zurück zur Natur":
Vitamin C sollte in Nahrung eingebunden sein, um seine antioxidativen Eigenschaften optimal entfalten zu können. Neben den bekannten Nahrungsmitteln mit hohem Vitamin-C-Gehalt gibt es nur wenige Supplemente, die Vitamin C in "nahrungsgebundener" Form enthalten. Hergestellt werden diese Supplemente bisher aus Acerola, Sanddorn, Hagebutte und neu auch aus preisgünstigerem Citruskonzentrat.
€ Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten für verschiedene Präparate mit natürlichem, aus Früchten gewonnenem Vitamin C finden Sie hier:
http://www.gesundheits-fuehrer.com/Produkte/index.html


Vitamin C -reiche Ernährung in der Stillzeit reduziert das Neurodermitis-Risiko bei Kleinkindern
Die ideale Nahrung für Säuglinge, die ein erhöhtes Risiko für eine atopische Erkrankung aufweisen, ist die Muttermilch. Dies gilt umso mehr, je vitaminreicher sich die Mutter in der Stillzeit ernährt:
Enthält die Muttermilch hohe Konzentrationen an Vitamin C, so verringert sich bei Kleinkindern das Risiko für eine atopische Erkrankung, wie etwa eine Neurodermitis.
Wichtig ist dabei, dass das Vitamin über die Nahrung eingenommen wird. Vitamin C-Präparate haben keinen Einfluss auf den Gehalt in der Muttermilch und damit keine vorbeugende Wirkung auf atopische Erkrankungen.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie aus Finnland, die im European Journal of Clinical Nutrition (2005; 59: 123-128) veröffentlicht wurde.
An der Studie nahmen 34 Mütter teil, die alle an atopischen Erkrankungen litten und ihre Säuglinge ausschließlich oder überwiegend über einen Zeitraum von vier bis sechs Monaten stillten.
Dabei protokollierten die Mütter während der Stillzeit ihre Essgewohnheiten. Die Säuglinge wurden im Verlauf der Studie regelmäßig auf Symptome einer Neurodermitis untersucht.
Im Alter von zwölf Monaten wurde ein Pricktest durchgeführt. Dieser Hauttest wird eingesetzt, um atopische Erkrankung nachzuweisen.

Nur Vitamin C aus der Nahrung erhöhte die Konzentration in der Milch
Alle an der Studie teilnehmenden Kleinkinder hatten aufgrund der familiären Prädisposition ein erhöhtes Risiko, eine atopische Erkrankung zu entwickeln. Eine Atopie brach im ersten Lebensjahr jedoch vorzugsweise bei denjenigen Kindern aus, die mit Muttermilch mit geringem Vitamin C-Gehalt gestillt wurden. Insbesondere Mütter, die an einer Lebensmittelüberempfindlichkeit litten und daher Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse von ihrem Speiseplan verbannten, wiesen geringere Vitamin C-Konzentrationen in ihrer Milch auf. Ihre Kleinkinder hatten demnach ein erhöhtes Atopie-Risiko. Mütter hingegen, die während der Stillzeit Vitamin C-reiche Nahrungsmittel essen konnten, reduzierten durch den erhöhten Vitamin C-Gehalt in ihrer Milch das Erkrankungsrisiko ihres Kindes deutlich. Wie die finnischen Wissenschaftler betonen, wurde die Konzentration des Vitamin C in der Muttermilch allein durch eine entsprechende Nahrung beeinflusst; die zusätzliche Einnahme von Vitamin-Präparaten erhöhte den Vitamin C-Gehalt nicht.
07.03.2005 Infos für Ärzte http://www.journalmed.de
Quelle: Hartmann


Mildert Vitamin C pränatale Lungenschäden durch Rauchen?
BEAVERTON/OREGON. Rauchende Mütter schädigen den Feten auf vielfältige Weise. Eine kaum bekannte Folge der pränatalen Nikotinexposition ist eine Schädigung der Lungenreifung. Dieser Effekt konnte in einer tierexperimentellen Studie im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine (2005; 171: 1032-1039) durch Vitamin C verhindert werden.
In früheren Studien hatte Eliot Spindel, ein Wissenschaftler am Oregon National Primate Research Center in Beaverton, bereits zeigen können, dass Nikotin die Reifung der Lunge stört, indem es in den Kollagen/Elastin-Stoffwechsel eingreift. Elastin ist nachweislich für die normalen Bewegungen der Lunge von großer Bedeutung, und bei den Affen, deren Mütter in der Tragezeit mit Nikotin exponiert wurden, konnte Spindel nach der Geburt Störungen der Atmung nachweisen. Ähnliche Störungen sollen auch beim menschlichen Neugeborenen zu beobachten sein, wenn deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht hatten.
Wegen der vom Skorbut her bekannten positiven Auswirkungen auf den Kollagenstoffwechsel war es deshalb plausibel, den Einfluss von Vitamin C zu untersuchen. Spindel teilte trächtige Affen in drei Gruppen auf. In zwei Gruppen wurden die Muttertiere an den Gestationstagen 26 bis 160 (Termin ist bei den Tieren der 165. Tag) mit Nikotin gefüttert. Eine der beiden Gruppen erhielt zusätzlich Vitamin C. Die dritte Gruppe war eine nicht exponierte und nicht behandelte Kontrolle.
Ergebnis: Vitamin C verhinderte den normalerweise nach Nikotinexposition zu beobachtenden Abfall in der Lungenfunktion praktisch vollständig. Auch der ansonsten zu beobachtende Anstieg im Surfactant Apoprotein B wurde verhindert.
Ob die Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind, ist keineswegs sicher. Bevor eine Empfehlung gegeben werden könnte, müsste die präventive Wirkung von Vitamin C zunächst in klinischen Studien erprobt werden. Auch die in den Studien eingesetzt Dosierung (250 mg/Tag) dürfte sich nicht einfach auf den Menschen übertragen lassen. Auf keinen Fall dürfte Vitamin C ein Ersatz für die von den Ärzten geforderte Abstinenz während der Schwangerschaft sein.
Spindel weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die pränatale Tabakexposition eine Vielzahl von negativen Wirkungen auf das Ungeborene hat, die vermutlich nicht durch Vitamin C verhindert werden können. Wenn Frauen in der Schwangerschaft weiter rauchen, riskieren sie, dass ihr Kind frühzeitig geboren wird und ein geringes Geburtsgewicht hat. Nach Angaben von Spindel sind fünf bis zehn Prozent aller fetalen und neonatalen Todesfälle Folgen der pränatalen Tabakexposition.
Andererseits ist Tabakrauchen eine Sucht und viele Frauen rauchen trotz ärztlicher Mahnungen weiter. In diesem Fall könnte, so Spindel, die Gabe von Vitamin C möglicherweise als „letzte Maßnahme“ gerechtfertigt sein. /rme
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 03.05.2005
Abstract der Studie
http://ajrccm.atsjournals.org/cgi/content/abstract/171/9/1032 
Pressemitteilung der Oregon Health & Science University
http://www.ohsu.edu/ohsuedu/newspub/releases/042605vitamin.cfm 


Vitamin C-Prophylaxe nutzt vor allem Kindern und Sportlern
Kein Schutz vor Erkältungs-Krankheiten durch Vitamin C für Bewegungsmuffel

NEU-ISENBURG (mut). Vitamin-C-Präparate zur Erkältungsprophylaxe sind populär - doch sie schützen nur Menschen vor Erkältungen, die Kälte und starker körperlicher Belastung ausgesetzt sind, hat jetzt eine große Meta-Analyse ergeben. Immerhin: Völlig unnütz ist die Nahrungsergänzung auch für Bewegungsmuffel nicht. So läßt sich die Erkältungsdauer mit dem Vitamin etwas verkürzen.
Die Analyse umfaßte 55 Studien, in denen die Nahrungsergänzung von täglich mehr als 200 mg Vitamin gegen Placebo geprüft wurde (PLoS Medicine 2/6, 2005, 0503).
In 29 dieser Studien mit über 11 000 Menschen wurde geschaut, ob Erkältungen mit Vitamin-C-Prophylaxe weniger häufig sind als mit Placebo. Dies war jedoch nicht der Fall. Nur in sechs Studien mit Marathonläufern, Schülern einer Skischule und Soldaten bei Arktis-Einsätzen ließ sich die Erkältungsrate reduzieren - und zwar um die Hälfte.
In 30 Studien (knapp 10 000 Teilnehmer) wurde geschaut, ob bei Teilnehmern mit Vitamin-C-Prophylaxe die Dauer von Erkältungen reduziert ist. Das Ergebnis: Mit Vitamin C war die Erkältungsdauer bei Kindern um 14, bei Erwachsenen um acht Prozent reduziert. Kinder mit Vitamin C waren bei einer einwöchigen Erkältung folglich einen Tag weniger krank als Kinder mit Placebo.
In sieben Studien (3300 Teilnehmer) wurde schließlich geprüft, ob man bei einer beginnenden Erkältung mit einer Vitamin-C-Therapie die Dauer der Erkältung reduzieren kann. Hier ergab nur eine Studie einen Vorteil, und zwar nur dann, wenn das Vitamin hoch dosiert wurde.
Die 1300 Teilnehmer dieser Studie bekamen bei Symptombeginn einmalig vier oder acht Gramm Vitamin C oder Placebo. Mit Placebo dauerte die Erkältung im Schnitt dreieinhalb Tage, mit vier Gramm Vitamin C knapp über drei Tage und mit acht Gramm etwa zweieinhalb Tage. Ärzte Zeitung, 29.07.2005


Studie: Hohe Konzentrationen von Ascorbinsäure -Vitamin C-töten Krebszellen im Labor ab
Ärzte Zeitung, 14.09.2005
Hochdosiertes Vitamin C tötet Krebszellen
WASHINGTON (mut). Intravenös verabreichtes Vitamin C könnte sich zur Behandlung von Krebspatienten eignen. Das schließen US-Forscher aus einer Laborstudie.
Bei Konzentrationen von über 4 Millimol Vitamin C pro Liter starben die meisten Zellen von zehn unterschiedlichen Krebszellinien ab. Solche Konzentrationen werden im Körper erreicht, wenn etwa 8 bis 10 Gramm Vitamin C intravenös verabreicht werden.
Normale Zellen starben selbst bei fünffach höheren Konzentrationen nicht, berichten die Forscher in der Zeitschrift PNAS (102, 2005, 13604).
Sie beobachteten, daß sich unter Vitamin C in Krebszellen vermehrt zellschädigendes Wasserstoffperoxid bildete.
Bereits vor etwa 30 Jahren haben erste klinische Studien ergeben, daß Krebspatienten von intravenös verabreichtem Vitamin C profitieren.
Die Ergebnisse konnten allerdings mit oral verabreichtem Vitamin C nicht wiederholt werden. Jetzt wollen die Forscher erneut Studien mit Vitamin C bei Krebspatienten starten.
 


Vitamin C macht es Frauen mit Krebs leichter
BAD MERGENTHEIM (mop). Bei Patientinnen mit Mamma-Ca ist die postoperative adjuvante Behandlung mit hochdosiertem Vitamin C eine effektive und volkswirtschaftlich sinnvolle Ergänzung der konventionellen Therapie. Dieses Fazit hat Dr. Martin Gschwender, niedergelassener Arzt für Naturheilverfahren in München, aus den Ergebnissen einer neuen Studie gezogen.
An der kontrollierten Kohortenstudie haben 788 Patientinnen aller Tumorstadien nach erfolgter Operation teilgenommen. Die onkologische Basistherapie der Prüf- und der Kontrollgruppe war ähnlich. Die Frauen der Verumgruppe wurden meist zweimal pro Woche zusätzlich mit einem hochdosierten Vitamin-C-Präparat (Vitamin C-Injektopas® 7,5 g ) behandelt.
Die mediane Therapiezeit betrug 6,8 Monate. Die Nachbeobachtungszeit dauerte mindestens drei Jahre oder bis zum Tod. Primäres Zielkriterium war die Änderung der krankheits- und therapiebedingten Symptome im Zeitraum der konventionellen adjuvanten Therapie.
Die Ergebnisse hat Gschwender bei einem Pressegespräch von Pascoe in Bad Mergentheim vorgestellt. Beim primären Zielkriterium ergab sich eine signifikante Reduktion in der Vitamin-C-Gruppe, vor allem bei den gastrointestinalen und zentralnervösen Symptomen.
Bei den Frauen der Vitamin-C-Gruppe war die Rate der unerwünschten Wirkungen durch die konventionelle adjuvante Therapie insgesant signifikant geringer. Signifikant mehr Patienten befanden sich in einem gebesserten Allgemeinzustand (46 versus 35 Prozent).
Und signifikant mehr Frauen hatten einen gebesserten Karnofsky-Index zur Beschreibung der Lebensqualität (49 versus 24 Prozent). Es berichteten auch mehr Frauen aus der Vitamin-C-Gruppe über ein gebessertes Gesamtbefinden (62 versus 38 Prozent). Auch die Zahl der Hospitalisierungen, die Dauer der Hospitalsierung sowie die Notwendigkeit häuslicher Pflege waren reduziert.
In der Vitamin-C-Gruppe war das Risiko für ein erneutes Tumorereignis signifikant geringer, und das rezidivfreie Intervall war länger. Bei der Rate der Fernmetastasen und der Überlebenszeit gab es keinen signifikanten Unterschied. Die Studie lieferte keinen Hinweis dafür, daß Vitamin C das Tumorwachstum fördert - ein Verdacht, der in diesem Zusammenhang immer wieder geäußert wird.

Ärzte Zeitung, 21.12.2005


Niedriger Vitamin C-Spiegel bei schweren Asthmatikern
Eine niedrige Vitamin C-Plasmakonzentration ist laut Resultaten einer Australischen Studie mit einem schwereren Asthma-Verlauf assoziiert.
Dr. N.L.A. Misso und Kollegen von der University of Western Australia in Perth analysierten Ernährungsgewohnheiten und Blutspiegel von Antioxidanzien einschließlich Vitamin C bei 28 schweren Asthmatikern, 53 Patienten mit mildem Asthma und 43 Personen ohne Asthma.
Die Vitamin C- und Karotin-Aufnahme war generell bei Frauen höher als bei Männern, bei Männern mit schwerem Asthma am niedrigsten.
Die Ascorbinsäure-Konzentration im Plasma war bei Probanden mit schwerem Asthma im Vergleich zu Studienteilnehmern mit mildem Asthma und den Kontrollprobanden am niedrigsten (31,9±3,6µM vs. 52,3±2,6µM vs. 52,7±2,9µM).
„Ob Asthmatiker von einer gesteigerten Vitamin-C-Aufnahme profitieren können, müssen weitere Studien zeigen“, so die Wissenschafter abschließend. 3.2.06
2006 www.medaustria.at
Quelle: Eur Respir J; 2005, 26: 257-264


Frauen mit Brustkrebs profitieren von Vitamin C-Infusionen
Ascorbinsäure wirkt tumortoxisch / Patientinnen, die hochdosiert Vitamin C erhielten, blieben länger tumorfrei als Frauen der Vergleichsgruppe
FRANKFURT AM MAIN (ner). Erstmals hat eine kontrollierte Studie Hinweise darauf ergeben, daß eine Infusionstherapie mit hochdosiertem Vitamin C bei Frauen mit Brustkrebs das tumorfreie Intervall verlängern kann. Dies wird auf die antioxidative Kapazität von Ascorbinsäure und direkte tumortoxische Wirkungen zurückgeführt.
Professor Josef Beuth: Brustkrebs-Patientinnen, die Vitamin C erhalten, bleiben lange tumorfrei. Foto: Pascoe
In der deutschen multizentrischen Kohortenstudie waren Daten von 788 Brustkrebspatientinnen ausgewertet worden. Deren Behandlung hatte in den Jahren 1992 bis 2002 begonnen. Das hat Professor Josef Beuth vom Institut für Naturheilkunde an der Uni Köln bei einer Pressekonferenz des Unternehmens Pascoe in Frankfurt am Main berichtet. Alle Frauen waren operiert und adjuvant behandelt worden.
Etwa die Hälfe der Patientinnen hatte hochdosierte Vitamin-C-Infusionen
(Vitamin-C-Injektopas®, ab September als Pascorbin® angeboten) von meist zweimal täglich 7,5 g für durchschnittlich 4,5 Monate erhalten, die andere Hälfte nicht. Die Infusionen waren zwischen den Chemo- oder Strahlentherapien verabreicht worden.
Primärer Studienparameter war die Lebensqualität innerhalb der Nachbeobachtungszeit von mindestens drei Jahren. Nach Angaben von Beuth wurden unerwünschte Wirkungen der Antikrebstherapie wie Übelkeit und Erbrechen, Schlafstörungen, Antriebsmangel und Depressionen oder auch Schleimhaut- und Hautreaktionen im Vergleich zu Ausgangslage gelindert.
Auch im Vergleich zur Kontrollgruppe gingen diese Symptome signifikant zurück. Zugleich beobachtete man in der Vitamin-C-Gruppe ein signifikant verlängertes tumorfreies Intervall.
So war zehn Jahre nach Behandlungsbeginn bei etwa 70 Prozent der Frauen in der Vitamin-C-Gruppe kein neues Tumorereignis mehr aufgetreten, jedoch nur bei 50 Prozent in der Kontrollgruppe. "Dies ist ein interessanter Hinweis, der allerdings prospektiv kontrolliert werden muß", betonte Beuth.
Mit Vitamin-C-Tabletten seien solche Effekte nicht zu erreichen, hieß es in Frankfurt. Denn Vitamin C wird rasch enteral und renal ausgeschieden. Bei intravenöser Applikation von 7,5 g Vitamin C kommt es für etwa sechs Stunden zu erhöhten Plasmaspiegeln. Ungefähr zwei Gramm Vitamin C werden vom Gewebe aufgenommen.


Profitieren Krebspatienten von hochdosiertem Vitamin C?
Experten-Gremium plädiert für Vitamin-C-Infusionstherapie als Komplementär-Behandlung / Prospektive Studie wird gestarte
FRANKFURT AM MAIN (ner). Die hochdosierte Vitamin-C-Infusionstherapie ist nach Auffassung eines Expertengremiums eine sinnvolle Komplementär-Behandlung bei der Therapie von Patienten mit Krebs. Außer einer Stärkung des Immunsystems gebe es Hinweise auf direkte tumortoxische Wirkungen.
Ascorbinsäure gehöre zu den effektivsten natürlichen Radikalfängern, so das Gremium aus Ärzten, Pharmakologen, Naturheilkundlern, Psychologen und Immunologen in einem Konsensuspapier. Dies ist nach Angaben von Professor Ulrich Borchard von der Universität Düsseldorf deshalb von Bedeutung, weil die Kanzerogenese, aber auch die Chemo- und Strahlentherapie bei Krebspatienten mit erheblichem oxidativem Streß verbunden ist.
Vitamin C in hoher Konzentration tötet Krebszellen.
Aus epidemiologischen Studien wisse man, daß bei Krebspatienten Vitamin-C-Spiegel oft zu niedrig seien, sagte der Pharmakologe bei einer Veranstaltung des Unternehmens Pascoe in Frankfurt am Main. Einer von 37 Patienten befinde sich im Zustand des Skorbut. Niedrige Vitamin-C-Spiegel seien mit einer verkürzten Lebenszeit assoziiert. Zudem sei nachgewiesen worden, daß toxische Wirkungen einer Chemotherapie reduziert würden, so Borchard.
In In-vitro-Studien sind verschiedene Karzinomzellen nach einstündiger Inkubation mit Vitamin C abgetötet worden. Ursache dafür ist die extrazelluläre Bildung von Wasserstoffperoxid (H2O2). Allerdings seien für diesen Effekt Konzentrationen von 1 bis 20 mM erforderlich, je nach Tumorzellart, betonte Borchard. Diese Konzentration könne in vivo nicht mit oraler Vitamin-C-Supplementation erreicht werden, da hohe Dosen rasch über Darm und Nieren ausgeschieden werden.
Die Substitution von Vitamin-C-Mangel bei Krebs wird bereits seit langem praktiziert. Bei Brustkrebs-Patientinnen gibt es Hinweise auf eine verlängerte Überlebenszeit unter hochdosierter Vitamin-C-Therapie. Das soll nun mit prospektiven Studien geprüft werden.
Ärzte Zeitung, 16.11.2006