ALTERUNGSPROZESSE

Home   Medizin   Sportmedizin  Doping   Mineralien+Elekrolyte  Ernährung

Sportmedizinische Newsletter
zu Vitaminen, Doping, Antioxidantien und Sportmedizin eintragen! 
oder über diese Mail anfordern
 

Bücher-Ernährung  Bücher-Vitamine
E-mail Adresse hier eintragen!

Einige bekannte Ursachen des Alterns

Programmtheorien-Telomerverlust          Verschleißtheorien -Radikale        Energietheorien         Ernährung im Alterungsprozeß
Faktoren, die die Lebenserwartung beeinflussen 

News:Tödlicher Jungbrunnen: Vor zwei Jahren glaubten Forscher den Jungbrunnen entdeckt zu haben: Sie hatten mit Hilfe eines Eiweißes die Teilungsfähigkeit von Gewebezellen in der  Kulturschale erhöht und ihre Alterung verzögert. Sie nahmen an, über eine Quelle an jungen Reperaturzellen zu verfügen, um altersbedingte Krankheiten zu heilen. Doch dieser Eingriff fördert Tumore. Die Forscher behandeln die Zellen mit dem Eiweiß, dass ewige Jugend verhieß und aktivierten dabei ein gefährliches Krebsgen. Das Krebsgen c-myc spielt bei vielen menschlichen Tumoren eine wichtige Rolle und konnte bei verschiedenen Versuchen nicht ausgeschaltet werden. (Süddeutsche Zeitung, S. V2/11, 26.06.2000
Lebenserwartung: Die Menschen in den 15 Mitgliedsländern der Europäischen Union werden immer älter. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Jungen bei der Geburt beträgt derzeit 74,6 Jahre, die von Mädchen sogar 80,9 Jahre. Das geht aus einem gemeinsamen, gestern veröffentlichten Bericht des EU-Statistikamtes Eurostat in Luxemburg und des Europarates zum vergangenen Jahr hervor. Damit nahm das zu erwartende Lebensalter seit 1980 bei beiden Geschlechtern um rund fünf Jahre zu. Die höchste Lebenserwartung in der Union haben Spanierinnen mit 82,5 Jahren, die geringste portugiesische Männer mit 71,7 Jahren. In Deutschland werden Frauen nach den Angaben 80,6 Jahre alt und Männer 74,5 Jahre. (Süddeutsche Zeitung, S. 6, dpa, 12.08.2000)ew   

Vitamine. Aktiver Gesundheitsschutz. 
Bedarf, Mangel, Risiko.  
Hans-Konrad Biesalski
Preis: EUR 15,24  
Taschenbuch - 127 Seiten (1996)  
Hier bestellen!
Das Vitamin, das die Gesundheit organisiert. Vitamin C und Coenzym Q 10.
von Günter A. Ulmer
Preis: EUR 4,90
Taschenbuch - 48 Seiten
Erscheinungsdatum: 1999
Hier bestellen!
Vitamin C
Ursula Wintermeyer
Preis: EUR 11,76 
Taschenbuch - 134 Seiten (Februar 1998) 
JETZT bestellen!

Warum altern (vergreisen) wir ? Wenn wir nicht so altern würden, wie wir es zur Zeit tun, würden wir nach Meinung von D. Pearson/S. Shaw durchschnittlich etwa 800 Jahre leben, nach Meinung von RM Ness/GC Williams etwa 690 Jahre. Unsere Lebensspanne wäre nur durch Unfälle, Fremd- oder Selbsttötung und nicht altersbedingte Krankheiten begrenzt. Die durchschnittliche Lebenserwartung (LE) hat sich zwar in der letzten Zeit in den Ländern der ersten Welt deutlich erhöht, das maximal erreichbare Lebensalter scheint dagegen seit sehr langer Zeit konstant bei etwa 120 Jahre (122 Jahre) zu liegen, und daran wird sich wohl in der nächsten Zukunft nicht viel ändern. (trotz der Telomerase Diskussion...) In der Bibel wird schon erwähnt, daß nicht wenige Menschen damals etwa 80 Jahre alt wurden.
Heute sind im Alter von 80 Jahren etwa 50% von uns tot, und mit 100 Jahren etwa 99%. Und zur Zeit wächst die Zahl der Menschen über 85 sechsmal so schnell wie die Gesamtbevölkerung.
Eigentlich könnte man meinen, daß Einzeller nicht sterben können, da sie sich durch Teilung vermehren. Sie sind aber dennoch dadurch nicht unsterblich, da sie beim Teilungsvorgang ihre individuelle Existenz einbüssen. Auch die He-La Zellen gelten als unsterblich.
Ob es tatsächlich mehrzellige und gleichzeitig "unsterbliche" Organismen gibt, ist nicht ganz geklärt. Es soll in den USA eine Pflanze geben deren Alter von manchen Forschern auf mehrere Millionen Jahre geschätzt wird.Es gibt etwa 300 verschiedene Theorien des Alterns. Prinzipiell werden zwei Arten von Theorien für das Entstehen des Alterns unterschieden:  die Theorien um die genetischen Ursachen und die sogenannten Verschleiß-Theorien des Alterns. Den ersten Theorien werden etwa 70% der Gründe des Alterns zugeschrieben, und den anderen Ursachen etwa 30%.
Die Vitamin Bibel für das 
21. Jahrhundert.
Vitamine, Bausteine für ein gesundes 
und langes Leben.
 Earl Mindell
 Preis:  DM 16,90 EUR 8,64 
Taschenbuch - 543 Seiten (1999) 
Jetzt  bestellen!
    Antioxidanzien gegen freie Radikale.
Gesünder leben mit den Vitaminen
C, E und Betakarotin. 

Stefan R. Voges
Preis: DM 24,80   EUR 12,68   
Hier bestellen!

Taschenbuch - 165 Seiten (1997) 
 

Neue Chancen / Zellschutz mit Anti - Oxidantien. von Bodo Kuklinski 
Preis: DM 34,80 EUR 17,79
Taschenbuch - 299 Seiten
Hier bestellen!

Programmtheorien
(Genetische Ursachen und Telomerverlust), auch aktives Altern genannt

1. genetische Ursachen (death genes) / erkannte Gene von Caenorhabditis elegans (Minot)

2. Telomerverlust Theorie.  (zuerst geäußert von Olovnikov AM 1973,  Fossel)  Bindegewebszellen können sich nur etwa 50 mal teilen. Dies entspricht der sogenannten Hayflick-Zahl, nach Leonard Hayflick, der dies in den sechziger Jahren zum ersten Mal beobachtet hat. Bei in vitro Versuchen (Wright und Shay) mit Telomerase (inzwischen patentiert) konnte diese Hayflick-Zahl durchbrochen werden. Das Enzym Telomerase beeinflußt die bei jeder Zellteilung ablaufende Verkürzung der Chromosomenenden, den Telomeren. Bei Keimzellen und Blutstammzellen trifft dies nicht zu. Zur Geburtszeit sind unsere Telomere etwa 10000 Basenpaare lang, im Lebensalter von 100 Jahren nur noch etwa 5000 Bp lang. Tumorzellen scheinen dagegen diesen Telomerverlust pro Zellteilung verhindern zu können, in etwa 90% von Ihnen wurde eine Aktivität der Telomerase beobachtet. Zur Zeit glaubt aber niemand, daß eine einzige Substanz alleine die Lebenserwartung positiv beeinflussen kann, und die "Telomer-Uhr" läuft erst nach 200 (manche meinen 120) Jahren ab. Am Hayflick-limit scheint auch das c-fos Gen beteiligt zu sein.
Beim Werner-Syndrom scheint die Hayflick-Zahl erniedrigt zu sein.

3. DNA-Reparatur Mechanismen.  (fehlt noch)

Verschleißtheorien
(Zellschaden - freie Radikale) auch passives Altern genannt und andere Theorien
A Freie Radikaltheorien Denham Harman

A1. Pinealis - Theorie (Rozenschwaig*** 1987, Kloeden,Pierpaoli-Regelson,Maestroni) eine Hormon-Theorie des Alterns
Altern als Folge des Versagens der Zirbeldrüse. Melatonin als "anti-aging" Hormon (Maestroni 1988). Die Zirbeldrüse als zentrale Altersuhr mit einem "bio-inorganischen Zeitmechanismus" (Kloeden 1990). Der Verkalkungsgrad der Zirbeldrüse bestimmt die Fähigkeit der Drüse Melatonin zu produzieren (Reiter RJ 1992 bioessays,Rozencwaig), was einen Einfluß auf die Lebenserwartung haben soll. Die Alterung und Schädigung von nichtteilungsfähigen Zellen (wie den Neuronen) scheint für den menschlichen Organismus ein besonderes Problem zu sein. Melatonin als Sekretionsprodukt der Zirbeldrüse gelangt leichter in das Zytoplasma dieser Zellen als andere Antioxidantien und könnte dort eine Schutzwirkung gegen Radikale entfalten. Möglicherweise sind aber die erforderlichen Dosen zu hoch, und die Einnahme müßte in der Kindheit beginnen und hätte unangenehme Nebenwirkungen. Epithalamin (auch ein Pinealisprodukt) hat offenbar keinen Einfluss.

A2. Mitochondrien - Theorie Mitochondrien haben ihre eigene ringförmige DNA, die 37 Gene enthält. Eine Mutation der mitochondrialen DNA (die nur über die Eizelle der Mutter vererbt wird) kann zu einer Störung des Elektronentransports innerhalb der mitochondrialen Atmungskette führen, was zu übermäßiger Bildung von freien Radikalen führt, die die Mitochondrien selbst und die ganze Zelle schädigen. Das zentrale Nervensystem ist am meisten von der stetigen Energieproduktion der Mitochondrien abhängig.
Es gibt nun die Vermutung (Wallace DC 1992 science), daß eine altersabhängige abnehmende Energieproduktion durch die Mitochondrien erheblich an der Entstehung altersbedingter degenerativer Erkrankungen beteiligt ist ( Alzheimer, Diabetes II, Demenz... ). Außerdem sind Mitochondrien besonders empfindlich für Schadstoffe, die lebenslang auf uns einwirken. In den Mitochondrien fehlen die Histone, die ansonsten DNA-Schäden unwarscheinlicher machen.

A3. Zellschaden / DNA-Schaden Theorie (oxidativer Stress - freie Radikale) Hochreaktive Radikale wirken als starke Oxidantien und können die DNA, Zellmembranen und Proteine schädigen. Ein typisches Beispiel dafür ist der Zellschaden der Substantia nigra bei der Parkinsonkrankheit. Hier kommt es auch zu einer fehlerhaften Bildung des mitochondrialen Protein-Komplex I, was zu verminderter ATP-Bildung und zum Zellschaden führt. (das synthetische Gift MPTP ist Parkinson-auslösend und setzt Radikale frei). Auch überaktive Mikroglia kann durch Bildung von Stickstoffmonoxid und Hyperoxid einen solchen Zellschaden bewirken. Im höheren Alten nimmt unsere Fähigkeit ab oxidative Schäden zu reparieren, und gleichzeitig nimmt der oxidative Stress zu.          Antioxidantien

Energietheorien
B1. Energieverbrauch/Gewichtseinheit-Theorie. Möglicherweise ist der gesamte Lebens-Energieumsatz pro Gewichtsanteil vieler unterschiedlicher Spezies auf einen bestimmten Maximalwert begrenzt. Die langsam kriechende Schildkröte verbraucht pro Gramm Körpergewicht relativ wenig Energie (aufsummiert über ihre Lebenszeit) und lebt relativ lange, während die unruhigere und flinkere Maus nur kurze Zeit lebt. Vereinfacht gesagt: je mehr ein Tier gemessen an seinem Körpergewicht ißt, desto kürzer lebt es.
Beispiele:
Maus: 250 cal/gr = 18 Monate
Schwein: 12 cal/gr = 300 Monate
Dazu passt auch, daß das Fasten oder Hungern einen Einfluß hat auf die Lebenserwartung. Eine lebenslange hypokalorischen Ernährung (CR) erhöht die Lebenserwartung bei Tieren, aber auch bei Einzellern, und ist bis jetzt bei Mäusen, Ratten, Fischen, Fliegen und Spinnen nachgewiesen. Sehr alt gewordene Menschen waren in ihrem Leben meist schlank. Die CR hält diese Tiere länger jung und verzögert das Erscheinen von typischen Alterskrankheiten. Aber auch das Einführen einer CR im Erwachsenenalter hat noch einen Effekt, und kann bei Tieren zum Beispiel die Krebsentwicklung im höheren Alter hinauszögern. Diese Theorie ist wahrscheinlich ein Aspekt der oben genannten Theorie, daß Zellschäden durch reaktive Stoffwechselprodukte die Lebenserwartung eines Organismus beeinflussen. Zur Zeit laufen Beobachtungen an Affen, die eine um 30% verminderte Kalorienzufuhr erhalten. In etwa 20 Jahren wird sich dann herausstellen, ob sie länger gelebt haben als Affen, die freien Zugang zu Nahrung hatten. Eine Abnahme des gesammten Stoffwechsels durch CR scheint nicht die Ursache für die Verlängerung der Lebenserwartung zu sein, da eine Zunahme des Stoffwechsels nach Abkühlung sogar die Lebenserwartung etwas erhöht (j appl physiol 1986 61).

B2. Glukose und AGE-Theorie (Glycation theory of aging von Anthony Cerami). Diabetes als beschleunigtes Altern. Glukose (Traubenzucker) ist ein relativ stabiles Molekül. Unter gewissen Bedingungen (hohe Temperatur, Anwesenheit von Sauerstoff, saure Umgebung) wird allerdings Glukose weniger stabil. Glukose und andere Zucker bilden aufgrund eines nichtenzymatischen Weges mit Proteinen (zum Beispiel Kollagen) Vernetzungen, die Zellfunktionen beeinträchtigen und das Altern fördern. Dieser Vorgang wird auf englisch "nonenzymatic glycosylation (glycation)" genannt und ist auch der Prozess, der das Hämoglobin bei hohen Zuckerspiegeln so verändert, daß sich an der Konzentration des gykosilierten Hämoglobins der Glukosespiegel der Vergangenheit ablesen läßt. Karbonylgruppen des Zuckers binden dabei an Amingruppen der Proteine. Die Bildungsprodukte werden "advanced-glycation end-products", kurz AGE genannt (Baynes 1991). Diese AGEs binden wiederum kovalent an andere Makromoleküle und tragen zu den altersbedingten Schäden wie sie zum Beispiel beim Diabetes bekannt sind, bei. AGEs können auch zelluläre Rezeptoren (zum Beispiel des Fettstoffwechsels) beeinflussen. AGEs scheinen ein Grund für die Abnahme von Muskelgewebe im Alter zu sein. (Es gibt aber auch Stimmen, die der Meinung sind, daß AGEs auch eine positive Rolle spielen, indem sie nämlich dazubeitragen den Körper "zusammenzuhalten"). Auch bei der Alzheimerschen Erkrankung scheinen sie eine Rolle zu spielen, und AGE-Inhibitoren wurden bereits erfolgreich bei Alzheimer erprobt. Auch die Entstehung des grauen Stars wird mit AGE in Zusammenhang gebracht. Eine Arbeit von S Vasan untersuchte Möglichkeiten, diese Vernetzungen mit N-Phenacetylthiazolinum (PTB) zu spalten um den schädigenden Prozess zu stoppen (Vasan S 1996 nature 382 S.275ff). Möglicherweise ist die aus der Diabetesbehandlung bekannte Acarbose in der Lage die AGE-Bildung zu hemmen. Dasselbe wird von Aminoguanidin vermutet. Neben der Glykosilierung durch Glukose gibt es auch eine Fruktosilierung und daher auch eine "AFE-Bildung". Es gibt jedoch auch Stimmen, die der AGE-Bildung keine wichtige Rolle beim Altern beimessen.

B3. Immun - Hypothese (inkl. Thymustheorie)  (Roy Walford ein Anhänger der CR): Im Alter läßt die Immunantwort bei Infektionen nach. Zugleich nehmen die Autoimmunkrankheiten beim älteren Menschen zu. Zeichen des Alterns ist auch die Thymusverkleinerung (Involution) bis hin zum retrosternalen Fettkörper. Im hohen Alter soll es dann zu einem "globalen Versagen" des Immunsystems kommen.

C Andere Theorien:
C1. Kalzium - flux Theorie. (noch nicht fertig)  (Dax 1987, Roth 1990) In alternden Zellen findet sich erhöhtes Kalzium. Dies führt zu einer Hemmung der L-Kanäle (Reynolds u. Carlen 1989). Eine Störung der Zellmembranfunktionen im höheren Alter führt zu einer Störung der Kalziumhomöostase (Mattson 1992). Bei alten Mäuseneuronen soll durch die gestörte Kalziumhomöostase im Alter das Inositolphosphat ansteigen (Hartmann 1993).

C2. Hypothalamische und hypophysäre "Altersuhr" (fehlt noch)

   


Anhang:

Maximale Lebenserwartung einiger Lebewesen in Jahren:

  • Schildkröte: 150
  • Stör: bis 152
  • Mensch: 115 - 120 ( manche meinen 130 oder sogar 170 )
  • Krähe: 118
  • Wale: knapp über 100 Jahre
  • Esel: 100
  • Elefant: 70
  • Schimpanse: 50
  • Pferd: 30 Jahre
  • Hund: etwa 20
  • Maus: 3,5 (38-42 Monate) unter CR (55 bis 56 Monate)
  • Taufliege / Fruchtfliege: 40 Tage
Antioxidanzien gegen freie Radikale. Gesünder leben mit den Vitaminen C, E und Betakarotin. 
Stefan R. Voges
Preis:  EUR 12,68   
Hier bestellen!

Taschenbuch - 165 Seiten (1997) 
Lebenserwartung des Menschen in der Vergangenheit:  (aus unterschiedlichen Quellen) Maximale Lebenserwartung einiger Pflanzen in Jahren: (aus Geo Wissen) Faktoren, die die Lebenserwartung beeinflussen (können oder könnten)*/**: Faktoren die die LE wahrscheinlich nicht beeinflussen (von denen es behauptet wurde): Biomarker des Alterns: Hypothetischer Mensch mit hoher Lebenserwartung. Es müßte eine unfruchtbare oder vorsorglich sterilisierte nicht-rauchende (kaukasische ?) Frau mit hohem Harnsäurespiegel (möglicherweise Gicht) sein, die nur gering Stress ausgesetzt ist da sie insgesamt eher zur geistigen und körperlichen Trägheit neigt, die seit ihrer Geburt hungert und mit Eltern die selbst sehr alt geworden sind, aber zum Zeitpunkt ihrer Geburt jung waren. Sie würde gerade in ihrer Jugend mindestens 8 Stunden täglich schlafen,  gerne Distelöl, Fischöle, vernünftige Mengen an Vitamin E und Knoblauch essen, kalorienreiche Nahrung dagegen meiden und täglich mindestens einmal heftig lachen. Ihre Intelligenz wie auch ihr Einkommen sind nicht besonders hoch, obwohl sie nicht arm ist. Infektionskrankheiten würde sie im Erwachsenenalter mit allen Mitteln aus dem Weg gehen, im Kindesalter allerdings in Kauf nehmen. Sie würde sich regelmäßig waschen und ihre Zähne putzen. Ihr Melatoninhaushalt müßte bis in ein hohes Alter normal sein. Um keinen Unfall zu erleiden würde sie selten das Haus verlassen, öffentliche Strassen und lange Reisen meiden und sich im Auto immer anschnallen. Am Sonntag würde sie zur Kirche gehen (regelmäßige "church goer" haben eine höhere LE).(alles in allem eine eher lustfeindliche aber eben lange Art zu leben)Der zur Zeit älteste Mensch scheint zur Zeit ( Oktober 1998 ) Frau Sarah Knauss zu sein, die am 24.9.98 118 Jahre alt wurde( http://www.grg.org ).
1997 verstarb in Frankreich Frau Jeanne Calment, die 122 Jahre alt wurde und mit 100 noch Fahrrad fuhr. 1986 starb der Japaner Shigechiyo Izumi mit 120 Jahren und 273 Tagen. Ob Herr Wanyingi aus Afrika tatsächlich im Jahre 1870 geboren ist, ist nicht geklärt. Dann wäre er der bei weitem älteste Mensch...    besondere Krankheiten, die mit vorzeitigem Altern etwas zu tun haben: freie Radikale. Die Theorie der Freien Radikalen
1-2% des eingeatmeten Sauerstoffs wird zum giftigen Hydroxylradikal umgewandelt.

    Das Alter ist ein höflich Mann,
    Einmal übers andre klopft er an,
    Aber nun sagt niemand herein,
    Und vor der Türe will er nicht sein,
    Da klinkt er auf, tritt ein so schnell,
    Und nun heißt´s, er sei ein grober Gesell.

        Goethe

Literatur zum Thema.
Spektrum der Wissenschaft  Feb. 1998, Altern, Krebs und Gene
Spektrum der Wissenschaft Juli 1987 A. Cerami et al Glukose und Altern
Artikel in logevity report
Geo Wissen: Altern + Jugendwahn März 1991
CW Hufeland 1796 Makrobiotik oder die Kunst das menschliche Leben zu verlängern
*Manche Methoden/Substanzen die in diesem Zusammenhang getestet wurden änderten auch die Eßgewohnheiten der Tiere. So schmeckt zum Beispiel Chrom nicht besonders gut und die Tiere essen weniger von ihrer Nahrung - und nehmen ab. Dies hat aber schon einen Effekt: den CR Effekt. Daher sind manche Studien regelrecht schwach in ihrer Aussage. Außerdem gelten die meisten der Angaben nur für die eine Tierart an der sie getestet wurden, und sind nicht so einfach auf den Menschen zu übertragen. Die mit (?) markierten Aussagen stehen auf besonders "tönernen" Füßen bzw ich war nicht in der Lage Fakten zum Thema zu finden.
**fett markierte Substanzen oder Mechanismen sind zur Zeit die Favoriten.
***unterschiedliche Schreibweisen des Namens



Ernährung imAlterungsprozeß       VON PAOLO M. SUTER
Die Partnerin, der Partner ist tot, man hat keine grosse Lust mehr, für sich allein zu kochen, isst einseitig und oft lustlos. Eine ausgewogene Ernährung und spezifische Nährstoffe vermögen aber, wie die neuste medizinische Forschung zeigt, den Alterungsprozess und die Entwicklung der Alterskrankheiten zu beeinflussen.
In den letzten Jahren wird dem Zusammenhang Ernährung und Gesundheit, vor allem bezüglich der möglichen Beziehung zwischen Ernährungsfaktoren und der Entwicklung der chronischen Erkrankungen des Alters vermehrte Aufmerksamkeit geschenkt. Die Über-60-Jährigen stellen das am schnellsten wachsende Populationssegment dar. Entsprechend ist es von grossem medizinischem und volkswirtschaftlichem Interesse, wie sich im Verlaufe des Alterungsprozesses der Nährstoffbedarf ändert und inwiefern durch die Ernährung und/oder Ernährungsfaktoren die Entwicklung der chronischen Erkran- kungen des Alters (zum Beispiel Osteoporose oder aber auch Herz- Kreislauf-Erkrankungen) oder sogar der Alterungsprozess beeinflusst  werden können.

Verschiedene Alterungsprozesse
Die einzige Sicherheit, die wir in unserem Leben haben, ist jene des «Älterwerdens». Älterwerden und gesund bleiben ist eine grosse Herausforderung an die biomedizinische Forschung und besonders auch an jedes einzelne Individuum. Verschiedenste Theorien versuchten den Alterungsprozess zu erfassen und zu definieren. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen den sogenannten primären und sekundären Alterungsprozessen. Beim primären Alterungsprozess handelt es sich um die intrinsischen Alterungsphänomene, welche bei jedem Menschen
(wenn auch mit individuell sehr variabler Ausgeprägtheit) ablaufen. Der sekundäre Alterungsprozess umfasst Prozesse und Phänomene, welche infolge der chronischen Alterserkrankungen auftreten (siehe Abb. 1) und zu einer Beeinträchtigung verschiedenster physiologischer Vorgänge führen. So ist der Alterungsprozess mitunter zum Beispiel durch eine Abnahme der Knochenmasse, eine Abnahme verschiedener Immunfunktionen, eine verminderte Kapazität zur Proteinsynthese oder eine Abnahme der Lungenfunktion charakterisiert. Das Ausmass und die Geschwindigkeit der Abnahme dieser physiologischen Funktionen kann durch endogene und auch exogene Faktoren beeinflusst werden. Zu den exogenen Faktoren  gehören der Lebensstil und die Ernährung, im besonderen die Vitamine und Spurenelemente. Vitamine können die Immunfunktion «verbessern», und durch eine adäquate Zufuhr an Kalzium und Vitamin D kann der Entwicklung der Osteoporose entgegengewirkt werden.

Die Theorie der Freien Radikalen
Dass die Ernährung und einzelne Nährstoffe den Alterungsprozess und die Entwicklung der Alterserkrankungen zu beeinflussen vermögen, überrascht nicht. Verschiedenste theroretische Modelle wurden zur Erklärung des primären Alterungsprozesses formuliert (zum Beispiel die
 immunologische Theorie, Kollagentheorie, Cross-Linking-Theorie, Mutationstheorie).Diesen Alterstheorien fehlt meist die Universalität, das heisst sie können nur einzelne altersspezifische Veränderungen oder Aspekte erklären, jedoch nicht auf alle Organsysteme oder den ganzen Körper ausgedehnt werden.Die sogenannte «Freie-Radikale-Theorie» des Alterungsprozesses nach Denham Harman ist wohl die Alterstheorie, welche für die meisten Organsysteme und Funktionskreise des menschlichen Körpers Gültigkeit hat. Diese Theorie besagt, dass Schäden infolge von Freie-Radikale-Reaktionen – das heisst Reaktionen mit ungepaarten Elektronen – den Alterungsprozess mitverursachen und durch die Verminderung und Kontrolle der Freie-Radikale-Reaktionen durch die Einnahme von antioxidativ aktiven Nährstoffen der Alterungsprozess verlangsamt werden kann.Diese Theorie ist attraktiv, trifft jedoch ebenfalls nur in beschränktem Ausmass für den Menschen zu. In der Tat können durch den Konsum von Antioxidantien Schäden infolge von Freien Radikalen reduziert werden. Ein klassisches Beispiel stellt die Beeinflussung der Arteriosklerose durch antioxidative Vitamine infolge der Verminderung der Oxidation verschiedener Blutfette dar. Tierexperimentell bewirkt die Einnahme von grösseren Mengen an Antioxidantien unter anderem eine Abnahme der Energiezufuhr. Dies führt zu einer Drosselung des Stoffwechsels mit einer teilweisen Verminderung der Produktion an Freien Radikalen, andererseits aber auch zu einem Ausbleiben der Entwicklung von Übergewicht. Die verminderte Energiezufuhr führt zu einer Abnahme der Produktion von Freien Radikalen, was
sich auf den primären und den sekundären Alterungsprozess günstig auswirkt. Tierexperimentell konnte durch die Energierestriktion bei adäquater Zufuhr der essentielle Nährstoffe die Lebensspanne verlängert und das Auftreten der chronischen Alterserkrankungen verzögert werden.In der Tat stellt Übergewicht den wichtigsten Modulator der bedeutendsten Erkrankungen der modernen Gesellschaft dar, das heisst des Bluthochdrucks, der Fettstoffwechselstörungen, des Diabetes mellitus und der koronaren Herzkrankheit. Die Häufigkeit dieser Erkrankungen nimmt mit zunehmendem Alter zu, was zum Teil auf die mit dem Alter verbundene Zunahme des Körpergewichtes zurückzuführen ist.

Der Energiehaushalt
Der Energiebedarf nimmt ab dem dreissigsten Lebensjahr kontinuierlich ab. In einer mittlerweile klassischen Studie des amerikanischen National Institute of Aging zeigten Robert McGandy et al. eine Abnahme der Energiezufuhr von 2700 kcal/d im Alter von dreissig Jahren auf 2100 kcal/d im Alter von achtzig Jahren. Dieser Abfall von etwa 600 kcal ist einerseits durch eine Abnahme des Grundumsatzes infolge einer Verminderung der fettfreien Körpermasse und durch eine Verminderung des Energieverbrauchs infolge der Abnahme der körperlichen Aktivität mit dem Alter verursacht. Bei vielen Individuen zeigt sich eine ausgeprägte Abnahme der körperlichen Aktivität (und somit des Energieverbrauchs) mit dem Älterwerden, bei jedoch verhältnismässig zu hoher Energiezufuhr. Letztere Konstellation ist eine der wichtigsten Ursachen für Übergewicht. Bereits in den dreissiger Jahren zeigten McCay und Kollegen, dass durch eine Verminderung der Energiezufuhr im Tierexperiment die Lebensspanne verlängert und das Auftreten der chronischen Erkrankungen des Alters verzögert werden konnte. Mittlerweile stimmen die meisten Gerontologen überein, dass durch eine Reduktion der Energiezufuhr unter Beibehaltung einer genügenden Zufuhr der essentiellen
Nährstoffe (sogenannte «undernutrition without malnutrition») das Auftreten der chronischen Erkankungen im Alter günstig beeinflusst werden kann und so indirekt auch die krankheitsfreie Lebenserwartung. Verschiedenste Studien, wie zum Beispiel die im Rahmen von «Biosphere 2» in Oracle (Arizona/USA) durchgeführten Messungen, haben die in Tierexperimenten erbrachten Erkenntnisse über die Bedeutung der Einschränkung der Energiezufuhr auf die Krankheitsentwicklung und auf ausgewählte Alterungsprozesse beim Menschen zum Teil bestätigt.Die Beibehaltung eines normalen Körpergewichtes verbunden mit genügend körperlicher Aktivität scheint eine meist effiziente und sichere Strategie zur Beeinflussung des sekundären (und zum Teil auch des primären) Alterungsprozesses zu sein. Die Redewendung «Der Mensch ist, was er isst» ist uns allen bestens bekannt. In Anbetracht der hier in Kürze geschilderten Sachverhalte müsste diese Redewendung in Anlehnung an Leonhard Hayflick eigentlich lauten: «Der Mensch ist, was er nicht isst.»

Nährstoffbedarf im Alter
Der Nährstoffbedarf jüngerer Menschen ist nach wie vor ein zentrales und immer noch zum Teil kontroverses Forschungsgebiet. Die Empfehlungen für den Nährstoffbedarf im Alter sind grösstenteils Extrapolationen der Daten von jüngeren Menschen. In verschiedenen Empfehlungen, so auch in den amerikanischen Ernährungsempfehlungen, den sogenannten Recommended Dietary Allowances, entspricht «alt» der Altersgruppe der über 51-Jährigen. Es braucht jedoch nicht besonders betont zu werden, dass ein 51-jähriges Individuum mit einem 80-jährigen Individuum gar nicht verglichen werden kann und der Nährstoffbedarf dieser beiden Extreme sicherlich unterschiedlich ist. In Anbetracht des Umstandes, dass die über 60-jährigen Menschen zu der am schnellsten wachsenden Populationsgruppe gehören, wären diesbezügliche Studien in diesem Alterssegment von grosser Bedeutung. Um den Bedarf an allen essentiellen Nährstoffen decken zu können, sollte die Nährstoffdichte in der Nahrung möglichst hoch sein. Gerade bei alten Menschen ist das aber nur selten der Fall. Diese ungenügende Zufuhr ist für viele Nährstoffe (zum Beispiel Vitamin C, Vitamin B2, Vitamin B6, Zink und andere mehr) im Alter die Hauptursache für einen Mangel. Die Ursachen dafür sind vielfältig und sollen hier nicht näher diskutiert werden. Bei einigen wenigen Nährstoffen (zum Beispiel
Vitamin D oder Vitamin B12) finden sich hingegen altersspezifische Veränderungen des Stoffwechsels.Das Vitamin D spielt eine wichtige Rolle im Kalzium- und Knochenstoffwechsel, aber auch dem Immunsystem. Ältere Menschen zeigen unabhängig von der Jahreszeit durchwegs tiefere Blutspiegel des 25(OH)-Vitamin D. Bis vor kurzem wurde vermutet, dass dies lediglich durch eine ungenügende Zufuhr des Vitamins mit
der Nahrung bedingt ist. Dies trifft jedoch kaum zu, zumal die Nahrung, abgesehen von einigen wenigen Nahrungsmitteln wie zum Beispiel Tiefseefischen oder mit Vitaminen angereicherte Nahrungsmittel, im allgemeinen eine schlechte Vitamin-D-Quelle darstellt. Vitamin D wird aus einer Vorstufe nach UV-Licht-Exposition in der Haut synthetisiert, ins Blut abgegeben und dann in der Leber und der Niere mittels einer
Hydroxylierungsreaktion aktiviert. Das aktivierte Vitamin D bewirkt dann die klassischen Effekte auf die Kalziumaufnahme im Darm sowie die Knochenbildung.Die Vitamin-D-Blutspiegel zeigen eine charakteristische saisonale Schwankung mit den höchsten Werten im Spätsommer nach der Periode der maximalen UV-Licht-Exposition während der Sommermonate. Bei gleicher Sonnenexposition und gleicher Vitamin-D-Zufuhr mit der Nahrung zeigen ältere Menschen tiefere Blut-Vitamin-D-Spiegel. Dies ist auf eine verminderte Kapazität der Haut zur Vitamin-D-Synthese zurückzuführen. Um dieses Handicap aufzuwiegen, müssen ältere Menschen eine entsprechend grössere Hautfläche dem Sonnenlicht aussetzen. Je nach geographischer Lage und Jahreszeit wird auch bei scheinbar adäquater Sonnenexposition kaum Vitamin D in der Haut synthetisiert. Eine sonnenbrandfreie Sonnenexposition während der Sommermonate sollte bei alten Menschen gefördert werden, zumal während der Wintermonate nach Sonnenlichtexposition kaum Vitamin-D-Photoprodukte gebildet werden. Veränderungen der Thermoregulation mit dem Alter bewirken beim alten Menschen eine Sonnenscheu und somit indirekt eine weitere Beeinträchtigung der Versorgung mit Vitamin D.
Durch den Alterungsprozess wird des weiteren auch die Aktivierung des Vitamins in der Leber und der Niere beeinträchtigt. Aufgrund dieser altersspezifischen Veränderungen zusammen mit dem relativ beschränkten Vorkommen von Vitamin D in der Nahrung ist eine medizinisch kontrollierte Gabe von Vitamin D im Alter oft unumgänglich. Osteoporose und Vitamin D

Mangel an Vitamin B12
Auch alterspezifische Veränderungen in den einzelnen Darmab-schnitten können die Versorgungslage einzelner Nährstoffe im Alter beeinflussen. Die häufigste und im aktuellen Zusammenhang wahrscheinlich konsequenzenreichste Veränderung ist die mit dem Alter zunehmend häufiger auftretende degenerative Magenschleimhautveränderung (atrophe Gastritis), welche mitunter durch eine verminderte Kapazität der Säureproduktion charakterisiert ist. Die atrophe Gastritis findet sich bei gut einem Drittel der älteren Menschen, wobei klinische Symptome typischerweise meist fehlen. In den letzten Jahren wurde erkannt, dass bei diesen Patienten in den meisten Fällen eine Helicobacter-pylori- Infektion vorliegt. Der Mangel an Magensäure führt unter anderem zu einem bakteriellen Überwuchs des oberen Magendarmtraktes, was die Absorption von Eisen, Folsäure, Kalzium, Vitamin B12 und von Vitamin K beeinflussen kann. Auch die Verdauung von Eiweiss wird beeinträchtigt. Oft ist bei diesen Patienten eine ungenügende Vitamin-B12-Versorgungslage vorhanden. Vitamin B12 findet sich in der Nahrung praktisch immer an Nahrungseiweisse gebunden. Infolge der veränderten Säureverhältnisse werden verhältnismässig nur geringere Mengen dieses Vitamins von der Eiweissbindung freigesetzt. Die in vermehrtem Ausmass vorhandenen Bakterien binden einen grossen Anteil des freigesetzten Vitamin B12, so dass dieses dann nicht mehr für die Absorption zur Verfügung steht.Weiter wandeln die Bakterien Vitamin B12 in sogenannte Vitamin-B12-Analoge um, welche keine Vitamin-B12-Aktivität mehr aufweisen. Entsprechend häufig finden sich im Alter erniedrigte Vitamin-B12-Spiegel im Blut. Die verminderte Absorption dieses Vitamins ist eine der wichtigsten Ursachen für die Abnahme der
Konzentration dieses Vitamins im Blut mit dem Alter. Da dieses Vitamin zu den wichtigsten Methylgruppenspendern gehört, kann es zur Beeinträchtigung verschiedenster Funktionen kommen.

Vitamincocktails nicht in jedem Fall
Die oben geschilderten Veränderungen finden sich beim sogenannten «normalen» Alterungsprozess, das heisst in der Abwesenheit von Erkrankungen. Beim Vorliegen der bekannten chronischen Erkrankungen werden die alterspezifischen Effekte auf den Stoffwechsel verschiedener Nährstoffe verstärkt. Auch durch die Einnahme von Medikamenten kann der Vitamin- und Spurenelementstoffwechsel ungünstig beeinflusst werden. Wassertreibende Medikamente (Diuretika), wie sie zur Behandlung des Bluthochdrucks und der Herzinsuffizienz eingesetzt werden, bewirken nicht nur einen vermehrten Verlust von Elektrolyten im Urin, sondern auch von verschiedenen Vitaminen (wasserlösliche Vitamine) und Spurenelementen (zum Beispiel Zink). Die Einnahme von Magensäure bindenden Medikamenten verstärkt die Malabsorption von Vitamin B12. Auch das Rauchen beeinflusst den Stoffwechsel einzelner Nährstoffe, was meist in einem Mehrbedarf resultiert (zum Beispiel Vitamin C).Auch wenn viele ältere Menschen keine optimale Versorgung mit verschiedenen Nährstoffen aufweisen, kann aufgrund des aktuellen Wissensstandes eine generelle Einnahme/Verschreibung von Vitaminsupplementen bei alten Menschen nicht empfohlen werden. Vielmehr sollte durch eine optimale ernährungsmedizinische Aufklärung und Betreuung der Konsum von Nahrungsmitteln mit einer hohen Nährstoffdichte gefördert werden. In besonderen Situationen kann letztere Strategie in Kombination mit Vitaminsupplementen kurzfristig durchgeführt werden.

 

Für unsere Zukunft leben und essen
Das Alter ist charakterisiert durch eine Zunahme der Häufigkeit der bekannten chronischen «Alterserkrankungen», deren Wurzeln grösstenteils in der ersten Lebenshälfte zu suchen sind. Diese Erkrankungen führen zu einer Beeinträchtigung und Destabiliserung verschiedenster homöo- statischer Mechanismen, welche einerseits zum beschleunigten Fortschreiten der Entwicklung einer Grundkrankheit oder anderer Krankheiten beitragen. Durch die optimale medizinische Therapie einer Grunderkrankung kann entsprechend oftmals ohne besonderes Hinzutun die Nährstoffversorgung verbessert werden. Ein typisches Beispiel stellt die ungenügende Zufuhr verschiedenster Nährstoffe im Rahmen einer Herzinsuffizienz dar. Die Nahrungszufuhr verbessert sich oft durch die optimale Therapie der Herzinsuffizienz «von selbst».Dass die Ernährung und der gesamte Lebensstil für ein erfolgreiches Altsein und Altwerden von zentraler Bedeutung ist, ist unbestritten. Die Ernährung fürs Alter
beginnt jedoch nicht erst im Alter oder nach der Pensionierung, sondern bereits in der frühen Jugend. Auch wenn viele Aspekte des Alterns noch nicht schlüssig erforscht sind, könnte ein grosser Teil der vorliegende Erkenntnisse in weitaus vermehrtem Ausmass praktisch umgesetzt werden, als dies heute gemacht wird. In Anbetracht der Kostenentwicklung im Gesundheitswesen und dem Wissen um die Bedeutung der Ernährung in der Kontrolle der Pathogenese der chronischen Erkrankungen sowie des Alterungsprozesses sollten wir diesbezüglich konkretere Aktivitäten
entwickeln, bevor wir alle «zu alt» sind.

Dr. Paolo M. Suter ist Privatdozent für das Gebiet «Innere Medizin» und an der Medizinischen Poliklinik des Universitätsspitals tätig.


Der Traum vom langen Leben .Kann Hungern den Alterungsprozeß verlangsamen?
An der University of Wisconsin arbeitet der amerikanische Mediziner Richard Weindruch an dem ehrgeizigen Projekt, den
Alterungsprozeß zu verlangsamen. Bei seinen Versuchstieren hat er schon großen Erfolg:Labormäuse, die durchschnittlich 33
Monate alt werden, leben unter der Obhut von Professor Weindruch rund 45 Monate, also über 30 Prozent länger.

     

Wie alt können wir werden? - Auf der Suche nach dem Geheimnis des Alterns
John Glenn: Senior und Astronaut | Frank L. Douglas: Wichtig ist die Erhaltung der Lebensqualität | Wie alt können wir werden? | Kinder, Kinder - Wenn ich einmal alt bin | Mut zum Merger - Sustainable development cannot be wrong
Bevor Wissenschaftler und Forscher das Elixier für ewige Jugend brauen können, müssen sie verstehen, wie wir altern. Können sie durch ihre Experimente die Kaskade des Alterns schon bald aufhalten oder gar umkehren?
Von Hildegard Kaulen
Der griechische Dichter Hesiod, der vor rund 3000 Jahren gelebt hat, hat uns einiges voraus. Er wußte genau, wie die Lebensspanne des Menschen festgelegt wird. Sie liegt in der Hand von Klotho, Lachesis und Atropos, den Töchtern des Zeus und der Themis. Wie sie dieser Aufgabe nachkommen, ist auf verschiedenen antiken Darstellungen zu sehen. Sie spinnen einen Lebensfaden, den sie am Ende wieder zerschneiden. Das Besondere daran: Die Lebenszeit des Menschen ist über die Länge des Fadens festgelegt. Heute, fast drei Jahrtausende später und nach der Entdeckung der molekularen Grundlagen des Lebens, beginnen wir allmählich zu verstehen, wie unsere maximale Lebensspanne tatsächlich festgelegt wird und warum der Mensch im Verlauf dieser Zeit altert.
Jeder erkennt einen alten Menschen, wenn er ihm gegenübersteht. Altern ist geprägt durch Verschleiß und Leistungseinbußen, die nach der sexuellen Reife einsetzen und bis zum Ende des Lebens langsam und unaufhaltsam fortschreiten. Graue Haare, Falten und Verlust der oberen Hörfrequenzen gehören genauso dazu wie Veränderungen in der Augenlinse und das Schrumpfen des Körpers. Dabei muß man sehr sorgfältig zwischen diesen normalen Zeichen des Alterns und den krankhaften Veränderungen wie Demenz und Osteoporose unterscheiden. Es sind die Alterskrankheiten, die zu den bekannten und bedrückenden Einbußen an Lebensqualität führen.
Altern gilt als etwas, das eng mit dem Leben verbunden ist. Dabei werden eigentlich nur domestizierte Tiere und der Mensch wirklich alt. In freier Wildbahn werden Schwäche und Unachtsamkeit sofort bestraft. Ein Tier, das solche Leistungseinbußen zeigt, wird schnell zur Beute, erkrankt oder verhungert. Einige Lebewesen wie beispielsweise der Hummer oder die Galapagos-Schildkröte werden allerdings auch unter dem Schutz des Menschen nicht alt. Das liegt daran, daß sie unaufhaltsam wachsen und nie eine endgültige Körpergröße erreichen.
Warum der Mensch länger als eine Katze lebt
Altern hat auch immer etwas mit maximaler Lebenserwartung zu tun. Die liegt beim Menschen bei 115 Jahren. Für Leonard Hayflick, Alternsforscher an der University of California in San Francisco, ist es deshalb wichtig zu wissen, wie die maximale Lebensspanne einer Art festgelegt wird. Warum lebt der Mensch eigentlich fünfmal länger als eine Katze, eine Katze fünfmal länger als eine Maus und eine Maus fünfundzwanzigmal länger als eine Fruchtfliege? Die Evolutionsbiologen geben auf diese Frage eine klare Antwort: Ein langes Leben ist die Belohnung für eine erfolgreiche Fortpflanzung. Die Begründung: Damit genügend Nachwuchs gezeugt und großgezogen wird, erhält jede Art eine höhere physiologische Kapazität als dafür unbedingt notwendig ist. Dadurch bleiben noch genügend Reserven, um über die Geschlechtsreife hinaus zu leben. Beim Menschen, dem am höchsten entwickelten Lebewesen, können das Jahre und Jahrzehnte sein. Verdeutlicht werden kann das mit dem Bild einer Uhr, die auch nicht an dem Tag aufhört zu ticken, an dem ihre Garantiezeit endet. Da aber alle Ereignisse nach der Fortpflanzung nicht mehr dem strengen Druck der Selektion unterworfen sind, können sich molekulare Unordnung und Zufallsveränderungen breitmachen.
Der Mensch altert, und die Wahrscheinlichkeit zu sterben nimmt zu. Um im Bild der Uhr zu bleiben: Irgendwann beginnt sie falsch zu gehen und hört schließlich ganz auf zu ticken. Diese Evolutionstheorie erklärt nur, wie die maximale Lebensspanne einer Art zustande kommt. Sie erklärt nicht, wie wir altern und ob es dafür einen zentralen Schalter im Erbgut gibt, oder ob jedes Organ auf seine ganz individuelle Art und Weise altert. Auch auf die Frage, ob der Prozeß aufgehalten oder vielleicht sogar umgekehrt werden kann, gibt die Evolutionstheorie keine Antwort. Das versuchen die verschiedenen Alternstheorien, zum Beispiel das mechanistische Modell.Demnach ist der allmähliche Kräfteverfall im Alter die natürliche Konsequenz einer kontinuierlichen und unvermeidbaren Schädigung der Zellen durch Umwelteinflüsse. Dieser Verschleißprozeß betrifft vor allem solche Organe, deren Zellen sich nicht mehr teilen, wie Gehirn, Herz und Nieren. Nach Ansicht von Rajindar S. Sohal von der South-ern Methodist University in Dallas, Texas, und Richard Weindruch von der University of Wisconsin in Madison sind aggressive Sauerstoffverbindungen die Hauptursache für diese Schädigungen. Diese sogenannten freien Radikale entstehen in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zelle. Hier findet die Energiegewinnung statt, indem ständig Nahrung mit Sauerstoff verbrannt wird. Die dabei freigesetzten Radikale verfügen über mindestens ein ungepaartes Elektronenpaar, das sie unbedingt wieder vervollständigen wollen. Dazu greifen sie bestimmte Strukturen in der Zelle wie beispielsweise die DNA, Eiweiße oder Fette an und schädigen sie.
Verschleiß durch freie Radikale
Der Körper verfügt zwar über Mechanismen, um diese aggressiven Verbindungen abzufangen und die entstandenen Schäden zu reparieren, aber mit der Zeit werden diese Kräfte immer schwächer, und die Zahl der schadhaften Stellen nimmt zu. Die Mitochondrien sind dabei besonders gefährdet, weil sie zwar über ein eigenes Erbgut, aber nicht über die dazugehörigen Reparatursysteme verfügen. Eine schicksalhafte Lücke der Natur. Deshalb gehen im Laufe des Lebens auch immer mehr Mitochondrien zugrunde. Das Fatale: Der Energieumsatz sinkt, der Körper wird schwächer, und der Mensch altert. Ein Prozeß, der mit steigendem Lebensalter exponentiell zunimmt. Auch die vom UV-Licht verursachte Hautalterung geht auf die Wirkung dieser freien Radikale zurück.
Gestützt wird die Radikal-Theorie übrigens dadurch, daß langlebige Organismen einen deutlich niedrigeren Energieverbrauch haben als kurzlebige. Forscher wie Sohal konnten deshalb auch das Leben von Fruchtfliegen verlängern, indem sie die Tiere im Kalten gehalten haben. Das drosselt den Energieumsatz, und es entstehen weniger freie Radikale. Auch mit zusätzlichen Genen im Erbgut, die den Angriff dieser aggressiven Verbindungen entschärfen, läßt sich das Leben der Fliegen verlängern. Mit der Übertragung solcher Gene, wie zum Beispiel dem Gen für Superoxid-Dismutase, hoffen einige Forscher auch den Menschen zum Methusalem machen zu können. Wer darauf nicht warten will, kann versuchen, die freien Sauerstoffradikale mit Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E und dem Beta-Carotin, einer Vorstufe des Vitamins A, abzufangen. Rückendeckung für diese Radikalfänger-Theorie kam übrigens von dem zweifachen Nobelpreisträger Linus Pauling, der im amerikanischen Palo Alto mit einem eigenen Institut die positiven Wirkungen von Vitamin C untersucht hat. Er ist 1994 im Alter von 91 Jahren gestorben. Obwohl der Konsum dieser Schutzfaktoren in den letzten Jahren rapide zugenommen hat, ist bislang noch offen, ob damit das Altern auch tatsächlich verzögert werden kann.
Für die amerikanischen Forscher Wood-ring E. Wright vom Texas Southwestern Medical Center in Dallas und Serge Lichtsteiner von der Geron Coorperation in Menlo Park, Kalifornien, steht noch eine ganz andere Theorie über das Altern im Vordergrund. Sie sind fest davon überzeugt, daß das ganze Geheimnis in der Länge der Telomeren liegt. Das sind kurze Stücke von DNA, die wie Schutzkappen am Ende eines Chromosoms sitzen. Mit jeder Zellteilung geht ein Stück dieser Schutzkappe verloren. Wenn schließlich eine kritische Länge unterschritten wird, hört die Zelle auf sich zu teilen, sie altert und stirbt. Die Forscher wollen diese biologische Uhr jetzt mit einem Trick zurückdrehen. Ihr Hilfsmittel: eine Telomerase, die die Schutzkappen immer wieder verlängert. Sie kommt auch in Keim- und Krebszellen vor, die sich unbegrenzt teilen können und die dabei keine Verkürzung ihrer Telomere erkennen lassen. Wright und Lichtsteiner ist es jetzt gelungen, die Lebensspanne von normalen menschlichen Zellen im Reagenzglas mit einer solchen Telomerase zu verlängern. Ob damit allerdings auch das Leben des Menschen verlängert werden kann, steht noch in den Sternen. Erste Kritik an den Experimenten ist bereits laut geworden. Und Dietrich Schachtschabel, Alternsforscher an der Universität Marburg, unterstreicht diese Kritik noch mit den Worten: "Über eine unbegrenzte Zellteilung allein läßt sich das Altern sicherlich nicht aufhalten. Auch dem allmählichen Funktionsverlust muß etwas entgegengesetzt werden. Außerdem können wir uns mit zellulärer Unsterblichkeit mehr Krebs einhandeln."
Progerie, ein Modell für das Altern
Daß auch einzelne Gene beim Altern eine Rolle spielen, zeigen so seltene Erbkrankheiten wie die Progerie. Sie ist ein Modell für das Altern. Bei der im Kindesalter einsetzenden Form kommt es noch vor dem dritten Lebensjahr zu einem Wachstumsstillstand und einer rapiden Vergreisung. Bei der Form, die auch als Werner-Syndrom bezeichnet wird, beginnt die fatale Kaskade des Alterns mit dem zwanzigsten Lebensjahr. Die Betroffenen ergrauen, ihre Haut wird faltig, sie erblinden am Grauen Star und leiden häufig an Herzkrankheiten, Arteriosklerose, Diabetes und Krebs. Nur vor einer Geißel des Alters bleiben sie verschont: der Alzheimerschen Krankheit.
Kürzlich konnte in den USA die Bauanleitung für das Eiweiß isoliert werden, das für die frühzeitige Alterung beim Werner-Syndrom veranwortlich ist. Es ist eine sogenannte Helicase. Ihre Aufgabe ist es, die spiralig gedrehte DNA zu entflechten. Nur so können Schäden repariert oder die gespeicherte Information abgelesen oder verdoppelt werden. Bei den Menschen mit der Werner-Krankheit ist die Helicase so verändert, daß sie nicht mehr richtig arbeiten kann. Dadurch sammeln sich sehr wahrscheinlich mehr Schäden im Erbgut an, als das normalerweise der Fall ist.
Entdeckt:
Das Gen für Langlebigkeit
Im letzten Jahr haben Wissenschaftler um Gary Ruvkun von der Harvard Medical School in Boston ein Gen für Langlebigkeit bei dem Fadenwurm Caenorhabditis elegans entdeckt. Dieser Wurm kann sein Leben dadurch verlängern, daß er sich abkapselt und in eine Art Winterschlaf verfällt. Das Gen, das für diesen Prozeß verantwortlich ist, hat große ühnlichkeiten mit dem Gen für den menschlichen Insulinrezeptor. Damit wird die Aufnahme des Zuckers in die Zellen reguliert. Nach allem, was man bisher weiß, sind es die Aussichten auf Hungerszeiten, die den Wurm dazu veranlassen, in diese Form der Starre zu verfallen. Fazit: Bei Caenorhabditis elegans kann offensichtlich eine geringer werdende Menge an verstoffwechseltem Zucker den Alterungsprozeß für eine Weile aufhalten.
Wer hungert lebt länger
Hungern scheint übrigens tatsächlich die einzige Möglichkeit zu sein, länger zu leben. Zumindest für Nagetiere, Fische, Spinnen und Taufliegen. Reduziert man zum Beispiel die Kalorienzufuhr von Mäusen um vierzig Prozent, dann leben sie doppelt so lang wie ihre wohlgenährten Artgenossen, und sie bleiben dabei auch noch gesünder. Für den Menschen würden das 1600 bis 1800 Kalorien am Tag bedeuten. Die Theorie: Der Stoffwechsel verlangsamt sich, es entstehen weniger aggressive Radikale, und der Alterungsprozeß wird verzögert. Ob es allerdings tatsächlich hilft, ist derzeit noch offen. Fest steht nur, daß Hundertjährige im allgemeinen mäßige Esser gewesen sind.
Von Zeit zu Zeit werden auch immer wieder Wundermittel zur Verjüngung angepriesen. Ein solches Präparat ist beispielsweise das Dehydroepiandrosteron (DHEA). Die Liste seiner positiven Eigenschaften ist lang: Es soll die Immunabwehr stärken, Gedächtnisleistung und Libido steigern und vor Übergewicht schützen. Für einen Zusammenhang zwischen DHEA und dem Alterungsprozeß spricht die Tatsache, daß seine Konzentration bis zum 25. Lebensjahr ständig ansteigt und dann, wenn die Kaskade des Alterns beginnt, kontinuierlich abnimmt. Wie dieses Hormon allerdings den Kräfteverfall stoppen soll, ist noch völlig offen. Bislang sind nicht einmal die Rezeptoren bekannt, über die es seine positive Wirkung im Körper entfalten soll. Viele Forscher sind deshalb auch sehr skeptisch und warnen vor einer unkontrollierten Einnahme. Das gleiche gilt übrigens auch für die Substanz Melatonin oder für verschiedene Wachstumshormone, die in letzter Zeit als Zaubermittel gegen schlaffe Muskeln und faltige Haut angepriesen worden sind.
Da also kein bahnbrechendes Lebenselixier in Sicht ist, schlägt Leonard Hayflick in seinem Buch "Auf ewig jung?" ein ganz anderes Rezept zur Lebensverlängerung vor. Voraussetzung ist allerdings die Einsicht, daß verschlafene Zeit vertane Zeit ist. Auf der Grundlage dieser Erkenntnis ist sein Rezept ganz einfach: Wer seinen Wecker morgens eine halbe Stunde vorstellt und diese Praxis von seinem 25. bis zum 85. Lebensjahr beibehält, gewinnt 1,25 Jahre an "aktiver Lebenszeit". Statistisch gesehen entspricht das dem Zugewinn, den die Menschheit erzielen würde, wenn es gelänge, den Schlaganfall aus der Welt zu schaffen.
Melatonin. Chancen und Risiken eines Hormons. Ray Sahelian 
Preis: EUR 12,68 
Hier bestellen!

Taschenbuch - 166 Seiten (1997)
Melatonin. 
Schlüssel zu ewiger Jugend,Gesundheit und Fitneß? 
Preis: EUR 7,62 
Taschenbuch - 284 Seiten (1996)  Hier bestellen!

Ein Blick auf den 'Age Scan' führt zum wahren Alter
16.10.2000 - In München hat ein Medizinunternehmen in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität ein Gerät zur Messung des biologischen Alters des
Menschen vorgestellt. Dieser sogenannte 'Age Scan' testet verschiedene Körperfunktionen, die in Verbindung mit Selbsttesten eine Aussage über den körperlichen Zustand des Probanden geben sollen. Die Ergebnisse werden dann mathematisch ausgewertet und das biologische Alter ausgerechnet. Somit könne ein behandelnder Arzt vorzeitig einsetzende Alterprozesse oder körperliche Defizite frühzeitig erkennen und eine entsprechende Behandlung zielgerecht beginnen. (Quelle: Die Welt)

Ullrich Strunz
Für 20,90 Euro
Forever Young
Der Klassiker
jetzt  bestellen
Forever young, Das Ernährungsprogramm
von Ulrich Strunz
Preis: EUR 12,90Taschenbuch
128 Seiten - Gräfe u. U., Mchn.
Erscheinungsdatum: 2000
jetzt  bestellen

Anti-Aging-Trend kann gefährlich sein--Immer mehr Menschen setzen sich starken Gefahren aus, um die eigene Lebenserwartung zu steigern. "Man gefährdet sich zunehmend bei dem Versuch, gesünder zu werden", sagte der Medizin- Professor Reiner Hehrmann in einem dpa-Gespräch wenige Tage vor Beginn der Fachausstellung "Medizin 2001" (2.-4. Februar) in Stuttgart.  Das Zauberwort "Anti-Aging" erinnere in einigen Bereichen sogar an das Doping im Sport. "Und manches, was da heute geschieht beim Versuch, Zellstoffwechsel und Alterungsprozess zu beeinflussen, ist keineswegs legal."  Der Anspruch, ohne veränderten Lebensstil oder neues Genussverhalten aktiver und leistungsfähiger zu werden, werde durch den freien Verkauf der vermeintlichen  "Wunderpillen" unter anderem in den USA und den Niederlanden gefördert. Dort sind laut Hehrmann Substanzen als Nahrungsmittelergänzungsstoffe frei erhältlich, die in Deutschland aus guten Gründen nicht einmal als Medikament zugelassen seien.  Dazu zählte der Stuttgarter Experte den Vorläufer des Testosterons, das so genannte DHEA, dessen Langzeitwirkung "medizinisch und wissenschaftlich überhaupt nicht abgesichert" sei. Auch das Pigmenthormon Melatonin, mit dem der Jetlag verhindert wird, könne vor allem in den USA "in jedem Drugstore gekauft werden". 
Ein Wundermittel gegen das Altern sei nach wie vor nicht in Sicht, wenngleich der genetische Anteil des Alterns lediglich bis zu 20 Prozent ausmache. "Den Rest kann man beeinflussen", sagte Hehrmann. Um bis zu zehn Jahren lässt sich nach Einschätzung von Biologen die biologische Uhr mit entsprechenden Maßnahmen zurückdrehen.  Im Kampf gegen Falten, Haarausfall, Vergesslichkeit und nachlassende Leistungsfähigkeit setzen die Mediziner dabei neben gesundem Lebenswandel vor allem auch auf Hormone. Die Lebensspanne als maximale Anzahl von Jahren, die ein Mensch leben kann, ist nach Meinung vieler Mediziner jedoch nicht verlängerbar: Sie beträgt rund 125 Jahre.  dpa 01.02.2001

Superhormon DHEA
Hier bestellen!
Preis:  EUR 15,24 
Gebundene Ausgabe 190 Seiten

Mitochondrien - Die Uhr des Alterns
Im Laufe des Alterns kommt es zu einer progressiven Abnahme der Linolensäure (18,2), was einhergeht mit einer Zunahme von langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren (22,4 und 22,5). Diese Fettsäuren binden an das Cardiolipin und sind vermehrt anfällig für Oxidation. Durch die Akkumulierung von Cholesterin in den mitochondrialen Membranen nimmt die Rigidität der mitochondrialen Membran zu, die Fluidität nimmt ab. Dies ist verantwortlich auch für den Wasserverlust vieler Organe im Altern. Gleichzeitig wird durch die Abnahme der Fluidität die laterale Diffusion von Plasmamembranproteinen (z.B. Rezeptoren) gestört, dadurch wird die Signaltransduktion im ganzen herabgesetzt. Die Phospholipase-a und –2 stimuliert die Entfernung von oxidierten Membranlipiden. Neuronale Zellen werden durch Ubiquinon sowie durch Nikotinamide, einem Prekursor des NADH, geschützt. Gleichzeitig ist auch das Carnitin ein Schutzfaktor für die mitochondrialen Membranen.


Doping gegen das Altern 
heute werden die Deutschen so alt wie noch nie. Lag die Lebenserwartung um 1900 noch bei 46 Jahren, sind heute beim Mann 74 und Frau 80,6 Jahre erreicht. Die Zahl der Hundertjährigen stieg in Deutschland von 227 im Jahr 1990 auf 828 im Jahr 1999 an. Der Würzburger Humangenetiker Holger Hoehn schätzt die grundsätzlich mögliche Lebensspanne des Menschen auf Grund seiner genetischen Veranlagung auf 110 bis 115 Jahre. Aber äußere Faktoren wie Lebensstil, ionisierende Strahlung, Chemikalienbelastung, Bakterien oder Viren lassen so ein hohes Alter selten zu. Heute sterben Menschen der Industrieländer hauptsächlich an chronisch, sich über Jahre und Jahrzehnte entwickelnden degenerativen Alterserkrankungen: Herzkreislauf- und  Krebserkrankungen. 
Wundermittel Hormonvorläufer DHEA
Der Ulmer Arzt Alfred Wolf schildert, worauf es an kommt, wenn einer dem Altern vorbeugen will: "Der Lebensstil ist letztlich das A und O. Wer nicht raucht, in Maßen trinkt und Sport treibt, hat bessere Chancen, alt zu werden." Er gibt seinen Patienten Tipps zu Lebensstil, Anti-Stress-Training, speziellen Nahrungsergängzungsmitteln (Mikronährstoffe, z.B. Antioxidantien) und eventuell  Hormonsubstitution mit Testosteron, Östrogen, Progesteron, dem Hormonvorläufer DHEA (Dehydroepiandrosteron) oder dem Wachstumshormon HGH. "Natürlich machen wir vor einer Hormongabe eine umfassende Risikoabschätzung, anhand derer die Dosis bestimmt wird", betont Wolf.  Der Run auf die Hormone wird inzwischen von Prominenten unterstützt. So wirbt Iris Berben in ihrem Buch "Älter werde ich später" für alle möglichen Mittelchen der Anti-Aging-Welt. Neben Sport, gesunder Ernährung und der obligatorischen Hautpflege mit speziellen Cremes die Vitamine A,C,E, Detacarotin sowie Enzyme enthalten, berichtet sie unter anderem, sie schlucke seit bereits zehn Jahren DHEA – das laut Berben Bindegewebe strafft, Muskeln, Knochen und Gelenke stärkt. Mediziner nehmen an, dass ein DHEA-Mangel zu allgemeinen Befindlichkeitsstörungen, Schlaflosigkeit, relativer Immunschwäche oder Osteoporose beiträgt.     Weil nun die natürliche Konzentrationen von DHEA im Blut mit dem Alter um bis zu 80 Prozent zurück geht, sei es zu einer "Hochstilisierung von DHEA zu einer Anti-Aging-Substanz" gekommen, meint Christoph Bamberger vom Hamburger Uni-Krankenhaus Eppendorf: "Die funktionelle Bedeutung von DHEA ist unbekannt." Größtenteils fehlten Langzeitstudien zu Anti-Aging-Hormonen. Die Endokrinologin Wiebke Arlt von der Universitätsklinik Würzburg warnt: "Erste Daten deuten auf ein teilweise unkalkulierbares Risiko hin."
Männliche Wechseljahre 
Immerhin zeigen weitgehend etablierte Therapien mit Hormonen, wie wichtig die richtige Dosierung und wie potenziell gefährlich die Stoffe sind. So lässt sich nicht von der Hand weisen, dass eine Hormonersatztherapie bei Frauen in einem Zusammenhang mit der Entstehung von Brustkrebs stehen kann. Inzwischen haben Forscher nun auch ein männliches Klimakterium entdeckt und für behandlungswürdig befunden. Dem linearen Abfall männlicher Sexualhormone im Laufe eines Lebens, begegnen sie mit Androgenen, Östrogenen, DHEA, Wachstumshormon oder Melatonin. "Wir sind am Beginn der Hormonsubstitutionstherapie beim Mann und die meisten unserer Überlegungen basieren auf Hypothesen und Spekulationen", mahnt Markus Metka aus Wien.  Mehr klinische Untersuchungen, zu Risiken, Vorteilen und möglichen Nebenwirkungen seien dringend  notwendig. Insofern wundert das Urteil des Stuttgarter Endokrinologen Reiner Hehrmann nicht: "Manches, was da heute geschieht beim Versuch, Zellstoffwechsel und Alterungsprozess zu  beeinflussen, ist keineswegs legal." Das Zauberwort Anti-Aging erinnere ihn in einigen Bereichen sogar an Doping im Sport. Und Ulrike Sonner vom Münchener Stop Aging Institut gibt den allgemeinen gesundheitsfördernden Rat: "Im Prinzip kann jeder Anti-Aging-Programme machen, indem er nicht raucht, wenig trinkt, normal isst und sich bewegt."
Beatrice Lugger ist freie Wissenschaftsjournalistin in München    Stand: 28. Mai 2001 Ausschnitt aus www.netdoktor.de

 

Zurückhaltung beim Essen kann das Leben verlängern - zumindest bei Mäusen.
Eine Gruppe von Zwergmäusen, die von  Wissenschaftlern in den USA auf strenge Diät gesetzt wurde, lebte im  Durchschnitt rund die Hälfte länger als wohlgenährte Artgenossen, wie das  britische Wissenschaftsmagazin "Nature" in seiner neuesten Ausgabe berichtete.  Die Diät-Mäuse hätten dann ein Alter erreicht, das auf menschliche Maßstäbe  übertragen etwa 150 Jahren entspreche.Das Team um den Wissenschaftler Andrzej Bartke von der Southern Illinois  State University hatte für das Experiment eine Gruppe von Ames-Zwergmäusen in  zwei Untergruppen geteilt. Die eine Untergruppe bekam täglich eine normale  Futtermenge vorgesetzt, während die andere systematisch auf einen Pegel von 70  Prozent gedrosselt wurde. Die Forscher vermuten, dass bestimmte Hormone den  Stoffwechsel der Mäuse je nach Futterangebot regulieren und dadurch die  Lebensdauer beeinflussen. Die Ames-Zwergmaus gilt schon bei herkömmlicher  Ernährung als Methusalem unter den Mäusen: Wegen genetischer Besonderheiten lebt sie etwa 50 bis 60 Prozent länger als andere Mäusearten. London, 21. November (AFP) -


Zellalterung: Zufall stärker verantwortlich als Gene
London (dpa) - Das Altern von Zellen hängt nach Ansicht von US- Forschern zum großen Teil von Zufällen ab und nicht von den Genen. Das berichtet das Team um Laura Herndon von der State University of New Jersey (USA) im britischen Wissenschaftsjournal "Nature" (Bd. 419, S. 808). Die Biologen hatten die Zellalterung beim Fadenwurm Caenorhabditis elegans untersucht. Bei Mutanten des Wurms, die wegen einer genetischen Veränderung fast doppelt so lange leben können, begann der Verfall von Muskelzellen den Wissenschaftlern zufolge aber mitunter früher als bei normalen Würmern. Die Forscher schließen daraus, dass die beobachtete Zellalterung stärker von zufälligen Ereignissen im Leben einer Körperzelle abhängt, etwa der Beschädigung der Zellmembran, als von einem genetischen Programm. Dies bedeute einen wichtigen Fortschritt zum Verständnis der Alterungsprozesse von Zellen, heißt es in einem begleitenden Kommentar in derselben "Nature"-Ausgabe. Die Forscher hatten Muskel- und Nervenzellen mit Hilfe von Floureszenzfarbstoffen markiert und verfolgten deren Schicksal unter dem Mikroskop. Dabei beobachteten sie zudem, dass die Alterung von Muskelzellen beim Fadenwurm ähnlich abläuft wie beim Menschen. Von einem bestimmten Zeitpunkt im Leben von Würmern und Menschen nehmen Muskelmasse und Körperkraft kontinuierlich ab. Mediziner sprechen hierbei von Sarcopenie. Die Nervenzellen der Würmer veränderten sich dagegen kaum und zeigten keine Funktionsausfälle.
24. Oktober 2002 netdoktor


Lebenserwartung: Heute geboren - 100 Jahre alt werden
Rostock (dpa) - Im Jahr 2102 könnten die Deutschen ein Volk der Hundertjährigen sein. Etwa die Hälfte der heute in der Bundesrepublik geborenen Mädchen und fast jeder dritte Junge wird nach Berechnungen des Rostocker Max-Planck-Instituts für demografische Forschung mindestens 100 Jahre alt. «Diese Annahme für die Jahrgänge ab 2002 basiert auf der Auswertung der bisherigen Lebenserwartung der Menschen und ist durchaus realistisch», sagte der Institutsdirektor James W. Vaupel am Mittwoch in Rostock. So hätten etwa in den alten Bundesländern im Jahr 1980 noch 535 Menschen ihren 100. Geburtstag gefeiert, 1998 seien es bereits 2501 Menschen gewesen. Im Osten wurden dem Institut zufolge 1998 genau 447 Menschen 100 Jahre alt. Auch die Gruppe der Menschen mit einem Alter von mehr als 110 Jahren habe seit den ersten «Fällen» in den 60er Jahren bis heute deutlich zugenommen, sagte Vaupel. In Deutschland lebten dem Institut zufolge im vergangenen Jahr sechs Menschen, die 110 Jahre und älter waren. Insgesamt hätten bundesweit bisher etwa 30 Menschen dieses Alter erreicht oder überschritten. Dem Phänomen der extremen Langlebigkeit wolle das Rostocker Institut in den kommenden Jahren auf den Grund gehen, kündigte der Wissenschaftler an. Gemeinsam mit der Universität im französischen Montpellier werde dazu in Rostock eine internationale Datensammlung aufgebaut werden. Das 1996 in Rostock gegründete Institut ist in einen Neubau auf dem Gelände der ehemaligen Neptunwerft umgezogen. In dem modernen, rund elf Millionen Euro teuren Gebäude beschäftigen sich derzeit rund 30 Wissenschaftler und knapp 20 Doktoranden mit der demografischen Entwicklung in Deutschland, Europa und der Welt. Insgesamt arbeiten in der Rostocker Einrichtung derzeit rund 100 Mitarbeiter.5. Dezember 2002 netdoktor


Krebs im Alter: Sind Telomere die Ursache?
Welche Rolle spielen die Enden von Chromosomen, die Telomere, wenn eine Tumorkrankheit im Alter entsteht? Dieser Frage geht ein Forscherteam um Privatdozent Dr. Karl Lenhard Rudolph aus der Abteilung Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) nach.
Telomere bilden die Endstücke menschlicher Chromosomen, sie schirmen die Erbsubstanz ab und schützen sie vor Schäden. Bei jeder Zellteilung verkürzen sich jedoch die Telomere; dadurch ist die Teilungsfähigkeit menschlicher Zellen auf 50 bis 70 Zellteilungen begrenzt. Diese "Uhr" scheint die Regeneration von Organen und Geweben während der Alterung zu begrenzen. Gleichzeitig schützt der Mechanismus vor Krebswachstum, da sich auch bei Tumorzellen die Telomere verkürzen und so die entarteten Zellen "altern" und schließlich absterben lassen.
Neuere Forschungsergebnisse lassen jetzt einen gegenteiligen Effekt vermuten: Durch verkürzte Telomere können möglicherweise auch vermehrt Tumore auftreten, weil die Chromosomen instabil werden - die chromosomale Instabilität ist ein Hauptmechanismus für Krebs im Alter. "Wir glauben, dass dadurch mikroskopisch kleine Tumoren bei alten Menschen entstehen", sagt Privatdozent Dr. Karl Lenhard Rudolph. Dabei spielt wahrscheinlich das Enzym Telomerase eine wichtige Rolle. Mit Hilfe der Deutschen Krebshilfe möchte das Forscherteam nun diese Hypothese experimentell untersuchen, um neue Möglichkeiten der Vorbeugung und Behandlung von Tumoren im Alter zu finden. http://www.journalmed.de
Rückfragen:
PD Dr. Karl Lenhard Rudolph,
MHH-Abteilung Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie,
E-Mail: Rudolph.Lenhard@mh-hannover.de
Quelle: Medizinische Hochschule Hannover 02.11.2004 Infos für Ärzte


Mit prähistorischen Pflanzenmineralien zum langen und gesunden Leben
Von Barbara Simonsohn in Zusammenarbeit mit Bodo Baginski.

Wir sind laut der renommierten Bertelsmann-Stiftung ein Selen- und Magnesium-Mangelland. Die Gründe liegen am sauren Regen und der industriealisierten Landwirtschaft. Der pH-Wert im Boden verschiebt sich Richtung „sauer“, und die Pflanze kann dann die vorhandenen Spurenelemente nicht mehr aufnehmen. Was nicht mehr in der Pflanze ist, kann nicht im Menschen oder
Tier sein, welche die Pflanzen zu sich nehmen. Ohne Mineralien können Vitamine nicht verstoffwechselt werden. Wir verhungern sozusagen an vollen Töpfen, leiden bei einem Überangebot an Kalorien unter Vitalstoffdefiziten. Dies schränkt unsere Lebenserwartung und Lebensqualität empfindlich ein. Das Autorenteam Shalila Sharamon und Bodo Baginski haben in ihrem neuen Buch „Heilung aus der Ur-Natur“ diese Zusammenhänge spannend dargestellt und eine Lösung gefunden: kolloide Pflanzenmineralien aus amerikanischen Urwäldern der Kreidezeit. Hier kommen sie selbst zu Wort.

Zu allen Zeiten haben die Menschen versucht, ihre Lebensspanne zu verlängern. Auf der Suche nach ewiger Jugend pilgerten sie zu magischen Jungbrunnen und Alchemisten suchten nach dem Lebenselixier, das Krankheiten heilen und den Tod hinausschieben sollte. In unserer Zeit hat die moderne Medizinwissenschaft die Rolle der Alchemie übernommen. Sie kann dabei mit einigen bemerkenswerten Erfolgen aufwarten.

So erreichte keine Generation vor uns ein durchschnittliches Lebensalter von 76 bis 79 Jahren. Verbesserte Hygiene und medizinische Errungenschaften haben unserer Lebenserwartung in den letzten 100 Jahren mehr als die Hälfte hinzugefügt. Leider bedeuten die gewonnenen Jahre bisher noch nicht, länger jung zu sein. Stattdessen sind wir länger alt. Immer mehr Menschen erleben den körperlichen und geistigen Verfall, der mit dem zunehmenden Alter einhergeht. Wer heute beispielsweise in Deutschland stirbt, hat eine durchschnittliche Krankheitsgeschichte von 29 Jahren durchlitten.

Die Regierungen beobachten diese Entwicklung mit einiger Sorge. Eine weitere, bedeutsame Verlängerung der Lebensspanne würde zu einem Bankrott der heutigen Renten- und Krankenversicherungssysteme führen, die in geburtenarmen Ländern schon in nächster Zukunft unter der Last einer alternden Bevölkerung zusammenzubrechen drohen.

Die voraus denkenden Japaner haben bereits eine Lösung für dieses Problem gefunden. Durch eine weitgehende Automatisierung in der Industrie bleibt das volkswirtschaftliche Einkommen gesichert und die Alten können mitversorgt werden. Inzwischen gibt es in Japan schon ganze Städte, in denen fast nur alte Menschen leben, versorgt und gepflegt werden. Andere Regierungen schieben das Problem der Überalterung vor sich her und überlassen es den nachfolgenden Generationen, sich damit auseinander zu setzen.

Derweil vertreten ernstzunehmende Forscher die Meinung, dass in nicht allzu ferner Zukunft eine Lebensspanne von 120 oder gar 140 Jahren Routine werden kann. Diese Zahlen sind nicht aus der Luft gegriffen. Der Mensch gehört zur Kategorie der Säugetiere und bei unseren „jüngeren Geschwistern“ haben Wissenschaftler etwas Interessantes entdeckt. Die Lebensspanne von Säugern beträgt in der Regel das 6- bis 7fache ihrer Wachstumsphase. Ein Hund ist beispielsweise nach 2 Jahren ausgewachsen und lebt insgesamt 12 bis 14 Jahre. Ein entsprechendes genetisches Programm wird auch beim Menschen vermutet. Der Homo sapiens braucht bis zur vollen Reife etwa 20 Jahre. Demnach müssten wir eigentlich 120 bis 140 Jahre alt werden. Auf die gleiche Zahl kommen Wissenschaftler, welche die Zellteilung studieren. Offenbar ist der Mensch das einzige Säugetier, das sein ihm zugemessenes Potential an Lebensjahren nicht erreicht.

Warum wir alt werden? Schauen wir uns zunächst an, was den Alterungsprozess auslöst. Es gibt zwei große Theorien über das Altern. Befürworter der Fehlertheorie sehen Altern als die unvermeidliche Folge des Verschleißes von Zellen und ihrer Erbsubstanz durch schädigende Einflüsse an. Vertreter der Programmtheorie sind überzeugt, dass Altern und Tod nach einem genetischen Programm ablaufen und somit ein ureigenster Teil des Lebens sind.

Für beide Theorien gibt es schlüssige Beweise. Die Fehlertheorie: Es steht außer Zweifel, dass sich im Laufe eines teilungsfreudigen Zelllebens zunehmend Fehler einschleichen. Zwei Hauptfaktoren sind daran beteiligt: Schäden durch freie Radikale und Verschlackung. Von den Eskapaden freier Radikaler haben wir bereits ausführlich berichtet. Die Elektronenräuber können alle wichtigen Moleküle im Körper angreifen und degenerative Prozesse in Gang setzen. Sie beschleunigen den Alterungsprozess, indem sie Zellen töten, miteinander vernetzen oder so verändern, dass sie die ihnen zugewiesenen Aufgaben nicht mehr erfüllen können.

In zwei Bereichen unseres Körpers sind ihre Angriffe besonders folgenschwer: • Freie-Radikale-Schäden an den Arterienwänden und am Cholesterin fördern die Ansammlung von Ablagerungen in unseren Adern (siehe dazu „Herz-Kreislauf-Erkrankungen“). Die zunehmende Verengung hungert nicht nur Herz und Hirn systematisch an Sauerstoff und Nährstoffen aus – alle Organe und Gewebe können von der Minderversorgung betroffen sein und ihre Vitalität einbüßen. Wenn sich dann noch in Folge von Stress und Anspannung unsere Adern zusammenziehen, kann es in den Zellen zu Perioden völligen Sauerstoffmangels kommen.

Gesund und fit bis 120?

Nun führt nicht nur, wie zuvor beschrieben, ein Zuviel an Sauerstoff zur Überproduktion von freien Radikalen. Eine besonders destruktive Art der angriffslustigen Moleküle entsteht auch bei einem Mangel an Sauerstoff. Gravierende Zellschäden sind die Folge. Verletzungen der DNS können dazu führen, dass die Zelle unbrauchbar wird oder mutiert. Neben den Schäden durch freie Radikale trägt die fortschreitende Verschlackung zum Altern unserer Zellen bei. Ablagerungen in den Zellzwischenräumen behindern die Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff, den Abtransport von Abfall sowie die Kommunikation der Zellen untereinander.

In den Zellen selbst sammelt sich ebenfalls Schutt an und zwar in Form einer süßen, klebrigen Masse, Lipofuscin genannt. Aus Zellabfällen stammende, oxidativ geschädigte Proteine (auch hier sind wieder freie Radikale beteiligt) und andere Makromoleküle reagieren auf verhängnisvolle Weise mit Glukosemolekülen: Sie „karamellisieren“ ähnlich wie bei der Herstellung von Bonbons. Die verzuckerten Moleküle bilden nutzlose Batzen, die sich in den Zellen zunehmend ansammeln. Unter dem Mikroskop zeigen sie sich als gelbliche oder bräunliche Flecken, dem so genannten Alterspigment. Der klebrige Abfall „verstopft“ die Zellen von innen her. Er trägt zur Versteifung von Gliedern und Geweben bei und korreliert mit einer abnehmenden Zellfunktion. Vermutlich kann er sich auch an die DNS anheften und ihre Funktion behindern oder verfälschen.

Welche Zellen am stärksten von der „Verstopfung“ betroffen sind, hängt von der Energieproduktion der Zelle und der Geschwindigkeit der Zellteilung ab. Die größte Ansammlung von Alterspigment findet sich in Muskeln und Nervenzellen, die sich bis auf wenige Ausnahmen gar nicht teilen. Tatsächlich sind die allermeisten dieser Zellen so betagt wie ihr „Besitzer“. Die alten Zellen haben jedoch einen großen Vorteil: Sie erkranken so gut wie nie an Krebs. Wir haben noch nie von einem Herzmuskel- oder Nervenkrebs gehört. Gehirntumore gehen nicht von Nervenzellen im Gehirn aus, sondern von den so genannten Gliazellen, welche die Nervenzellen nähren und versorgen.

Auf der anderen Seite der Skala befinden sich unsere Haut und die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes. Sie werden aufgrund ihrer großen Beanspruchung besonders schnell „abgewetzt“. Um den Schaden zu ersetzen, müssen sich die verbliebenen Zellen fortlaufend teilen. Auch Immunzellen erleiden große Verluste und werden ständig nachgeliefert. Die schnellen Teiler unter den Zellen sammeln zwar kaum Alterspigment an, doch kann die DNS, in der die Baupläne der Zellen niedergeschrieben sind, mit jeder neuen Kopie stärker mutieren. Die Funktionstüchtigkeit der Zelle sinkt und das Krebsrisiko steigt.

Nun ist unser Körper mit ausgetüftelten Mechanismen ausgestattet, welche Schäden verhindern oder reparieren. Den wohl wichtigsten Schutz bietet das Antioxidantsystem, das die meisten freien Radikalen abfängt, bevor sie ihr zerstörerisches Werk beginnen können. Unser Reparatursystem nimmt sich entstandener Schäden an. Ein in die Zellen eingebautes Selbstmordprogramm sorgt dafür, dass irreparabel geschädigte Zellen zerstört und aus dem Weg geräumt werden. Die Zelle zerfällt in winzige Teilchen, die von Makrophagen gefressen oder von den umliegenden Zellen absorbiert werden. Die Nachbarzellen spüren die entstandene Lücke und ersetzen den Verlust durch Teilung.

Die Vertreter der Fehlertheorie verstehen Altern letztendlich als ein Versagen der Mechanismen, mit denen die Natur das angemessene Funktionieren unseres Körpers zu erhalten versucht. Leider werden diese Systeme ständig über ihre Kapazität hinaus beansprucht. Umweltverschmutzung, Säure bildende und mit Chemikalien aufgepeppte Nahrung, Nebenwirkungen von Medikamenten und der Stress des modernen Lebens lassen die Waage leicht umkippen und beschleunigen den Verfall.

Könnten wir Zellschäden und Verschlackung ausschalten und die makellose Gesundheit eines 10- bis 12-jährigen erhalten, müssten wir nach der Berechnung einiger Wissenschaftler im Durchschnitt 120 Jahre alt werden.

Nun gibt es keinen Menschen, der dieses Ziel auch nur annähernd erreicht. Schuld daran ist eine Art innere Uhr, mit der unsere Erbanlagen ausgestattet sind. Damit sind wir bei der zweiten Theorie des Alterns, der genetischen Programmierung angelangt. Die Programmtheorie Wenn wir die Zellen von alten und jungen Menschen unter dem Mikroskop vergleichen, können wir die alten Zellen der alten Menschen leicht an ihrem Alterspigment erkennen. Junge Zellen von alten Menschen sind von den jungen Zellen junger Menschen auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden.

Erst auf der Ebene der Chromosomen finden wir verräterische Zeichen. Dort haben die Forscher zumindest eine der biologischen Uhren entdeckt, die das Lebensalter der Zellen mitbestimmen und die Hoffnung auf 1200 Lebensjahre drastisch senken.

Alle Chromosomen weisen an ihren Enden Kappen auf, Telomere genannt (aus dem Griechischen telos = Ende und meros = Teil). Schon im Jahre 1941 wurde bewiesen, dass Telomere als Schutzhüllen fungieren. Ohne diese Kappen würden die Erbanlagen zerfallen. Außerdem würden ihre Enden bei jeder Zellteilung wahllos zusammenkleben. Nun sind diese Chromosomenschwänze bei jungen Menschen länger als bei alten. Mit jeder Zellteilung wird ein winziger Abschnitt geopfert. An der Telomer-Uhr lässt sich genau das Alter einer Zelle ablesen. In den letzten Stadien der Chromosomenschrumpfung vergreist die Zelle. Ihre Teilungsrate verlangsamt sich zunehmend, bis sie sich am Ende gar nicht mehr teilt und stirbt. Wie ein Auto, das eine gewisse Kilometerzahl überschritten hat, wird sie von unserem Organismus aus dem Verkehr gezogen. Teilungsfreudige Zellen werden von diesem Schicksal natürlich eher ereilt als ihre langsameren Artgenossen. Einige Chromosomen bleiben von der Alterserosion ihrer Schutzhüllen ganz verschont.

Die Keimzellen eines neugeborenen Kindes weisen ebenso lange Telomere auf wie die eines 80- oder 90-jährigen Menschen. Ihr Geheimnis liegt in der Telomerase, einem Enzym, das ihren Verfall aufhält. Es macht sich nach jeder Zellteilung daran, die verloren gegangenen Telomerabschnitte schleunigst wieder zu ergänzen. Übrigens lassen auch entartete Zellen die Telomerase für sich arbeiten. Viele Krebszellen haben offenbar die Blockade zur Herstellung dieses Enzyms ausgeschaltet und sorgen damit für ihre eigene Unsterblichkeit.

Der Alterungsprozess

Was sind die Zeichen des Alterns? Die Auswirkungen der beschriebenen Alterungsprozesse sind uns allen wohlbekannt. Mit zunehmenden Jahren lassen die Sinnesfunktionen nach. Augen, Gehör, Geschmacks- und Geruchssinn sind nicht mehr das, was sie einmal waren. Die Immunabwehr wird schwächer, Arterien und Gelenke versteifen, Knochen werden brüchig und der Körper schrumpft. Das Gehirn verliert ein Drittel seines Gewichts, das Herz gar die Hälfte. Unser Hormonsystem stellt kaum noch verjüngende Hormone her und auch die Verdauung wird immer träger. Schließlich setzen die typischen degenerativen Erkrankungen ein, allen voran Herz-Kreislauf-Beschwerden, Krebs, Diabetes, Osteoporose und Arthritis.

Die am meisten gefürchtete Alterserscheinung ist jedoch der geistige Verfall. Krankheiten wie Alzheimer, die unsere Gehirnzellen in einen unbrauchbaren, verklebten Haufen verwandeln, sind auf dem Vormarsch (gegenwärtig vegetieren circa 800 000 Alzheimer-Patienten allein in deutschen Pflegeheimen dahin). Schlaganfälle radieren Teile unseres Gehirns aus und schränken unsere geistigen Fakultäten ernsthaft ein. Viele Menschen fürchten zu Recht, dass der Alterungsprozess nicht nur Schmerzen und körperliche Behinderungen mit sich bringt, sondern sie auch ihrer menschlichen Würde beraubt. Sie würden einen „heroischen“ Tod – beispielsweise einen plötzlichen Herzstillstand auf dem Golfplatz – dem langsamen Siechtum mit zunehmender Abhängigkeit von Medikamenten, Ärzten, Krankenhäusern, medizinischen Geräten und Pflegepersonal bei weitem vorziehen.

Dabei gibt es Möglichkeiten, der zunehmenden Degeneration zu entkommen, die Lebenszeit zu verlängern und bis ins hohe Alter fit und gesund zu bleiben. Was gibt es für Möglichkeiten zur Lebensverlängerung? Wie die Alchemisten früherer Zeiten suchen heute Wissenschaftler in der ganzen Welt mit Eifer nach der Wunderdroge, die den körperlichen Verfall aufhält. Fortschritte in der Genforschung scheinen das Ziel in greifbare Nähe zu rücken. Genmanipulation soll nicht nur Krankheiten eliminieren, sondern auch unser ererbtes Alterungsprogramm.

7000 Gene stehen als lebensverkürzende Übeltäter in Verdacht, 3 davon sind etwas gründlicher erforscht. Der Stoffwechseltrick So hat ein kanadischer Biologe Würmer gezüchtet, die es statt der üblichen 9 Tage Lebenszeit auf 50 Tage bringen. Auf den Menschen übertragen würde das einer Lebenserwartung von etwa 400 Jahren entsprechen. Der Forscher hat bei seinen Würmern ein Gen ausgeschaltet, von dem man noch nicht einmal genau weiß, was es eigentlich tut. Bekannt sind jedoch die Folgen seiner Inaktivierung: Der Stoffwechsel wird auf Sparflamme gesetzt. Die Wurmmutanten erreichen ihr hohes Alter dadurch, dass sie alles langsamer tun. Nahrungsaufnahme, Verdauung und Fortbewegung vollziehen sich im Schneckentempo. Auch haben sie keine große Lust auf Sex. Einen ähnlichen Stoffwechseltrick haben unsere langlebigsten Tiere gemeistert: Kaltblüter reduzieren ihre Stoffwechselrate, sobald die Temperaturen sinken. Ähnlich den mutierten Würmern werden sie langsam und träge, dafür aber uralt. Im September 2002 wurde im Zoo in Kairo der 362. Geburtstag einer Galapagos-Riesenschildkröte gefeiert.

Bleibt die Frage, ob ein solches Leben für uns erstrebenswert wäre. Zudem ist es immer riskant, in den genetischen Bauplan des Lebens einzugreifen. So steigt beispielsweise das Risiko, an Krebs zu erkranken, wenn wir der Telomerverkürzung Einhalt gebieten. Dennoch mag ein wichtiger Schlüssel zur Gesundheit und hohem Alter in der Reduzierung des Stoffwechsels liegen. Schließlich stellen Energieproduktion und Stoffwechselabfälle die Hauptlieferanten für freie Radikale und Schlacken dar. Könnten wir den Stoffwechselumsatz senken, müssten auch wir theoretisch länger leben. Unsere Zellen würden weniger geschädigt und verschmutzt, die Zellteilung reduziert und die Telomerverkürzung verlangsamt.

Tatsächlich gibt es eine Möglichkeit zur Senkung der Stoffwechselaktivität, die unsere Lebensfreude in keiner Weise einschränkt. Sie kann im Gegenteil unseren Alltag enorm bereichern. Wir wissen, dass Stress und Aufregung den Stoffwechsel in die Höhe treiben. Innere Ruhe und Entspannung hingegen senken ihn. Tests mit Meditierenden haben bewiesen, dass die Stoffwechselrate bei Tiefenentspannung drastisch abnimmt, in manchen Fällen weitaus mehr als im Tiefschlaf. Welch starke Auswirkungen dies auf die Lebensspanne haben kann, führen uns einige Yogis vor. Ein Alter von 300 Jahren und mehr scheint unter diesen Asketen und Heiligen gar nicht einmal so selten zu sein.

Ein Grund für ihre außergewöhnliche Langlebigkeit sind lange Phasen tiefer Meditation, in denen die Lebensfunktionen nur im allergeringsten Maß aufrechterhalten werden. Gleichzeitig verringert sich auch der Atem, und nach einer überlieferten asiatischen Weisheit ist jedem von uns eine bestimmte Anzahl an Atemzügen zugemessen. Nun können und wollen wir uns nicht alle in den Himalaja zurückziehen oder unser Leben in Askese verbringen. Doch können wir einiges tun, um im Alltag mehr Ruhe und Gelassenheit zu erreichen.

Wir haben schon beschrieben, wie sehr die Pflanzenmineralien, auch zum Beispiel in der wildwachsenden AFA-Alge konzentriert vorhanden, Stress und innere Unruhe ausgleichen können. Während sie auf der einen Seite dafür sorgen, dass unser Stoffwechsel effektiver funktioniert und seine Trägheit verliert, neutralisieren sie auf der anderen Seite jegliche Überreizung und Überaktivität. Wer ein Übriges tun will, dem möchten wir eine Heilmeditation empfehlen, die von uns bei Windpferd im Frühjahr 2004 als CD erscheint.
Sie führt auf einfachste Weise ein Loslassen von Stress und eine wunderbare innere Ruhe herbei. Auch Reiki können wir aus unseren Erfahrungen sehr befürworten.

Spaziergänge in der Natur, erhebende Musik und eine Haltung der Dankbarkeit können ebenfalls unseren Stoffwechsel entspannen und Hilfen zur Gesundheit bis ins hohe Alter darstellen.

Diese Art der natürlichen Lebensverlängerung mag für viele die erstrebenswerteste sein, doch ist sie nicht die einzige. Lebensverlängerung durch Kalorienverzicht Seit einigen Jahren erregen die Erfolge einer drastischen Kalorienreduktion bei Tieren einiges Aufsehen. Hunderte von Fadenwürmern, Fruchtfliegen, Ratten und Mäusen wurden zu Forschungszwecken auf Zwangsdiät gesetzt. Sie erhalten nur noch zwei Drittel der üblichen Kalorien, werden aber ausreichend mit Vitaminen und Spurenelementen versorgt. Die mageren Tiere leben bis zu 40 Prozent länger als ihre wohlgenährten Artgenossen. Sie bleiben gesund, verspüren aber wenig Drang, sich fortzupflanzen. (Ein reduziertes Sexualleben hat offenbar auch beim Menschen eine lebensverlängernde Wirkung. Eunuchen beispielsweise werden im Schnitt 14 Jahre älter als ihre sexuell aktiven Geschlechtsgenossen.)

Ein Biologe aus Wisconsin testet derzeit die Kalorienreduktion an Tieren, die der Spezies Mensch um einiges näher stehen als Nager, Würmer und Fliegen. Seit 1989 hält er zweihundert Rhesusaffen auf Diät. Da die Primaten normalerweise 30 bis 40 Jahre leben, müssen wir uns noch gedulden, bevor wir einen eventuellen Erfolg erkennen können. Sollte es auch bei ihnen klappen, mögen die Wissenschaftler die erste praktikable Methode zur Verlängerung des menschlichen Lebens gefunden haben. Bisher erfreuen sich die Affen bester Gesundheit und zeigen eine robuste Konstitution.

Die Einsicht, dass eine stark verminderte Nahrungszufuhr die Lebenszeit verlängern kann, ist nicht ganz neu. Viele Organismen reagieren auf Nahrungsmangel mit einem raffinierten Schutzmechanismus: Der biologische Alterungsprozess verzögert sich so lange, bis wieder genug zu essen vorhanden ist. Erst dann setzt auch der Fortpflanzungstrieb wieder ein.

Offenbar sind solche Zeiten des Fastens nicht nur lebensverlängernd, sondern überaus gesund. Der Altersforscher Richard Weindruch hat Mäusen winzige Chips eingepflanzt, die registrieren, ob bestimmte Reparatur-Gene aktiv sind. Er stellte fest, dass der von Entzündungen und freien Radikalen angerichtete Schaden in Hirn und Wadenmuskulatur durch die magere Kost verringert wird. Gleichzeitig werden Gene angeknipst, die den Muskelaufbau fördern und den Zellverfall verlangsamen. Auch hat er bei seinen Nagern Erbanlagen entdeckt, die erst in höherem Alter aktiv werden, durch Nahrungsentzug aber an der Aktivierung gehindert werden.

Aus einem Labor in Israel kam die Nachricht, dass Kalorienentzug möglicherweise sogar vor Krebs schützen kann. In Testkulturen vermehrten sich gesunde Körperzellen langsamer, während Krebszellen abstarben. Für die rasante Vermehrung der Schmarotzer war schlichtweg zu wenig Energie vorhanden. Auch die erwähnten Rhesusaffen konnten inzwischen mit einigen erfreulichen Begleiterscheinungen aufwarten. Die Werte an „gesundem“ HDL-Cholesterin stiegen an, während der Blutdruck ebenso sank wie das Risiko der Affen, an den alterstypischen Leiden wie Herz- oder Nierenschwäche, Krebs und Diabetes zu erkranken.

Wie das eigentlich funktioniert, ist den Wissenschaftlern noch weitgehend ein Rätsel. Die Stoffwechselrate wird nicht herabgesetzt, zumindest nicht, wenn man den Energiekonsum der Zellen kalkuliert. Eine erste Erklärung könnte die Entdeckung des Molekularbiologen Leonard Guarente liefern. Nach vierjähriger Suche fand der Wissenschaftler einen Hefezellen-Stamm, der länger lebte als alle anderen. Dieser Stamm erreicht sein hohes Alter durch die Hilfe eines Gens, das Guarente „sir2“ nennt (“Silent Information Regulator“ oder „stiller Informationsregler“ Nr. 2). Auf einigen Umwegen erreicht „sir2“, dass die DNS dichter gepackt wird. Dadurch wird das Ablesen bestimmter Gene verhindert, die offenbar den Alterungsprozess fördern.

Ein ähnliches Gen hat auch der Altersforscher Stephen Helfand bei Fruchtfliegen entdeckt. Er taufte es allerdings „INDY“, für „I’m Not Dead Yet“ (“Ich bin noch nicht tot“). Damit „sir2“ aktiv werden kann, braucht es eine Substanz mit der Abkürzung NAD (Nikotinamid-adenin-dinokleotid). Dieser Stoff hilft, Glukose in Energie umzuwandeln. Wird die Glukose bei mangelnder Nahrungszufuhr knapp, kann sich das nun arbeitslose NAD anderen Aufgaben zuwenden, wie beispielsweise zusammen mit „sir2“ das Altern zu verlangsamen.

In vielen Forschungslabors gilt die Kalorienreduktion heute als heißeste Spur bei der jahrhundertealten Suche nach dem Brunnen ewiger Jugend. John hat es inzwischen einigen der Forscher nachgemacht und einen Selbstversuch begonnen. Er fastet einen Tag in der Woche und verzichtet generell auf das Frühstück. Somit kommt er auf 12 Mahlzeiten pro Woche, bei einem täglichen Verzehr von circa 1800 Kalorien. John hat Zucker, weißes Mehl und tierisches Fett weitgehend aus seinem Speiseplan gestrichen. Stattdessen isst er viel Gemüse und Getreide, Mungbohnen und Kichererbsen. Gelegentlich kommt auch ein Stück Fisch auf den Teller.

Um seine wissenschaftliche Neugier zu befriedigen, hat John circa 2 Monate lang die Mikromineralien weggelassen und versucht, mit Bierhefe, Spirulina, Meeresalgen und verschiedenen Samen die fehlenden Mineralien zu ersetzen. Die kalorienreduzierte Kost behielt er bei. Bald stellte sich der berühmte Jo-Jo-Effekt ein. Nachts überkam ihn oft ein unstillbarer Hunger und er schlich in die Küche, um sich mit allem Verfügbaren vollzustopfen. Da wurden dann beispielsweise nacheinander Kakaopulver gemischt mit Sesampaste und Honig, Brot mit Käse, Vollkornnudeln mit Bio-Tomatensauce, ein hartgekochtes Ei und ein Becher Quark mit Marmelade verzehrt. All diese gesunden Lebensmittel konnten jedoch seinen unstillbaren Hunger nicht befriedigen. Der Magen war zwar übervoll, doch blieb das Gefühl wohliger Befriedigung aus.

John ist überzeugt, dass er seinen „abgespeckten“ Diätplan nur deshalb durchhalten kann, weil die pflanzlichen Mineralien ihm eine gewisse Sättigung bescheren. Solange er seine magere Kost damit ergänzt, machen ihm weder Pica-Gelüste noch Hungergefühle zu schaffen. Während andere Anhänger der Kalorienreduktion über Wetterfühligkeit, Stimmungsschwankungen, Verstopfung oder unruhigen Schlaf klagen, fühlt er sich rundum gut.

Nun ist für die meisten Menschen Nahrungszufuhr ein solcher Genuss, dass sie nicht darauf verzichten wollen. Dennoch können wir einiges aus den Studien lernen. Auch wenn wir unsere Kalorienzufuhr weniger drastisch kürzen, hat eine kalorienarme, vitalstoffreiche Nahrung zweifellos eine gesundheitsfördernde und lebensverlängernde Wirkung. Wer eine gemäßigte Form des Kalorienentzugs versuchen will, sollte das eingesparte Geld für hochwertige, organisch angebaute Nahrungsmittel einsetzen.

Leider weist selbst Nahrung aus dem Naturkostladen nicht mehr genug Inhaltsstoffe auf, um den Körper, insbesondere bei einer Reduktionsdiät, mit allem Notwendigen zu versorgen. So müssen wir unsere Mahlzeiten mit zusätzlichen Vitalstoffen ergänzen. Wir brauchen wohl kaum noch zu erwähnen, dass sich die Urmineralien zur Abdeckung der Spurenelemente bestens eignen. (Eine drastische Kalorienreduktion sollte nicht vor dem zwanzigsten Lebensjahr versucht werden, da sonst wichtige körperliche Entwicklungsprozesse behindert werden können.)

Möglicherweise ist es auch gar nicht nötig zu hungern. Schon die alleinige Gabe von bestimmten Mineralstoffen kann die Lebensspanne offenbar bedeutsam verlängern. Bei einem Test erhielten Labormäuse 10 extrem seltene Spurenelemente in ihr Futter, unter anderem Zirkonium, Europium und Germanium. Die Tiere lebten mit dieser außergewöhnlichen Nahrungsergänzung doppelt so lange wie ihre Artgenossen. Neben der aufbauenden, schützenden, entschlackenden und entspannenden Wirkung sind Spurenelemente offenbar das beste Mittel, um die körpereigenen Reparaturmechanismen anzukurbeln.

Das Geheimnis langlebiger Völker

Während sich westliche Menschen mit Krankheit und Siechtum plagen, gibt es rund um den Globus auch gesunde Ausnahmen. Fünf Naturvölker führen uns vor, dass wir bei bester Gesundheit und Vitalität uralt werden können. Viele ihrer Mitglieder haben ihren hundertsten Geburtstag hinter sich. Einige bringen es sogar auf 140 Lebensjahre, ohne dass die üblichen degenerativen Erscheinungen ihren Lebensabend vergällen.

Am bekanntesten ist wohl das Volk der Hunzas, das in einem Tal des Karakorum-Gebirges im Nordwesten des Himalajas lebt. Als General Major Sir Robert McCarrison, der Leibarzt des englischen Königs Georg V. sich aufmachte, das Tal der Hunzas zu erkunden, war er erstaunt über die Vitalität und Gesundheit dieses Bergvolkes. Er fand weder Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Rheuma, geistige Degeneration noch irgendwelche anderen Plagen der zivilisierten Welt. Auch war es kaum der Ort, wo Psychologen nach Kunden Ausschau halten würden. Die medizinische Versorgung beschränkte sich auf die Korrektur von Knochenbrüchen und Wundbehandlung. Es gab keine Krankenhäuser oder Altersheime, keine Polizei und keine Gefängnisse.

Doch war dieses Volk nicht nur ungewöhnlich gesund. Bei näherer Erkundung stellte sich heraus, dass viele der Bauern, die täglich auf den Feldern arbeiteten, 100 Jahre oder älter waren. Worin lag das Geheimnis ihrer „ewigen Jugend“? Im Laufe der Jahre versuchten Forscher immer wieder, diese Frage zu beantworten. Zunächst wurde die Ernährung der Hunzas analysiert. Sie bestand aus Vollkornprodukten und Sprossen, Gemüse und Früchten, insbesondere Aprikosen. Sie verzehrten gesäuerte Ziegenmilchprodukte in Form von Joghurt, Käse und Butter. Sie aßen wenig Fleisch, tranken Tee und manchmal auch Wein. Einige rauchten ab und zu.

Aber war ihre natürliche Ernährung der einzige Grund für ihre außergewöhnliche Gesundheit und Langlebigkeit? Nachbarvölker, die unter vergleichbaren Bedingungen in einer ähnlichen geographischen Lage lebten, wurden kaum älter als die Menschen im Westen. So musste es noch einen zusätzlichen Faktor geben. Forscher fanden schließlich einige weitere Völker, die ihr genetisch angelegtes Potential von 120 Jahren in Gesundheit und Vitalität erfüllten: die Armenier, Aserbaidschaner und Abchasier im Kaukasus und die Titicacas in den peruanischen Anden. Diese Völker zeigten einige aufschlussreiche Gemeinsamkeiten, die schließlich zur Lösung des Rätsels führten.

Sie alle leben abseits der Zivilisation in einsamen Bergtälern mit wenig Niederschlag und verwendeten zur Bewässerung ihrer Felder ausschließlich Gletscherwasser. Gletscher zermahlen auf ihrer langsamen, bergabführenden Wanderung unablässig die Felsen unter ihren „Füßen“. Wenn das Eis an ihrer Sohle schmilzt, ist es so vollgeladen mit winzigen Teilchen an Mineralien und Spurenelementen, dass es eher an Milch als an Wasser erinnert. So haben die Hunzas dieses reichhaltige Wasser denn auch Gletschermilch getauft. Alle als besonders langlebig bekannten Völker sind mit einer ähnlichen Gletschermilch gesegnet, die je nach Gegend und mineralischem Gehalt einen bläulichen oder gelblichen Ton aufweist. Diese „Milch“ wird nicht nur zum Trinken verwendet. Seit tausenden von Jahren bewässern diese Völker ihre Felder damit. Die Pflanzen nehmen den Reichtum an anorganischen Mineralstoffen auf und verstoffwechseln ihn in Leben spendende, organische Mikromineralien. Hätten die Völker ausreichend Niederschlag, würde diese Art der Bewässerung überflüssig und der Schlüssel zu ihrer außergewöhnlichen Vitalität und Langlebigkeit ginge verloren. (Bei den Hunzas haben inzwischen die ersten „Segnungen“ des modernen Lebens einschließlich einer wachsenden Krebsrate und anderer Zivilisationskrankheiten Einzug gehalten.)

Nun vertreten viele Wissenschaftler die Meinung, dass ein Lebensalter über 125 Jahre zur Zeit noch so gut wie ausgeschlossen ist. Das hohe Alter einzelner Individuen oder ganzer Völker sei vor allem auf einen Mangel an Geburtsurkunden und ein nachlassendes Erinnerungsvermögen zurückzuführen.

Zweifellos gibt es Fälle, wo sich ein selbsternannter Methusalem bei näherem Hinsehen als eine Generation jünger entpuppte. Doch stehen dem auch etliche gut dokumentierte Fälle von weitaus älteren Menschen gegenüber. Dazu einige Beispiele: 1973 erschien in der „National Geographic“ ein Artikel über Menschen, die seit einem vollen Jahrhundert oder länger auf der Erde weilten. Die Berichterstatter hatten sich bei ihrer Suche nicht auf die Aussagen der Betroffenen beschränkt, sondern nach hieb- und stichfesten Dokumenten verlangt.

Den ältesten Menschen entdeckten sie im Kaukasus in Armenien. Der betagte Herr mit Namen Shirali Muslimov war gemäß seiner Geburtsurkunde, Taufurkunde, Militäraufzeichnungen und Geburtsurkunden seiner Kinder 167 Jahre alt. Er starb mit 168. Ein gut dokumentierter Fall war auch Dr. Li, der 1677 auf der chinesischen Seite des Karakoram-Gebirges geboren wurde. Zu seinem hundertfünfzigsten Geburtstag erhielt er eine Urkunde von der chinesischen Regierung, die ihm zu seinem hohen Alter gratulierte. Als er sein zweihundertstes Lebensjahr erreichte, bekam er eine weitere Urkunde zugesandt. Danach lebte er noch weitere 56 Jahre. Über seinen Tod im Jahre 1933 wurde in der „London Times“ und „New York Times“ berichtet.

Von einem weiteren ungewöhnlichen Fall konnten wir im Guiness Buch der Rekorde lesen. Die viel begehrte Eintragung wurden einem Herrn aus Syrien zuteil – in diesem Fall jedoch nicht aufgrund seiner Langlebigkeit. Die Tatsache, dass der rüstige Senior nach dem achtzigsten Lebensjahr mit seiner vierten Frau noch 9 Kinder zeugte, führte zu seiner Verewigung im Buch der Rekorde. Diese Beispiele dürften als Beleg genügen, dass ein hohes Alter – und Vitalität bis ins hohe Alter – tatsächlich möglich sind.

Wie das Beispiel der langlebigen Völker bezeugt, können 100 oder 120 Kerzen auf der Torte sogar Routine werden. Sie zeigen uns auch, wo das Geheimnis der verlängerten Jugend liegt. Neben einer gemäßigten, naturbelassenen und schadstofffreien Ernährung, einer reinen Umwelt und entspannten Lebensweise entscheidet letztendlich der Reichtum an Mineralien und Spurenelementen über Lebensspanne und Gesundheit.

Es ist nie zu spät „Mein Internist und zwei andere Ärzte, die ich konsultierte, diagnostizierten meine Beschwerden als Angina pectoris, niedriger Blutdruck, starke Anämie, Schilddrüsenunterfunktion plus Arthrose. Ich war extrem nervös und deprimiert. Während dieser Zeit lebte ich in Missouri. Im August zog ich nach Pennsylvania und wurde dort mit „Clark’s Nulife Mineral Formula“ bekannt gemacht. Ich begann es im September 1984 zu nehmen. Innerhalb von drei Tagen konnte ich Veränderungen feststellen. Ich war weniger nervös und hatte weniger Schmerzen in den Armen und Schultern.

Es ging ständig bergauf bis zu einem Punkt, wo ich anfing, kleine Arbeiten im Haus zu verrichten. Bald konnte ich auf die Schmerzmittel verzichten. Jetzt, 4 Monate später, kann ich eine Meile laufen ohne zu ermüden, ich kann Gegenstände heben und fast alles tun, was ich will. Ich bin frei von Schmerzen und habe zum ersten Mal seit vielen Monaten einen guten Appetit. Die Anämie, unter der ich seit Jahren litt, ist ebenfalls verschwunden. Meine Haut ist rosig und mein Haar hat wieder seine ursprüngliche Farbe von dunkelbraun und grau zurückerlangt. Auch meine Schilddrüsenprobleme sind verschwunden. Ich kann es allen empfehlen, die sich nicht auf dem Posten fühlen. Wenn ein Mittel einem 83-jährigen, fast invaliden Mann gute Gesundheit zurückgeben kann, ist es meiner Meinung nach das größte Gesundheitsprodukt, das es gibt.“ – Elmer F. F., Pennsylvania, USA.

Ältere Menschen können nicht nur körperlich von den Mikromineralien profitieren. Manche Senioren erleben mit ihrer Hilfe eine Art zweiten Frühling und unternehmen Dinge, die sie sich in jüngeren Jahren versagt hatten. Herr K. L. aus Fürstenfeldbruck, 80 Jahre alt, begann mit 78 Jahren die Mikromineralien einzunehmen. Bald darauf verschwanden seine arthritischen Knieschmerzen beiderseits. Andere Symptome wie Schwindel und Herzrhythmusstörungen verabschiedeten sich etwas später. Herr K. entwickelte so viel Energie, dass er im September 2000 mit seiner 67-jährigen Ehefrau einen 5000 m hohen Berg in Nepal bestieg. Seine Gattin trat bald nach der Einnahme des Elixiers zudem in einen Ruderclub ein.

Es ist bekannt, dass ältere Menschen, die ein Konditionstraining beginnen, eine Menge an verloren gegangenen Funktionen zurückgewinnen können. Gewichtheben beispielsweise steigert noch bei 80- oder 90-jährigen die Kraft. Ähnlich wie unsere Muskeln kann auch unser Gehirn trainiert werden. Zwar werden verloren gegangene Gehirnzellen nicht ersetzt, doch behalten die übrig gebliebenen Zellen bis zum Tod die Fähigkeit, neue Verbindungen herzustellen. Bei ausreichender Anregung und Versorgung mit Aufbaustoffen kann der Zellverlust, der mit dem Älterwerden einhergeht, durch die zunehmende Verflechtung der Nervenzellen mehr als kompensiert werden. Zugegeben – wir lernen neue Dinge nicht mehr ganz so schnell wie in unserer Jugend, dafür wird unser Denken mit der Zahl neuer Verbindungen vernetzter, d. h. umfassender und ganzheitlicher. Die Erfahrungen eines langen Lebens können sich vom Wissen zur Weisheit wandeln.

Und wie ist es mit der Lebensverlängerung bestellt? Zweifellos können auch im hohen Alter noch Schlacken und Ablagerungen bereinigt und Schäden repariert werden, wodurch wir etliche Lebensjahre hinzugewinnen können. Auch eine Kalorienreduktion mag im Alter noch einiges bewirken, vorausgesetzt, wir versorgen den Körper mit allen Vitalstoffen in einer leicht aufzunehmenden Form. Bei Mäusen funktioniert es jedenfalls. Nager, die erst in fortgeschrittenem Alter auf Zwangsdiät gesetzt wurden, lebten statt der üblichen 39 immerhin 56 Monate. Das entspräche 165 Menschenjahren.

Ein verlängerter Lebensabend, in körperlicher Vitalität und geistiger Wachheit gelebt, kann den „goldenen Jahren“ ihren eigentlichen Sinn zurückgeben: Eine Zeit der Ernte, in der wir von oberflächlichen Zielen loslassen, das Leben als solches wertschätzen lernen und unser über die Jahre angesammeltes Wissen und Erfahrungen umsetzen und mit anderen teilen.
http://www.comedweb.de
Buchtipps:

Shalila Sharamon und Bodo Baginski,
„Heilung aus der Urnatur. Die einzigartige Heilwirkung prähistorischer Pflanzenmineralien“,
Windpferd, 296 S., 14,90 Euro.

Barbara Simonsohn, „Das authentische Reiki“,
Goldmann, 408 S., 10 Euro.

Dieselbe, „Die Heilkraft der AFA-Alge“,
Goldmann, 319 S., 8,50 Euro.


Anti-Aging-Experte rät: Wer aufs Abendessen  verzichtet, lebt länger

Zwei Abendessen pro Woche ausfallen lassen, um jung zu bleiben – das rät der Anti-Aging-Experte Prof. Dr. Dr. Johannes Huber (56) aus Wien.
Das nächtliche Hungern verstärkt die Wirkung des Hormons Melatonin. Es sorgt für erholsamen Schlaf, fährt die Körperfunktionen herunter. Auch Somatropin wird stärker gebildet. Dieses Wachstumshormon ist wichtig für die Regeneration der Zellen, Muskelaufbau und Fettabbau. Die nächtliche Hungerpause sollte 14 Stunden dauern (letzte Mahlzeit um 17 Uhr).
Nebeneffekt: Sie werden schlanker, weil sie weniger Kalorien zu sich nehmen. Wichtig: Viel trinken – ungesüßten Tee oder Wasser. http://www.bild.t-online.de 25.02.2005    Altern


Haut-Alterung: Verdichtung des zellinternen Proteingerüsts

US-amerikanischen Forschern ist es gelungen, die Schlüsselfaktoren für die Verjüngung der Haut und das Verlangsamen des Hautalterungsprozesses zu finden. Ein Forscherteam der New York's Clarkson University fand heraus, dass der Alterungsprozess nicht nur wie bisher angenommen auf den Elastizitätsverlust der Haut zurückzuführen ist, sondern wesentlich durch die zunehmende Erstarrung der Epithel-Zellen ausgelöst wird, berichtet BBC.
Bisher wurde angenommen, dass mit zunehmendem Alter das epithele Bindegewebe der Haut an Elastizität verliert. Dieser Prozess soll auch eine wesentliche Rolle bei anderen fortschreitenden Alterskrankheiten einnehmen, wie beispielsweise bei der Verhärtung von Arterien, bei Gelenkssteifheit, grauem Star, Alzheimer und Demenz. Der Grund für diesen Verfallsprozess wurde bis dato einzig im Abbau einer Verbindungssubstanz, die das Epithel-Gewebe versiegelt - den so genannten extra zellulären Proteinen - vermutet. Und auf diesem Wissen bauten die meisten Behandlungsmethoden auf.
Doch nun konnten die Forscher beweisen, dass die Ursache in den Zellen selbst zu suchen ist. Denn nach vielen Generationen der Zellteilung werden die epithelen Zellen selbst zwei bis zehnmal so starr wie junge Zellen. Die Forscher glauben, dass dies auf eine Verdichtung des zellinternen Proteingerüsts - des Cytoskeletons - zurückzuführen ist.
Die Forscher geben an, dass es bereits Medikamente gibt, die möglicherweise die Versteifung des Cytoskeletons blockieren und so den Alterungsprozess verlangsamen. Derzeit testet das Forscherteam die Effizienz einer Anti-Aging-Hautcreme, welche eine niedrige Dosis dieser Medikamente enthält, in einer Versuchsreihe an Mäusen. "Die Haut ist ein Organ, das während des gesamten Lebens den Strapazen der Umwelt ausgesetzt ist. Darum ist der beste Weg um dem Hautalterungsprozess wirksam zu verlangsamen noch immer der, den Schaden durch ultraviolette Strahlung möglichst gering zu halten. Denn diese Strahlung ist der Hauptfaktor bei der Beschleunigung der Hautalterung", resümierte Stuart Parker vom Forscherteam. 24.03.2005 Infos für Ärzte


Forscher entdecken lebensverlängerndes Wunderhormon - Eine zu hohe Thyroxine-Dosis kann jedoch tödlich sein

Die Entdeckung eines Wunderhormons verspricht die Erweiterung der Lebensspanne um bis zu 30 Jahre. Denn das so genannte Thyroxine-Hormon kurbelt den Stoffwechsel an und verlängert so die Lebenserwartung, erklären die Forscher der Aberdeen University http://www.abdn.ac.uk . In absehbarer Zukunft könnte somit ein entsprechendes Anti-Ageing-Medikament entwickelt werden. Ein zentrales Problem stellt nunmehr nur noch die Verabreichung der richtigen Dosis dar, denn falsch dosiert wirkt das Hormon nicht lebensverlängernd, sondern möglicherweise tödlich.
In einer Studie konnten die Forscher beweisen, dass die regelmäßige Verabreichung einer Dosis Thyroxine bei Mäusen einen höheren Stoffwechselumsatz zur Folge hatte. Die hohen Stoffwechselprozesse führten in weiterer Folge zu einer bis zu 25 Prozent höheren Lebenserwartung im Vergleich zu einer nicht therapierten Kontrollgruppe. "Transferiert man diese Ergebnisse auf den Menschen so eröffnet sich eine zusätzliche Lebenspanne von bis zu 30 Jahren", erklärte der Forschungsleiter John Speakman.
Thyroxine wird derzeit bereits Patienten verabreicht, die selbst nicht genug von diesem Hormon produzieren können, um einen gesunden Stoffwechsel zu haben. Resümierend warnt das Forscherteam jedoch vor der Anwendung einer Thyroxine-Therapie, denn möglicherweise wird es nicht möglich sein, eine unschädliche Dosierungsmenge zu eruieren. "Wir hoffen, dass Patienten durch unsere Forschungsarbeit die Möglichkeit bekommen, zusätzlich noch einige gesunde Jahre verbringen zu können. Wir wollen jedoch nicht ein Dahinvegetieren im Altersheim begünstigen", so Speakman.
Die Ergebnisse der Studie erscheinen in der April-Ausgabe des Journals of Experimental Biology http://jeb.biologists.org/  . (Ende)

Hinweis der Redaktion: Wenn Sie schon jetzt wenigstens mit einer geringen Menge Thyroxine Ihren Stoffwechsel ankurbeln möchten, finden Sie hier mit DL-Phenylalanin das geeignete Nahrungsergänzungsmittel:

http://www.baeder-fuehrer.com/gesundheitsprodukte/index_120.html


Ein Protein verlängert Mäuseleben
WASHINGTON (dpa). Ein Eiweiß, das die Insulinfreigabe im Körper kontrolliert, schenkt Mäusen ein längeres Leben. Männliche Nager lebten bis zu 31 Prozent länger, wenn sie mehr von dem Protein produzierten.
Mäuseweibchen gewannen 20 Prozent an Lebenszeit hinzu. Das berichtet Makoto Kuro-o von der Universität von Texas in der Onlineausgabe von "Science" ( www.sciencemag.org ). Das Team um Kuro-o nannte den neuen Eiweißstoff Klotho nach der griechischen Göttin, die der Mythologie zufolge den Lebensfaden spinnt.
Allerdings hat die zusätzliche Lebenszeit auch Schattenseiten. Mäuse, die durch einen gentechnischen Trick mehr Klotho produzieren, neigen zu Diabetes. Außerdem haben sie nur etwa die Hälfte des Nachwuchses, den andere Nager mit natürlichem Klotho-Spiegel hervorbringen.
Ärzte Zeitung, 26.08.2005


Länge der Telomere soll Lebenserwartung festlegen
Papa entscheidet, wie lange wir leben

Das Geheimnis um die Vererbung eines langen Lebens lüfteten schwedische Wissenschaftler:
Bei der Vererbung soll nur der Vater eine Rolle spielen.
Monoklonale Immunzellen von 132 Nordschweden aus 49 Familien, bestehend aus Müttern und Vätern, Söhnen und Töchtern, dienten der Suche nach den genetischen Ursachen eines langen Lebens. Das durchschnittliche Lebensalter der Eltern betrug 66, das der Kinder 37 Jahre.

Forscher der Universität von Umea froren die Hälfte der aus dem Blut gewonnenen Immunzellen ein und infizierten die andere Hälfte mit dem Epstein-Barr-Virus, um sie anschließend 18 bis 55 Tage zu kultivieren. Die dabei überlebenden Zellen froren sie ebenfalls ein.

Die Extraktion der DNA beider Zelltypen ergab, dass die Länge der Telomeren in den kultivierten Zellen von ihrer ursprünglichen Länge abhängig war. Daneben war die Länge der Telomeren in der Generation der Söhne und Töchter allein vom Vater abhängig.
Telomere werden mit biologischen Alterungsprozessen der Zelle in Verbindung gebracht. Sie verkürzen sich mit dem Alter und dies jedes Mal, wenn eine Zelle sich teilt.
2005-10-27
Quelle: www.aerztlichepraxis.de
 

Berechnen Sie Ihre Lebenserwartung

http://test.gesundheit.ch/


Das Geheimnis des Alterns
Weltweit arbeiten Forscher daran, das Geheimnis des Alterns zu enträtseln. Im Erbgut kleiner Fliegen und anderer Lebewesen suchen sie nach der Lösung. Aber noch wissen wir zu wenig über die Gene des Menschen und die Alterungsprozesse, noch sind die bahnbrechenden Ergebnisse aus der Tier- und Pflanzenwelt nicht auf den Menschen übertragbar. .....weiter hier



Verringerung der Kalorienzufuhr soll Lebenserwartung erhöhen/ Ernährungsstoffwechselbedingte DNA-Schäden geringer?                         Alterungsprozess
05.04.2006 Infos für Ärzte
Menschen, die ihre Kalorienzufuhr deutlich verringern, entwickeln Merkmale, die in Tierversuchen mit einer langen Lebensdauer in Zusammenhang gebracht werden. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Teams um Eric Ravussin von der Louisiana State University gekommen.
Die Reduzierung der Kalorien verringerte die Körpertemperatur und die Insulinwerte, die Schädigung der DNA nahm gleichzeitig ab. Weitere Tests sind jedoch laut New Scientist erforderlich, um zu ermitteln, ob diese rasch aufgetretenen biologischen Effekte länger als einige Monate anhalten. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Journal of the American Medical Association veröffentlicht.
Studien mit Nagetieren und anderen niedrigen Lebensformen haben ergeben, dass die langfristige Kalorienreduktion die Lebensdauer erhöhen kann. Die maximale Lebensdauer von Mäusen und Ratten erhöhte sich so um rund 30 Prozent. Zusätzlich waren die Tiere gegen Ablagerungen in den Blutgefäßen und Krebs geschützt. Für den Menschen stehen weniger Daten zur Verfügung. Daher geben Forscher bis heute nur eher widerwillig Empfehlungen ab. Für die aktuelle Studie wurden 48 Freiwillige nach dem Zufallsprinzip ersucht, ihr Gewicht zu halten oder ihre Kalorienzufuhr zu reduzieren.
Zwölf der Teilnehmer nahmen genug Lebensmittel zu sich um ihr Gewicht zu halten. Von den verbleibenden 36 Teilnehmern wurde jeweils eine gleich große Gruppe ersucht, ihre Kalorienzufuhr entweder um 25 Prozent zu verringern, die Kalorienmenge um 12,5 Prozent zu verringern und 12,5 Prozent Kalorien durch mehr Bewegung zu verbrauchen oder eine strenge Diät von 890 Kalorien pro Tag einzuhalten. Diese Diät wurde so lange eingehalten, bis 15 Prozent des ursprünglichen Gewichtes verloren waren. Anschließend wurde darauf geachtet, dass der erreichte Wert konstant blieb. Die Teilnehmer erhielten ihre Essensrationen während der ersten drei Monate im Forschungszentrum. Die Freiwilligen nahmen zusätzlich an wöchentlichen Gruppentreffen teil und wurden in der Wochenmitte angerufen, um sie beim Einhalten ihrer Diät zu unterstützen.
Teilnehmer, deren Kalorienzufuhr eingeschränkt wurde, verloren durchschnittlich rund zehn Prozent oder mehr ihres Gewichts. Es zeigte sich, dass diese Personen über verringerte Fastenwerte des Hormons Insulin verfügten. Zumindest bei Tierversuchen wurde dieses Merkmal mit Langlebigkeit in Zusammenhang gebracht. Es zeigte sich, dass jene Freiwilligen, die ihre Kalorienzufuhr um 25 Prozent verringerten oder ähnliche Ergebnisse durch weniger Kalorien und Sport erreichten, nach dem Ende der sechs Monate dauernden Studie im Körperkern über eine geringere Temperatur verfügten. Eine geringere Körpertemperatur wurde ebenfalls im Zusammenhang mit Langlebigkeit genannt.
Jede der Gruppen mit einer verringerten Kalorienzufuhr zeigte eine geringe aber statistisch signifikante Verringerung des DNA-Schadens in ihren Blutzellen, als ihre Werte mit jenen der Kontrollgruppe verglichen wurden. Laut den Wissenschaftern ist dieser Umstand bemerkenswert, da manche der chemischen Nebenprodukte des Ernährungsstoffwechsels die DNA angreifen. Die Folge können eine erhöhte Krebsneigung und eine Beschleunigung der Alterungseffekte sein.
http://www.journalmed.de

Anti-Aging-Medizin – Hoffnung oder Humbug?
Kleine-Gunk, Bernd

Zusammenfassung
Einleitung: Altern ist der wichtigste Risikofaktor für die hauptsächlichen Zivilisationskrankheiten. Die Anti-Aging-Medizin versucht, die dem Alterungsprozess zugrunde liegenden Mechanismen zu analysieren und daraus entsprechende Therapieoptionen abzuleiten. Methoden: Übersichtsartikel auf der Basis einer selektiven Literaturaufarbeitung. Ergebnisse: Altern ist ein multifaktorieller Prozess, dessen molekularbiologische Grundlagen inzwischen weitgehend entschlüsselt sind. Während über die Pathophysiologie des Alterungsprozesses gut gesicherte Erkenntnisse vorliegen, gibt es zurzeit noch keine interventionelle Maßnahme, für die eine Lebensverlängerung beim Menschen belegt werden konnte. Diskussion: Jenseits modischer Auswüchse kommt der Anti-Aging-Medizin ein wichtiger Stellenwert zu, wenn sie sich konsequent als eine Präventivmedizin gegen altersassoziierte Erkrankungen versteht.
Dtsch Arztebl 2007; 104(28–29): A 2054–60.
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/pdf.asp?id=56301  kompletter Artikel