COENZYM Q 10

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Q10 liefert einen wichtigen Baustein zur Energieversorgung jeder einzelnen Körperzelle. Es wirkt stark antioxidativ und unterstützt die Immunabwehr. in flüssiger Form entwickelt  ermöglicht es damit eine 3- bis 5-mal bessere Aufnahme der Wirkstoffe. Hier!

Das Vitamin, das die Gesundheit organisiert.
Vitamin C und Coenzym Q 10.

von Günter A. Ulmer
Preis: EUR 4,90
Taschenbuch - 48 Seiten
Erscheinungsdatum: 1999
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Zellenergie durch Coenzym Q10.
Alles Wissenswerte zum neuentdeckten Vitamin auf einen Blick.
von Norbert Messing 

Preis:  EUR 4,35
Taschenbuch - 24 Seiten - Messing, Bad Schoenb. 
Erscheinungsdatum: Januar 2001
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Coenzym Q10 - Was ist das überhaupt?
Ubichinone oder Coenzym-Q-Derivate, vitaminähnliche Substanzen, sind in der belebten Natur allgegenwärtig (= ubiquitär). Im menschlichen Organismus werden bevorzugt diejenigen mit 10 Isoprenresten als Seitenkette (Coenzym Q10) gebildet. Zur Synthese, zu der alle lebenden Zellen befähigt sind, werden die Aminosäuren Phenylalanin/Tyrosin und Methionin als Baustoffe, Vitamin B12, Folsäure und weitere B-Vitamine als Katalysatoren benötigt. Ein Mangel an diesen Nährstoffen könnte u.U. zum sekundären CoQ-Mangel führen. Da klinische Mangelsymptome beim Menschen aber bislang nicht beobachtet wurden, ist anzunehmen, daß der Bedarf durch Eigensynthese und über die Nahrung (durchschnittliche Aufnahme: ca. 5-10 mg/d) abgedeckt wird. Besonders ubichinonreich sind Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchte, Samen und Nüsse sowie (CoQ ist fettlöslich) Öle. Beim Gemüse sind es v.a. Broccoli und Spinat. Ubichinone sind Elektronenüberträger in der Atmungskette und können als Beteiligte am Redox-System des Körpers antioxidativ wirken. Daher wird der CoQ-Einsatz bei durch Radikalwirkung ausgelösten Krankheiten (Gefäßerkrankungen, Tumorentstehung, sogenannte Alterungsprozessen etc.) sowie Belastungssituationen, die mit hohem Energie-/ATP-Verbrauch einhergehen, diskutiert. Unter Umständen könnte es gegen die negativen Folgen von (Herz-)Durchblutungsstörungen hilfreich sein.

Literatur: Hötzel D.: Ubichinon. Zur Bedeutung von Ubichinon (Coenzym Q) in der Ernährung.
Deutsche Apotheker Zeitung 15(27), 2501-2510, 1995  Interview mit PD Dr. B. Permanetter:
Coenzym Q10.
Ernährungs-Umschau, Beilage Ernährungslehre und -praxis 41(10), B47-B48, 1994
Biesalski H.K., Beuker F., Küklinski B., Stüber P.:
Co-Enzym Q 10 Prophylaxe und Therapie degenerativer Erkrankungen.
Apotheker Journal 15(9), 26-29, 1993
Vitamin C
Ursula Wintermeyer
Preis: EUR 11,76 
Taschenbuch - 134 Seiten (Februar 1998) 
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Coenzym Q10: Soviel Gutes ..... sei noch über keine andere Substanz berichtet worden, so ein Prospekt für Bodybuilder. Aber was? Statt die vielen gute  Dinge zu nennen, empfiehlt derVertreiber wenige Zeilen darunter den heroischen Selbstversuch: "Ob Q10 Ihnen persönlich Vorteile bringt, müssen Sie selbst herausfinden!"  Coenzym Q10 soll die sportliche Leistung steigern, indem es den Elektronenfluß in der Mitochondrienmembran beschleunigt und die ATP-Bildung erhöht. Ein schwieriges Unterfangen, da unser Körper das nötige Q10 selbst bildet und sich dabei nicht von einer exogenen Zufuhr gängeln läßt. Die bisher vorliegenden  Studien bestätigen die Sinnlosigkeit von Supplementen für Leistungssportler (European Journal of Applied Physiology 1995/72/S.95-100) Q10 gilt als "Radikalfänger", da es wie ungezählte weitere Feinchemikalien in vitro die Oxidation von LDL-Cholesterin vermindern kann. Deshalb und weil die Synthese im Alter zurückgeht, wird es ab etwa 45 Jahren zur allgemeinen Gesundheitsprophylaxe empfohlen. Prospektive Studien, die einen solchen Effekt belegen könnten, liegen nicht vor. Dagegen sind aus Tierversuchen eine Reihe negativer Auswirkungen bekannt, wie erhöhte Blutungsneigung, Augenschäden und Blutungen an den Nebenhoden (EU.L.E.n-Spiegel 1995/H.2/S.7).


Sport und Q10 - eine gefährliche Mischung
Malm, C et al: Supplementation with ubiquinone-10 causes cellular damage during intense exercise. Acta Physiologica Scandinavica
1996/157/S.511-512
Im Unterschied zum aeroben Training kommt es bei intensiver Belastung zur anaeroben, d.h. unvollständigen Energiegewinnung. Es bildet sich Lactat, spürbar am Muskelkater. In einem Test mit 15 gesunden Sportlern, die entweder 120 mg Q10 oder Placebo erhielten, zeigte sich nach mehreren Tagen intensiven Trainings eine erhöhte Aktivität der Plasma-Kreatinkinase in der Q10-Gruppe. Das Enzym kommt normalerweise nur im Zellinneren vor, so  daß sein Auftreten im Plasma den Untergang von Zellen anzeigt. Bei hoher körperlicher Anstrengung wirkt Q10 demnach prooxidativ. Die Bildung freier Radikale steigt, wodurch Körperzellen geschädigt werden.


Ob jung, ob alt: kein Nutzen durch Q10 Laaksonen, R et al: Ubiquinone supplementation and exercise capacity in trained young and older men. European Journal of Applied Physiology 1995/72/S.95-100 
Da Coenzym Q10 vor allem älteren Menschen als Leistungsförderer empfohlen wird, verglich das finnische Forscherteam die Effekte einer jeweils 6wöchigenSupplementation mit 120 mg Q10 oder Placebo auf jüngere (< 40 J.) und ältere (> 60 J.) gut trainierte Sportler. Durch die Supplemente stiegen zwar die Q10-Spiegel im Blut, die Gewebekonzentrationen ließen sich jedoch nicht beeinflussen. Ebensowenig stieg die Ausdauerleistung während des aeroben Trainings. Im Gegenteil, Junge wie Alte hielten ohne Q10 sogar länger durch. Anmerkung: Interessanterweise hatten die älteren Männer stets mehr Q10 im Blut. Demnach stimmen die Werbeaussagen nicht, wonach die Q10-Spiegel ab 40 sinken und Supplemente nötig sind.
Die Vitamin Bibel für das  21. Jahrhundert.
Vitamine, Bausteine für ein gesundes  und langes Leben. Earl Mindell
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Taschenbuch - 165 Seiten (1997) 
 

Das Coenzym Q10 ist eine fettlösliche Substanz, das in den Mitochondrien, insbesondere im Herzen, vorkommt. In zahlreichen Untersuchungen
konnte eine positive Wirkung einer Q10-Behandlung bei Herzerkrankungen nachgewiesen werden. Da Q10 nachweislich die Sauerstoffaufnahme und die Leistungskapazität erhöht, wird vermutet, dass leistungssteigernde Effekte im Ausdauersport möglich sind.  In Studien mit trainierten Ausdauersportlern konnte jedoch bisher keine Verbesserung hinsichtlich der Herzfrequenz, VO2-max oder Ausdauerleistung gemessen werden. Weder im Bereich einer maximalen oder submaximalen Belastung.  Die Erkenntnisse zu Q10 deuten heute darauf hin, dass die Substanz in der Behandlung bestimmter Herz-Kreislauf-Erkrankungen erfolgreich sein kann. Der Einsatz bei gesunden Personen scheint jedoch keine Wirkung zu haben. Insbesondere ist keine Leistungsbeeinflussung bei Sportlern zu erwarten. Weitere Forschungen über Q10 kann man abwarten. http://members.aol.com/hklimmer/steiger.html


Zahnmedizin:
Q10
ist eines der 'Pseudovitamine' (Ubichinon, Ferment des Kohlenhydratstoffwechsels; verantwortlich für die Kettenverzweigung bei der Stärkesynthese). Ist ein körpereigener Stoff, der unerlässlich für die Energieproduktion jeder einzelnen Tier- und Pflanzenzelle ist. Es ist ein essentieller Faktor in der Atmungskette der Zelle. Ein Mangel, der alters- oder krankheitsbedingt ist, führt zur Schwächung des gesamten Organismus. Umgekehrt kann die Zufuhr zusammen mit anderen Antioxidantien eine vorbeugende Wirkung - besonders auf das Immunsystem - besitzen.   
Entzündetes Zahnfleisch weist einen Mangel an diesem Enzym auf. Auch die Leukozyten zeigen dann einen Mangel an diesem Stoff.   
Eine Zusammenfassung von 7 Studien zeigt, dass die Wirkung von Coenzym Q 10 bei Zahnfleischerkrankungen bei 70% der 332 untersuchten Patienten zu einer Linderung führte.  Zur Anwendung kommen in der Zahnheilkunde Lutschdrops ('Belle Ligne GmbH', Karlsruhe).


Alkoholtoxische Hepatitis  und Q10

Auch bei einer durch starken Alkoholgenuß ausgelösten Hepatitis (Gelbsucht) sind nennenswerte Erfolge nach einer Ubichinon Q10-Behandlung zu verzeichnen und in einer Studie festgehalten worden. "Patienten, bei denen zum Teil neben einer schweren alkoholtoxischen Lebererkrankung eine Leberzirrhose vorlag, wurden randomisiert einer Kontroll- und Therapiegruppe zugeordnet....In der Verum-(Antioxidatien)-Gruppe wurden signifikant geringere Werte für MDA, Bilirubin und Ammoniak gemessen als in der Kontrollgruppe; die Letalität betrug in der Kontrollgruppe 40 %, in der Antioxidantien-Gruppe dagegen nur 6,5 % und die durchschnittliche Verweildauer im Krankenhaus war unter Antioxidantien um sechs Tage verkürzt." (Heft 9/93 des Apotheker-Journals)
Man weiß heute, daß Alkohol ab einer bestimmten Menge unmittelbar leberschädigend wirkt. Der tägliche Konsum von Alkohol erhöht das Risiko an einem schweren Leberleiden zu erkranken. Dabei ist die Leberzirrhose als besonders tückisch anzusehen, weil in den Anfangsstadien keine oder kaum Beschwerden auftreten. Nur eine Leberfunktionsprüfung zeigt typische Anomalien auf. Lebergewebsproben können den genauen Schaden aufzeigen. Die Leber fördert die Ausscheidung von Arzneimitteln und Toxinen.
Die Leber besteht u.a. aus zahlreichen Leberläppchen, von denen jedes von Ästen der Leberschlagader umgeben ist, in denen sich die Leberzellen befinden.
Die Leber ist gemeinsam mit den Nieren für die Reinigung des Blutes von Giftstoffen, die sich dort ansammeln, verantwortlich. Die aus dem Blut zu entfernenden Substanzen nimmt die Leber auf, verändert ihre chemische Struktur, macht sie wasserlöslich und sondert sie in die Galle ab.
Daß dieser Vorgang der "Abfallentsorgung" einen hohen Energiebedarf mit sich bringt, muß nicht besonders erläutert werden. Die Energie-Versorgung ist wiederum abhängig vom Q10-Spiegel des Körpers. Jedes Organ kann nur dann seine Aufgaben optimal erfüllen, wenn die dafür notwendige Energie bereitgestellt werden kann.
       


Das Coenzym Q10
In den 70er Jahren wurde die lebenserhaltende Funktion des Q10 von dem englischen Forscher Prof. Dr. Peter Mitchell entdeckt. 1978 erhielt er dafür den Nobel-Preis. Das Coenzym Q10 kommt natürlicherweise in allen Körperzellen vor. Es ist lebensnotwendig, weil es bei der Umwandlung von Nahrung in Energie eine entscheidende Rolle spielt. Es ist der Schlüssel in der Produktion der Zellenergie. Weil es überall im menschlichen Körper und in allen pflanzlichen und tierischen Organismen vorkommt, wird es auch «ubiquinon» (= allgegenwärtig) genannt. Steht aber den Zellen nicht genug Q10 zur Verfügung, bekommt der Körper zu wenig Energie und reagiert mit Leistungsabfall und Vitalitätsverlust. Das Coenzym Q10 ist eine lebenswichtige Substanz für alle Körperzellen. Es wird mit der Nahrung aufgenommen aber auch vom Körper selbst produziert. Ebenso entsteht durch Belastungen wie Streß, Schlafmangel, körperliche Anstrengung, mangelhafte Ernährung und Krankheit ein erhöhter Bedarf. der durch Nahrung allein nicht gedeckt werden kann. Q10 kommt besonders in Fisch, Fleisch, Öl, Nüssen, Getreide und grünen Gemüsesorten vor; dort finden sich auch kürzere Q-Moleküle mit weniger als 10 »Isoprenyl«-Einheiten. Unsere Leberzellen verarbeiten diese kleineren Ketten zum vollständigen Q10. Außerdem kann die Leber aus verschiedenen Aminosäuren selber Q10 herstellen. Ab dem 35. bis 40. Lebensjahr verringert sich jedoch die Q10-Produktion mit zunehmendem Alter stetig. Dies führt zu einer geringeren Q10-Konzentration im Körper.
Q10 wirkt in den »Energiezentralen« der Körperzellen, den Mitochondrien. Hier werden die aufgeschlüsselten Bestandteile der Nahrung mit Hilfe von Sauerstoff in die Zell-Energie ATP (Adenosin-Triphosphat) umgewandelt. Q10 wirkt bei diesem biochemischen Prozeß als unersetzbarer Katalysator. Es sorgt dafür, daß der eingeatmete Sauerstoff an die Zellen gebunden wird. Energie wird in allen Körperzellen benötigt, besonders aber in den stark beanspruchten Organzellen von Herz und Leber. Jedoch besonders die Muskelzellen (das Herz ist unser wichtigster Muskel!) brauchen bei körperlicher Leistung eine erhöhte Energiezufuhr. Insbesondere Leistungssportler ebenso wie gestreßte, ältere, falsch ernährte oder kranke Menschen haben einen deutlich niedrigeren Q10-Spiegel als durchschnittliche Vergleichspersonen.
Q10-Mangel führt zu einer Unterversorgung der Zellen mit Energie. Körperlicher und geistiger Leistungsabfall mit Abwehrschwäche sind die Folgen. Sinkt der Q1O -Spiegel unter 25% des normalen Niveaus, kann es zu empfindlichen Störungen wichtiger Körperfunktionen kommen. 
Die tägliche Nahrungsergänzung mit Coenzym Q10 erhöht nachweislich die Q10-Konzentration im Blut und unterstützt Wohlbefinden und Fitness ohne Nebenwirkungen oder negative Begleiterscheinungen. In wissenschaftlichen Studien konnte nachgewiesen werden, daß sich die Q10-Konzentration im Blut durch die tägliche Einnahme von Q10 deutlich erhöht. Die körpereigene Produktion von Q10 wird durch die Q10-Nahrungsergänzung nicht gehemmt, sondern ergänzt.
Fünf gute Gründe für die tägliche Einnahme von Q10
Q10 wird von jeder Zelle benötigt
Q10 trägt zur körperlichen Fitneß bei
Q10 ist Ihr wichtiger Energieaktivator
Q10 unterstützt bei Belastungen
Q10 ist frei von allen Nebenwirkungen 
Q10 hat auch große Bedeutung als Antioxidans und hilft dem Körper bei der Stabilisierung von freien Radikalen (= instabile Moleküle, die zellschädigende Wirkung haben). Umwelt-Schadstoffe, Smog, Ozon, Zigarettenrauch, usw. sind Ursachen für die Bildung von freien Radikalen, die in zu hohen Konzentrationen die Gesundheit beeinträchtigen und Alterungsprozesse beschleunigen. Seine günstigen Wirkungen kann Q10 insbesondere in Verbindung mit Vitamin E entfalten.   http://www.pro-quintus.de/CoenzQ10.htm


Herzkranke und Alte haben weniger Coenzym Q10

Bei älteren Menschen und Patienten mit Herzmuskelerkrankungen wurden geringere Mengen an Coenzym Q10 gemessen. Deshalb heißt es, Coenzym Q10 wirke verjüngend und schütze das Herz. Auch weil es sportliche Leistungen steigern soll, wurde Q10 schon empfohlen. Doch bei medizinischen Untersuchungen an Sportlern war keine erhöhte Leistung zu beobachten. Stattdessen ergaben sich Hinweise, dass Q10 bei hoher Dosierung und großer Belastung sogar die Zellen schädigt. Die vorliegenden Erkenntnisse reichen daher nicht aus, zur zusätzlichen Einnahme von Coenzym Q10 zu raten.
Es herrscht kein Mangel am vermeintlichen Wunderstoff Q10
Ubichinone wie Coenzym Q10 sind in der Natur weit verbreitet. Besonders reiche Quellen sind Fleisch, Fisch, Eier, Butter und Keimöle (Weizenkeimöl, Maiskeimöl). Relativ große Mengen finden sich auch in Samen und Nüssen, Hülsenfrüchten, Broccoli und Spinat.
In den meisten pflanzlichen Lebensmitteln kommen Ubichinone allerdings nur in geringen Mengen vor. Doch die menschliche Leber kann Coenzym Q10 selbst erzeugen. Ein Mangel an Coenzym Q10 im Körper ist daher ausgesprochen unwahrscheinlich und wurde bisher nicht beobachtet.http://www.lifeline.de 11.6.2002

Vitamine. Aktiver Gesundheitsschutz. 
Bedarf, Mangel, Risiko.  
Hans-Konrad Biesalski
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Taschenbuch - 127 Seiten (1996)  
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Das Vitamin, das die Gesundheit organisiert. Vitamin C und Coenzym Q 10.
von Günter A. Ulmer
Preis: EUR 4,90
Taschenbuch - 48 Seiten
Erscheinungsdatum: 1999
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Kritik:

Sport und Q10

Im Unterschied zum aeroben Training kommt es bei intensiver Belastung zur anaeroben, d.h. unvollständigen Energiegewinnung. Es bildet sich Lactat, spürbar am Muskelkater. In einem Test mit 15 gesunden Sportlern, die entweder 120 mg Q10 oder Placebo erhielten, zeigte sich nach mehreren Tagen intensiven Trainings eine erhöhte Aktivität der Plasma-Kreatinkinase in der Q10-Gruppe. Das Enzym kommt normalerweise nur im Zellinneren vor, so dass sein Auftreten im Plasma den Untergang von Zellen anzeigt. Bei hoher körperlicher Anstrengung wirkt Q10 demnach prooxidativ. Die Bildung freier Radikale steigt, wodurch Körperzellen geschädigt werden.

Malm, C et al: Supplementation with ubiquinone-10 causes cellular damage during intense exercise. Acta Physiologica Scandinavica 1996/157/S.511-512


Laaksonen, R et al: Ubiquinone supplementation and exercise capacity in trained young and older men. European Journal of Applied Physiology 1995/72/S.95-100
Da Coenzym Q10 vor allem älteren Menschen als Leistungsförderer empfohlen wird, verglich das finnische Forscherteam die Effekte einer jeweils 6wöchigen Supplementation mit 120 mg Q10 oder Placebo auf jüngere (< 40 J.) und ältere (> 60 J.) gut trainierte Sportler. Durch die Supplemente stiegen zwar die Q10-Spiegel im Blut, die Gewebekonzentrationen ließen sich jedoch nicht beeinflussen. Ebensowenig stieg die Ausdauerleistung während des aeroben Trainings. Im Gegenteil, Junge wie Alte hielten ohne Q10 sogar länger durch.  Anmerkung: Interessanterweise hatten die älteren Männer stets mehr Q10 im Blut. Demnach stimmen die Werbeaussagen nicht, wonach die Q10-Spiegel ab 40 sinken und Supplemente nötig sind.


Coenzym Q10
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft informiert:
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VORANKÜNDIGUNG: ARZNEIVERORDNUNG IN DER PRAXIS (AVP), AUSGABE 3, JULI 2004, ERSCHEINT IN KÜRZE

Ist die Depletion von Ubichinon (Coenzym Q10) ein kritischer Faktor bei Therapie mit Statinen? Ein deutscher Generikahersteller wirbt dafür, seinen Lipidsenker vom Statintyp mit dem lipophilen Vitaminoid Q10 zu kombinieren. Die Empfehlung gründet auf dem gemeinsamen Syntheseweg des Cholesterins und des Q10. Alle Statine blockieren durch Hemmung des Enzyms HMG-CoA-Reduktase neben der Cholesterinsynthese auch die Biosynthese von Q10.

Seit Beginn der Statin-Ära wurden mindestens fünfzehn Untersuchungen an Menschen, davon neun kontrollierte Studien publiziert, die Statine im Hinblick auf Q10 untersuchten. In acht der neun Studien fanden sich signifikante Beeinträchtigungen des Q10-Status. Auch in Tierversuchen zeigten sich bei sechs verschiedenen Spezies dosisabhängig Q10-Depletion sowie deletäre biologische Effekte unter Statinen. Die negativen Effekte waren durch Vorbehandlung der Versuchstiere mit Q10 vermeidbar. In einer im Juni 2004 erschienenen Arbeit wurde bei kardiovaskulären Risikopatienten gezeigt, dass die Serumkonzentrationen von Q10 unter der Gabe von Atorvastatin 80 mg/Tag bereits nach zwei Wochen signifikant um 50 % reduziert waren (1). Theoretisch können viele der unerwünschten Arzneimittelwirkungen wie Myalgien durch den Q10-Mangel erklärt werden.

Eine Rolle von Q10 wird auch bei der Therapie der Herzinsuffizienz diskutiert. Sollte Q10 einen Nutzen bei der Therapie der myokardialen Pumpschwäche haben und - umgekehrt - kann langfristig die Suppression der endogenen Q10-Synthese durch Statine Probleme verursachen? Wenn ja, ist dies vom Statintyp und/oder von der Dosis abhängig und kann Q10 diese negative Wirkung kompensieren? Wenn Statine eine subklinische Herzinsuffizienz induzieren können oder aber eine bestehende verschlechtern, müsste dies klinisch wie auch an Parametern wie z. B. dem linksventrikulären enddiastolisches Volumen, der Ejektionsfraktion, oder am Verlauf der Konzentration des Brain Natriuretic Peptide (BNP) zu erkennen sein? Insgesamt vermisst man aussagekräftige Endpunktstudien mit Statinen bei Herzinsuffizienzpatienten sowie Studien, die den Zusammenhang zwischen Statinen, Q10 und pathophysiologischen Veränderungen untersuchen.

Der ausführliche Text zu diesem Thema kann unter anderem demnächst in der aktuellen Ausgabe der AVP (Band 31, Ausgabe 3, Juli 2004) nachgelesen werden.

1. Rundek T et al.: Atorvastatin decreases the coenzyme Q10 level in the blood of patients at risk for cardiovascular disease and stroke. Arch Neurol 2004; 61: 889-892.

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Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft
Geschäftsführer Prof. Dr. med. H. Berthold
Aachener Str. 233-237
50931 Köln

Tel.: +49 221-4004-528
Fax: +49 221-4004-539

Option speziell für Kinder und junge Frauen
Ko-Enzym Q10 (Ko Q10, Ubichinon) reduziert die Häufigkeit von Migräneattacken und wird obendrein exzellent vertragen. Damit empfiehlt es sich speziell für Kinder und Frauen im gebärfähigen Alter.

So kommentieren Dr. Peter Sandor und seine Mitarbeiter von der Universität Zürich die Resultate ihrer plazebokontrollierten Studie (Neurology 64 [2005] 713–715). Die Schweizer verordneten 42 Migräne-Kranken – Alter 18 bis 65 Jahre – nach einer einmonatigen Plazebophase entweder weiter das Scheinmedikament oder dreimal täglich 100 mg Ko Q10 in Form einer wasserlöslichen Präparation.
Ergebnisse im vierten Monat, verglichen mit der Plazebophase: Die Verum-Gruppe schnitt signifikant besser ab als die Patienten, die weiterhin das Scheinmedikament erhalten hatten. Die Attackenfrequenz sank von 4,4 auf 3,2 pro Monat; unter Plazebo änderte sich nichts. Die Ansprechrate hinsichtlich Kopfschmerz-Häufigkeit fiel höher aus: Etwa jeder Zweite konnte sich unter Ko Q10 einer 50-prozentigen Linderung erfreuen, unter Plazebo nur jeder Siebte. Mit anderen Worten: Damit ein Patient in diesem Maße profitiert, müssen insgesamt drei Erkrankte behandelt werden, wie Sandor und Kollegen als „Number needed to treat“ errechneten.
Sowohl in der Verum- als auch in der Plazebo-Gruppe brach jeweils ein Teilnehmer die Behandlung komplikationsbedingt ab. März 2005 http://www.aerztlichepraxis.de


AkdÄ Newsletter 2005-081
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft informiert:
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Ubichinon (Coenzym Q10):
FDA lehnt warnhinweis auf verminderte Q10-Spiegel unter therapie mit statinen ab


Lipidsenker vom Statintyp können zu verminderten Konzentrationen von Ubichinon (Coenzym Q10) im Serum führen. Da Statine über eine Hemmung der Cholesterinsynthese wirken, könnte dies durch den gemeinsamen Syntheseweg von Cholesterin und Q10 bedingt sein. Ubichinon ist ein Coenzym, das für die mitochondriale und extramitochondriale Energiebereitstellung essentiell ist. Es hat darüber hinaus antioxidative Funktionen. Die klinische Signifikanz der gesenkten Ubichinonspiegel unter Statintherapie ist unklar. Ubichinon wird als Nahrungsergänzungsmittel angeboten und hat vor allem in Japan und in den USA eine hohe Verbreitung. Überzeugende Daten, die den Nutzen einer Einnahme zur Behandlung oder Prävention einer Krankheit belegen, existieren nicht, insbesondere nicht für die Prävention Statin-induzierter Myopathien. In der "Arzneiverordnung in der Praxis" (AVP) ist eine Übersichtsarbeit zu diesem Thema erschienen (1).

In den USA hatten Bürger bei der "Food and Drug Administration (FDA)" zwei Petitionen eingereicht. In der einen wurde von der FDA gefordert, auf Fach- und Gebrauchsinformationen von Statinen eine Warnung vor Risiken durch gesenkte Ubichinonspiegel vorzuschreiben und eine Empfehlung für die Supplementierung mit einem entsprechenden Präparat zu geben (2). In der anderen wurde die Ausgabe von Patienteninformationen mit Warnungen vor den ernsten Folgen eines Statin-induziert gesenkten Ubichinonspiegels verlangt.

Nach einer umfassenden Recherche hat die FDA beide Petitionen mit Hinweis auf die fehlende wissenschaftliche Evidenz für diese Behauptungen abgewiesen (3).

1. Look MP: Ist die Depletion von Ubichinon (Coenzym Q10) ein kritischer Faktor bei Therapie mit Statinen? Arzneiverordnung in der Praxis 2004; 31: 64-65 (Kurzfassung); http://www.akdae.de/25/Langfassungen/Q-10.pdf (Langfassung).
2. http://www.fda.gov/ohrms/dockets/dailys/02/May02/052902/02p-0244-cp00001-01-vol1.pdf. zuletzt geprüft: 06/2005.
3. http://www.fda.gov/ohrms/dockets/dockets/02p0243/02p-0243-pdn0001-vol4.pdf. zuletzt geprüft: 06/2005.

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Coenzym Q10 als Prädiktor für Melanom-Metastasen

Anomal niedrige Plasmakonzentrationen von Coenzym Q10 (CoQ10) sind laut Resultaten einer italienischen Studie bei Melanom-Patienten ein deutlicher Prädiktor für Metastasen.
Vorausgegangene Studien haben über anomal niedrige Plasmaspiegel von CoQ10 bei Patienten mit Tumoren von Brust, Lunge oder Pankreas und Menschen mit Melanomzellen berichtet.
In einer prospektiven Studie untersuchten Wissenschafter unter Leitung von Dr. Luigi Rusciani von der Università Cattolica del Sacro Cuore in Rom den prognostischen Wert der eingangs gemessenen CoQ10-Werte im Plasma von Melanom-Patienten.
117 Patienten mit primärem kutanen Melanom und 125 adjustierte Kontrollen wurden rund 7,5 Jahre lang nachbeobachtet. Das Team maß die CoQ10-Werte im Plasma alle drei bis sechs Monate, wobei es den Grenzwert bei 0,6 mg/l festlegte, um die CoQ10-Konzentrationen in Gruppen mit hohen und niedrigen Werten einzuteilen.
Bei 32,5% der ursprünglichen Melanom-Patienten wurden während des Nachbeobachtungszeitraums Metastasen diagnostiziert. Die CoQ10-Werte waren in der Kontrollgruppe signifikant höher als in der Melanomgruppe (1,27 versus 0,497 mg/l; p<0,0001).
Die Untergruppe der Melanom-Patienten, die Metastasen entwickelten, hatte zu Studienbeginn signifikant niedrigere CoQ10-Spiegel (0,342 mg/l) als Patienten mit höheren Werten (0,572 mg/l).
Eine logistische Regressionsanalyse bestätigte, dass die CoQ10-Konzentrationen im Plasma ein signifikanter Prädiktor für Metastasen waren (p = 0,0013). Patienten mit niedrigen CoQ10-Spiegeln hatten ein rund achtfach höheres Risiko für Metastasen als Patienten mit hohen Spiegeln.
Das metastasenfreie Intervall bei Patienten mit höheren CoQ10-Spiegeln fast doppelt so hoch: 81,53 Monate seit der Diagnose verglichen mit 46,85 Monaten für Patienten mit niedrigen CoQ10-Werten (J Am Acad Dermatol; 2006, 54: 234-241) 27.4.06
 


Keine Wirkung des Koenzyms Q10 bei Morbus Parkinson

15. Mai 2007  aerzteblatt.de

Dresden – Die regelmäßige Einnahme des Koenzyms Q10, (CoQ10) erhöhte in einer randomisierten kontrollierten Studie zwar die Plasmakonzentration des auch als „Vitamin“ beworbenen Nahrungsergänzungsmittels. Sie erzielte jedoch bei den Patienten mit Morbus Parkinson keinerlei klinische Wirkung. Dies teilt die Deutsche Q10-Studiengruppe jetzt in den Archives of Neurology (2007; 64: doi:10.1001/archneur.64.7.nct60005) mit.

CoQ10 ist ein essentieller Bestandteil der Atmungskette in den Mitochondrien. Seit einigen Jahren werden ihm auch antioxidative Fähigkeiten nachgesagt. Es soll die Schädlichkeit der reichlich in den Mitochondrien anfallenden Sauerstoffradikale begrenzen. Damit wurde CoQ10 zu einem Kandidaten zur Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen wie Morbus Huntington und Morbus Parkinson, da Sauerstoffradikale hier für den Untergang von Hirnzellen zumindest mitverantwortlich gemacht werden.

Tatsächlich fand die amerikanische Parkinson Study Group vor Jahren Hinweise auf eine Verlangsamung der Krankheitsprogression unter einer hoch dosierten Therapie mit CoQ10 (Shults CW et al Arch Neurol. 2002; 59: 1541-1550). Die Studie wies jedoch methodische Mängel auf. Außerdem konnte der Beginn einer L-Dopa-Behandlung, ein wichtiger klinischer Endpunkt, nicht hinausgezögert werden. Das wirtschaftliche Interesse einer Firma, die Wirksamkeit einer neuen nanopartikularen Formulierung von CoQ10 zu belegen, bot der Deutschen Deutsche Q10-Studiengruppe um Alexander Storch, Technische Universität Dreseden, die Gelegenheit, die Wirksamkeit in einer neuen randomisierten kontrollierten Studie zu untersuchen. An der Studie beteiligten sich an 13 Zentren 131 Patienten mit gesichertem Morbus Parkinson im Stadium Hoehn & Yahr II-III ohne motorische Fluktuationen.

Die Patienten wurden dreimal täglich mit 100 mg Nanoquinon oder Placebo behandelt. Die Tagesdosis von 300 mg Nanoquinon entspricht in etwa der Dosis von 1.200 mg des konventionellen CoQ10, das in der US-Studie verwendet worden war. Dies belegten auch die jetzt gemessenen Plasmakonzentrationen, die unter der Therapie von 0,99 mg/l auf 4,46 mg/l anstiegen. Es war also genügend Wirkstoff im Blut der Patienten vorhanden.

Doch die erhofften positiven Wirkungen auf die primären Endpunkte – Verbesserungen in den Alltagsaktivitäten der Patienten (Teil II) und den motorischen Fähigkeiten (ADS als Teil IIII der Unified Parkinson Disease Rating Scale UPDRS) – blieben aus. Auch in den sekundären Endpunkten (Gesamt-UPDRS, Hoehn & Yahr, Schwab and England ADL-Score, Fragebogen PDQ39, Gesamteindruck der Untersucher und Montgomery-Asberg Depression Rating Scale) kam es zu keiner signifikanten Verbesserung.

Dennoch geben die Neurologen die Hoffnung nicht auf. Die Studie hat nämlich gezeigt, dass die Dosis von 300 mg Nanoquinon von den Patienten gut vertragen wurde. Die Neurologen sehen deshalb Raum für eine Dosiseskalierung. Doch dass die doppelte Dosis, die jetzt im Gespräch ist, weiterhin sicher und vielleicht auch wirksam ist, muss weiteren Studien überlassen bleiben. © rme/aerzteblatt.de

Links zum Thema

PDF der Studie
http://archneur.ama-assn.org/cgi/reprint/64.7.nct60005v1

Pressemitteilung der Archives
http://pubs.ama-assn.org/media/2007a/0514.dtl#4