KREBSVORSORGE
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Studien , die Hinweise geben wie mit Ernährung möglicherweise Krebs vorgebeugt werden kann
| Ernährung, Immunität, Krebsvorsorge. Gesund durch natürliche Lebensmittel von L. Horst Grimme 1995 Preis: EUR 17,33 Broschiert - 213 Seiten Hier bestellen! |
Krebsvorsorge und Heilung durch Jogging
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Tips, wie mit Ernährung Krebs vorgebeugt wird
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DER BUCHTIP Ernährung und therapeutische Diäten bei Krebspatienten. Umfrage und Übersicht über sogenannte Krebsdiäten. Beat Grossenbacher, Simon Hauser Preis: EUR 14,32 Taschenbuch - 80 Seiten (1992) Jetzt Bestellen! |
Welches Gemüse speichert Nitrat stärker - Tomaten, Kopfsalat oder Bohnen?
Kopfsalat speichert Nitrat am stärksten. Er ist ebenso wie Feldsalat, Spinat, rote Bete, Radieschen, Rettich, Kohlrabi und Mangold ein stark nitrophiles, also nitratspeicherndes, Gemüse. Bohnen zählen zu den mittel nitrophilen und Tomaten zu den schwach nitrophilen Gemüsesorten.
Nitrat ist eine natürlich vorkommende Stickstoffverbindung, die von den Pflanzen zum Wachstum benötigt wird. Je mehr nitratreiche Düngemittel allerdings eingesetzt werden, desto belasteter ist das Gemüse.
Eine erhöhte Nitratzufuhr stellt für den Menschen, insbesondere für Säuglinge und Kinder, ein Gesundheitsrisiko dar. Bei Säuglingen kann es zu Blausucht führen. Ansonsten können Reizungen der Magen- und Darmschleimhaut, Brechreiz und Durchfall auftreten. Nitrat an sich führt nicht zu diesen Beschwerden. Das Problem liegt darin, daß es in das giftige Nitrit umgewandelt werden kann. Dieses ist sehr reaktionsfreudig und kann zusammen mit Eiweißstoffen (z.B. aus anderen Lebensmitteln wie Käse) die stark krebserregenden Nitrosamine bilden.
Tips: Gartenbesitzer sollten nitrophile Gemüsesorten nicht morgens sondern nachmittags oder abends ernten,da die Pflanzen über Nacht vermehrt Nitrat aufnehmen. Durch das Sonnenlicht werden die Nitratspeicher jedoch abgebaut, da die Pflanze das Nitrat zum Aufbau von Eiweiß benötigt.
Der Nitratgehalt in Gemüse läßt sich auch durch küchentechnische Maßnahmen verringern. Zum Beispiel indem die äußeren Blätter, dicken Blattrippen und Strunkansätze entfernt werden. Bei der Zubereitung sollte Vitamin C (z.B. Zitronensaft in Salatsoßen) zum Einsatz kommen, da es die Bildung der gesundheitsschädlichen Nitrosamine hemmt. Auch ein Glas Orangensaft zum Essen reduziert die Nitrosaminbildung.
Kiwis sind Vitamin C-haltiger als Zitronen. 100 g Kiwi liefern 71 mg Vitamin C, Zitronen 53 mg. Unser täglicher Vitamin C-Bedarf liegt laut Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei 75 mg. Eine Menge, die durch den täglichen Verzehr von Obst und Gemüse ohne Probleme aufgenommen werden kann. Weitere gute Vitamin C-Quellen sind Paprika, Broccoli, Fenchel, Spinat, Kohlrabi, Grünkohl, schwarze Johannisbeeren, Erdbeeeren und Apfelsinen.
Vitamin C hat viele Aufgaben: es wirkt unter anderem als Antioxidationsmittel (d.h., es schützt die Zellen, aber auch andere Vitamine vor der Zerstörung durch aggressiven Sauerstoff), stärkt das Immunsystem, fördert die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln, ist zuständig für die Kollagenbildung, kurbelt die Herstellung von Hormonen und Nervenstoffen an, stärkt die Psyche und hemmt die Nitrosaminbildung.
Einsatz der Radikalfänger in der KREBSPRÄVENTION
Basisprogramm Vorsorge -
Chemoprophylaxe und KREBSTHERAPIE
in der Nachsorge
Stärkung des Radikalfängersystems
Zahlreiche epidemiologische und Interventionsstudien Studien konnten
zeigen, daß eine gute Versorgung von vornherein (natürlicherseits)
bzw. eine Supplementierung (Nahrungsergänzung) mit Antioxidantien
("Radikalfänger") eine Senkung der Krebsinzidenz bis zu 50 % bewirken
kann.
In der Krebsnachsorge leisten die Radikalfänger wertvolle Hilfe
in der Entgiftung nach Narkosen, Chemo- und Strahlentherapien sowie in
der Verbesserung der metastasenfreien Zeiten. Für eine sinnvolle Supplementierung in
beiden Bereichen (Prävention, Krebsnachsorge) ist die möglichst
konsequente und kontinuierliche (tägliche) Einnahme der angeführten
Substanzen lebenslang erforderlich.Vor der isolierten Einnahme nur einzelner
Substanzen muß allerdings gewarnt werden:
Ein Radikalfänger wird nach "Fangen" eines Freien Radikals selbst
zum Freien Radikal. Dies trifft besonders für Beta-Carotin zu. Wichtig
ist also die Stärkung der gesamten Radikalfänger-Kette, die erst
einen vollständigen Abtransport Freier Radikaler ermöglicht.
Somit kann sich das System selbst regenerieren.
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Äpfel gegen Krebs
Ein Apfel pro Tag kann Krebs in Schach halten. 100 Gramm der Frucht wirken effektiver als 1500 Gramm Vitamin C, ergab eine jetzt in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie. In Saft und Schale der Äpfel stecken Phenole und
Flavonoide. Diese so genannten Antioxidationsmittel fangen krebsfördernde freie Radikale im Körper ab. Rui Hai Liu und Kollegen von der Cornell University, New York, testeten Extrakte der Sorte Red
Delicious. Die größten Mengen der hilfreichen Stoffe steckten in der Schale. In den Experimenten stoppten gezüchtete Leber- und Dickdarmkrebszellen nach Zugabe der Fruchtsäfte ihr Wachstum. "Natürliche
Antioxidantien aus frischen Früchten wirken offenbar besser als synthetische Nahrungsergänzungsmittel. Wir werden jetzt weitere Fürchte testen", resümiert Rui Hai Liu. Wilfried Schnitzler von der TU-München hält Gemüse für noch effektiver: "Der tägliche Apfel wäre zwar schon ein guter Schritt. Aber Gemüse enthält noch viel mehr Stoffe, wie Senföle, Sulfide oder
Carotinoide, die dem Krebs Paroli bieten können."
Zusätzliche Einnahme von Ballaststoffen könnte Krebsrisiko erhöhen
13.10.2000 - Eine multinational durchgeführte Studie stellt die bisherige Annahme in Frage, dass Ballaststoffe als Nahrungszusatz eine schützende
Wirkung vor der Entwicklung von Adenomen (=Darmpolypen mit präkanzerösem Potenzial) im Darm haben könne. 552 Patienten, bei denen entsprechende
Darmpolypen diagnostiziert worden waren, wurden in drei etwa gleichgrosse Gruppen unterteilt, die entweder zusätzliche Ballaststoffe, extra Kalzium
oder keine Nahrungszusätze erhielten. Drei Jahre später wurde eine weitere Koloskopie durchgeführt. In der Gruppe ohne Nahrungszusätze wurden bei 36
der 178 Probanden (20,2%) neue Polypen festgestellt, gegenüber bei 58 von 198 Teilnehmern (29,3%) in der Gruppe, die Ballaststoffe erhielten. In der
Gruppe, die extra Kalzium
einnahm, entwickelten sich nur bei 15,9% (28 von 178) der Teilnehmer neue Polypen. Diese Testergebnisse stellen jedoch die
schützende Wirkung natürlich vorkommender Ballaststoffe in Nahrungsmitteln wie Gemüse oder Obst nicht in Frage. (Quelle:
BBCHealth, in Englisch)
Hautkrebsrisiko: Schwarzer Tee kann möglicherweise das Hautkrebsrisiko senken - wenn er stark und heiß getrunken wird. Das berichtet die in Hamburg erscheinende Zeitschrift «Men's Health» in ihrer November-Ausgabe unter Berufung auf Untersuchungen der amerikanischen University of Arizona in Tucson. Demnach sollte am besten ein Teebeutel oder ein Teelöffel loser Teeblätter pro Tasse verbraucht werden, der Tee muss dann vier bis sieben Minuten ziehen und anschließend heiß getrunken werden. Laut «Men's Health» haben die US-Forscher herausgefunden, dass Testpersonen, die sich an dieses Verfahren hielten, ein bis zu 50 Prozent geringeres Hautkrebsrisiko hatten als die «schwachen Lauwarmtrinker». Eine Erklärung der Forscher: Beim Abkühlen bilden gewisse Pflanzenstoffe mit dem Koffein eine unlösliche Verbindung, die auf den Boden der Teetasse sinkt und daher nicht in den Körper des Konsumenten gelangt. (dpa, 12.10.00)ch
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Studie: Karotten können Lungenkrebsrisiko verringern :
Der Genuss von Gemüse, das reich an so genannten Karotinoiden ist, kann das
Risiko senken, an Lungenkrebs zu erkranken. Das berichtet die in München
erscheinende Fachzeitung Ärztliche Praxis unter Berufung auf Untersuchungen von
Ernährungswissenschaftlern an der Harvard University in Boston. Demnach können
vor allem das besonders stark in Karotten enthaltene alpha-Karotin sowie das in
Tomaten vorkommende Lycopin das Lungenkrebs-Risiko senken. Bei
Nichtrauchern zeigte laut Ärztliche Praxis alpha-Karotin den stärksten Effekt.
Die Teilnehmer der Untersuchung mit dem höchsten Konsum hatten gegenüber denen
mit dem geringsten Konsum ihr Lungenkrebs-Risiko um 63 Prozent reduziert. Bei
Rauchern zeigt dagegen vor allem Lycopin Wirkung, da es im Gegensatz zu den
meisten anderen Karotinoiden durch das Rauchen nicht verändert wird. Nicht zu
helfen scheinen Rauchern dagegen die übrigen Karotinoide. Am wirksamsten ist
dem Bericht zufolge insgesamt jedoch ein Cocktail jener Substanzen, die in Obst
und Gemüse enthalten sind. Abgesehen davon ist die beste Vorsorge, die ein
Raucher betreiben kann, der Verzicht auf das Rauchen - mehr als 90 Prozent der
entsprechenden Tumore werden durch das Rauchen verursacht.
(dpa, 19.10.2000)
Mit Tomaten gegen Mundhöhlenkrebs
Berlin - Ein Pigment, das Tomaten die rötliche Farbe verleiht, eignet sich vermutlich im Kampf gegen Mundhöhlenkrebs. Nach einem Bericht der Tageszeitung „Die Welt“ haben israelische Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem in Zellkulturversuchen herausgefunden, dass so genannte Lycopene Tumorzellen abtöten können. Die Forscher planen die Effektivität der zu den Vitamin-A-Bausteinen gehörenden Lycopene in Tests an krebskranken Menschen zu überprüfen. Die Entwicklung neuer Therapien gegen Mundhöhlenkrebs sind wichtig, denn nur etwa die Hälfte der Betroffenen überlebt die ersten fünf Jahre nach der
Diagnose.(ol)
Thai-Küche gegen Krebs -Tom-Yum-Suppe enthält Krebs
hemmende Stoffe
Einer thailändischen Studie zufolge ist die in Thailand populäre Tom-Yum-Suppe gegen
Krebserkrankungen wirksam, wie die Rheinische Post berichtete. Wissenschaftler der Kasetsart
Universität und der Kyoto Kinki Universität fanden Krebs hemmende Stoffe, welche die
Tom-Yum-Suppe hundert Mal wirksamer machen als andere Speisen. Die Wirkstoffe wollen die
Wissenschaftler demnächst extrahieren. Im Vergleich zu Europa gibt es in Thailand deutlich
weniger Krebserkrankungen des Verdauungstraktes, erläutert Suratwadee Jiwijindra von der Kasetsard
Universität. Der Grund hierfür sei die traditionelle Thai-Küche, glaubt er. Es werden viele frische
Kräuter und Gewürze verwendet, die sich posititv auf den gesamten Organismus auswirken.
Die Tom-Yum-Suppe ist eine scharf-säuerliche Garnelensuppe, für die neben den Garnelen auch
eine raffinierte Gewürzmischung verwendet wird. Die Gewürze sind unter anderen Zitronenblätter,
Zitronengras, Koriander, Galangal-Wurzel, Knoblauch und Chili.
Dagmar Kronenberg , http://www.wissenschaft.de
Gen-Tomate : Veränderte Lebensmittel gegen Krankheiten
Berlin - Der Biss in eine saftige Tomate soll noch gesünder werden:
Forschern vom Nahrungsmittelkonzern Unilever ist es einem Bericht der
"Welt" zufolge gelungen, Tomaten gentechnisch so zu verändern, dass
sie 78 Mal so viel Flavonole
enthalten wie ihre natürlichen Artgenossen. Diese Pflanzenstoffe kommen auch in
Tee oder Zwiebeln vor und wirken entzündungshemmend. Sie verlangsamen die Zellalterung
und vermindern das Wachstum
von Krebszellen. Außerdem sollen die Flavonole das Risiko von
Herzkrankheiten vermindern. Damit gehört das rote Gemüse zur stetig
wachsenden Zahl von funktionellen Lebensmitteln (functional food), die
mehr versprechen, als nur satt zu machen, so die "Welt":
Pre- und probiotische Joghurts mit speziellen Bakterienkulturen haben
schon lange die Tiefkühlregale erobert. Mittlerweile beträgt ihr Marktanteil
15 Prozent des Joghurtmarktes. Die Bakterien sollen sich beim Verzehr des
Joghurts im Darm ansiedeln und das Immunsystem stärken, versprechen die
Hersteller. Gegen zu hohen Cholesterinspiegel wirken Brötchen und Brot mit Omega-3.
Ihr Wirkstoff findet sich auch in Kaltwasserfischen wie Lachs und Makrele;
mittlerweile wird er auch Frühstücksflocken, Eiern und Hühnchen zugesetzt.
Auch Margarine mit zusätzlichen pflanzlichen Sterinen senkt zu hohe
Cholesterinspiegel.
In Österreich und der Schweiz gibt es bereits Vollkornprodukte, die durch
zusätzliches Vitamin
D und Kalzium
dem Knochenschwund vorbeugen. Sojaprodukte mit pflanzlichen Östrogenen sollen künftig
das Risiko von Brust- und Prostatakrebs senken, zuckerfreie Kaugummis und
Bonbons halten die Zähne beim Naschen gesünder, da sie die Entstehung von
Karies vermindern. Und die Pralinen eines niederländischen Herstellers
versprechen mit zugesetzten Vitaminen und Mineralien besonders viel Energie und
Vitalität zu liefern.
Doch nicht alle Entwicklungen zielen nur auf die Zipperlein: In den USA wurden
bereits Kartoffeln gentechnisch so verändert, dass sie einen Impfstoff gegen
Durchfallbakterien produzieren. Auch Bananen können schon Impfstoffe enthalten,
und künftig sollen Lebensmittel auch Vakzine gegen Keuchhusten, Tetanus und
Masern bergen.
Gentechnisch veränderter Reis kann Kindern in den so genannten Entwicklungsländern
das Augenlicht retten: Die gelben Reiskörner enthalten Beta-Carotin,
aus dem der Mensch Vitamin A produziert. Vitamin-A-Mangel ist in armen
Gegenden die häufigste Ursache für die Erblindung von Kindern. Produzenten,
die hierzulande ein solches neues Lebensmittel auf den Markt bringen wollen, müssen
nach der Novel-Food-Verordnung von 1997 in einem EU-Land einen
Genehmigungsantrag stellen, der von zuständigen Behörden aller EU-Länder geprüft
wird. Für Produkte, die bereits vorher auf den Markt gebracht wurden,
gilt das jedoch nicht. (dc) Mittwoch, 2. Mai 2001 netdoctor
Speise-Kräuter gegen Krankheiten
Bonn (gms) - Gerade Sommergerichte lassen sich gut mit Basilikum, Schnittlauch und anderen Kräutern bereichern. Doch Gewürzkräuter sind mehr als nur dekorative Beilage. Ihre Geschmacks- und Duftstoffe haben zahlreiche positive gesundheitliche Wirkungen, so der Verbraucher-Informationsdienst aid in Bonn. Die meisten Gewürzkräuter enthielten Pflanzenstoffe, die über Nahrungsmittel eingeschleppte Bakterien in Speisen abtöteten. Knoblauch, Zwiebeln oder Oregano beseitigten die meisten Bakterien, darunter auch Salmonellen, so der aid. Viele Inhaltsstoffe von Gewürzkräutern gelten laut den Ernährungsexperten sogar als Krebs hemmend.
28. Juli 2001
Das Rot der Tomaten zum Schutz vor Herzerkrankungen und Krebs
Immer mehr Studienergebnisse weisen auf eine schützende Wirkung des Farbstoffs
Lycopin der Tomate auf chronisch degenerative Erkrankungen sowie
Herz-Gefäß-Krankheiten hin.
Aachen, den 10.07.2001 - 11.00 Uhr - (DIET-SDM): Höhere Lycopinkonzentrationen in Blut und
Fettgewebe korrelieren mit einem geringeren Risiko für koronare Herzkrankheiten. Zu diesem
Ergebnis kommen immer mehr epidemiologische Studien, informiert heute Sven-David Müller,
Sprecher des Deutschen Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik
(D.I.E.T.) in Bad Aachen.
Lycopin hemmt die Oxidation von arterioskleroseförderndem
LDL-Cholesterin. Dieses oxidativ
veränderte LDL führt zu einer Bildung von Schaumzellen, die letztendlich zu Plaqueablagerung an
den inneren Gefäßwänden führen.
Dieser Vorgang ist durch die Aufnahme von Lycopin deutlich zu mindern, so Müller. Verschiedene
klinische Studien konnten einen signifikanten Rückgang der LDL-Oxidation durch einen vermehrten
Verzehr von Tomatenprodukten nachweisen. Ergänzend zu dem Schutz vor koronaren
Herzerkrankungen und Arteriosklerose kommt eine krebspräventive Eigenschaft des
Lycopins.
Zahlreiche Beobachtungsstudien wiesen auf ein geringeres Risiko für die Ent-stehung von
bestimmten Krebsarten wie Prostata-, Lungen- und Magenkrebs sowie
Krebserkrankungen des
Magens, des Darms, der Speiseröhre, der Brust und des Gebärmutterhalses hin. Der
Mechanismus, mit dem das Lycopin die Entstehung dieser Krebsarten beeinflusst, ist bis heute
noch nicht eindeutig geklärt. Diskutiert wird eine Wirkung in der frühen Phase der
Krebsentstehung. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Lycopin die Umwandlung
vorgeschädigter Zellen in Krebszellen verhindert, da es die Zellkommunikation zwischen gesunden
und vorgeschädigten Zellen ermöglicht und so gesunde Wachstumssignale auf die potentiellen
Krebszellen übertragen werden können.
Die Schutzwirkung für die Haut durch das Lycopin beruht auf der Verminderung der Bildung von
zellschädigenden Radikalen durch UV-Strahlen im Sonnenlicht. Offensichtlich kommt dem Lycopin
hier eine größere Bedeutung zu als dem ?-Carotin.
Lycopin wird nur von wenigen Pflanzen gebildet. Besonders reich an Lycopin sind Tomaten und
Tomatenprodukte wie Tomatensaft. Eine schonende Verarbeitung frischer Tomaten führt zu einer
besseren Verfügbarkeit des Lycopins für den menschlichen Organismus, da es durch den
Verarbeitungsprozess aus den Zellen gelöst wird. Selbst beim Kochen bleiben über 90 Prozent
des Lycopins erhalten. Daraus folgt, dass Produkte wie Tomatenpüree, Tomatensuppe und
Tomatensaft dem menschlichen Körper deutlich mehr Lycopin bieten können als frische Tomaten.
Ergebnissen der nationalen Verzehrsstudie (NVZ) zufolge beträgt die durchschnittliche tägliche
Aufnahme an Lycopin in Deutschland 1,28 Milligramm. Bis heute ist es nicht möglich, genaue
Angaben über die erforderliche Zufuhr zu machen. Ein regelmäßiger Verzehr von Tomaten oder
ihren Produkten scheint jedoch gerechtfertigt. Eine Alternative zu rohen Tomaten bieten auf Grund
der besseren Bioverfügbarkeit Tomatenprodukte wie beispielsweise ein Glas Tomatensaft, das
bereits 20 Milligramm Lycopin enthält. Im Gegensatz dazu enthalten 125 Gramm Tomaten
lediglich 4 Milligramm Lycopin.
Das Deutsche Institut für Ernährungsmedizin empfiehlt daher, Tomaten und Tomatenprodukten
einen ausreichenden Platz im Speiseplan einzuräumen. Vor Tomatenketchup warnt der
Ernährungsexperte, da dieses reichlich Zucker enthält. Der DIET-Sprecher Sven-David Müller
empfiehlt täglich ein Glas Tomatensaft oder 200 Gramm Tomaten in Scheiben geschnitten.
http://www.diet-aachen.de.
Krebshemmer: Neuer Wirkstoff aus dem Meer
Bethesda – Einen neuen Wirkstoff gegen Krebs, der aus karibischen
Seescheiden gewonnen wird, haben Wissenschaftler am Nationalen
Krebs-Institut (NCI) in Bethesda, Maryland, und in Japan entdeckt. Die
Substanz ET-743, Ecteinascidin, tötet Krebszellen ab, indem sie die Reparaturmaschinerie der Zelle in die Vorgänge mit einbezieht. Dies
berichtet die Tageszeitung "Die Welt" nach einem Artikel in der Augustusgabe des Fachmagazins "Nature
Medicine". Es handle sich um eine neue Wirkstoffklasse, die als einzige den so genanten
NER-Mechanismus (Nukleotid Excision Reparatur) nutze, so Yves Pommier, Leiter des Labors für molekulare Pharmakologie am NCI. Bei
dieser Reparatur werden fehlerhafte DNS-Bausteine aus der Erbgut-Sequenz einer Zelle herausgeschnitten. In Zusammenhang mit
ET-743, das sich an die DNS heftet, komme es zum Zelltod, so Pommier. Ecteinascidin wird bereits in klinischen Studien der Phase II
und III getestet und soll unter anderem das Wachstum von Weichteil-Sarkomen, Eierstock- und Lungentumoren eindämmen. Bis
zur Anwendung sei es aber ein langer Weg, sagte Pommier und schränkte die Hoffnung auf ein Wundermittel ein.
netdoctor 2. August 2001
Viel Obst und Gemüse: Krebsrisiko sinkt erheblich
Wien – Fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag senken das Risiko, an Krebs zu erkranken, um 20 Prozent. Dies war die wichtigste Botschaft, die Ernährungsexperten am Donnerstag auf dem 17. Internationalen Ernährungskongress verkündeten, der derzeit in Wien stattfindet. Das berichtet der österreichische "Standard" in seiner neuesten Ausgabe. Geoffrey
Cannon, britischer Ernährungsexperte, berichtete über ein weltweite Aufklärungskampagne, die der World Cancer Research Fund
(WCRF) gestartet hat. Der WCRF ist in 24 Ländern aktiv und hat über neun Millionen zahlende Unterstützer. Ziel ist es, der Menschheit gesunde Ernährung näher zu bringen, die eine größtmöglich präventive Wirkung in puncto Krebs aufweist. Deshalb führte man zunächst eine weltweite Studie mit namhaften Experten aus aller Welt durch, um besseres Datenmaterial zu gewinnen. Ziel war dabei, vor allem anwendungsorientierte Ergebnisse präsentieren zu können. Resultat sind sechs Richtlinien, die das Risiko, an Krebs zu erkranken deutlich senken sollen:
1.Wählen sie eine Ernährung, die reich an pflanzlicher Nahrung ist.
2.Essen Sie viel Obst und Gemüse
3.Halten Sie ein gesundes Gewicht und achten Sie auf ausreichend
körperliche Bewegung
4.Trinken Sie Alkohol in Maßen – wenn überhaupt
5.Wählen Sie Lebensmittel mit niedrigem Salz-und Fettgehalt aus
6.Achten Sie auf die schonende Zubereitung und hygienische Aufbewahrung von Lebensmitteln
Mit diesen einfachen und für den Verbraucher formulierten Richtlinien ließe sich eine gesunde Ernährung erreichen. Jerianne
Heimendinger, US-amerikanische Ernährungsexpertin, plädierte für eine Kampagne nach dem Motto "Fünf am Tag für eine bessere Gesundheit". Dabei ist von fünf Portionen Obst und Gemüse die Rede – eine Portion stellt beispielsweise eine mittlere Kartoffel oder ein Apfel dar.
(hk) 31. August 2001
Das NCP-Ernährungsprogramm beugt vor - Krebsvorsorge
Im Rahmen des 24. Krebskongresses 2001 in Berlin Ende März stellten Ärzte der EuromedClinic in Fürth gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft erstmals das NCP-Ernährungsprogramm (National Cancer Prevention) vor. NCP ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Fachbereich Gynäkologie und Urologie. NCP will ansetzen, bevor der Krebs entsteht und speziell hormonabhängigen Tumoren (Prostatakrebs bei Männern, Brust- und Gebärmutterkrebs bei Frauen) durch richtige Ernährung vorbeugen.Asiatinnen erkranken fünfmal seltener an Brustkrebs als Amerikanerinnen oder Europäerinnen. Das haben sie einer Ernährung zu verdanken, die charakteristisch ist für die Länder Asiens: wenig Fett, viele Ballaststoffe und ein hoher Anteil an Sojaprodukten wie etwa Tofu. In Soja stecken hormonähnliche Mikronährstoffe (so genannte Phytoöstrogene), die chemisch ähnlich aufgebaut sind wie die Östrogene (weibliche Sexualhormone). Phytoöstrogene beeinflussen Stoffwechsel und Wirkung der natürlichen Östrogene so, dass sich das Brustkrebsrisiko vermindert.
Es ist belegt, daß sich zahlreiche Krebsfälle durch eine
entsprechende Ernährung verhindern lassen. Welches sind jedoch genau die
schützenden Faktoren? Welche Substanzen der pflanzlichen Nahrung oder auch
synthetischer Art können welche Krebsform verhindern oder stoppen? Diese Fragen
behandelte kürzlich ein internationales Symposium im Deutschen
Krebsforschungszentrum in Heidelberg.
Wir sollten in die Schulen gehen und den Kindern beibringen, viel Obst und
Gemüse zu essen", so brachte Prof. Michael Hill das A und O der Krebsprävention
auf den Punkt. Der Wissenschaftler arbeitet für die European Cancer Prevention
Organization in Slough (Großbritannien). Wie er erklärte, hat man viele der
schützenden Substanzen in pflanzlicher Nahrung identifiziert. Sie lassen sich in
vier Gruppen einteilen:
1. Vitamine und Provitamine
2. andere Mikronährstoffe (zum Beispiel
Selen,
Zink,
Kalzium)
3. Ballaststoffe und verwandte Substanzen
4. "Anti-Karzinogene" (Indole, Polyphenole, Flavonoide etc.).
Die meisten von ihnen verhindern nach Angaben des Wissenschaftlers eher die
Krebsinitiation als die Progression. Deshalb sei es wichtig, in jungen Jahren
mit einer gesunden Ernährung zu beginnen.
Beispiel Darmkrebs
Eines der zentralen Themen war das Kolonkarzinom, weil relativ viele
schützende und schädliche Faktoren dieser Erkrankung bekannt sind. Bei der
Chemoprävention unterscheiden die Experten zwischen Maßnahmen für die
Gesamtbevölkerung und solchen für Hochrisiko-Gruppen. In bezug auf Darmkrebs
weiß man recht genau, was jeder einzelne zur Vorbeugung tun kann. Wie aus
mehreren Vorträgen hervorging, wirkt neben viel Obst und Gemüse auch Getreide
(Vollkornnahrung) positiv. Laut Prof. John Potter vom Fred Hutchinson Cancer
Research Center in Seattle ist sportliche Betätigung ebenfalls nützlich. Das
gilt vor allem für Männer, bei Frauen war der Effekt schwächer.
Außerdem haben nach seinen Angaben Meta-Analysen gezeigt, daß bei der westlichen
Ernährungsweise nicht so sehr der hohe Fettanteil schadet, sondern vielmehr der
Verzehr von rotem Fleisch (im Gegensatz zu Geflügel und Fisch). Auch die
Zubereitungsart spielt eine Rolle. Als besonders gefährlich gilt scharf
angebratenes und gegrilltes rotes Fleisch.
Seit einiger Zeit gibt es Hinweise darauf, daß Aspirin möglicherweise die
Entstehung von Darmkrebs verhindert. Wie Dr. Peter Boyle vom European Institute
of Oncology in Mailand erklärte, wurde dies jedoch durch eine prospektive Studie
(mit amerikanischen Ärzten) nicht bestätigt. "Vielleicht ist ein längerer
Beobachtungszeitraum nötig", erklärte er die Diskrepanz zu früheren Ergebnissen
(siehe DÄ 44/1996). Wie auch andere Wissenschaftler wies er darauf hin, daß der
Nutzen und die Risiken bei Empfehlungen für die Allgemeinbevölkerung wegen der
langen Dauer solcher Maßnahmen zuvor genauestens abgeklärt werden müßten.
Hochrisiko-Gruppen
Prof. Jean Faivre (Universität Dijon) gab einen Überblick über verschiedene
Interventionsstudien mit Personen, bei denen ein besonderes Risiko der
Entstehung von Kolorektalkarzinomen bestand, entweder weil man bei ihnen Adenome
gefunden hatte oder weil sie unter familiärer Polyposis (FAP) litten. Vitamine
und Antioxidanzien wie Beta-Karotin oder die Vitamine C und E hatten keinen
Effekt. Das Wachstum von Adenomen ließ sich dagegen anscheinend durch eine
Ernährung hemmen, die viel Ballaststoffe und/oder wenig Fett enthielt. Nicht
einzelne Bestandteile von Obst und Gemüse sind für deren schützende Wirkung
verantwortlich, sondern das Zusammenspiel vieler verschiedener Stoffgruppen.
Oder, wie es einer der Anwesenden prägnant formulierte: "Frisches Gemüse kann
nicht durch Vitamin-Tabletten ersetzt werden."
Synthetische Stoffe
Wie sieht es mit der Wirksamkeit synthetischer Substanzen aus? Außer Aspirin
sind auch nichtsteroidale Antirheumatika als Mittel zur Chemoprävention von
Darmkrebs in der Diskussion. Ein Beispiel ist Sulindac, das zunächst als
Rheumamittel konzipiert war. Zufällig beobachtete man 1983 bei
Polyposis-Patienten, daß es antiproliferativ wirkt. Dr. Günther Winde von der
Klinik für Allgemeine Chirurgie in Münster berichtete über die Ergebnisse einer
nicht randomisierten Studie. Diese Untersuchung mit kolektomisierten
FAP-Patienten (28 in der Studiengruppe und zehn Kontrollpersonen) sollte
ursprünglich der Dosisfindung dienen.
Es handelt sich um die einzige Studie, bei der Sulindac nicht oral, sondern
rektal verabreicht wurde. Auf diesen Umstand führt es Winde zurück, daß in fünf
Jahren nur zweimal Nebenwirkungen (in Form einer Gastritis) auftraten.
Gleichzeitig fand man bei den Patienten der Studiengruppe bei 78 Prozent der
Adenome eine vollständige und bei 13 Prozent eine teilweise Rückbildung. In
Kürze werden die Ergebnisse aus einem weiteren, randomisierten Versuch
vorliegen. Im Hinblick auf die Zukunft hält Winde es für denkbar, daß sich mit
dem Einsatz von nichtsteroidalen Antirheumatika bei jüngeren FAP-Patienten ein
chirurgischer Eingriff hinausschieben läßt. Dr. Ingrid Glomp
Spargel: Vorbeugungsmittel gegen
Darmkrebs?
Potsdam – Spargel schmeckt nicht nur gut, er wirkt
auch gegen Krebs. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, haben Forscher des Instituts
für Gemüsebau in Großbeeren (Brandenburg) herausgefunden: Wer viel Spargel isst,
senkt das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Die Experten erforschten vor allem
die entschlackende Wirkung der vitaminreichen Stengel. Der Körper werde dadurch
entgiftet und das Darmkrebsrisiko somit verringert. Außerdem enthält Spargel
eine hohe Konzentration Vitamin C, was das
Immunsystem stärke. Donnerstag, 2.
Mai 2002
Grünes Blattgemüse: Darmkrebs-Risiko sinkt deutlich
London (dpa) - Wer viel grünes Blattgemüse isst, kann sein Darmkrebsrisiko einer
Studie zufolge um fast die Hälfte senken. Die Erkrankungsgefahr verringert sich
demnach um 46 Prozent, wenn man mindestens einmal am Tag Broccoli, Kohl, Salat,
Rosenkohl oder Blumenkohl isst. Für die am Mittwoch in dem britischen
Fachmagazin "Gastroenterology Journal" veröffentlichte Untersuchung der
Universität Liverpool wurden 1000 Menschen nach ihren Ernährungsgewohnheiten
befragt. Die eine Hälfte hatte Darmkrebs, die andere war gesund. Der Leiter des
Forschungsteams, Prof. Jonathan Rhodes, sagte, schon lange gelte eine
ballaststoffreiche Ernährung als vorbeugend gegen Darmkrebs. Die neue Studie
habe nun aber gezeigt, dass vor allem ganz bestimmtes Gemüse eine Schutzfunktion
habe. Gleichzeitig seien Erkenntnisse bestätigt worden, wonach Rind- und
Schweinefleisch und Übergewicht das Entstehen von Darmkrebs begünstigen.6. Juni
2002
Vitamine E inhibiert Androgenrezeptor
auf entarteten Prostata-Zellen 3.6.02
US-Forscher haben in Laborversuchen herausgefunden, auf welche Weise Vitamin E
das Fortschreiten des Prostata-Karzinoms hemmt. Ein Wissenschafterteam um Dr. Yu
Zhang von der Rochester-Universität im US-Staat New York zeigte, dass das
Vitamin die Bindung einer Andockstelle für männliche Geschlechtshormone in den
Krebszellen hemmt. Da dieser "Androgen-Rezeptor" für das Fortschreiten der
Erkrankung notwendig sei, könnte so das weitere Wachstum der Zellen gestoppt
werden. Die Forscher beobachteten weiter, dass Vitamin E das Wachstum der
entarteten Zellen besser unterdrückt als der häufig gegen Prostata-Krebs
eingesetzte Wirkstoff Flutamid. Die besten Ergebnisse erzielten die Forscher,
wenn sie die Zellen mit beiden Substanzen gleichzeitig behandelten. Bisher wurde
die Wirkung von Vitamin E nur in vitro untersucht. Die Wissenschafter gehen
allerdings davon aus, dass Tocopherol eine sinnvolle Ergänzung zur frühzeitigen
Behandlung von Prostata-Krebs darstellen könnte. An den Androgen-Rezeptor docken
Testosteron und andere Hormone an und aktivieren ihn. Da dadurch besonders in
der Frühphase der Erkrankung das Tumorwachstum gefördert werde, sei die
Blockierung des Rezeptors eine attraktive Behandlungsmöglichkeit, erläutern die
Forscher. Untersuchungen von Krebspatienten hatten bereits zuvor gezeigt, dass
Vitamin E das Prostata-Krebsrisiko verringern könnte. Der Mechanismus dieser
Schutzwirkung war bisher allerdings unklar. Den Wissenschaftern zufolge könnte
die Aufklärung dieser Wirkung bei der Entwicklung neuer Therapien und
Vorbeugemaßnahmen helfen. (PZ, dpa) www.medaustria.at
Quelle: PNAS; 2002, 99: 7408-7413
Brokkoli: Hilfe gegen Magengeschwüre
Hamburg – Patienten mit Magengeschwüren können neue Hoffnung schöpfen: Der aus
Brokkoli gewonnene Wirkstoff Sulforaphan ist in der Lage, ein für die Erkrankung
verantwortliches Bakterium abzutöten. Das berichtet das "Handelsblatt". Die
bisher unbekannte Wirkung von Sulforaphan entdeckten amerikanische und
französische Forscher, als sie dessen krebshemmende Eigenschaft testeten. In
ihren Untersuchungen fanden sie heraus, dass der Stoff eine ähnliche Wirkung wie
Antibiotika hat. Für Menschen in der Dritten Welt könnte es hilfreich sein,
vermehrt einheimisches Gemüse mit hohem Sulforapha-Gehalt zu verzehren. Noch ist
allerdings nicht erwiesen, dass der Verzehr von Brokkoli oder anderer Gemüse
eine ähnlich effektive antibakterielle Wirkung wie die Reinsubstanz hat.
netdoktor
Grüner Tee reduziert Risiko für Eierstock-Krebs - Auch Schokolade und
Kaffee sollen Bildung von Tumoren bremsen =
Perth/London, 21. August (AFP) - Eine Studie unter chinesischen Frauen hat
ergeben, dass tägliches Teetrinken das Risiko für Eierstock-Krebs drastisch
senkt. Bei langjährigem Konsum von grünem Tee sinke die Wahrscheinlichkeit für
eine Erkrankung um bis zu 77 Prozent gegenüber Nicht-Teetrinkern, erklärte der
australische Ernährungswissenschaftler Colin Binns am Mittwoch. Forscher der
Universität von Perth hatten zusammen mit chinesischen Kollegen aus Hangzhou
mehr als 900 Frauen über ihre Trinkgewohnheiten befragt. Bei regelmäßigen
Teetrinkerinnen seien deutlich weniger Fälle von Eierstock-Krebs aufgetreten.
Bei täglichem Konsum gelte dies auch für schwarzen Tee, heißt es in der von
der Amerikanischen Gesellschaft für Krebsforschung veröffentlichten Studie.
Auch Kaffee, Cola und Schokolade sollen einer britischen Studie zufolge die
Bildung von Tumoren bremsen. Koffein und Theophyllin, die in geringen Mengen
auch in Tee enthalten sind, blockierten ein für das Wachstum der Krebszellen
verantwortliches Enzym, heißt es in der jüngsten Ausgabe des britischen
"Journal of Biological Chemistry". Neben möglichen Fortschritten im Kampf gegen
Krebs lege die Studie auch den Einsatz von koffeinhaltigen Mitteln gegen
Entzündungen und Herzleiden nahe, erklärte der Londoner Biochemiker Peter
Shepherd. Zugleich warnte er aber vor übertriebenem Genuss von Kaffee oder
Schokolade. Die Forschung müsse nun Medikamente entwickeln, die die Wirkung von
Koffein imitierten, ohne dabei die gleichen negativen Folgen zu zeigen.
Krebs vorbeugen ...
Dass Selen in der Prävention von Tumorerkrankungen eine herausragende Bedeutung
zukommt, konnte mittlerweile in drei großen Interventionsstudien belegt werden.
Die jüngste und gleichzeitig aussagekräftigste ist die im Jahr 1996
veröffentlichte Clark-Studie. In der randomisierten, plazebokontrollierten
Doppelblindstudie waren knapp 1000 ältere Patienten mit behandeltem
Nichtmelanom-Hautkrebs entweder mit 200 µg Selen pro Tag oder mit einem Plazebo
behandelt worden. Nach einer Behandlungszeit von im Mittel 4,5 Jahren und einer
Beobachtungszeit von etwa 6,5 Jahren stellte sich heraus, dass in der
Selengruppe nur halb soviele Patienten an Krebs verstorben waren als in der
Plazebogruppe. Auch die Anzahl der Neuerkrankungen ging stark zurück. Besonders
deutlich war der Schutzeffekt des Selens im Hinblick auf Prostata- (um 63
Prozent verminderte Inzidenz), Kolorektal- und Lungenkarzinome.
Ausgewogene Ernährung kann Krebsrisiko vermindern
LONDON. Eine ausgewogene Ernährung, die den regelmäßigen Verzehr von frischem
Obst und Gemüse einschließt, kann, in Kombination mit regelmäßiger Bewegung und
einem eingeschränkten Alkoholkonsum, das Risiko für die Entwicklung von Krebs
reduzieren. Timothy Key et al. von der Cancer Research UK Epidemiology Unit,
Oxford, Großbritannien, untersuchten eine Reihe von Krebsarten, die mit
ernährungsbedingten Faktoren assoziiert werden (Lancet 2002; 360: 861). Die
Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass Adipositas das Risiko von ösophagealem und
kolorektalem Krebs, Brustkrebs, Gebärmutter- und Nierenkrebs erhöht. Alkohol
verursache Karzinome der Mundhöhle, des Pharynx, des Larynx, des Ösophagus und
in der Leber und trage zudem zum Risiko für die Entstehung von Brustkrebs bei.
Trotz umfangreicher Forschungen der letzten 30 Jahre, so Key et al., wurden
selbst für Krebsarten wie kolorektale Karzinome, bei denen der Effekt der
Ernährung bekannt sei, nur wenige spezifische Determinanten etabliert. Die
Hauptursachen sehen die Forscher in unzureichenden Studienbedingungen. Die
Resultate prospektiver Studien und kontrollierter Untersuchungen werden das
Verständnis der Zusammenhänge in den kommenden Jahren verbessern. Gegenwärtig
raten die Autoren, auf eine ausbalancierte Ernährung und mäßigen Alkoholkonsum
zu achten. (17.09.02) DEUTSCHES ÄRZTEBLATT
Verhindert Lauchgemüse Prostatakrebs?
BETHESDA. Es muss nicht unbedingt Sägepalme, Brennnesselwurzel,
Roggenpollen oder Kürbis sein. Auch die (für die meisten Menschen)
wohlschmeckenderen Lauchgemüse wirken möglicherweise vorbeugend gegen
Prostatakrebs. Diesen Schluss dürften jedenfalls Anhänger der
Naturheilkunde aus einer bevölkerungsbasierten Fall-Kontroll-Studie im
Journal of the National Cancer Institute (2002; 94: 1648-1651) ziehen.
Ann Hsing vom National Cancer Institute in Bethesda, Maryland, und
Mitarbeiter haben sich bei 238 Männern aus Shanghai mit histologisch
gesichertem Prostatakrebs und 471 gleichaltrigen Männern ohne
Prostatakrebs nach den Ernährungsgewohnheiten erkundigt. Insgesamt wurden
122 Nahrungsmittel abgefragt. Dabei zeigte sich, dass Männer mit einem
hohen Konsum an Allium-Gemüse (dazu zählen Bärlauch, Knoblauch, Porree,
Scharlotten, Schnittlauch und Zwiebeln) seltener an Prostatakrebs
erkrankten. Männer, die mehr als 10 Gramm pro Tag verzehrten, erkrankten
nur halb so häufig wie Männer, welche Lauchgemüse in der Nahrung eher
mieden, das heißt weniger als 2,2 Gramm pro Tag verzehrten (Odds Ratio
0,51; 95 Prozent - Konfidenz-Interval 0,34 bis 0,76). Am niedrigsten war
das Risiko beim reichlichen Verzehr von Knoblauch (Odds Ratio 0,47) und
Frühlingszwiebeln (Odds Ration von 0,30). Die Risikominderung war
unabhängig von anderen Faktoren und bei Männern mit einem lokalisierten
Prostatakrebs deutlicher ausgeprägt als bei Männern mit fortgeschrittenen
Tumoren. Einschränkend muss gesagt werden, dass eine Fall-Kontroll-Studie
die Wirksamkeit eines Medikamentes oder eines Naturproduktes nicht
beweisen kann. Hierzu wären randomisierte kontrollierte Studien notwendig,
zu denen es aber in der Regel nicht kommt. So bleibt der Einfluss der
Ernährung auf die Krankheitsinzidenz meistens mehr eine philosophische
Einstellung denn eine wissenschaftliche Evidenz. 06.11.02 DEUTSCHES
ÄRZTEBLATT
Vitamin C : Neue Ansätze in der Krebsforschung
aus http://www.vitamin-c-forum.de
Bereits seit Jahren wird Vitamin C als Adjuvans in der biologischen
Krebstherapie bei soliden Tumoren eingesetzt. Ein neues
in-vitro-Testverfahren erlaubt es, die Bestimmung zytotoxischer
Eigenschaften gegenüber bestimmten Tumorzellinien über einen langen
Zeitraum zu verfolgen. Mit dem Cytosensor-Microphysiometer werden der
Metabolismus und die pH-Wertveränderungen der Tumorzelle kontinuierlich
über 20 Stunden „online“ aufgezeichnet. Studienergebnisse mit dem Präparat
Vitamin C-Injektopas® 7.5g/50ml deuten auf selektive tumorzytotoxische
Eigenschaften der Ascorbinsäure hin (1). Die Sensitivität der verwendeten
Tumorzellinien gegenüber Vitamin C war unterschiedlich stark ausgeprägt.
Am empfindlichsten reagierten Mamma-Ca (MCF-7)-Zellen in Gegenwart des
Vitamins.
Krebs - jährlich erkranken in Deutschland ca. 330 000 Menschen an dieser
bösartigen Erkrankung. Kurative Therapieverfahren sind nur bei wenigen
Tumorarten bekannt. In den meisten Fällen wird mit palliativen
Therapieformen versucht, den Primärtumor zu reduzieren und die Ausbildung
bzw. Ausbreitung von Metastasen zu verhindern. Je früher die Diagnose
gestellt werden kann, desto größer ist in den meisten Fällen die Chance
auf Heilung oder eine lange rezidivfreie Zeit.
Die konventionellen Tumortherapien wie Chemo- und Strahlentherapie sind
oftmals mit erheblichen Nebenwirkungen für die Betroffenen verbunden.
Immer häufiger wird versucht adjuvant biologische Therapieformen
einzusetzen, um die körpereigenen Abwehrkräfte zu mobilisieren, die
gravierenden Nebenwirkungen der Chemo- und Strahlentherapie zu reduzieren
und die Lebensqualität zu verbessern. Eine Kombination aus
tumordestruktiven Verfahren und komplementären Therapiemaßnahmen zur
Verbesserung der Lebensqualität sollte das Ziel sein. Dass Vitamin C einen
starken und anhaltenden Schutz vor Krebs der Mundhöhle, des Rachens, der
Speiseröhre, des Magens und der Brust bieten kann, konnte in 18 von 20
Studien statistisch signifikant belegt werden (12).
Unter den orthomolekularen Therapieformen kommt der Vitamin
C-Infusionstherapie wohl die bedeutenste Funktion zu. Das
Linus-Pauling-Institut in den USA führte grundlegende Studien durch, die
den Einsatz von Vitamin C in der Prävention und Therapie solider Tumoren
begründeten. Seit Anfang der 90er Jahre wird immer intensiver auf dem
Gebiet der Vitamin C-Therapie geforscht. Linus Pauling und Ewan Cameron
publizierten bereits 1978 eine Untersuchung an 100 „austherapierten“
Tumorpatienten. Die Patienten erhielten 10 g Vitamin C peroral, wobei eine
historische Kontrollgruppe von 1000 Tumorpatienten vergleichbarer
Behandlung hinzugezogen wurde. Es zeigte sich eine um 300 Tage erhöhte
Überlebenszeit in der Vitamin C-Gruppe (11). Allein in der Medline
erschienen seit 1983 weit mehr als 3400 Arbeiten, die sich
schwerpunktmäßig mit Vitamin C beschäftigen. 1996 veröffentlichte die
Zeitschrift für Onkologie eine Übersichtsarbeit zu diesem Thema (2).
Ein Vitamin C-Mangel bei Tumorpatienten ist bereits seit langem bekannt.
Viele Ursachen tragen beim Tumorpatienten zu einem Vitamin C-Defizit bei:
Tumorkachexie, Chemo- und Strahlentherapie, parenterale Ernährung,
Depression, Appetitlosigkeit, Magen-, Darmschmerzen, Dysphagie,
Malabsorption in Folge der Radatio, erhöhter Energieverbrauch und
schlechte Energieverwertung. Die Wiederherstellung der körpereigenen
Reserven ist notwendig. Die perorale Aufnahme von Ascorbinsäure wird
jedoch durch das Resorptionsvermögen und die Magenverträglichkeit
begrenzt. Gerade bei Tumorpatienten kommt es häufig zu rezidivierenden
Enteritiden, so dass eine orale Substitution oft nicht vertretbar ist.
Hier zeigt sich eine Infusionstherapie überlegen.
Besonders unter Chemo-, Strahlen oder Immuntherapie sinkt der Vitamin
C-Spiegel auf minimale Werte. Während dieser Therapien ist nicht nur die
enterale Ernährung oft in Bezug auf die Quantität und Absorption des
Vitamins gestört, sondern es kommt zu einem Anstieg freier Radikale und
hierdurch zu einem erhöhten Vitamin C-Verbrauch, so dass der Vitamin
C-Spiegel teilweise die Skorbutgrenze erreicht (3). Eine Substitution von
Vitamin C nach der Chemo- oder Strahlentherapie scheint auch aufgrund der
vorliegenden tierexperimentellen Untersuchungen vorteilhaft. In
Tiermodellen führt die adjuvante, meist intraperitoneal verabreichte
Vitamin C-Gabe zu einer Steigerung der inhibitorischen Effekte des
Chemotherapeutikums und zur Reduktion der teilweise sehr schwerwiegenden
Nebenwirkungen. Besonders interessant sind in dieser Hinsicht drei
Untersuchungen, die den kombinierten Einsatz von Vitamin C, Adriamycin,
Oncovin bzw. Methansulphonat-Aminoglykolen beschreiben. Der klinische
Einsatz des Adriamycins ist häufig durch ernstzunehmende Nebenwirkungen,
insbesondere durch Kardiomyopathie, gefährdet. Die Vitamin C-Injektionen
verhindern die Adriamycin-induzierte Kardiomyopathie durch Reduktion der
Lipidperoxidation im Herzen (4). Die Empfindlichkeit einer gegenüber
Oncovin resistenten Lebertumorzelllinie kann durch zuvor verabreichte
Vitamin C-Injektionen erheblich gesteigert werden. Diese Therapie führt zu
einer erhöhten Überlebenszeit (5). Improsulfan tosilat, ein alkylierendes
Zytostatikum, weist eine starke Toxizität auf. Die adjuvante Injektion von
Vitamin C verhindert die frühe Mortalität und erhöht die durchschnittliche
Überlebenszeit um 77 % (6).
Erste Untersuchungen an Tieren geben Hinweise, dass die adjuvante Vitamin
C-Injektion die Strahlentoleranz des normalen Gewebes (Haut und
Knochenmark) erhöht, ohne gleichzeitig die benötigte Strahlendosis zur
Reduktion des Tumorgewebes zu verschieben (7). Da zur Zeit keine
Untersuchungen zur Beeinflussung der Pharmakokinetik und -dynamik
bestimmter Zytostatika durch adjuvante hochdosierte Vitamin C-Gaben
existieren, wird die Vitamin C-Hochdosistherapie zeitversetzt zur
Chemotherapie (je nach Halbwertszeit des Chemotherapeutikums 1-3 Tage)
durchgeführt. Ähnliches gilt für den adjuvanten Einsatz bei Bestrahlungen.
Motiviert durch diese Ergebnisse führten Metzger et al. 1999
Zytotoxizitätsstudien mit dem Präparat Vitamin C-Injektopas® 7,5 g durch.
Neben der zytoxischen Wirkung des Vitamins wurde auch die Kombination mit
Cisplatin, Doxorubicin und 5FU getestet. Die Untersuchung wurde mit einem
Cytosensor-Microphysiometer durchgeführt. Hierbei wird der Metabolismus
und die pH-Wertveränderungen der Tumorzelle kontinuierlich über 20 Stunden
„online“ aufgezeichnet. Diese in-vitro-Untersuchung ergab folgende
IC50-Werte (der IC50-Wert gibt die Vitamin C-Konzentration an, die
notwendig ist um das Wachstum der Tumorzelle zu 50% zu inhibieren; d.h. je
kleiner dieser Wert ist, desto effektiver ist die tumorzytotoxische
Wirkung des Vitamin C):
Zelllinie; IC50 (mM)
akute Leukämiezellen (Jurkat); 4.00 mM
Lungen-Ca (A549); 0.98 mM
Hautmelanomzellen (A375.S2); 0.32 mM
Mamma-Ca (MCF-7); 0.27 mM
Die Sensitivität der verwendeten Zelllinien gegenüber Vitamin C ist
folglich sehr unterschiedlich. Sie nimmt in der Reihenfolge Mamma-Ca >
Hautmelanomzellen >> Lungen-Ca >> akute Leukämiezellen ab. Der kombinierte
Einsatz mit Zytostatika erbrachte je nach verwendetem Zytostatikum und
Tumorart unterschiedliche Ergebnisse. Deutlich synergistische Effekte
zeigte Vitamin C in der Kombination mit Cisplatin und Doxorubicin bei
Jurkat-Zellen (1). Die direkte Kombination von Zytostatika und Vitamin
C-Infusionen bedarf jedoch weiterführender Studien.
Nach abgeschlossener Chemotherapie bzw. in den Pausen der Chemotherapie
gehören Vitamin C-Infusionen zu einem sinnvollen biologischem
Therapiekonzept. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand, denn die
stimulierenden und protektiven Einflüsse des Vitamin C auf das Immunsystem
(zelluläre und humorale Immunantwort) sind bereits seit langem bekannt
(8). Sogar in Gegenwart von Karzinogenen, die normalerweise zu einer
Reduktion der Immunantwort führen, bewirkt Vitamin C eine Steigerung der
Abwehrkräfte (9). Basierend auf seinen klinischen Erfahrungen stellte
Cameron in seiner Publikation von 1991 vor allem die schmerzlindernde
Wirkung und die Verbesserung des Allgemeinzustandes bei Tumorpatienten in
den Vordergrund. Sein Behandlungskonzept beginnt mit einer adjuvanten
hochdosierten intravenösen Vitamin C-Therapie (0,5 - 10 g/ die), an die
sich eine kontinuierliche orale Vitamin C-Gabe (10 bis 30 g/ die)
anschließt (10).
Die essentiellen Funktionen des Vitamin C für die Stabilität des
Bindegewebes und die Stimulierung der Wundheilung, besonders im prä- und
postoperativen Verlauf, tragen ebenfalls zu einer positiven Beeinflussung
des Krankheitsverlaufes bei.
1. Metzger R.; Fuchs N.; Petrov R. : Nachweis spezifischer zytotoxischer
und synergistischer Effekte von Vitamin C an Tumorzellen, Acta Biologica
38, 5-15 (1999)
2. Vollbracht C. : Was kann Vitamin C in der Tumortherapie leisten?
Zeitschrift für Onkologie 28; 4; 123-125 (1996)
3. Marcus S.L.; Petrylak, DP; Dutcher-JP; Paietta-E; Ciobanu-N:
Hypovitaminosis C In patients treated with high-dose, Am-J-Clin-Nutr 54 (6
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4. Shimpo, K.; Nagatsu, T.; Yamada, K.; Sato, T.; Niimi, H.; Shamoto, M.;
Takeuchi, T.; Umezawa, H.; Fujita, K.: Ascorbic acid and adriamycin
toxicity, Am J Clin Nutr. 54, 1298-130 (1991)
5. Taper-HS; Roberfroid-M: Non-toxic sensitization of cancer chemotherapy
by combined vitamin C and K3, Anticancer-Res. 12 Sep-Oct; : 1651-4 (1992)
6. El-Merzabani, M.M.; El-Aaser, A.A.; Osman, A.M.; Ismael, N.; Abu El-Ela,
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7. Okunieff, P.: Interactions between ascoebic acid and the radiation of
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8. Bayer, W.; Schmidt, K.Vitamin C. In: Vitamine in Prävention und
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9. Medhat-AM; el-Din-Abdelwahab-KS; el-Aaser-AA; al-Nagdy-SA;
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carcinogenesis: immunological Studies, Tumori. 31; 77(5): 372-8 (1991)
10. Cameron, E: „Protocol for the Use of Vitamin C in the Treatment of
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11. Cameron, E.; Pauling, L.: „Supplemental ascorbate in the supportive
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Gegen Darmkrebs: Fisch und Geflügel bevorzugen
Oberursel (dpa) - Der bevorzugte Genuss von «weißem» statt «rotem» Fleisch hilft
bei der Vorsorge gegen Darmkrebs. Von «weißem» Fleisch wird nach Angaben der
«Reformhaus-Information» in Oberursel (Hessen) bei Fisch und Geflügel
gesprochen. Den Experten zufolge haben mehrere Studien aus verschiedenen Ländern
ergeben, dass der Verzehr von «rotem» Fleisch zum Beispiel von Rind und Schwein
das Darmkrebsrisiko erhöht. Generell sollten pro Tag nicht mehr als 80 Gramm
Fleisch gegessen werden, raten die Fachleute. Beim Braten sei es zudem wichtig,
die Temperatur möglichst niedrig zu halten. Dies reduziere die Aufnahme
bestimmter Krebs erregender Stoffe - der so genannten heterozyklischen Amine -
in den Körper.4. März 2003
Langzeitstudie zeigt: Obst- und gemüsereiche Kost in der
Kindheit schützt vor Krebs im Erwachsenenalter
LONDON. Eine obst- und gemüsereiche Ernährung im Kindesalter schützt
möglicherweise davor, im Erwachsenenalter bestimmte Arten von Krebserkrankungen
zu entwickeln, so die Ergebnisse einer Langzeitstudie im Journal of Epidemiology
and Community Health (2003; 57: 218–225).
Maria Maynard von der MRC Social and Public Health Sciences Unit, London,
Großbritannien, stützen diese Befunde auf eine Follow-up-Studie über einen
Zeitraum von 60 Jahren bei einer Gruppe von Personen, deren
Ernährungsgewohnheiten in den 30er-Jahren durch eine wöchentliche
Fragebogenaktion der Gesundheitsbehörden ermittelt worden war (Boyd Orr Cohort).
Diese Erhebung war Teil einer weiterführenden Untersuchung zu Ernährung,
Gesundheit und sozialen Verhältnissen von 1 350 Familien aus 16 verschiedenen
Regionen von England und Schottland, die von 1937 und 1939 durchgeführt wurde.
Die Autoren machten fast 4 000 Frauen und Männer ausfindig, die zu dieser Zeit
Kinder gewesen waren.
Von dieser Personengruppe werteten Maynard et al. die Daten über Todes- und
Krebsfälle aus. Bis Ende Juli 2000 waren 483 Krebsfälle diagnostiziert worden.
Dabei handelte es sich hauptsächlich um Lungen- und Darmkrebs bei den Männern
und um Brust-, Lungen- und Darmkrebs bei den Frauen.
Unter Berücksichtigung von Faktoren wie Alter, Geschlecht und solchen, die das
Auftreten von Krebserkrankungen begünstigen, fanden die Forscher, dass das
Risiko für Krebs umso geringer war, je höher der Konsum von Obst und Gemüse in
der Kindheit gewesen war. Eine obst- und gemüsereiche Kost ging zudem mit einer
niedrigeren Mortalitätsrate insgesamt einher. DEUTSCHES ÄRZTEBLATT (04.03.2003)
Verzehr von viel Obst und Gemüse reduziert Risiko für
Bronchialkarzinom
Die Hinweise verdichten sich, daß mit einer gesunden Ernährung auch
das Bronchialkarzinom-Risiko reduziert werden kann. Verschiedene Studien
sprechen dafür, daß ein hoher Obst- und Gemüseverzehr das Krebsrisiko im
allgemeinen und das Bronchialkarzinom-Risiko im besonderen reduziert, sagte
Professor Dr. Karl-Matthias Deppermann vom Fachkrankenhaus für Lungenheilkunde
und Thoraxchirurgie aus Berlin-Buch in München. Deppermann stellte vier
Kohorten-Studien vor, die eine inverse Beziehung zwischen einem hohen Obst- und
Gemüsekonsum und dem Lungenkrebsrisiko belegen: In der Adventist Health-Studie,
in der über 30 000 Teilnehmer sechs Jahre nachbeobachtet wurden, war aufgrund
der Tatsache, daß nur vier Prozent rauchten, die Bronchialkarzinom-Inzidenz mit
61 Betroffenen ohnehin gering. Personen, die nur dreimal wöchentlich Obst aßen,
besaßen aber ein fast viermal so hohes Lungenkrebsrisiko wie Menschen, die
zweimal täglich Obst auf dem Speiseplan hatten.
1335 Teilnehmer einer Studie mit Rentnern - mit insgesamt 11 580 älteren
Menschen - erkrankten in einem Zeitraum von neun Jahren an einem
Bronchialkarzinom. Dabei war das Risiko bei Frauen umso geringer, je mehr Obst
und Gemüse sie verzehrten.
In einer norwegischen Studie mit 16 713 Teilnehmern bekamen in einem Zeitraum
von 11,5 Jahren 168 Menschen ein Bronchialkarzinom, wobei sich eine inverse
Korrelation zwischen dem Krebsrisiko und dem Verzehr an Provitamin-A-haltigen
Lebensmitteln und Milch herauskristallisierte.
In der Iowa Women´s Health-Studie entwickelten von 41 837 Frauen über vier Jahre
179 ein Bronchialkarzinom. Ein hoher Obst- und Gemüseverzehr war hier assoziiert
mit einer Halbierung des Lungenkrebsrisikos.
Da außerdem mehrere Fallkontrollstudien den Zusammenhang zwischen hohem Obst-
und Gemüsekonsum und reduziertem Lungenkrebsrisiko stützen, sollte auch aus
pneumologischer Sicht versucht werden, den Empfehlungen von
Ernährungswissenschaftlern zu folgen, sagte Deppermann: Anzustreben sind täglich
400 bis 800 Gramm Obst und Gemüse verteilt auf fünf bis zehn Portionen.
Forschung und Praxis, 05.05.2003
Obst und Gemüse zur Vorbeugung von Krebs und Osteoporose nützlich
Mengen von 400 bis 800 Gramm pro Tag nötig
Paris, 5. Juni (AFP) - Obst und Gemüse helfen, Krebs und Osteoporose
vorzubeugen. Der regelmäßige Verzehr von 400 bis 800 Gramm Obst und Gemüse pro
Tag helfe zudem, zahlreiche Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen, teilten
Wissenschaftler des landwirtschaftlichen Forschungsinstituts (INRA) am
Donnerstag in Paris mit. Die Wissenschaftler betonten, dass es beim Verzehr
auf Regelmäßigkeit und Abwechslung ankomme. Anders als bislang angenommen,
seien auch tiefgefrorene oder konservierte Produkte durchaus nützlich.
Die Wissenschaftler betonten aber auch, dass der Genuss von Obst und Gemüse
Krankheiten nur vorbeugen helfe, sie aber nicht heilen könne. Sie trügen dazu
bei, die ersten Phasen einer Tumor-Entstehung zu verhindern oder zu bremsen.
Milchtrinken zur Reduktion des Kolorektalkarzinom-Risikos
Eine kalziumreiche Ernährung mit vielen Milchprodukten kann zur Reduktion des
Darmkrebsrisikos beitragen.
Zu diesem Schluss kommen Forscher nach der Auswertung zehn großer
internationaler Studien mit insgesamt 534.536 Teilnehmern (Beobachtungszeit
zwischen sechs und 16 Jahren). Demnach reduziert sich das Risiko schon bei einem
Glas Milch pro Tag deutlich, berichten Dr. Eunyoung Cho von der
Harvard-Universität in Boston und Kollegen im Journal of the National Cancer
Institute.
Schon lange ist bekannt, dass die Ernährung die Entstehung von Darmkrebs
beeinflusst. So gilt beispielsweise eine ballaststoffarme Kost als
entscheidender Risikofaktor. Auch von Kalzium vermuten Mediziner schon länger
einen Einfluss auf die Krebsentstehung.
Im Tiermodell gelang es bereits, die Darmkrebsrate durch eine Erhöhung des
Kalziumgehalts in der Nahrung deutlich zu vermindern. Ob eine erhöhte
Kalziumzufuhr jedoch auch beim Menschen diesen Effekt hat, konnte bislang nicht
nachgewiesen werden.
Verglichen mit Personen, die weniger als 70g Milch pro Tag tranken konnte bei
höherem Milchkonsum (70-174, 175-249 und >250g) eine sukzessive Reduktion des
Kolorektalkarzinom-Risikos beobachtet werden (OR=0,94, 0,88 und 0,85; p für
Trend <0,001).
Die Wissenschafter fassen zusammen, dass ein höherer Milch- respektive
Kalziumkonsum trägt laut den oben beschriebenen Studienresultaten zur Reduktion
des Darmkrebsrisikos bei. 8.7.04
www.medaustria.at
Quelle:
J Natl Cancer Inst; 2004, 96: 1015-1022
Milch und Kalzium beugen Darmkrebs vor
BOSTON. In tierexperimentellen Studien konnte wiederholt eine heilsame
Wirkung von Kalzium auf die Schleimhaut im Dickdarm gezeigt werden. Das Mineral
verhinderte die Rezidive von Adenomen. Eine systematische Analyse von mehreren
Kohortenstudien im Journal of the National Cancer Institute (2004; 96: 1015-22)
zeigt jetzt erstmals eine protektive Wirkung beim Menschen. Von allen
kalziumhaltigen Nahrungsmitteln war nur Milch mit einem verminderten
Kolonkrebsrisiko assoziiert.
Für epidemiologische Studien gilt: Je größer die Teilnehmerzahl ist, desto
größer ist die Chance, dass auch quantitativ geringe Risiken oder Vorteile
erkannt werden. Nachdem frühere Studien zu unterschiedlichen Ergebnissen
gekommen waren, fasste Eunyoung Cho von der Harvard Universität in Boston die
Daten von zehn Kohortenstudien zusammen, die 534 536 Personen umfassten. Davon
waren in einer Beobachtungszeit von sechs bis 16 Jahren 4 992 Personen an einem
Kolorektalkarzinom erkrankt.
Von allen Nahrungsmitteln, die als Kalziumquelle infrage kommen, war einzig
Milch mit einem verminderten Dickdarmkrebsrisiko assoziiert. Verglichen mit
Personen, die weniger als 70 Gramm Milch pro Tag zu sich nahmen, hatten
Personen, die mehr als 250 Gramm tranken, ein um 15 Prozent niedrigeres Risiko
(Relatives Risiko RR = 0,85; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,78–0,94). Jeder
weitere halbe Liter senkt das Risiko um zwölf Prozent.
Bevor man sich für eine Milchdiät entscheidet, sollten man bedenken, dass andere
epidemiologische Studien einen hohen Milchkonsum mit einem erhöhten Risiko an
Brustkrebs und Prostatakrebs in Verbindung gebracht haben. Auch mögen Zweifel
erlaubt sein, ob die Assoziation wirklich die Realität widerspiegelt. So konnte
für sämtliche Milchprodukte, also etwa Käse oder Joghurt, keine Assoziation mit
einem geringeren Risiko gefunden werden. Außerdem ist die Frage unbeantwortet,
worauf sich die spezielle protektive Wirkung von Milch gründet.
Medizinisch interessanter ist das zweite Ergebnis der Studie. Es zeigt, dass
auch die Kalziumzufuhr invers mit dem Darmkrebsrisiko assoziiert ist. Frauen mit
einer Zufuhr von mehr als 1 000 Gramm könnten nach den Ergebnissen der Studie
ihr Risiko um 14 Prozent senken, bei Männern traten in dieser Gruppe zu 19
Prozent weniger Kolorektalkarzinome auf.
Da viele ältere Menschen zur Osteoporose-Prophylaxe Kalzium einnehmen, könnte es
sich dabei um einen Zusatznutzen handeln. In der Indikationsliste dieser
Supplemente wird der Hinweis jedoch erst auftauchen, wenn die Hersteller die
entsprechenden Interventionsstudien durchgeführt haben. Womit nicht allzu rasch
zu rechnen ist: Denn aufgrund des geringen zu erwartenden Nutzens müssten die
Studien eine große Teilnehmerzahl haben. /rme
Links zum Thema
Abstract der Studie im Journal of the National Cancer Institute
http://jncicancerspectrum.oupjournals.org/cgi/content/abstract/jnci;96/13/1015
Pressemitteilung des Journal of the National Cancer Institute
http://jncicancerspectrum.oupjournals.org/cgi/content/full/jnci;96/13/975-a
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT
07.07.2004
Schützt Rotwein vor Prostatakrebs?
SEATTLE. Ein gelegentliches Gläschen Rotwein am Abend könnte langfristig
das Risiko auf ein Prostatakarzinom um die Hälfte senken. Dies berichten
Epidemiologen eines renommierten US-Krebsforschungszentrums im
International Journal of Cancer (2004; DOI: 10.1002/ijc.20528).
Die protektive Wirkung soll besonders ausgeprägt gegenüber den
aggressiven Varianten dieses Tumors sein.
Für ihre Fall-Kontroll-Studie suchte Janet Stanford vom Fred Hutchinson
Krebsforschungszentrum in Seattle Patienten aus, bei denen der Tumor
ungewöhnlich früh im Alter von 40 bis 64 Jahren aufgetreten war. Da die
Inzidenz des Tumors hier noch gering ist, lasse sich eine Assoziation
zwischen dem Tumor und möglichen kausalen Faktoren leichter erkennen,
schreibt die Autorin.
Der Verdacht, dass der Alkoholkonsum das Prostatakrebsrisiko
beeinflussen könnte, ist nicht neu.
17 Studien wurden bereits zu dieser Frage durchgeführt, ohne eine klare
Antwort zu liefern, was die Autorin auf methodische Schwächen dieser
Untersuchungen zurückführt, unter anderem darauf, dass in vielen Fällen
nicht zwischen unterschiedlichen alkoholischen Getränken unterschieden
wurde. Dies sei nur in einer einzigen Studie geschehen, wobei aber nur
nach den aktuellen Trinkgewohnheiten des letzten Jahres gefragt worden
war.
In der aktuellen Studie wurden 753 Krebspatienten und 703 gleichaltrige
Männer aus dem gleichen Wohnbezirk in einem persönlichen Interview nach
ihrem Lebenszeit-Konsum alkoholischer Getränke interviewt, wobei
zwischen Rotwein, Weißwein, Bier und Spirituosen unterschieden wurde.
Für den Rotweinkonsum wurde eine signifikante protektive Wirkung
gefunden. Danach senkt jedes Glas Rotwein pro Woche das Risiko auf ein
Prostatakarzinom statistisch signifikant um sechs Prozent (Odds Ratio
0,94; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,90–0,98). Dabei nimmt die
protektive Wirkung mit zunehmendem Konsum zu. Vier oder mehr Gläser
Rotwein pro Woche senkten das Risiko um 50 Prozent, schreibt die Autorin
in der Pressemitteilung. Besonders aggressive Varianten des Tumors seien
sogar zu 60 Prozent seltener bei den regelmäßigen Rotweintrinkern
aufgetreten. Für Bier oder Spirituosen, aber auch für Weißwein wurde
keine Risikominderung gefunden.
Welche Inhaltsstoffe im Rotwein für die Wirkung verantwortlich sein
könnten und wie die protektive Wirkung, wenn sie denn real sein sollte,
zustande kommt, ist völlig unbekannt. Stanford und Mitarbeiter
spekulieren, dass ein Antioxidans namens Resveratrol eine Rolle spielen
könnte. Es ist reichlich in der Schale der roten Trauben vorhanden,
während die Konzentration in den weißen Trauben niedrig ist. Resveratrol
wirke als Antioxidans und habe auch anti-entzündliche Wirkungen,
schreiben die Autoren.
Es könne die Zellproliferation hemmen und verstärke die Apoptose.
Schließlich wirke es wie das weibliche Geschlechtshormon Estrogen,
wodurch es die Konzentration des männlichen Geschlechtshormons
Testosteron senke.
Stanford möchte nicht den nahe liegenden Schluss ziehen und allen
Männern zum vermehrten Rotweinkonsum raten. Alkohol habe schließlich
auch negative Wirkungen auf die Gesundheit. Doch Männer, die ohnehin
Alkohol trinken, sollten mit Blick auf die hohe Prostatakrebs-Prävalenz,
lieber zu Rotwein greifen. Einschränkend muss man einwenden, dass die
Beweiskraft von Fall-Kontroll-Studien nicht sehr hoch ist. Besser wäre
natürlich eine langfristige Interventionsstudie.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 23.09.2004
Links zum Thema
Abstract der Studie
http://www3.interscience.wiley.com/cgi-bin/abstract/109598276/ABSTRACT
Pressemitteilung des Fred Hutchinson Cancer Research Center
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2004-09/fhcr-ago092204.php
Einige einschränkende Ausführungen in Quackwatch
http://www.quackwatch.org/01QuackeryRelatedTopics/DSH/resveratrol.html
Sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe als Antioxidantien
Säure des Olivenöls verringert
Krebsrisiko
Wissenschafter der Northwestern University haben nachgewiesen, warum eine an
Olivenöl reiche Ernährung das Risiko einer Erkrankung an Brustkrebs verringert.
Entscheidend ist die Ölsäure. Labortests mit Brustkrebszellen zeigten, dass
diese Säure die Werte des Gens Her-2/neu deutlich reduzierte, das für die
Entstehung der Krankheit verantwortlich gemacht wird. Die Ergebnisse der Studie
wurden in den Annals of Oncology veröffentlicht. Vertreter von Cancer Research
UK und Breakthrough Breast Cancer forderten laut BBC eine genauere Erforschung.
Ölsäure verringerte die Werte von Her-2/neu, das bei mehr als einem Fünftel der
Brustkrebspatientinnen in großen Mengen nachgewiesen wurde. Dieses Gen wird mit
sehr aggressiven Tumoren und schlechten Heilungschancen in Verbindung gebracht.
Die Ölsäure unterdrückte nicht nur die Aktivität des Gens, sie verbesserte auch
die Wirkung des Medikaments Herceptin.
Der leitende Wissenschafter Javier Menendez erklärte, dass diese Ergebnisse
epidemiologischer Studien bestätigten, die zeigten, dass die mediterrane
Ernährung eine deutlich schützende Wirkung gegen Krebs, Herzerkrankungen und
Alterung hat. Es sei denkbar, dass Olivenöl eine Resistenz gegen Herceptin bei
Patientinnen mit hohen Her-2/neu Werten verzögern oder verhindern könne.
Menendez betonte jedoch, dass Laborergebnisse nicht immer direkt auf die
klinische Praxis umgelegt werden können.
10.01.2005 Infos für Ärzte http://www.journalmed.de
Fette Fettsäuren Fette+Sport Studien über Omega-3-Fettsäuren
Wie gesunde Ernährung ein
Prostatakarzinom verhindern könnte
Einen Lungenkrebs können Männer vermeiden, indem sie aufhören zu
rauchen. Das noch häufigere Prostatakarzinom galt dagegen als ein
unabwendbares Schicksal. Doch in den letzten Jahren hat die medizinische
Forschung wichtige Erkenntnisse gewonnen, die eine Prävention möglich
erscheinen lassen, wie Privatdozent Oliver Hakenberg von der Technischen
Universität Dresden in der DMW berichtet.
Die Chancen für eine Prävention stehen gut, glaubt der Facharzt für
Urologie, da der Tumor sich sehr langsam über Jahrzehnte entwickelt:
"Vorläufer des Krebses, sogenannte prostattische intraepitheliale
Neoplasien (PIN), findet man bereits bei Männern unter 30 Jahren, doch
zu einem Problem wird der Tumor selten vor dem 50. Lebensjahr."
Während dieser Zeit könnte ein Wachstum verhindert werden - wenn die
Ärzte nur wüssten wie. Den Schlüssel suchen sie in den erstaunlichen
geographischen Unterschieden: In Deutschland erkranken auf 100.000
Menschen 87, in China sind es dagegen nur zwei Personen. Auch in Japan,
das ähnlich stark industrialisiert ist wie Deutschland, sind es nur
zehn.
Fisch und grüner Tee scheinen vorbeugende Wirkung zu haben
Den Grund vermuten die Mediziner in der unterschiedlichen Ernährung. Dr.
Hakenberg: "Die asiatische Kost ist wesentlich gemüsereicher, fleisch-
und fettärmer und dabei ballastreicher als die westliche." Insbesondere
scheinen Sojamilch und Fisch, aber auch Tomaten, rote Früchte und grüner
Tee eine vorbeugende Wirkung zu haben. Auch die
Vitamine D
und E
sowie der Mineralstoff Selen
könnten vorbeugend wirken.
Ob eine Prävention möglich ist, werde zur Zeit in großen Studien
untersucht, berichtet Dr. Hakenberg: "Erste Ergebnisse werden allerdings
erst 2007 vorliegen." Erst dann können die Ärzte - vielleicht - konkrete
Ratschläge geben. Eine gesunde Ernährung (Dr. Hakenberg empfiehlt "viel
Obst und Gemüse, wenig Fleisch und Fett") könne jedoch auch jetzt nicht
schaden. Eine "Pille gegen den Vorsteherdrüsenkrebs" gebe es dagegen
nicht. Eine Studie mit dem Wirkstoff Finasterid, das gegen die gutartige
Vergrößerung der Prostata eingesetzt wird, habe zwar gezeigt, dass
weniger Krebse auftreten. Diese waren aber häufig besonders bösartig.
Auch mit dem mittlerweile vom Markt genommenen Mittel Vioxx(r)
(Wirkstoff Rofecoxib) wurde eine Studie durchgeführt. Sie wurde
inzwischen wegen der bekannt gewordenen Risiken auf das
Herzkreislaufsystem wieder eingestellt. 21.09.2005 Infos für Ärzte
M.P. Wirth und O.W. Hakenberg:
Prävention des Prostatakarzinoms
Deutsche Medizinische Wochenschrift 2005; 130 (36): 2002-2004
Unklar: Zusammenhang zwischen Ernährung und
Krebs
Jena (ddp). Die Zusammenhänge zwischen der Ernährung und Krebserkrankungen sind
noch weitgehend unklar. Zwar zeige eine Studie, dass der übermäßige Verzehr von
rohen und verarbeiteten Fleischwaren mit Risiken für Dickdarmkrebs einhergeht,
sagte die Jenaer Professorin für Ernährungstoxikologie, Beatrice L. Pool-Zobel,
am Donnerstag auf der 13. Ernährungsfachtagung in Jena. Doch sei die
epidemiologische Datenlage zur Risikoverminderung des Darmkrebses durch Gemüse
und Obst beziehungsweise durch Ballaststoffe «noch sehr kontrovers». Neue
Untersuchungen unter Einbeziehung der genetischen Empfindlichkeit und der
molekularen Mechanismen der Krebsentstehung wiesen aber zunehmend auf die
besondere Rolle der Ernährung und anderer äußerer Faktoren bei der Entwicklung
von Krebserkrankungen hin. Einen Wandel in den Ernährungsempfehlungen zur
Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beschrieb Ursel Wahrburg von der
Fachhochschule Münster. Zwar sei die zentrale Bedeutung der Ernährung zur
Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Problemen eindeutig, ein Wirksamkeitsnachweis für
die meisten Einzelnährstoffe fehle jedoch bislang. Nach neuesten Erkenntnissen
werde «nicht grundsätzlich eine fettarme Kost empfohlen, sondern der Schwerpunkt
auf eine Modifizierung der Fettzufuhr zugunsten der einfachen ungesättigten
Fettsäuren und der Omega-3-Fettsäuren gelegt». Ähnliches gelte für die
Kohlenhydrate, die durchaus mehr verbraucht werden können, wenn sie mit
ballaststoffreichen Lebensmitteln und nur zu einem kleinen Teil mit
Weißmehlprodukten und Zucker aufgenommen werden. Auf dem 13. Ernährungsfachtag
der Thüringer Sektion der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) diskutieren
etwa 250 Wissenschaftler darüber, wie effektiv Ernährungsstrategien bei der
Vorbeugung von Krankheiten sind. Im Mittelpunkt stehen dabei Krebs,
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Adipositas. 28. Oktober 2005
Schützt Kohl vor Lungenkrebs? –
Studie: Es hängt von den Genen ab
LYON. Pflanzen aus der Familie der Kreuzblütler (Cruciferae) sind reich an
Isothiocyanaten, die im Tierversuch eine chemopräventive Wirkung gegen
Lungenkrebs haben. Dies war bereits in der Vergangenheit Anlass für ein Reihe
von epidemiologischen Studien, aber niemals war die protektive Wirkung so groß
wie in der jüngsten Fall-Kontroll-Studie der Agency for Cancer Research (IARC)
in Lyon, die jetzt im Lancet (2005; 366:1558-1560) publiziert wurde. Der Verzehr
von Kohl, Brokkoli und Rosenkohl senkte das relative Risiko um bis zu 70
Prozent.
Paul Brennan und Mitarbeiter vom IARC rekrutierten 2 141 Patienten an 15
Kliniken in Polen, Tschechien, Slowakei, Rumänien, Russland und Ungarn. In
diesen Ländern Osteuropas wird traditionell viel Kohl gegessen. Die Patienten
wurden intensiv nach ihren Ernährungsgewohnheiten befragt und die Antworten mit
denen von 2 168 gesunden Probanden verglichen, den „Kontrollen“ in dieser
Fall-Kontroll-Studie. Ergebnis: Der Verzehr von mehr als einem Kohlgericht pro
Woche hatte noch keine bemerkenswerte präventive Wirkung. Die adjustierte Odds
Ratio betrug 0,78 (95-Prozent-Konfidenzintervall 0,64-0,96). Das wäre eine knapp
signifikante Risikominderung um 22 Prozent, kein überragendes Ergebnis für eine
Fall-Kontroll-Studie, zumal die Aussagekraft dieser Studien ohnehin sehr
begrenzt ist.
Wesentlich deutlicher war der Zusammenhang, nachdem die Ergebnisse eines
Gentests berücksichtigt wurden. Die Forscher untersuchten die Gene für die
Enzyme Glutathion-S-Transferase GSTM1 und GSTT1, die im Körper Isothiocyanate
abbauen, was die vermutete präventive Wirkung schmälern würde. Für beide Gene
existieren so genannte Null-Allele, die zur Bildung defekter Enzyme führen. Die
Folge sind – vor allem wenn beide Enzyme fehlen – langdauernde hohe
Isothiocyanat-Konzentrationen und mithin eine bessere präventive Wirkung von
Kohlgerichten. Genau dies konnte in der Studie gezeigt werden.
Träger der Nullvariante von GSTM1 – sie liegt bei 50 Prozent der Bevölkerung vor
– hatten eine Odds Ratio von 0,67 (0,49-0,91). Bei Trägern der Nullvariante von
GSTT1 – 20 Prozent der Bevölkerung – waren es 0,63 (0,37-1,07). Wenn jedoch
beide Eliminationsenzyme ausgefallen waren (Nullvariante von GSTM1 und GSTT1,
bei zehn Prozent der Bevölkerung) sank die Odds Ratio auf 0,28 (0,11-0,67), was
einer protektiven Wirkung von 72 Prozent entspricht.
Mit anderen Worten: Etwa ein Zehntel der Bevölkerung ist durch die Defekte im
Abbau von Isothiocyanaten weitgehend vor Lungenkrebs geschützt, was unweigerlich
zu der Frage führt, ob Raucher vermehrt Kohl verzehren sollten. In der
Untersuchung kam jedoch heraus, dass die protektive Wirkung bei Rauchern
schwächer war als bei Nichtrauchern, was mit Inhaltsstoffen des Tabakrauches
zusammenhängen könnte, die den Abbau der Isothiocyanate fördern.
Außerdem müssen die relativen Risiken des Rauchens, die das Lungenkrebsrisiko um
den Faktor 20 oder mehr erhöhen, mit den protektiven Wirkungen von Kohl
verrechnet werden. Der Netto-Effekt wäre sicherlich negativ. DEUTSCHES
ÄRZTEBLATT ONLINE 28.10.2005
Links zum Thema
Abstract (nach Registrierung)
http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140673605676283/
International Agency for Cancer Research
http://www.iarc.fr/
Mit Obst, Gemüse, Ballaststoffen gegen Tumoren
Obst und Gemüse - gesund, aber nicht immer krebsvorbeugend.
Man ist, was man ißt - nämlich gesund durch eine ausgewogene Ernährung reich an
Obst und Gemüse, oder krank durch ein Zuviel an Fett, Alkohol und Zucker. Vor
allem bei Herzkreislauf-Erkrankungen und Krebs mischt die Ernährung bei
Entstehung und Verlauf kräftig mit. Wissenschaftler gehen davon aus, daß etwa
ein Drittel aller Krebserkrankungen auch durch die Ernährung mitbedingt ist.
Besonders bei der Prävention von Krebserkrankungen wird auf die Ernährung große
Hoffnung gesetzt. Ein Meilenstein ist hier die European Prospective
Investigation into Cancer and Nutrition-Studie (EPIC). Mit ihr sollen die
Zusammenhänge zwischen
Ernährung und
Krebsrisiko aufgedeckt werden.
An dem Projekt, das die International Agency for Research on Cancer vor über
zehn Jahren initiiert hat, sind nun eine halbe Million freiwillige Probanden
beteiligt, die von 23 Zentren in zehn europäischen Ländern betreut werden.
Das Besondere an EPIC ist das prospektive Studiendesign: Zunächst gibt es eine
Basisuntersuchung, in der Daten zu Ernährungsgewohnheiten erhoben und Blutproben
entnommen werden.
Im Lauf der Nachbeobachtung ermitteln die EPIC-Forscher dann, woran die
Teilnehmer - die Auswahl der Kohorte richtet sich meist nach geographischen
Grenzen - inzwischen erkrankt sind. Die Basisuntersuchungen wurden 1999
abgeschlossen, die Nachbeobachtungszeit läuft - Ende offen.
Die vorläufigen Ergebnisse lassen die grundsätzliche These nicht zu, daß man
sich mit der richtigen Ernährung vor Krebs schützen kann. So ergab sich aus den
Daten etwa keine Verbindung zwischen dem Obst- und Gemüsekonsum und dem Risiko
für ein Prostatakarzinom. Niederländische Forscher veröffentlichten vor kurzem
eine Studie, nach der der Verzehr von Obst und Gemüse auch keinen Schutz vor
Brustkrebs bietet. Neu sind auch die Daten einer Studie, denen zufolge der
Verzehr auch keinen Schutz vor Ovarial-Ca bietet.
EPIC-Studie belegt Schutz vor Lungenkrebs
Aber es gibt einige Krebsarten, bei denen die EPIC-Forscher Erfolge melden, etwa
bei Lungenkrebs: Die Auswertung der Daten von 478 021 Teilnehmern hat ergeben,
daß das Risiko für Lungenkrebs in der Gruppe mit dem höchsten Obstverzehr um 40
Prozent verringert ist im Vergleich zur Gruppe mit dem geringsten Verzehr. Für
Gemüse, das in diesem Zusammenhang ja meist in einem Atemzug mit Obst genannt
wird, gab es keinen Zusammenhang.
Weiterhin gilt als gesichert, daß Ballaststoffe das Risiko für Darmkrebs
senken. In der EPIC-Studie hatten Personen, die täglich durchschnittlich 35
Gramm Ballaststoffe zu sich nahmen, ein um 40 Prozent geringeres Risiko als
Personen mit einer Ballaststoffzufuhr von durchschnittlich 15 g/Tag.
Doch die Ernährung hat nicht nur direkt einen Effekt auf die Krebsentstehung.
Auch über eine Zunahme der Körperfülle durch Überernährung steigt das Risiko.
Dies gilt besonders für hormonabhängige Krebsarten. So gibt es nach Angaben
der Deutschen Krebsgesellschaft deutliche Hinweise für die Assoziation zwischen
Fettleibigkeit und erhöhtem Risiko für postmenopausalen Brustkrebs und das
Zervix-Ca. Auch beim Kolon- und klarzelligen Nierenzell-Ca scheint hier das
Risiko zu steigen.
Meist sind es also Obst und Gemüse, die in den Untersuchungen schützten. Welche
Bestandteile und Mechanismen protektiv wirken ist nicht ganz klar. Eine Stärkung
der Abwehrzellen, die die Tumorzellen bekämpfen, scheint bedeutsam zu sein - und
dies nicht nur bei der Prävention, sondern auch bei Krebs. Denn dann kann eine
richtige Ernährung den Krankheitsverlauf durch Immunstimulation positiv
beeinflussen.
Zudem beugt die angepaßte Ernährung einer durch Krankheit und Therapie bedingten
Gewichtsabnahme vor. Auch sollten Krebspatienten sich nicht zusätzlich durch
Mangel an Nähr- und Vitalstoffen belasten. Da kann dann auch der Griff zu einem
Nahrungsergänzungsmittel angebracht sein, wenn die Patienten es nicht schaffen,
ihren Bedarf allein durch die Nahrung zu decken. (sko) Ärztliche Allgemeine,
12.12.2005
Risikofaktoren neu bewertet: Ernährung und Prostatakarzinom
Bei adipösen Männern ist die Wahrscheinlichkeit einer Prostatakarzinomdiagnose höher als bei ihren normalgewichtigen Pendants, zudem weisen sie höhere Gleason-Score-Karzinome auf. Im Zuge eines normalen Screenings offenbart sich dieser Umstand jedoch nicht sofort. Dies zeigt eine Studie der Johns Hopkins School of Medicine. Italienische Forscher stellten dagegen keine Rolle von Nahrungsergänzungsmittel bei der Entstehung von Prostatakarzinomen fest.
Übergewicht erhöht Wahrscheinlichkeit für Prostatakarzinom
Eine Gruppe um Dr. Stephen Freedland von der Johns Hopkins School of Medicine
untersuchte den Zusammenhang zwischen BMI und Prostatakrebs. Dabei wurde von 787
für die Studie geeigneten Männern der BMI errechnet, der PSA-Wert erhoben, eine
digitale rektale Untersuchung vorgenommen, das Prostatavolumen bestimmt und eine
Prostatabiopsie durchgeführt. Teilnehmer mit höheren BMI-Werten waren
tendenziell jünger (p<0,001), wiesen niedrigere PSA-Werte (p=0,02), seltener
abnormale Befunde bei der digitalen rektalen Untersuchung und größere
Prostatavolumina (p<0,001) auf. Zunächst schien nach einer univariaten
Berichtigung hinsichtlich der Altersstruk-tur kein Zusammenhang hinsichtlich BMI
und einer PCa-Diagnose zu bestehen. Die multivariate Auswertung in Bezug auf
PSA-Konzentration, DRE und Prostatavolumen ergab jedoch eine signifikant erhöhte
Wahrscheinlichkeit, dass ein Prostatakarzinom festgestellt wurde (p=0,007).
Demnach müssen Männer mit einem BMI über 35 mit einem 2,4fach höheren Risiko für
die Diagnose Prostatakrebs rechnen als normalgewichtige Männer. Darüber hinaus
wiesen Probanden, bei denen nach dieser Analyse Krebs gefunden wurde,
durchschnittlich höhere Gleason Scores auf (p=0,004). Insbesondere war das
Risiko für einen höheren Gleason Score bei einem BMI von 30 bis 35 mehr als
verdoppelt, bei einem BMI von über 35 war es viermal so groß.
Nahrungsergänzung bei PCa sicher
Ebenso wie Übergewicht sind bestimmte Nahrungsergänzungsmittel in Diskussion,
das Risiko eines Prostatakarzinoms zu erhöhen. Ein Team um Dr. Alessandra Tavani
vom Instituto die Ricerche Farmacologiche in Mailand untersuchte nun Kalzium-,
Vitamin-D- und Phosphorsupplementation hinsichtlich der Sicherheit in Bezug auf
das Prostatakarzinom. Im Rahmen einer von 1991–2002 durchgeführten
Fall-Kontroll-Studie wurden 1.294 Männer mit Prostatakarzinom und 1.451
Kontrollteilnehmer untersucht. Die Gruppen, die in das jeweils höchste Fünftel
fielen, nahmen mehr als 1.300mg Kalzium bzw. 4,05µg Vitamin D, respektive
1.897mg Phosphor zu sich. Verglichen mit dem Fünftel, das die geringste
Kalziumzufuhr aufwies, hatte das Fünftel mit der größten Zufuhr eine Odds-Ratio
von 1,18. Das CI lag jedoch zwischen 0,88 und 1,59, daher erwies sich dieses
Risiko als nicht signifikant. Ähnlich zeigte sich die Lage bei Phosphor mit OR
1,20 und Vitamin D mit OR von 1,33, wobei auch in diesen beiden Fällen durch
eine erhöhte Zufuhr kein signifikant höheres Risiko für ein Prostatakarzinom
festgestellt werden konnte.
Autor:
Christian Fexa
Quelle des Artikels Risikofaktoren neu bewertet: Ernährung und
Prostatakarzinom:
Freedland S J et al, Urology 2005; 66: 108–113, Tavani A et al, European Urology
2005; 48: 27–33
Funktion von Krebsgenen durch Ernährung beeinflusst
Eine Chemikalie, die in Brokkoli, Blumenkohl und Kraut enthalten ist,
kann die DNA-Reparatur in Zellen verbessern und verhindern, dass sie kanzerös
werden. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Georgetown University gekommen.
Laut den Wissenschaftern verfügt eine andere Chemikalie in Soja über die gleiche
Fähigkeit. Der Zusammenhang zwischen diesen Nahrungsmitteln und einem
verringerten Krebsrisiko war bereits bekannt. Jetzt wurde erforscht, was für
diese Wirkung verantwortlich sein könnte. Die Ergebnisse der Studie wurden im
British Journal of Cancer veröffentlicht.
Gemüse wie Brokkoli enthalten einen Bestandteil namens I3C. In Sojabohnen ist
die Chemikalie Genistein enthalten. Die von den Genen BRCA1 und BRCA2
regulierten Instandhaltungsproteine sind wichtig um zu verhindern, dass
beschädigte genetische Informationen an die nächste Zellgeneration weitergegeben
werden. Menschen mit einem fehlerhaften BRCA Gen verfügen über ein höheres
Risiko an bestimmten Krebsformen zu erkranken. Dazu gehören unter anderem
Brust-, Eierstock- und Prostatakrebs.
In Krebszellen kommen geringere Mengen der BRCA Proteine vor. Daher gehen die
Wissenschafter davon aus, dass größere Mengen die Entstehung von Krebs
verhindern können. Das Team um Eliot Rosen nimmt daher an, dass die Fähigkeit
von I3C und Genistein die Menge der BRCA Proteine zu erhöhen, für ihre positive
Wirkung verantwortlich sein könnte.
Rosen betonte, dass Studien einen Zusammenhang zwischen bestimmten Arten von
Lebensmitteln und dem Krebsrisiko hergestellt hätten. Bevor man jedoch sagen
könne, dass ein bestimmtes Lebensmittel gegen Krebs schütze, müsse man seine
Funktionsweise auf molekularer Ebene erforschen. "Jetzt ist es klar, dass die
Funktion von entscheidenden Krebsgenen durch Bestandteile unserer Ernährung
beeinflusst wird." http://www.journalonko.de
Darmkrebs: Curry und Zwiebel können vorbeugend wirken
Rochester (ddp). Inhaltsstoffe von Curry und Zwiebeln können gefährliche
Darmpolypen zurückdrängen und damit Darmkrebs vorbeugen. Das haben amerikanische
Mediziner in einer Pilotstudie an fünf Patienten gezeigt, die an der so
genannten familiären adenomatösen Polyposis (FAP) litten. Im Laufe dieser
Erbkrankheit bilden sich Hunderte von Polypen im Darm. Unbehandelt folgt
zwangsläufig Darmkrebs. Mit den als Tablette eingenommenen Wirkstoffen Curcumin
aus der Curryzutat Gelbwurz und Quercetin aus der Zwiebel konnte die Anzahl und
Größe der Darmpolypen stark reduziert werden, berichten Francis Giardiello von
der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore und seine Kollegen in der Zeitschrift
«Clinical Gastroenterology and Hepatology» (Online-Vorabveröffentlichung,
doi:10.1016/j.cgh.2006.03.020). Da FAP zu einer Wucherung von Polypen mit
anschließendem Darmkrebs führt, war zur Vorbeugung bei allen Patienten bereits
ein Teil des Dickdarms operativ entfernt worden. Die Mediziner untersuchten nun
über einen Zeitraum von neun Monaten, wie sich unter Einnahme von Curcumin und
Quercetin die verbliebenen Polypen im restlichen Verdauungstrakt verhielten. Die
Zahl der Polypen ging um 60 Prozent, die Größe um 50 Prozent zurück, stellten
die Forscher fest. Dieser Befund bestärkt sie nun, eine klinische Studie mit
größerer Beweiskraft in Angriff zu nehmen. Die Forscher vermuteten schon länger,
dass sowohl Curcumin als auch Quercetin eine Wirkung gegen Darmpolypen und
Darmkrebs entfalten. Teilweise stützte sich die Annahme aber nur auf Versuche an
Zellkulturen und mit Mäusen. Das Kombinationspräparat zeigte bei den Patienten
fast keine Nebenwirkungen. Daher könnte es eine gute Alternative zu anderen
Medikamenten sein, die von den Patienten schlecht vertragen werden und zu
Geschwüren und Blutungen im Verdauungstrakt führen, hoffen die Mediziner. Über
Currysoße und Zwiebelsuppe lassen sich die Wirkstoffe allerdings nicht in
ausreichendem Maße einnehmen, da besonders Curcumin im medizinischen Test sehr
hoch dosiert war. In Curry macht es nur drei bis fünf Gewichtsprozent aus.2.
August 2006 www.netdoktor.de
Curry und Zwiebel helfen gegen Darmkrebs
Dienstag, 1. August 2006
http://www.aerzteblatt.de deutsches AErzteblat
Rochester - Inhaltsstoffe von Curry und Zwiebeln koennen gefaehrliche
Darmpolypen zurueckdraengen und damit Darmkrebs vorbeugen. Das haben
amerikanische Mediziner in einer Pilotstudie an fuenf Patienten gezeigt, die
an der so genannten familiaeren adenomatoesen Polyposis (FAP) litten. Im Laufe
dieser Erbkrankheit bilden sich Hunderte von Polypen im Darm.
Unbehandelt folgt zwangslaeufig Darmkrebs. Mit den als Tablette eingenommenen
Wirkstoffen Curcumin aus der Curryzutat Gelbwurz und Quercetin aus der
Zwiebel konnte die Anzahl und Groesse der Darmpolypen stark reduziert werden,
berichten Francis Giardiello von der Johns-Hopkins-Universitaet in Baltimore
und seine Kollegen in der Zeitschrift „Clinical Gastroenterology and
Hepatology“ (Online-Vorabveroeffentlichung, doi:10.1016/j.cgh.2006.03.020).
Da FAP zu einer Wucherung von Polypen mit anschliessendem Darmkrebs fuehrt,
war zur Vorbeugung bei allen Patienten bereits ein Teil des Dickdarms
operativ entfernt worden. Die Mediziner untersuchten nun ueber einen Zeitraum
von neun Monaten, wie sich unter Einnahme von Curcumin und Quercetin die
verbliebenen Polypen im restlichen Verdauungstrakt verhielten. Die Zahl der
Polypen ging um 60 Prozent, die Groesse um 50 Prozent zurueck, stellten die
Forscher fest. Dieser Befund bestaerkt sie nun, eine klinische Studie mit
groesserer Beweiskraft in Angriff zu nehmen.
Die Forscher vermuteten schon laenger, dass sowohl Curcumin als auch
Quercetin eine Wirkung gegen Darmpolypen und Darmkrebs entfalten. Teilweise
stuetzte sich die Annahme aber nur auf Versuche an Zellkulturen und mit
Maeusen. Das Kombinationspraeparat zeigte bei den Patienten fast keine
Nebenwirkungen. Daher koennte es eine gute Alternative zu anderen
Medikamenten sein, die von den Patienten schlecht vertragen werden und zu
Geschwueren und Blutungen im Verdauungstrakt fuehren, hoffen die Mediziner.
UEber Currysosse und Zwiebelsuppe lassen sich die Wirkstoffe allerdings nicht
in ausreichendem Masse einnehmen, da besonders Curcumin im medizinischen Test
sehr hoch dosiert war. In Curry macht es nur drei bis fuenf Gewichtsprozent
aus. /ddp
Ballaststoffe: 30 Gramm pro Tag halbieren
Brustkrebsrisiko
Frauen, die ihre Menopause noch nicht erreicht
haben, können ihr Brustkrebsrisiko durch das Essen
großer Mengen von Ballaststoffen halbieren.
Wissenschafter der University of Leeds wiesen nach,
dass Frauen, die 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag zu
sich nahmen über ein halb so großes Risiko verfügten
wie Teilnehmerinnen, die weniger als 20 Gramm aßen.
Für die im International Journal of Epidemiology
veröffentlichte Studie wurden die Daten von 35.00
Frauen ausgewertet. In Großbritannien werden pro
Person täglich rund 12 Gramm Ballaststoffe
konsumiert.
Um die empfohlenen 30 Gramm zu erreichen, müsste man
zum Frühstück ein ballaststoffreiches Müsli essen,
auf Vollkornbrot umsteigen und täglich fünf
Portionen Obst oder Gemüse zu sich nehmen. Die
Essgewohnheiten und die Gesundheit der
Teilnehmerinnen wurden insgesamt sieben Jahre lang
beobachtet. Zu Beginn der Studie waren die Frauen
zwischen 35 und 69 Jahre alt. Die
Ernährungsgewohnheiten wurden mittels eines
Fragebogens mit 217 Nahrungsmitteln ermittelt.
Anders als in früheren Studien zu diesem Thema
nahmen vollständige Vegetarierinnen oder Frauen
teil, die kein rotes Fleisch aßen. Fast 16.000
Frauen waren zu Beginn der Studie vor der Menopause,
18.000 hatten sie bereits hinter sich. 257 Frauen
erkrankten während der sieben Jahre vor den
Wechseljahren an Brustkrebs.
Die erkrankten Frauen gewannen einen vergleichsweise
größeren Teil ihres Energieumsatzes aus Proteinen
und einen geringeren aus Ballaststoffen und Vitamin
C. Dieser Effekt konnte nach der Menopause nicht
mehr festgestellt werden. 350 Frauen dieser Gruppe
erkrankten an Brustkrebs. Die Wissenschafter nehmen
an, dass der Grund dafür sein könnte, dass
Ballaststoffe die Art und Weise beeinflussen, wie
der Körper das Hormon Östrogen verarbeitet und
reguliert.
Die Östrogenwerte sind vor den Wechseljahren im
Allgemeinen höher. Die leitende Wissenschafterin
Janet Cade erklärte, dass die entscheidende Aufnahme
von Ballaststoffen wahrscheinlich früher stattfinde,
was erklären könnte, warum der schützende Effekt
nach der Menopause nicht mehr gegeben war.
http://www.journalmed.de
24.01.2007