COENZYM Q 10
Home Medizin Sportmedizin Doping Mineralien+Elekrolyte Ernährung
| Sportmedizinische
Newsletter zu Vitaminen, Doping, Antioxidantien und Sportmedizin eintragen! oder über diese Mail anfordern Bücher-Ernährung Bücher-Vitamine |
|
Q10 liefert einen wichtigen Baustein zur Energieversorgung jeder einzelnen Körperzelle. Es wirkt stark antioxidativ und unterstützt die Immunabwehr. in flüssiger Form entwickelt ermöglicht es damit eine 3- bis 5-mal bessere Aufnahme der Wirkstoffe. Hier!
| Das
Vitamin, das die Gesundheit organisiert. Vitamin C und Coenzym Q 10. von Günter A. Ulmer Preis: EUR 4,90 Taschenbuch - 48 Seiten Erscheinungsdatum: 1999 Hier bestellen! |
![]() |
![]() |
Zellenergie durch Coenzym Q10. Alles Wissenswerte zum neuentdeckten Vitamin auf einen Blick. von Norbert Messing Preis: EUR 4,35 Taschenbuch - 24 Seiten - Messing, Bad Schoenb. Erscheinungsdatum: Januar 2001 Hier bestellen! |
Coenzym
Q10 - Was ist das überhaupt?
Ubichinone oder Coenzym-Q-Derivate, vitaminähnliche Substanzen,
sind in der belebten Natur allgegenwärtig (= ubiquitär). Im menschlichen Organismus werden bevorzugt diejenigen mit 10 Isoprenresten
als Seitenkette (Coenzym Q10) gebildet. Zur Synthese, zu der alle lebenden Zellen befähigt sind, werden die
Aminosäuren Phenylalanin/Tyrosin und Methionin als Baustoffe, Vitamin B12, Folsäure und weitere B-Vitamine als Katalysatoren
benötigt. Ein Mangel an diesen Nährstoffen könnte u.U. zum sekundären
CoQ-Mangel führen. Da klinische Mangelsymptome beim Menschen aber bislang nicht beobachtet wurden, ist anzunehmen, daß
der Bedarf durch Eigensynthese und über die Nahrung (durchschnittliche Aufnahme: ca. 5-10 mg/d) abgedeckt wird.
Besonders ubichinonreich sind Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchte,
Samen und Nüsse sowie (CoQ ist fettlöslich) Öle. Beim Gemüse
sind es v.a. Broccoli und Spinat. Ubichinone sind Elektronenüberträger in der Atmungskette
und können als Beteiligte am Redox-System des Körpers antioxidativ wirken. Daher wird der CoQ-Einsatz bei durch Radikalwirkung ausgelösten
Krankheiten (Gefäßerkrankungen, Tumorentstehung, sogenannte Alterungsprozessen etc.) sowie Belastungssituationen, die
mit hohem Energie-/ATP-Verbrauch einhergehen, diskutiert. Unter Umständen könnte es gegen die negativen
Folgen von (Herz-)Durchblutungsstörungen hilfreich sein.
| Literatur: Hötzel D.: Ubichinon. Zur Bedeutung von
Ubichinon (Coenzym Q) in der Ernährung.
Deutsche Apotheker Zeitung 15(27), 2501-2510, 1995 Interview mit PD Dr. B. Permanetter: Coenzym Q10. Ernährungs-Umschau, Beilage Ernährungslehre und -praxis 41(10), B47-B48, 1994 Biesalski H.K., Beuker F., Küklinski B., Stüber P.: Co-Enzym Q 10 Prophylaxe und Therapie degenerativer Erkrankungen. Apotheker Journal 15(9), 26-29, 1993 |
Vitamin
C Ursula Wintermeyer Preis: EUR 11,76 Taschenbuch - 134 Seiten (Februar 1998) JETZT bestellen! |
Coenzym Q10: Soviel Gutes ..... sei noch über keine andere Substanz berichtet worden, so ein Prospekt für Bodybuilder. Aber was? Statt die vielen gute Dinge zu nennen, empfiehlt derVertreiber wenige Zeilen darunter den heroischen Selbstversuch: "Ob Q10 Ihnen persönlich Vorteile bringt, müssen Sie selbst herausfinden!" Coenzym Q10 soll die sportliche Leistung steigern, indem es den Elektronenfluß in der Mitochondrienmembran beschleunigt und die ATP-Bildung erhöht. Ein schwieriges Unterfangen, da unser Körper das nötige Q10 selbst bildet und sich dabei nicht von einer exogenen Zufuhr gängeln läßt. Die bisher vorliegenden Studien bestätigen die Sinnlosigkeit von Supplementen für Leistungssportler (European Journal of Applied Physiology 1995/72/S.95-100) Q10 gilt als "Radikalfänger", da es wie ungezählte weitere Feinchemikalien in vitro die Oxidation von LDL-Cholesterin vermindern kann. Deshalb und weil die Synthese im Alter zurückgeht, wird es ab etwa 45 Jahren zur allgemeinen Gesundheitsprophylaxe empfohlen. Prospektive Studien, die einen solchen Effekt belegen könnten, liegen nicht vor. Dagegen sind aus Tierversuchen eine Reihe negativer Auswirkungen bekannt, wie erhöhte Blutungsneigung, Augenschäden und Blutungen an den Nebenhoden (EU.L.E.n-Spiegel 1995/H.2/S.7).
Sport und
Q10 - eine gefährliche Mischung
Malm, C et al: Supplementation with ubiquinone-10 causes cellular damage
during intense exercise. Acta Physiologica Scandinavica
1996/157/S.511-512
Im Unterschied zum aeroben Training kommt es bei intensiver Belastung
zur anaeroben, d.h. unvollständigen Energiegewinnung. Es bildet sich Lactat, spürbar am Muskelkater. In einem Test mit
15 gesunden Sportlern, die entweder 120 mg Q10 oder Placebo erhielten, zeigte sich nach mehreren Tagen intensiven Trainings eine
erhöhte Aktivität der Plasma-Kreatinkinase in der Q10-Gruppe. Das Enzym kommt normalerweise nur im Zellinneren vor, so daß
sein Auftreten im Plasma den Untergang von Zellen anzeigt. Bei hoher körperlicher Anstrengung wirkt Q10 demnach prooxidativ.
Die Bildung freier Radikale steigt, wodurch Körperzellen geschädigt werden.
| Die Vitamin Bibel für das
21. Jahrhundert. Vitamine, Bausteine für ein gesundes und langes Leben. Earl Mindell Preis: EUR 8,64 Taschenbuch - 543 Seiten (1999) Jetzt bestellen! |
|
Antioxidanzien gegen freie Radikale. Gesünder leben mit den Vitaminen C, E und Betakarotin. Stefan R. Voges Preis: EUR 12,68 Hier bestellen! Taschenbuch - 165 Seiten (1997) |
![]() |
Das Coenzym
Q10 ist eine fettlösliche Substanz,
das in den Mitochondrien, insbesondere im Herzen, vorkommt. In zahlreichen Untersuchungen
konnte eine positive Wirkung einer Q10-Behandlung bei Herzerkrankungen nachgewiesen werden. Da Q10 nachweislich die Sauerstoffaufnahme und
die Leistungskapazität erhöht, wird vermutet, dass leistungssteigernde Effekte im Ausdauersport möglich sind.
In Studien mit trainierten Ausdauersportlern konnte jedoch bisher keine Verbesserung hinsichtlich der Herzfrequenz, VO2-max oder
Ausdauerleistung gemessen werden. Weder im Bereich einer maximalen oder submaximalen Belastung.
Die Erkenntnisse zu Q10 deuten heute darauf hin, dass die Substanz in der Behandlung bestimmter Herz-Kreislauf-Erkrankungen erfolgreich sein
kann. Der Einsatz bei gesunden Personen scheint jedoch keine Wirkung zu haben. Insbesondere ist keine Leistungsbeeinflussung bei Sportlern zu
erwarten. Weitere Forschungen über Q10 kann man abwarten. http://members.aol.com/hklimmer/steiger.html
Zahnmedizin:
Q10 ist eines der 'Pseudovitamine' (Ubichinon, Ferment des
Kohlenhydratstoffwechsels; verantwortlich für die
Kettenverzweigung bei der Stärkesynthese).
Ist ein körpereigener Stoff, der unerlässlich für die
Energieproduktion jeder einzelnen Tier- und Pflanzenzelle
ist. Es ist ein essentieller Faktor in der Atmungskette
der Zelle. Ein Mangel, der alters- oder krankheitsbedingt
ist, führt zur Schwächung des gesamten Organismus.
Umgekehrt kann die Zufuhr zusammen mit anderen
Antioxidantien eine vorbeugende Wirkung - besonders auf
das Immunsystem - besitzen.
Entzündetes Zahnfleisch weist einen Mangel an diesem
Enzym auf. Auch die Leukozyten zeigen dann einen Mangel an
diesem Stoff.
Eine Zusammenfassung von 7 Studien zeigt,
dass
die Wirkung
von Coenzym Q 10 bei Zahnfleischerkrankungen bei 70% der
332 untersuchten Patienten zu einer Linderung
führte. Zur Anwendung kommen in der Zahnheilkunde
Lutschdrops ('Belle Ligne GmbH', Karlsruhe).
Auch bei einer durch starken
Alkoholgenuß ausgelösten Hepatitis (Gelbsucht) sind nennenswerte
Erfolge nach einer Ubichinon Q10-Behandlung zu verzeichnen und in einer Studie
festgehalten worden. "Patienten, bei denen zum
Teil neben einer schweren alkoholtoxischen Lebererkrankung eine Leberzirrhose
vorlag, wurden randomisiert einer
Kontroll- und Therapiegruppe zugeordnet....In der Verum-(Antioxidatien)-Gruppe wurden signifikant
geringere Werte für MDA, Bilirubin und Ammoniak gemessen als in der
Kontrollgruppe; die Letalität
betrug in der Kontrollgruppe 40 %, in der Antioxidantien-Gruppe dagegen nur 6,5
% und die durchschnittliche Verweildauer im Krankenhaus war unter
Antioxidantien um sechs Tage verkürzt." (Heft 9/93 des Apotheker-Journals)
Man weiß heute, daß
Alkohol ab einer bestimmten Menge unmittelbar leberschädigend wirkt. Der
tägliche Konsum von Alkohol erhöht das Risiko an einem schweren
Leberleiden zu erkranken. Dabei ist die Leberzirrhose als besonders
tückisch anzusehen, weil in den Anfangsstadien keine oder kaum Beschwerden
auftreten. Nur eine Leberfunktionsprüfung zeigt typische Anomalien auf.
Lebergewebsproben können den genauen Schaden aufzeigen. Die Leber
fördert die Ausscheidung von Arzneimitteln und Toxinen.
Die Leber besteht u.a. aus
zahlreichen Leberläppchen, von denen jedes von Ästen der
Leberschlagader umgeben ist, in denen sich die Leberzellen befinden.
Die Leber ist gemeinsam mit den
Nieren für die Reinigung des Blutes von Giftstoffen, die sich dort
ansammeln, verantwortlich. Die aus dem Blut zu entfernenden Substanzen nimmt
die Leber auf, verändert ihre chemische Struktur, macht sie
wasserlöslich und sondert sie in die Galle ab.
Daß dieser Vorgang der
"Abfallentsorgung" einen hohen Energiebedarf mit sich bringt,
muß nicht besonders erläutert werden. Die Energie-Versorgung ist
wiederum abhängig vom Q10-Spiegel des Körpers. Jedes Organ kann nur
dann seine Aufgaben optimal erfüllen, wenn die dafür notwendige
Energie bereitgestellt werden kann.

Das Coenzym Q10
In den 70er Jahren wurde die lebenserhaltende Funktion des Q10 von dem englischen Forscher Prof. Dr. Peter Mitchell entdeckt. 1978 erhielt er dafür den
Nobel-Preis. Das Coenzym Q10 kommt natürlicherweise in allen Körperzellen vor. Es ist lebensnotwendig, weil es bei der
Umwandlung von Nahrung in Energie eine entscheidende Rolle spielt. Es ist der Schlüssel in
der Produktion der Zellenergie. Weil es überall im menschlichen Körper und in allen
pflanzlichen und tierischen Organismen vorkommt, wird es auch «ubiquinon» (= allgegenwärtig)
genannt. Steht aber den Zellen nicht genug Q10 zur Verfügung, bekommt der Körper zu wenig
Energie und reagiert mit Leistungsabfall und Vitalitätsverlust. Das Coenzym Q10 ist eine lebenswichtige Substanz für alle Körperzellen. Es wird mit der
Nahrung aufgenommen aber auch vom Körper selbst produziert. Ebenso entsteht durch
Belastungen wie Streß, Schlafmangel, körperliche Anstrengung, mangelhafte Ernährung und
Krankheit ein erhöhter Bedarf. der durch Nahrung allein nicht gedeckt werden kann. Q10 kommt
besonders in Fisch, Fleisch, Öl, Nüssen, Getreide und grünen Gemüsesorten vor; dort finden
sich auch kürzere Q-Moleküle mit weniger als 10 »Isoprenyl«-Einheiten. Unsere Leberzellen
verarbeiten diese kleineren Ketten zum vollständigen Q10. Außerdem kann die Leber aus
verschiedenen Aminosäuren selber Q10 herstellen. Ab dem 35. bis 40. Lebensjahr verringert
sich jedoch die Q10-Produktion mit zunehmendem Alter stetig. Dies führt zu einer geringeren
Q10-Konzentration im Körper.
Q10 wirkt in den »Energiezentralen« der Körperzellen, den Mitochondrien. Hier werden die
aufgeschlüsselten Bestandteile der Nahrung mit Hilfe von Sauerstoff in die Zell-Energie ATP
(Adenosin-Triphosphat) umgewandelt. Q10 wirkt bei diesem biochemischen Prozeß als
unersetzbarer Katalysator. Es sorgt dafür, daß der eingeatmete Sauerstoff an die Zellen
gebunden wird. Energie wird in allen Körperzellen benötigt, besonders aber in den stark
beanspruchten Organzellen von Herz und Leber. Jedoch besonders die Muskelzellen (das
Herz ist unser wichtigster Muskel!) brauchen bei körperlicher Leistung eine erhöhte
Energiezufuhr. Insbesondere Leistungssportler ebenso wie gestreßte, ältere, falsch ernährte
oder kranke Menschen haben einen deutlich niedrigeren Q10-Spiegel als durchschnittliche
Vergleichspersonen.
Q10-Mangel führt zu einer Unterversorgung der Zellen mit Energie. Körperlicher und
geistiger Leistungsabfall mit Abwehrschwäche sind die Folgen. Sinkt der Q1O -Spiegel unter
25% des normalen Niveaus, kann es zu empfindlichen Störungen wichtiger Körperfunktionen
kommen.
Die tägliche Nahrungsergänzung mit Coenzym Q10 erhöht nachweislich die Q10-Konzentration im Blut und unterstützt Wohlbefinden und Fitness ohne Nebenwirkungen
oder negative Begleiterscheinungen. In wissenschaftlichen Studien konnte nachgewiesen
werden, daß sich die Q10-Konzentration im Blut durch die tägliche Einnahme von Q10 deutlich
erhöht. Die körpereigene Produktion von Q10 wird durch die Q10-Nahrungsergänzung nicht
gehemmt, sondern ergänzt.
Fünf gute Gründe für die tägliche Einnahme von Q10
Q10 wird von jeder Zelle benötigt
Q10 trägt zur körperlichen Fitneß bei
Q10 ist Ihr wichtiger Energieaktivator
Q10 unterstützt bei Belastungen
Q10 ist frei von allen Nebenwirkungen
Q10 hat auch große Bedeutung als Antioxidans und hilft dem Körper bei der Stabilisierung von freien Radikalen (= instabile Moleküle, die
zellschädigende Wirkung haben). Umwelt-Schadstoffe, Smog, Ozon, Zigarettenrauch, usw. sind
Ursachen für die Bildung von freien Radikalen, die in zu hohen Konzentrationen die Gesundheit
beeinträchtigen und Alterungsprozesse beschleunigen. Seine günstigen Wirkungen kann Q10
insbesondere in Verbindung mit Vitamin E entfalten. http://www.pro-quintus.de/CoenzQ10.htm
Herzkranke und Alte haben weniger Coenzym
Q10
Bei älteren Menschen und Patienten mit Herzmuskelerkrankungen wurden geringere
Mengen an Coenzym Q10 gemessen. Deshalb heißt es, Coenzym Q10 wirke verjüngend
und schütze das Herz. Auch weil es sportliche Leistungen steigern soll, wurde
Q10 schon empfohlen. Doch bei medizinischen Untersuchungen an Sportlern war
keine erhöhte Leistung zu beobachten. Stattdessen ergaben sich Hinweise, dass
Q10 bei hoher Dosierung und großer Belastung sogar die Zellen schädigt. Die
vorliegenden Erkenntnisse reichen daher nicht aus, zur zusätzlichen Einnahme von
Coenzym Q10 zu raten.
Es herrscht kein Mangel am vermeintlichen Wunderstoff Q10
Ubichinone wie Coenzym Q10 sind in der Natur weit verbreitet. Besonders reiche
Quellen sind Fleisch, Fisch, Eier, Butter und Keimöle (Weizenkeimöl,
Maiskeimöl). Relativ große Mengen finden sich auch in Samen und Nüssen,
Hülsenfrüchten, Broccoli und Spinat.
In den meisten pflanzlichen Lebensmitteln kommen Ubichinone allerdings nur in
geringen Mengen vor. Doch die menschliche Leber kann Coenzym Q10 selbst
erzeugen. Ein Mangel an Coenzym Q10 im Körper ist daher ausgesprochen
unwahrscheinlich und wurde bisher nicht beobachtet.http://www.lifeline.de
11.6.2002
| Vitamine. Aktiver Gesundheitsschutz. Bedarf, Mangel, Risiko. Hans-Konrad Biesalski Preis: EUR 15,24 Taschenbuch - 127 Seiten (1996) Hier bestellen! |
![]() |
![]() |
Das
Vitamin, das die Gesundheit organisiert. Vitamin C und Coenzym Q 10. von Günter A. Ulmer Preis: EUR 4,90 Taschenbuch - 48 Seiten Erscheinungsdatum: 1999 Hier bestellen! |
Kritik:
Sport und Q10
Im Unterschied zum aeroben Training kommt es bei intensiver Belastung zur anaeroben, d.h. unvollständigen Energiegewinnung. Es bildet sich Lactat, spürbar am Muskelkater. In einem Test mit 15 gesunden Sportlern, die entweder 120 mg Q10 oder Placebo erhielten, zeigte sich nach mehreren Tagen intensiven Trainings eine erhöhte Aktivität der Plasma-Kreatinkinase in der Q10-Gruppe. Das Enzym kommt normalerweise nur im Zellinneren vor, so dass sein Auftreten im Plasma den Untergang von Zellen anzeigt. Bei hoher körperlicher Anstrengung wirkt Q10 demnach prooxidativ. Die Bildung freier Radikale steigt, wodurch Körperzellen geschädigt werden.
Malm, C et al: Supplementation with ubiquinone-10 causes cellular damage during intense exercise. Acta Physiologica Scandinavica 1996/157/S.511-512
Laaksonen, R et al: Ubiquinone supplementation and exercise capacity in
trained young and older men. European Journal of Applied Physiology
1995/72/S.95-100
Da Coenzym Q10 vor allem älteren Menschen als Leistungsförderer empfohlen wird,
verglich das finnische Forscherteam die Effekte einer jeweils 6wöchigen
Supplementation mit 120 mg Q10 oder Placebo auf jüngere (< 40 J.) und ältere (>
60 J.) gut trainierte Sportler. Durch die Supplemente stiegen zwar die
Q10-Spiegel im Blut, die Gewebekonzentrationen ließen sich jedoch nicht
beeinflussen. Ebensowenig stieg die Ausdauerleistung während des aeroben
Trainings. Im Gegenteil, Junge wie Alte hielten ohne Q10 sogar länger durch.
Anmerkung: Interessanterweise hatten die älteren Männer stets mehr Q10 im
Blut. Demnach stimmen die Werbeaussagen nicht, wonach die Q10-Spiegel ab 40
sinken und Supplemente nötig sind.
Ist die Depletion von Ubichinon (Coenzym Q10) ein kritischer Faktor bei Therapie mit Statinen? Ein deutscher Generikahersteller wirbt dafür, seinen Lipidsenker vom Statintyp mit dem lipophilen Vitaminoid Q10 zu kombinieren. Die Empfehlung gründet auf dem gemeinsamen Syntheseweg des Cholesterins und des Q10. Alle Statine blockieren durch Hemmung des Enzyms HMG-CoA-Reduktase neben der Cholesterinsynthese auch die Biosynthese von Q10.
Seit Beginn der Statin-Ära wurden mindestens fünfzehn Untersuchungen an Menschen, davon neun kontrollierte Studien publiziert, die Statine im Hinblick auf Q10 untersuchten. In acht der neun Studien fanden sich signifikante Beeinträchtigungen des Q10-Status. Auch in Tierversuchen zeigten sich bei sechs verschiedenen Spezies dosisabhängig Q10-Depletion sowie deletäre biologische Effekte unter Statinen. Die negativen Effekte waren durch Vorbehandlung der Versuchstiere mit Q10 vermeidbar. In einer im Juni 2004 erschienenen Arbeit wurde bei kardiovaskulären Risikopatienten gezeigt, dass die Serumkonzentrationen von Q10 unter der Gabe von Atorvastatin 80 mg/Tag bereits nach zwei Wochen signifikant um 50 % reduziert waren (1). Theoretisch können viele der unerwünschten Arzneimittelwirkungen wie Myalgien durch den Q10-Mangel erklärt werden.
Eine Rolle von Q10 wird auch bei der Therapie der Herzinsuffizienz diskutiert. Sollte Q10 einen Nutzen bei der Therapie der myokardialen Pumpschwäche haben und - umgekehrt - kann langfristig die Suppression der endogenen Q10-Synthese durch Statine Probleme verursachen? Wenn ja, ist dies vom Statintyp und/oder von der Dosis abhängig und kann Q10 diese negative Wirkung kompensieren? Wenn Statine eine subklinische Herzinsuffizienz induzieren können oder aber eine bestehende verschlechtern, müsste dies klinisch wie auch an Parametern wie z. B. dem linksventrikulären enddiastolisches Volumen, der Ejektionsfraktion, oder am Verlauf der Konzentration des Brain Natriuretic Peptide (BNP) zu erkennen sein? Insgesamt vermisst man aussagekräftige Endpunktstudien mit Statinen bei Herzinsuffizienzpatienten sowie Studien, die den Zusammenhang zwischen Statinen, Q10 und pathophysiologischen Veränderungen untersuchen.
Der ausführliche Text zu diesem Thema kann unter anderem demnächst in der aktuellen Ausgabe der AVP (Band 31, Ausgabe 3, Juli 2004) nachgelesen werden.
1. Rundek T et al.: Atorvastatin decreases the coenzyme Q10 level in the blood of patients at risk for cardiovascular disease and stroke. Arch Neurol 2004; 61: 889-892.
Option speziell für Kinder und junge Frauen
Ko-Enzym
Q10 (Ko Q10,
Ubichinon) reduziert die Häufigkeit von Migräneattacken und wird obendrein
exzellent vertragen. Damit empfiehlt es sich speziell für Kinder und Frauen
im gebärfähigen Alter.
So kommentieren Dr. Peter Sandor und seine Mitarbeiter von der Universität
Zürich die Resultate ihrer plazebokontrollierten Studie (Neurology 64 [2005]
713–715). Die Schweizer verordneten 42 Migräne-Kranken – Alter 18 bis 65
Jahre – nach einer einmonatigen Plazebophase entweder weiter das
Scheinmedikament oder dreimal täglich 100 mg Ko Q10 in Form einer
wasserlöslichen Präparation.
Ergebnisse im vierten Monat, verglichen mit der Plazebophase: Die
Verum-Gruppe schnitt signifikant besser ab als die Patienten, die weiterhin
das Scheinmedikament erhalten hatten. Die Attackenfrequenz sank von 4,4 auf
3,2 pro Monat; unter Plazebo änderte sich nichts. Die Ansprechrate
hinsichtlich Kopfschmerz-Häufigkeit fiel höher aus: Etwa jeder Zweite konnte
sich unter Ko Q10 einer 50-prozentigen Linderung erfreuen, unter Plazebo nur
jeder Siebte. Mit anderen Worten: Damit ein Patient in diesem Maße
profitiert, müssen insgesamt drei Erkrankte behandelt werden, wie Sandor und
Kollegen als „Number needed to treat“ errechneten.
Sowohl in der Verum- als auch in der Plazebo-Gruppe brach jeweils ein
Teilnehmer die Behandlung komplikationsbedingt ab. März 2005 http://www.aerztlichepraxis.de
AkdÄ Newsletter 2005-081
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft informiert:
**********************************************************************
Ubichinon (Coenzym
Q10):
FDA lehnt warnhinweis auf verminderte Q10-Spiegel unter therapie mit
statinen ab
Coenzym Q10 als Prädiktor für Melanom-Metastasen
Anomal niedrige Plasmakonzentrationen von Coenzym Q10 (CoQ10) sind laut
Resultaten einer italienischen Studie bei Melanom-Patienten ein deutlicher
Prädiktor für Metastasen.
Vorausgegangene Studien haben über anomal niedrige Plasmaspiegel von CoQ10
bei Patienten mit Tumoren von Brust, Lunge oder Pankreas und Menschen mit
Melanomzellen berichtet.
In einer prospektiven Studie untersuchten Wissenschafter unter Leitung von
Dr. Luigi Rusciani von der Università Cattolica del Sacro Cuore in Rom den
prognostischen Wert der eingangs gemessenen CoQ10-Werte im Plasma von
Melanom-Patienten.
117 Patienten mit primärem kutanen Melanom und 125 adjustierte Kontrollen
wurden rund 7,5 Jahre lang nachbeobachtet. Das Team maß die CoQ10-Werte im
Plasma alle drei bis sechs Monate, wobei es den Grenzwert bei 0,6 mg/l
festlegte, um die CoQ10-Konzentrationen in Gruppen mit hohen und niedrigen
Werten einzuteilen.
Bei 32,5% der ursprünglichen Melanom-Patienten wurden während des
Nachbeobachtungszeitraums Metastasen diagnostiziert. Die CoQ10-Werte waren
in der Kontrollgruppe signifikant höher als in der Melanomgruppe (1,27
versus 0,497 mg/l; p<0,0001).
Die Untergruppe der Melanom-Patienten, die Metastasen entwickelten, hatte zu
Studienbeginn signifikant niedrigere CoQ10-Spiegel (0,342 mg/l) als
Patienten mit höheren Werten (0,572 mg/l).
Eine logistische Regressionsanalyse bestätigte, dass die
CoQ10-Konzentrationen im Plasma ein signifikanter Prädiktor für Metastasen
waren (p = 0,0013). Patienten mit niedrigen CoQ10-Spiegeln hatten ein rund
achtfach höheres Risiko für Metastasen als Patienten mit hohen Spiegeln.
Das metastasenfreie Intervall bei Patienten mit höheren CoQ10-Spiegeln fast
doppelt so hoch: 81,53 Monate seit der Diagnose verglichen mit 46,85 Monaten
für Patienten mit niedrigen CoQ10-Werten (J Am Acad Dermatol; 2006, 54:
234-241) 27.4.06
15. Mai 2007 aerzteblatt.de
Dresden – Die regelmäßige Einnahme des Koenzyms
Q10, (CoQ10) erhöhte in einer randomisierten kontrollierten Studie zwar die
Plasmakonzentration des auch als „Vitamin“ beworbenen Nahrungsergänzungsmittels.
Sie erzielte jedoch bei den Patienten mit Morbus Parkinson keinerlei klinische
Wirkung. Dies teilt die Deutsche Q10-Studiengruppe jetzt in den Archives of
Neurology (2007; 64: doi:10.1001/archneur.64.7.nct60005) mit.
CoQ10 ist ein essentieller Bestandteil der Atmungskette in den Mitochondrien.
Seit einigen Jahren werden ihm auch antioxidative Fähigkeiten nachgesagt. Es
soll die Schädlichkeit der reichlich in den Mitochondrien anfallenden
Sauerstoffradikale begrenzen. Damit wurde CoQ10 zu einem Kandidaten zur
Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen wie Morbus Huntington und Morbus
Parkinson, da Sauerstoffradikale hier für den Untergang von Hirnzellen zumindest
mitverantwortlich gemacht werden.
Tatsächlich fand die amerikanische Parkinson Study Group vor Jahren Hinweise auf
eine Verlangsamung der Krankheitsprogression unter einer hoch dosierten Therapie
mit CoQ10 (Shults CW et al Arch Neurol. 2002; 59: 1541-1550). Die Studie wies
jedoch methodische Mängel auf. Außerdem konnte der Beginn einer
L-Dopa-Behandlung, ein wichtiger klinischer Endpunkt, nicht hinausgezögert
werden. Das wirtschaftliche Interesse einer Firma, die Wirksamkeit einer neuen
nanopartikularen Formulierung von CoQ10 zu belegen, bot der Deutschen Deutsche
Q10-Studiengruppe um Alexander Storch, Technische Universität Dreseden, die
Gelegenheit, die Wirksamkeit in einer neuen randomisierten kontrollierten Studie
zu untersuchen. An der Studie beteiligten sich an 13 Zentren 131 Patienten mit
gesichertem Morbus Parkinson im Stadium Hoehn & Yahr II-III ohne motorische
Fluktuationen.
Die Patienten wurden dreimal täglich mit 100 mg Nanoquinon oder Placebo
behandelt. Die Tagesdosis von 300 mg Nanoquinon entspricht in etwa der Dosis von
1.200 mg des konventionellen CoQ10, das in der US-Studie verwendet worden war.
Dies belegten auch die jetzt gemessenen Plasmakonzentrationen, die unter der
Therapie von 0,99 mg/l auf 4,46 mg/l anstiegen. Es war also genügend Wirkstoff
im Blut der Patienten vorhanden.
Doch die erhofften positiven Wirkungen auf die primären Endpunkte –
Verbesserungen in den Alltagsaktivitäten der Patienten (Teil II) und den
motorischen Fähigkeiten (ADS als Teil IIII der Unified Parkinson Disease Rating
Scale UPDRS) – blieben aus. Auch in den sekundären Endpunkten (Gesamt-UPDRS,
Hoehn & Yahr, Schwab and England ADL-Score, Fragebogen PDQ39, Gesamteindruck der
Untersucher und Montgomery-Asberg Depression Rating Scale) kam es zu keiner
signifikanten Verbesserung.
Dennoch geben die Neurologen die Hoffnung nicht auf. Die Studie hat nämlich
gezeigt, dass die Dosis von 300 mg Nanoquinon von den Patienten gut vertragen
wurde. Die Neurologen sehen deshalb Raum für eine Dosiseskalierung. Doch dass
die doppelte Dosis, die jetzt im Gespräch ist, weiterhin sicher und vielleicht
auch wirksam ist, muss weiteren Studien überlassen bleiben. © rme/aerzteblatt.de
Links zum Thema
PDF der Studie
http://archneur.ama-assn.org/cgi/reprint/64.7.nct60005v1
Pressemitteilung der Archives
http://pubs.ama-assn.org/media/2007a/0514.dtl#4